  1101  1 * Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
  1101  2   Und die Erde war wuest und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
  1101  3 * Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
  1101  4   Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
  1101  5   und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
  1101  6 * Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.
  1101  7   Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser ueber der Feste. Und es geschah also.
  1101  8   Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.
  1101  9 * Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Oerter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also.
  1101 10   Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
  1101 11   Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Baeume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also.
  1101 12   Und die Erde liess aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Baeume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
  1101 13   Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
  1101 14 * Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre
  1101 15   und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also.
  1101 16   Und Gott machte zwei grosse Lichter: ein grosses Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
  1101 17   Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde
  1101 18   und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war.
  1101 19   Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
  1101 20 * Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevoegel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels.
  1101 21   Und Gott schuf grosse Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevoegel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
  1101 22   Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden.
  1101 23   Da ward aus Abend und Morgen der fuenfte Tag.
  1101 24 * Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewuerm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.
  1101 25   Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
  1101 26 * Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber das Vieh und ueber die ganze Erde und ueber alles Gewuerm, das auf Erden kriecht.
  1101 27   Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.
  1101 28   Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und fuellt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht ueber die Fische im Meer und ueber die Voegel unter dem Himmel und ueber alles Getier, das auf Erden kriecht.
  1101 29 * Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Baeume, die sich besamen, zu eurer Speise,
  1101 30   und allem Getier auf Erden und allen Voegeln unter dem Himmel und allem Gewuerm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei gruenes Kraut essen. Und es geschah also.
  1101 31 * Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
  1102  1 * Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
  1102  2   Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte.
  1102  3   Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.
  1102  4 * Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.
  1102  5   Und allerlei Baeume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute.
  1102  6   Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.
  1102  7   Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloss, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.
  1102  8 * Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
  1102  9   Und Gott der HERR liess aufwachsen aus der Erde allerlei Baeume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Boesen.
  1102 10   Und es ging aus von Eden ein Strom, zu waessern den Garten, und er teilte sich von da in vier Hauptwasser.
  1102 11   Das erste heisst Pison, das fliesst um das ganze Land Hevila; und daselbst findet man Gold.
  1102 12   Und das Gold des Landes ist koestlich; und da findet man Bedellion und den Edelstein Onyx.
  1102 13   Das andere Wasser heisst Gihon, das fliesst um das ganze Mohrenland.
  1102 14   Das dritte Wasser heisst Hiddekel, das fliesst vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Euphrat.
  1102 15   Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn baute und bewahrte.
  1102 16 * Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Baeumen im Garten;
  1102 17   aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Boesen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon isst, wirst du des Todes sterben.
  1102 18 * Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
  1102 19   Denn als Gott der HERR gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf dem Felde und allerlei Voegel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem Menschen, dass er saehe, wie er sie nennte; denn der wie Mensch allerlei lebendige Tiere nennen wuerde, so sollten sie heissen.
  1102 20   Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fuer den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn waere.
  1102 21 * Da liess Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Staette zu mit Fleisch.
  1102 22   Und Gott der HERR baute ein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
  1102 23   Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Maennin heissen, darum dass sie vom Manne genommen ist.
  1102 24   Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und sie werden sein ein Fleisch.
  1102 25   Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schaemten sich nicht.
  1103  1 * Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Fruechten der Baeume im Garten?
  1103  2   Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Fruechten der Baeume im Garten;
  1103  3   aber von den Fruechten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esst nicht davon, ruehrt's auch nicht an, dass ihr nicht sterbt.
  1103  4   Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;
  1103  5   sondern Gott weiss, dass, welches Tages ihr davon esst, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und boese ist.
  1103  6 * Und das Weib schaute an, dass von dem Baum gut zu essen waere und dass er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum waere, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und ass und gab ihrem Mann auch davon, und er ass.
  1103  7   Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblaetter zusammen und machten sich Schuerze.
  1103  8   Und sie hoerten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten ging, da der Tag kuehl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter die Baeume im Garten.
  1103  9 * Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
  1103 10   Und er sprach: Ich hoerte deine Stimme im Garten und fuerchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
  1103 11 * Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?
  1103 12   Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich ass.
  1103 13   Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, dass ich ass.
  1103 14 * Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.
  1103 15   Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
  1103 16 * Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebaeren; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.
  1103 17 * Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf naehren dein Leben lang.
  1103 18   Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen.
  1103 19   Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
  1103 20 * Und Adam hiess sein Weib Eva, darum dass sie eine Mutter ist aller Lebendigen.
  1103 21 * Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Roecke von Fellen und kleidete sie.
  1103 22 * Und Gott der HERR sprach: Siehe, Adam ist geworden wie unsereiner und weiss, was gut und boese ist. Nun aber, dass er nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!
  1103 23   Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er das Feld baute, davon er genommen ist,
  1103 24   und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem blossen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.
  1104  1 * Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit dem HERRN.
  1104  2   Und sie fuhr fort und gebar Abel, seinen Bruder. Und Abel ward ein Schaefer; Kain aber ward ein Ackermann.
  1104  3 * Es begab sich nach etlicher Zeit, dass Kain dem HERRN Opfer brachte von den Fruechten des Feldes;
  1104  4   und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR sah gnaedig an Abel und sein Opfer;
  1104  5   aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnaedig an. Da ergrimmte Kain sehr, und seine Gebaerde verstellte sich.
  1104  6 * Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? und warum verstellt sich deine Gebaerde?
  1104  7   Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruht die Suende vor der Tuer, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche ueber sie.
  1104  8 * Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
  1104  9 * Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiss nicht; soll ich meines Bruders Hueter sein?
  1104 10   Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Bluts deines Bruders schreit zu mir von der Erde.
  1104 11   Und nun verflucht seist du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan und deines Bruders Blut von deinen Haenden empfangen.
  1104 12   Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir hinfort sein Vermoegen nicht geben. Unstet und fluechtig sollst du sein auf Erden.
  1104 13 * Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine Suende ist groesser, denn dass sie mir vergeben werden moege.
  1104 14   Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen und muss unstet und fluechtig sein auf Erden. So wird mir's gehen, dass mich totschlage, wer mich findet.
  1104 15   Aber der HERR sprach zu ihm: Nein; sondern wer Kain totschlaegt, das soll siebenfaeltig geraecht werden. Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschluege, wer ihn faende.
  1104 16 * Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen.
  1104 17   Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch.
  1104 18   Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mahujael, Mahujael zeugte Methusael, Methusael zeugte Lamech.
  1104 19 * Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hiess Ada, die andere Zilla.
  1104 20   Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Huetten wohnten und Vieh zogen.
  1104 21   Und sein Bruder hiess Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer.
  1104 22   Die Zilla aber gebar auch, naemlich den Thubalkain, den Meister in allerlei Erz-und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema.
  1104 23 * Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hoert meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen fuer meine Wunde und einen Juengling fuer meine Beule;
  1104 24   Kain soll siebenmal geraecht werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.
  1104 25 * Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hiess sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fuer Abel, den Kain erwuergt hat.
  1104 26   Und Seth zeugte auch einen Sohn und hiess ihn Enos. Zu der Zeit fing man an, zu predigen von des HERRN Namen.
  1105  1 * Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes;
  1105  2   und schuf sie einen Mann und ein Weib und segnete sie und hiess ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden.
  1105  3   Und Adam war hundertunddreissig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem Bild aehnlich war und hiess ihn Seth
  1105  4   und lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105  5   dass sein ganzes Alter ward neunhundertunddreissig Jahre, und starb.
  1105  6 * Seth war hundertundfuenf Jahre alt und zeugte Enos
  1105  7   und lebte darnach achthundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105  8   dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzwoelf Jahre, und starb.
  1105  9   Enos war neunzig Jahre alt und zeugte Kenan
  1105 10   und lebte darnach achthundertundfuenzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 11   dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenf Jahre, und starb.
  1105 12   Kenan war siebzig Jahre alt und zeugte Mahalaleel
  1105 13   und lebte darnach achthundertundvierzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 14   dass sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb.
  1105 15   Mahalaleel war fuenfundsechzig Jahre und zeugte Jared
  1105 16   und lebte darnach achthundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 17   dass sein ganzes Alter ward achthundert und fuenfundneunzig Jahre, und starb.
  1105 18   Jared war hundertzweiundsechzig Jahre alt und zeugte Henoch
  1105 19   und er lebte darnach achthundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 20   dass sein ganzes Alter ward neunhundert und zweiundsechzig Jahre, und starb.
  1105 21 * Henoch war fuenfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah.
  1105 22   Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem goettlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 23   dass sein ganzes Alter ward dreihundertfuenfundsechzig Jahre.
  1105 24   Und dieweil er ein goettliches Leben fuehrte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.
  1105 25 * Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugte Lamech
  1105 26   und lebte darnach siebenhundert und zweiundachtzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 27   dass sein ganzes Alter ward neunhundert und neunundsechzig Jahre, und starb.
  1105 28 * Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugte einen Sohn
  1105 29   und hiess ihn Noah und sprach: Der wird uns troesten in unsrer Muehe und Arbeit auf der Erde, die der HERR verflucht hat.
  1105 30   Darnach lebte er fuenfhundert und fuenfundneunzig Jahre und zeugte Soehne und Toechter;
  1105 31   dass sein ganzes Alter ward siebenhundert siebenundsiebzig Jahre, und starb.
  1105 32   Noah war fuenfhundert Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Japheth.
  1106  1 * Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Toechter geboren wurden,
  1106  2   da sahen die Kinder Gottes nach den Toechtern der Menschen, wie sie schoen waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten.
  1106  3 * Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre.
  1106  4 * Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Toechtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und beruehmte Maenner.
  1106  5   Da aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit gross war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur boese war immerdar,
  1106  6 * da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekuemmerte ihn in seinem Herzen,
  1106  7   und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewuerm und bis auf die Voegel unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
  1106  8 * Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.
  1106  9   Dies ist das Geschlecht Noahs. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und fuehrte ein goettliches Leben zu seinen Zeiten
  1106 10   und zeugte drei Soehne Sem, Ham und Japheth.
  1106 11 * Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels.
  1106 12   Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.
  1106 13 * Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde.
  1106 14   Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech inwendig und auswendig.
  1106 15   Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Laenge, fuenfzig Ellen die Weite und dreissig Ellen die Hoehe.
  1106 16   Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle gross. Die Tuer sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Boden haben: einen unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hoehe.
  1106 17   Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
  1106 18   Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Soehnen, mit deinem Weibe und mit deiner Soehne Weibern.
  1106 19   Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je ein Paar, Maennlein und Weiblein, dass sie lebendig bleiben bei dir.
  1106 20   Von den Voegeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von allerlei Gewuerm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar zu dir hineingehen, dass sie leben bleiben.
  1106 21   Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isst, und sollst sie bei dir sammeln, dass sie dir und ihnen zur Nahrung da sei.
  1106 22 * Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
  1107  1 * Und der HERR sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganzes Haus; denn ich habe dich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit.
  1107  2   Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Maennlein und sein Weiblein.
  1107  3   Desgleichen von den Voegeln unter dem Himmel je sieben und sieben, das Maennlein und sein Weiblein, auf dass Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden.
  1107  4   Denn von nun an ueber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte und vertilgen von dem Erdboden alles, was Wesen hat, was ich gemacht habe.
  1107  5 * Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot.
  1107  6   Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf Erden kam.
  1107  7   Und er ging in den Kasten mit seinen Soehnen, seinem Weibe und seiner Soehne Weibern vor dem Gewaesser der Sintflut.
  1107  8   Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Voegeln und von allem Gewuerm auf Erden
  1107  9   gingen zu ihm in den Kasten paarweise, je ein Maennlein und Weiblein, wie ihm Gott geboten hatte.
  1107 10   Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewaesser der Sintflut auf Erden.
  1107 11 * In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noahs, am siebzehnten Tage des zweiten Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der grossen Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels,
  1107 12   und kam ein Regen auf Erden vierzig Tage und vierzig Naechte.
  1107 13 * Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Soehnen, und mit seinem Weibe und seiner Soehne drei Weibern,
  1107 14   dazu allerlei Getier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und allerlei Voegel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte;
  1107 15   das ging alles zu Noah in den Kasten paarweise, von allem Fleisch, darin ein lebendiger Geist war.
  1107 16   Und das waren Maennlein und Weiblein von allerlei Fleisch, und gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.
  1107 17 * Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben den Kasten auf und trugen ihn empor ueber die Erde.
  1107 18   Also nahm das Gewaesser ueberhand und wuchs sehr auf Erden, dass der Kasten auf dem Gewaesser fuhr.
  1107 19   Und das Gewaesser nahm ueberhand und wuchs so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
  1107 20   Fuenfzehn Ellen hoch ging das Gewaesser ueber die Berge, die bedeckt wurden.
  1107 21 * Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriecht, an Voegeln, an Vieh, an Tieren und an allem, was sich regt auf Erden, und alle Menschen.
  1107 22   Alles, was einen lebendigen Odem hatte auf dem Trockenen, das starb.
  1107 23   Also ward vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh und das Gewuerm und auf die Voegel unter dem Himmel; das ward alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb uebrig und was mit ihm in dem Kasten war.
  1107 24   Und das Gewaesser stand auf Erden hundertundfuenfzig Tage.
  1108  1 * Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und liess Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen;
  1108  2   und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt;
  1108  3   und das Gewaesser verlief sich von der Erde immer mehr und nahm ab nach hundertfuenfzig Tagen.
  1108  4 * Am siebzehnten Tage des siebenten Monats liess sich der Kasten nieder auf das Gebirge Ararat.
  1108  5   Es nahm aber das Gewaesser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen der Berge Spitzen hervor.
  1108  6 * Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte,
  1108  7   und liess einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewaesser vertrocknete auf Erden.
  1108  8   Darnach liess er eine Taube von sich ausfliegen, auf dass er erfuehre, ob das Gewaesser gefallen waere auf Erden.
  1108  9   Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fuss ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewaesser war noch auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten.
  1108 10   Da harrte er noch weitere sieben Tage und liess abermals eine Taube fliegen aus dem Kasten.
  1108 11   Die kam zu ihm zur Abendzeit, und siehe, ein Oelblatt hatte sie abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da merkte Noah, dass das Gewaesser gefallen waere auf Erden.
  1108 12   Aber er harrte noch weiter sieben Tage und liess eine Taube ausfliegen; die kam nicht wieder zu ihm.
  1108 13 * Im sechshundertundersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des ersten Monats vertrocknete das Gewaesser auf Erden. Da tat Noah das Dach von dem Kasten und sah, dass der Erdboden trocken war.
  1108 14   Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats.
  1108 15 * Da redete Gott mit Noah und sprach:
  1108 16   Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Soehne und deiner Soehne Weiber mit dir.
  1108 17   Allerlei Getier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Voegeln, an Vieh und an allerlei Gewuerm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
  1108 18   Also ging Noah heraus mit seinen Soehnen und seinem Weibe und seiner Soehne Weibern,
  1108 19   dazu allerlei Getier, allerlei Gewuerm, allerlei Voegel und alles, was auf Erden kriecht; das ging aus dem Kasten, ein jegliches mit seinesgleichen.
  1108 20 * Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei reinem Vieh und von allerlei reinem Gefluegel und opferte Brandopfer auf dem Altar.
  1108 21   Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist boese von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.
  1108 22   Solange die Erde steht, soll nicht aufhoeren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
  1109  1 * Und Gott segnete Noah und seine Soehne und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfuellt die Erde.
  1109  2   Furcht und Schrecken vor euch sei ueber alle Tiere auf Erden und ueber alle Voegel unter dem Himmel, ueber alles, was auf dem Erdboden kriecht, und ueber alle Fische im Meer; in eure Haende seien sie gegeben.
  1109  3   Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das gruene Kraut habe ich's euch alles gegeben.
  1109  4   Allein esst das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut.
  1109  5   Auch will ich eures Leibes Blut raechen und will's an allen Tieren raechen und will des Menschen Leben raechen an einem jeglichen Menschen als dem, der sein Bruder ist.
  1109  6   Wer Menschenblut vergiesst, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.
  1109  7   Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, dass euer viel darauf werden.
  1109  8 * Und Gott sagte zu Noah und seinen Soehnen mit ihm:
  1109  9   Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch
  1109 10   und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Voegeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, was aus dem Kasten gegangen ist, was fuer Tiere es sind auf Erden.
  1109 11   Und richte meinen Bund also mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll mit dem Wasser der Sintflut, und soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe.
  1109 12 * Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen bei euch hinfort ewiglich:
  1109 13   Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.
  1109 14   Und wenn es kommt, dass ich Wolken ueber die Erde fuehre, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
  1109 15   Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe.
  1109 16   Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.
  1109 17   Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.
  1109 18 * Die Soehne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham und Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans.
  1109 19   Das sind die drei Soehne Noahs, von denen ist alles Land besetzt.
  1109 20   Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge.
  1109 21   Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag in der Huette aufgedeckt.
  1109 22   Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Bloesse, sagte er's seinen beiden Bruedern draussen.
  1109 23   Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen ruecklings hinzu und deckten des Vaters Bloesse zu; und ihr Angesicht war abgewandt, dass sie ihres Vater Bloesse nicht sahen.
  1109 24 * Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein juengster Sohn getan hatte,
  1109 25   sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter seinen Bruedern!
  1109 26   und sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Sem's; und Kanaan sei sein Knecht!
  1109 27   Gott breite Japheth aus, und lasse ihn wohnen in den Huetten des Sem; und Kanaan sei sein Knecht!
  1109 28 * Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertfuenfzig Jahre,
  1109 29   dass sein ganzes Alter ward neunhundertundfuenfzig Jahre, und starb.
  1110  1 * Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie zeugten Kinder nach der Sintflut.
  1110  2   Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras.
  1110  3   Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thorgama.
  1110  4   Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, die Chittiter und die Dodaniter.
  1110  5   Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Laendern, jegliche nach ihren Sprachen, Geschlechtern und Leuten.
  1110  6 * Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan.
  1110  7   Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Ragma und Sabthecha. Aber die Kinder von Ragma sind diese: Saba und Dedan.
  1110  8   Chus aber zeugte den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden,
  1110  9   und war ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN wie Nimrod.
  1110 10   Und der Anfang seines Reiches war Babel, Erech, Akkad und Chalne im Lande Sinear.
  1110 11   Von dem Land ist er gekommen nach Assur und baute Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah,
  1110 12   dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist die grosse Stadt.
  1110 13   Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naphthuhiter,
  1110 14   die Pathrusiter und die Kasluhiter (von dannen sind gekommen die Philister) und die Kaphthoriter.
  1110 15 * Kanaan aber zeugte Sidon, seinen ersten Sohn, und Heth,
  1110 16   den Jebusiter, den Amoriter, den Girgasiter,
  1110 17   den Heviter, den Arkiter, den Siniter,
  1110 18   den Arvaditer, den Zemariter und den Hamathiter. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Kanaaniter.
  1110 19   Und ihre Grenzen waren von Sidon an durch Gerar bis gen Gaza, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und bis gen Lasa.
  1110 20   Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen und Leuten.
  1110 21 * Sem aber, Japheths, des Aeltern, Bruder, zeugte auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber.
  1110 22   Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram.
  1110 23   Die Kinder von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas.
  1110 24   Arphachsad aber zeugte Salah, Salah zeugte Eber.
  1110 25   Eber zeugte zwei Soehne. Einer hiess Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward; des Bruder hiess Joktan.
  1110 26   Und Joktan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
  1110 27   Hadoram, Usal, Dikla,
  1110 28   Obal, Abimael, Saba,
  1110 29   Ophir, Hevila und Jobab. Das sind die Kinder von Joktan.
  1110 30   Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen Morgen.
  1110 31   Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Laendern und Leuten.
  1110 32   Das sind die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sintflut.
  1111  1 * Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
  1111  2   Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst.
  1111  3   Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lass uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk
  1111  4   und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Laender.
  1111  5 * Da fuhr der HERR hernieder, dass er saehe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten.
  1111  6   Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.
  1111  7   Wohlauf, lasst uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!
  1111  8   Also zerstreute sie der HERR von dort alle Laender, dass sie mussten aufhoeren die Stadt zu bauen.
  1111  9   Daher heisst ihr Name Babel, dass der HERR daselbst verwirrt hatte aller Laender Sprache und sie zerstreut von dort in alle Laender.
  1111 10 * Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugte Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut,
  1111 11   und lebte darnach fuenfhundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 12   Arphachsad war fuenfunddreissig Jahre alt und zeugte Salah
  1111 13   und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 14   Salah war dreissig Jahre alt und zeugte Eber
  1111 15   und lebte darnach vierhundertunddrei Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 16   Eber war vierunddreissig Jahre alt und zeugte Peleg
  1111 17   und lebte darnach vierhundertunddreissig Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 18   Peleg war dreissig Jahre alt und zeugte Regu
  1111 19   und lebte darnach zweihundertundneun Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 20   Regu war zweiundreissig Jahre alt und zeugte Serug
  1111 21   und lebte darnach zweihundertundsieben Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 22   Serug war dreissig Jahre alt und zeugte Nahor
  1111 23   und lebte darnach zweihundert Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 24   Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugte Tharah
  1111 25   und lebte darnach hundertundneunzehn Jahre und zeugte Soehne und Toechter.
  1111 26   Tharah war siebzig Jahre alt und zeugte Abram, Nahor und Haran.
  1111 27 * Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugte Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugte Lot.
  1111 28   Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chaldaea.
  1111 29   Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hiess Sarai, und Nahors Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska.
  1111 30   Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.
  1111 31   Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und fuehrte sie aus Ur in Chaldaea, dass er ins Land Kanaan zoege; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst.
  1111 32   Und Tharah war zweihundertundfuenf Jahre alt und starb in Haran.
  1112  1 * Und der HERR sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterlande und von deiner Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.
  1112  2   Und ich will dich zum grossen Volk machen und will dich segnen und dir einen grossen Namen machen, und sollst ein Segen sein.
  1112  3   Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
  1112  4 * Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber ward fuenfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog.
  1112  5   Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land,
  1112  6 * zog Abram durch bis an die Staette Sichem und an den Hain More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.
  1112  7   Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.
  1112  8   Darnach brach er auf von dort an einen Berg, der lag gegen Morgen von der Stadt Beth-El, und richtete seine Huette auf, dass er Beth-El gegen Abend und Ai gegen Morgen hatte, und baute daselbst dem HERRN einen Altar und predigte von dem Namen des HERRN.
  1112  9   Darnach zog Abram weiter und zog aus ins Mittagsland.
  1112 10 * Es kam aber eine Teuerung in das Land. Da zog Abram hinab nach Aegypten, dass er sich daselbst als ein Fremdling aufhielte; denn die Teuerung war gross im Lande.
  1112 11   Und da er nahe an Aegypten kam, sprach er zu seinem Weib Sarai: Siehe, ich weiss, dass du ein schoenes Weib von Angesicht bist.
  1112 12   Wenn dich nun die Aegypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib, und werden mich erwuergen, und dich leben lassen.
  1112 13   Sage doch, du seist meine Schwester, auf dass mir's wohl gehe um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe um deinetwillen.
  1112 14 * Als nun Abram nach Aegypten kam, sahen die Aegypter das Weib, dass sie sehr schoen war.
  1112 15   Und die Fuersten des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht.
  1112 16   Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Maegde, Eselinnen und Kamele.
  1112 17   Aber der HERR plagte den Pharao mit grossen Plagen und sein Haus um Sarais, Abrams Weibes, willen.
  1112 18   Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das getan? Warum sagtest du mir's nicht, dass sie dein Weib waere?
  1112 19   Warum sprachst du denn, sie waere deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie und ziehe hin.
  1112 20   Und Pharao befahl seinen Leuten ueber ihm, dass sie ihn geleiteten und sein Weib und alles, was er hatte.
  1113  1 * Also zog Abram herauf aus Aegypten mit seinem Weibe und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Mittagsland.
  1113  2   Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.
  1113  3   Und er zog immer fort von Mittag bis gen Beth-El, an die Staette, da am ersten seine Huette war, zwischen Beth-El und Ai,
  1113  4   eben an den Ort, da er zuvor den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Namen des HERRN.
  1113  5 * Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und Huetten.
  1113  6   Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war gross, und konnten nicht beieinander wohnen.
  1113  7   Und es war immer Zank zwischen den Hirten ueber Abrams Vieh und zwischen den Hirten ueber Lots Vieh. So wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Pheresiter im Lande.
  1113  8   Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrueder.
  1113  9   Steht dir nicht alles Land offen? Scheide dich doch von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken.
  1113 10 * Da hob Lot sein Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der HERR Sodom und Gomorra verderbte, war sie wasserreich, bis man gen Zoar kommt, als ein Garten des HERRN, gleichwie Aegyptenland.
  1113 11   Da erwaehlte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern,
  1113 12   dass Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Staedten der Jordangegend und setzte seine Huette gen Sodom.
  1113 13   Aber die Leute zu Sodom waren boese und suendigten sehr wider den HERRN.
  1113 14 * Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der HERR zu Abram: Hebe dein Augen auf und siehe von der Staette an, da du wohnst, gegen Mittag, gegen Morgen und gegen Abend.
  1113 15   Denn alles Land, das du siehst, will ich dir geben und deinem Samen ewiglich;
  1113 16   und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zaehlen, der wird auch deinen Samen zaehlen.
  1113 17   Darum so mache dich auf und ziehe durch das Land in die Laenge und Breite; denn dir will ich's geben.
  1113 18   Also erhob Abram sein Huette, kam und wohnte im Hain Mamre, der zu Hebron ist, und baute daselbst dem HERRN einen Altar.
  1114  1 * Und es begab sich zu der Zeit des Koenigs Amraphel von Sinear, Ariochs, des Koenigs von Ellasar, Kedor-Laomors, des Koenigs von Elam, und Thideals, des Koenigs der Heiden,
  1114  2   dass sie kriegten mit Bera, dem Koenig von Sodom, und mit Birsa, dem Koenig von Gomorra, und mit Sineab, dem Koenig von Adama, und mit Semeber, dem Koenig von Zeboim, und mit dem Koenig von Bela, das Zoar heisst.
  1114  3   Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, wo nun das Salzmeer ist.
  1114  4   Denn sie waren zwoelf Jahre unter dem Koenig Kedor-Laomor gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen.
  1114  5   Darum kam Kedor-Laomor und die Koenige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die Susiter zu Ham und die Emiter in dem Felde Kirjathaim
  1114  6   und die Horiter auf dem Gebirge Seir, bis El-Pharan, welches an die Wueste stoesst.
  1114  7   Darnach wandten sie um und kamen an den Born Mispat, das ist Kades, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-Thamar wohnten.
  1114  8   Da zogen aus der Koenig von Sodom, der Koenig von Gomorra, der Koenig von Adama, der Koenig von Zeboim und der Koenig von Bela, das Zoar heisst, und ruesteten sich, zu streiten im Tal Siddim
  1114  9   mit Kedor-Laomor, dem Koenig von Elam, und mit Thideal, dem Koenig der Heiden, und mit Amraphel, dem Koenig von Sinear, und mit Arioch, dem Koenig von Ellasar: vier Koenige mit fuenfen.
  1114 10   Das Tal Siddim aber hatte viel Erdharzgruben; und die Koenige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was uebrig blieb, floh auf das Gebirge.
  1114 11   Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle Speise und zogen davon.
  1114 12   Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruderssohn, und seine Habe, denn er wohnte zu Sodom, und zogen davon.
  1114 13 * Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslaender, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde.
  1114 14   Als nun Abram hoerte, dass sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan
  1114 15   und teilte sich, fiel des Nachts ueber sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, das zur Linken der Stadt Damaskus liegt,
  1114 16   und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk.
  1114 17 * Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Koenige mit ihm, ging ihm entgegen der Koenig von Sodom in das Feld, das Koenigstal heisst.
  1114 18   Aber Melchisedek, der Koenig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Hoechsten.
  1114 19   Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat;
  1114 20   und gelobt sei Gott der Hoechste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allem.
  1114 21 * Da sprach der Koenig von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute; die Gueter behalte dir.
  1114 22   Aber Abram sprach zu dem Koenig von Sodom: Ich hebe mein Haende auf zu dem HERRN, dem hoechsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat,
  1114 23   dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagst, du hast Abram reich gemacht;
  1114 24   ausgenommen, was die Juenglinge verzehrt haben; und die Maenner Aner, Eskol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die lass ihr Teil nehmen.
  1115  1 * Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram geschah das Wort des HERRN im Gesicht und sprach: Fuerchte dich nicht Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr grosser Lohn.
  1115  2 * Abram sprach aber: HERR HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und dieser Elieser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
  1115  3   Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, einer von meinem Gesinde soll mein Erbe sein.
  1115  4   Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein; sondern der von deinem Leib kommen wird, der soll dein Erbe sein.
  1115  5   Und er hiess ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zaehle die Sterne; kannst du sie zaehlen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden.
  1115  6   Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
  1115  7 * Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der dich von Ur in Chaldaea ausgefuehrt hat, dass ich dir dies Land zu besitzen gebe.
  1115  8   Abram aber sprach: HERR HERR, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde?
  1115  9   Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijaehrige Kuh und eine dreijaehrige Ziege und einen dreijaehrigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube.
  1115 10   Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenueber; aber die Voegel zerteilte er nicht.
  1115 11   Und die Raubvoegel fielen auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon.
  1115 12 * Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und grosse Finsternis ueberfiel ihn.
  1115 13   Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, dass dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.
  1115 14   Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen muessen. Darnach sollen sie ausziehen mit grossem Gut.
  1115 15   Und du sollst fahren zu deinen Vaetern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden.
  1115 16   Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.
  1115 17 * Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stuecken hin.
  1115 18   An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Aegyptens an bis an das grosse Wasser Euphrat:
  1115 19   die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter,
  1115 20   die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen,
  1115 21   die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.
  1116  1 * Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine aegyptische Magd, die hiess Hagar.
  1116  2   Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebaeren kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen moege. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais.
  1116  3   Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre aegyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten.
  1116  4 * Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Frau gering gegen sich.
  1116  5   Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, muss ich gering sein in ihren Augen. Der HERR sei Richter zwischen mir und dir.
  1116  6   Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tue mit ihr, wie dir's gefaellt. Da sie nun Sarai wollte demuetigen, floh sie von ihr.
  1116  7 * Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wueste, naemlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur.
  1116  8   Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen.
  1116  9   Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau, und demuetige dich unter ihre Hand.
  1116 10 * Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, dass er vor grosser Menge nicht soll gezaehlt werden.
  1116 11   Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebaeren, des namen sollst du Ismael heissen, darum dass der HERR dein Elend erhoert hat.
  1116 12   Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und wird gegen alle seine Brueder wohnen.
  1116 13   Und sie hiess den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du Gott siehst mich. Denn sie sprach: Gewiss habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat.
  1116 14   Darum hiess man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared.
  1116 15 * Und Hagar gebar einen Sohn; und Abram hiess den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael.
  1116 16   Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar.
  1117  1 * Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
  1117  2   Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und ich will dich gar sehr mehren.
  1117  3   Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:
  1117  4 * Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Voelker werden.
  1117  5   Darum sollst du nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Voelker
  1117  6   und will dich gar sehr fruchtbar machen und will von dir Voelker machen, und sollen auch Koenige von dir kommen.
  1117  7 * Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, bei ihren Nachkommen, dass es ein ewiger Bund sei, also dass ich dein Gott sei und deines Samens nach dir,
  1117  8   und ich will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein.
  1117  9   Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen.
  1117 10   Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was maennlich ist unter euch, soll beschnitten werden.
  1117 11   Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
  1117 12   Ein jegliches Knaeblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen.
  1117 13   Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund.
  1117 14   Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum dass es meinen Bund unterlassen hat.
  1117 15 * Und Gott sprach abermals zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heissen, sondern Sara soll ihr Name sein.
  1117 16   Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Voelker sollen aus ihr werden und Koenige ueber viele Voelker.
  1117 17   Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sara, neunzig Jahre alt, gebaeren?
  1117 18   Und Abraham sprach zu Gott: Ach, dass Ismael leben sollte vor dir!
  1117 19   Da sprach Gott: Ja, Sara, dein Weib, soll dir einen Sohn gebaeren, den sollst du Isaak heissen; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Samen nach ihm.
  1117 20   Dazu um Ismael habe ich dich auch erhoert. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren gar sehr. Zwoelf Fuersten wird er zeugen, und ich will ihn zum grossen Volk machen.
  1117 21   Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebaeren soll um diese Zeit im andern Jahr.
  1117 22   Und er hoerte auf, mit ihm zu reden. Und Gott fuhr auf von Abraham.
  1117 23 * Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was maennlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte.
  1117 24   Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschnitt.
  1117 25   Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward.
  1117 26   Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn Ismael,
  1117 27   und was maennlich in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten.
  1118  1 * Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, da sass er an der Tuer seiner Huette, da der Tag am heissesten war.
  1118  2   Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Maenner vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tuer seiner Huette und bueckte sich nieder zur Erde
  1118  3   und sprach: HERR, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht an deinem Knecht vorueber.
  1118  4   Man soll euch ein wenig Wasser bringen und eure Fuesse waschen, und lehnt euch unter den Baum.
  1118  5   Und ich will einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; darnach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knecht gekommen. Sie sprachen: Tue wie du gesagt hast.
  1118  6   Abraham eilte in die Huette zu Sara und sprach: Eile und menge drei Mass Semmelmehl, knete und backe Kuchen.
  1118  7   Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes, gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.
  1118  8   Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie assen.
  1118  9 * Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen in der Huette.
  1118 10   Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen ueber ein Jahr; siehe, so soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hoerte Sara hinter ihm, hinter der Tuer der Huette.
  1118 11   Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also dass es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise.
  1118 12   Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein Herr ist auch alt?
  1118 13   Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Meinst du, das es wahr sei, dass ich noch gebaeren werde, so ich doch alt bin?
  1118 14   Sollte dem HERRN etwas unmoeglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen ueber ein Jahr, so soll Sara einen Sohn haben.
  1118 15   Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie fuerchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also; du hast gelacht.
  1118 16 * Da standen die Maenner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, dass er sie geleitete.
  1118 17   Da sprach der HERR: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue,
  1118 18   sintemal er ein grosses und maechtiges Volk soll werden, und alle Voelker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen?
  1118 19   Denn ich weiss, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach ihm, dass sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheissen hat.
  1118 20   Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist gross, und ihre Suenden sind sehr schwer.
  1118 21   Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht also sei, dass ich's wisse.
  1118 22   Und die Maenner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem HERRN
  1118 23 * und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen?
  1118 24   Es moegen vielleicht fuenfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fuenfzig Gerechter willen, die darin waeren?
  1118 25   Das sei ferne von dir, dass du das tust und toetest den Gerechten mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten.
  1118 26   Der HERR sprach: Finde ich fuenfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen dem ganzen Ort vergeben.
  1118 27   Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu reden mit dem HERRN, wie wohl ich Erde und Asche bin.
  1118 28   Es moechten vielleicht fuenf weniger den fuenfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fuenf willen? Er sprach: Finde ich darin fuenfundvierzig, so will ich sie nicht verderben.
  1118 29   Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man moechte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen.
  1118 30   Abraham sprach: Zuerne nicht, HERR, dass ich noch mehr rede. Man moechte vielleicht dreissig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreissig darin, so will ich ihnen nichts tun.
  1118 31   Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden mit dem HERRN zu reden. Man moechte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen.
  1118 32   Und er sprach: Ach zuerne nicht, HERR, dass ich nur noch einmal rede. Man moechte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.
  1118 33   Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte wieder um an seinen Ort.
  1119  1 * Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber sass zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bueckte sich mit seinem Angesicht zur Erde
  1119  2   und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt ueber Nacht; lasst eure Fuesse waschen, so steht ihr morgens frueh auf und zieht eure Strasse. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen ueber Nacht auf der Gasse bleiben.
  1119  3   Da noetigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesaeuerte Kuchen; und sie assen.
  1119  4 * Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden,
  1119  5   und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Maenner, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Fuehre sie heraus zu uns, dass wir sie erkennen.
  1119  6   Lot ging heraus zu ihnen vor die Tuer und schloss die Tuer hinter sich zu
  1119  7   und sprach: Ach, liebe Brueder, tut nicht so uebel!
  1119  8   Siehe, ich habe zwei Toechter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefaellt; allein diesen Maennern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Daches eingegangen.
  1119  9   Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich uebler plagen denn jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und wollten die Tuer aufbrechen,
  1119 10   griffen die Maenner hinaus und zogen Lot hinein zu sich ins Haus und schlossen die Tuer zu.
  1119 11   Und die Maenner vor der Tuer wurden mit Blindheit geschlagen, klein und gross, bis sie muede wurden und die Tuer nicht finden konnten.
  1119 12 * Und die Maenner sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hier einen Eidam und Soehne und Toechter, und wer dir angehoert in der Stadt, den fuehre aus dieser Staette.
  1119 13   Denn wir werden diese Staette verderben, darum dass ihr Geschrei gross ist vor dem HERRN; der hat uns gesandt, sie zu verderben.
  1119 14   Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Toechter nehmen sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen laecherlich.
  1119 15 * Da nun die Morgenroete aufging, hiessen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Toechter, die vorhanden sind, dass du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt.
  1119 16   Da er aber verzog, ergriffen die Maenner ihn und sein Weib und seine zwei Toechter bei der Hand, darum dass der HERR ihn verschonte, und fuehrten ihn hinaus und liessen ihn draussen vor der Stadt.
  1119 17   Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette dein Seele und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf den Berg rette dich, dass du nicht umkommst.
  1119 18   Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!
  1119 19   Siehe, dieweil dein Knecht Gnade gefunden hat vor deinen Augen, so wollest du deine Barmherzigkeit gross machen, die du an mir getan hast, dass du meine Seele am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf den Berg retten; es moechte mich ein Unfall ankommen, dass ich stuerbe.
  1119 20   Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten (ist sie doch klein), dass meine Seele lebendig bleibe.
  1119 21   Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stueck dich angesehen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast.
  1119 22   Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis dass du hineinkommst. Daher ist diese Stadt genannt Zoar.
  1119 23   Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot nach Zoar kam.
  1119 24 * Da liess der HERR Schwefel und Feuer regnen von Himmel herab auf Sodom und Gomorra
  1119 25   und kehrte die Staedte um und die ganze Gegend und alle Einwohner der Staedte und was auf dem Lande gewachsen war.
  1119 26 * Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsaeule.
  1119 27 * Abraham aber machte sich des Morgens frueh auf an den Ort, da er gestanden vor dem HERRN,
  1119 28   und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land der Gegend und schaute; und siehe, da ging Rauch auf vom Lande wie ein Rauch vom Ofen.
  1119 29   Und es geschah, da Gott die Staedte in der Gegend verderbte, gedachte er an den Abraham und geleitete Lot aus den Staedten, die er umkehrte, darin Lot wohnte.
  1119 30 * Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Toechtern; denn er fuerchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Hoehle mit seinen beiden Toechtern.
  1119 31   Da sprach die aeltere zu der juengeren: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden der zu uns eingehen moege nach aller Welt Weise;
  1119 32   so komm, lass uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, dass wir Samen von unserm Vater erhalten.
  1119 33   Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und der ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand.
  1119 34   Des Morgens sprach die aeltere zu der juengeren: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Lass uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, dass du hineingehst und legst dich zu ihm, dass wir Samen von unserm Vater erhalten.
  1119 35   Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die juengere machte sich auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, da sie sich legte noch da sie aufstand.
  1119 36   Also wurden beide Toechter Lots schwanger von ihrem Vater.
  1119 37   Und die aeltere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag.
  1119 38   Und die juengere gebar auch einen Sohn, den hiess sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
  1120  1 * Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnte zwischen Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar.
  1120  2   Er sprach aber von seinem Weibe Sara: Es ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der Koenig zu Gerar, nach ihr und liess sie holen.
  1120  3 * Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib.
  1120  4   Abimelech aber hatte sie nicht beruehrt und sprach: HERR, willst du denn auch ein gerechtes Volk erwuergen?
  1120  5   Hat er nicht zu mir gesagt: Sie sei seine Schwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist mein Bruder. Habe ich doch das getan mit einfaeltigem Herzen und unschuldigen Haenden.
  1120  6   Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich weiss auch, dass du mit einfaeltigem Herzen das getan hast. Darum habe ich dich auch behuetet, dass du nicht wider mich suendigtest, und habe es nicht zugegeben, dass du sie beruehrtest.
  1120  7   So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; und lass ihn fuer dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, dass du des Todes sterben musst und alles, was dein ist.
  1120  8 * Da stand Abimelech des Morgens frueh auf und rief alle seine Knechte und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute fuerchteten sich sehr.
  1120  9   Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns das getan? Und was habe ich an dir gesuendigt, dass du so eine grosse Suende wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, wie man nicht handeln soll.
  1120 10   Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, dass du solches getan hast?
  1120 11   Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich um meines Weibes willen erwuergen.
  1120 12   Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein geworden.
  1120 13   Da mich aber Gott aus meines Vaters Hause wandern hiess, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, dass, wo wir hinkommen, du sagst, ich sei dein Bruder.
  1120 14 * Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Maegde und gab sie Abraham und gab ihm wieder sein Weib Sara
  1120 15   und sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wohne, wo dir's wohl gefaellt.
  1120 16   Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und damit war ihr Recht verschafft.
  1120 17   Abraham aber betete zu Gott; da heilte Gott Abimelech und sein Weib und seine Maegde, dass sie Kinder gebaren.
  1120 18   Denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen alle Muetter des Hauses Abimelechs um Saras, Abrahams Weibes, willen.
  1121  1 * Und der HERR suchte heim Sara, wie er geredet hatte, und tat mit ihr, wie er geredet hatte.
  1121  2   Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um die Zeit, von der ihm Gott geredet hatte.
  1121  3   Und Abraham hiess seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar,
  1121  4   und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte.
  1121  5   Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward.
  1121  6   Und Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hoeren wird, der wird ueber mich lachen,
  1121  7   und sprach: Wer durfte von Abraham sagen, dass Sara Kinder saeuge? Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.
  1121  8   Und das Kind wuchs und ward entwoehnt; und Abraham machte ein grosses Mahl am Tage, da Isaak entwoehnt ward.
  1121  9 * Und Sara sah den Sohn Hagars, der Aegyptischen, den sie Abraham geboren hatte, dass er ein Spoetter war,
  1121 10   und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak.
  1121 11   Das Wort gefiel Abraham sehr uebel um seines Sohnes willen.
  1121 12   Aber Gott sprach zu ihm: Lass dir's nicht uebel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn in Isaak soll dir der Same genannt werden.
  1121 13   Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum dass er deines Samens ist.
  1121 14 * Da stand Abraham des Morgens frueh auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter und den Knaben mit und liess sie von sich. Da zog sie hin und ging in der Wueste irre bei Beer-Seba.
  1121 15   Da nun das Wasser in dem Schlauch aus war, warf sie den Knaben unter einen Strauch
  1121 16   und ging hin und setzte sich gegenueber von fern, einen Bogenschuss weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenueber und hob ihre Stimme auf und weinte.
  1121 17   Da erhoerte Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir Hagar? Fuerchte dich nicht; denn Gott hat erhoert die Stimme des Knaben, da er liegt.
  1121 18   Steh auf, nimm den Knaben und fuehre ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum grossen Volk machen.
  1121 19   Und Gott tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und fuellte den Schlauch mit Wasser und traenkte den Knaben.
  1121 20   Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnte in der Wueste und ward ein guter Schuetze.
  1121 21   Und er wohnte in der Wueste Pharan, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Aegyptenland.
  1121 22 * Zu der Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust.
  1121 23   So schwoere mir nun bei Gott, dass du mir und meinen Kindern und meinen Enkeln keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, darin du ein Fremdling bist.
  1121 24   Da sprach Abraham: Ich will schwoeren.
  1121 25   Und Abraham setzte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen.
  1121 26   Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehoert bis heute.
  1121 27   Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und sie machten beide einen Bund miteinander.
  1121 28   Und Abraham stellt sieben Laemmer besonders.
  1121 29   Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Laemmer, die du besonders gestellt hast?
  1121 30   Er antwortete: Sieben Laemmer sollst du von meiner Hand nehmen, dass sie mir zum Zeugnis seien, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.
  1121 31   Daher heisst die Staette Beer-Seba, weil sie beide miteinander da geschworen haben.
  1121 32   Und also machten sie den Bund zu Beer-Seba. Da machten sich auf Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land.
  1121 33 * Abraham aber pflanzte Baeume zu Beer-Seba und predigte daselbst von dem Namen des HERRN, des ewigen Gottes.
  1121 34   Und er war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit.
  1122  1 * Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
  1122  2   Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.
  1122  3 * Da stand Abraham des Morgens frueh auf und guertete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.
  1122  4   Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Staette von ferne
  1122  5   und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel! Ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.
  1122  6   Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beiden miteinander.
  1122  7   Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?
  1122  8   Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen beide miteinander.
  1122  9   Und als sie kamen an die Staette, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz
  1122 10   und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.
  1122 11 * Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
  1122 12   Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiss ich, dass du Gott fuerchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
  1122 13   Da hob Abraham sein Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hoernern hangen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.
  1122 14   Und Abraham hiess die Staette: Der HERR sieht. Daher man noch heutigestages sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht.
  1122 15 * Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel
  1122 16   und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont,
  1122 17   dass ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde;
  1122 18   und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden, darum dass du meiner Stimme gehorcht hast.
  1122 19   Also kehrte Abraham wieder zu seinen Knechten; und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba; und er wohnte daselbst.
  1122 20 * Nach diesen Geschichten begab sich's, dass Abraham angesagt ward: Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor,
  1122 21   naemlich Uz, den Erstgeborenen, und Buz, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen,
  1122 22   und Chesed und Haso und Phildas und Jedlaph und Bethuel.
  1122 23   Bethuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder.
  1122 24   Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, naemlich den Tebah, Gaham, Thahas und Maacha.
  1123  1 * Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt
  1123  2   und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heisst, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte.
  1123  3 * Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach:
  1123  4   Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch; gebt mir ein Erbbegraebnis bei euch, dass ich meinen Toten begrabe, der vor mir liegt.
  1123  5   Da antworteten Abraham die Kinder Heth und sprachen zu ihm:
  1123  6   Hoere uns, lieber Herr! Du bist ein Fuerst Gottes unter uns, begrabe deinen Toten in unsern vornehmsten Graebern; kein Mensch soll dir unter uns wehren, dass du in seinem Grabe begrabest deinen Toten.
  1123  7   Da stand Abraham auf und bueckte sich vor dem Volk des Landes, vor den Kindern Heth.
  1123  8   Und er redete mit ihnen und sprach: Gefaellt es euch, dass ich meinen Toten, der vor mir liegt, begrabe, so hoert mich und bittet fuer mich Ephron, den Sohn Zohars,
  1123  9   dass er mir gebe seine zwiefache Hoehle, die er hat am Ende seines Ackers; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, unter euch zum Erbbegraebnis.
  1123 10   Ephron aber sass unter den Kindern Heth. Da antwortete Ephron, der Hethiter, Abraham, dass zuhoerten die Kinder Heth, vor allen, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und sprach:
  1123 11   Nein, mein Herr, sondern hoere mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Hoehle darin dazu und uebergebe dir's vor den Augen der Kinder meines Volkes, zu begraben deinen Toten.
  1123 12   Da bueckte sich Abraham vor dem Volk des Landes
  1123 13   und redete mit Ephron, dass zuhoerte das Volk des Landes, und sprach: Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld fuer den Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Toten daselbst begraben.
  1123 14   Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm:
  1123 15   Mein Herr, hoere doch mich! Das Feld ist vierhundert Lot Silber wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Toten!
  1123 16 * Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar, das er gesagt hatte, dass zuhoerten die Kinder Heth, vierhundert Lot Silber, das im Kauf gang und gaebe war.
  1123 17   Also ward Ephrons Acker, darin die zwiefache Hoehle ist, Mamre gegenueber, Abraham zum eigenen Gut bestaetigt mit der Hoehle darin und mit allen Baeumen auf dem Acker umher,
  1123 18   dass die Kinder Heth zusahen und alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen.
  1123 19   Darnach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Hoehle des Ackers, die zwiefach ist, Mamre gegenueber, das ist Hebron, im Lande Kanaan.
  1123 20   Also ward bestaetigt der Acker und die Hoehle darin Abraham zum Erbbegraebnis von den Kindern Heth.
  1124  1 * Abraham ward alt und wohl betagt, und der HERR hatte ihn gesegnet allenthalben.
  1124  2   Und er sprach zu dem aeltesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Guetern vorstand: Lege deine Hand unter meine Huefte
  1124  3   und schwoere mir bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und der Erde, dass du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Toechtern der Kanaaniter, unter welchen ich wohne,
  1124  4   sondern dass du ziehst in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib.
  1124  5   Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies Land, soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du gezogen bist?
  1124  6   Abraham sprach zu ihm: Davor huete dich, dass du meinen Sohn nicht wieder dahin bringst.
  1124  7   Der HERR, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat, der mir geredet hat und mir auch geschworen hat und gesagt: Dies Land will ich deinem Samen geben, der wird seine Engel vor dir her senden, dass du meinem Sohn daselbst ein Weib nehmest.
  1124  8   So aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin.
  1124  9   Da legte der Knecht seine Hand unter die Huefte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm solches.
  1124 10 * Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Gueter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien zu der Stadt Nahors.
  1124 11   Da liess er die Kamele sich lagern draussen vor der Stadt bei einem Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wo die Weiber pflegten herauszugehen und Wasser zu schoepfen,
  1124 12   und sprach: HERR, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham!
  1124 13   Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Toechter in dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schoepfen.
  1124 14   Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug, und lass mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch traenken: das sei die, die du deinem Diener Isaak beschert hast, und daran werde ich erkennen, dass du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan habest.
  1124 15   Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milka war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war, und trug einen Krug auf ihrer Achsel.
  1124 16   Und sie war eine sehr schoene Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen und fuellte den Krug und stieg herauf.
  1124 17   Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken.
  1124 18   Und sie sprach: Trinke, mein Herr! und eilend liess sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
  1124 19   Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schoepfen, bis sie alle getrunken haben.
  1124 20   Und eilte und goss den Krug aus in die Traenke und lief abermals zum Brunnen, zu schoepfen, und schoepfte allen seinen Kamelen.
  1124 21   Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg still, bis er erkennete, ob der HERR zu seiner Reise Gnade gegeben haette oder nicht.
  1124 22   Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Reif, ein halbes Lot schwer, und zwei Armringe an ihre Haende, zehn Lot Goldes schwer,
  1124 23   und sprach: Wes Tochter bist du? das sage mir doch. Haben wir Raum in deines Vaters Hause, zu beherbergen?
  1124 24   Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den sie dem Nahor geboren hat,
  1124 25   und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, zu beherbergen.
  1124 26   Da neigte sich der Mann und betete den HERRN an
  1124 27   und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der HERR hat mich den Weg gefuehrt zum Hause des Bruders meines Herrn.
  1124 28   Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause.
  1124 29 * Und Rebekka hatte einen Bruder, der hiess Laban; und Laban lief zu dem Mann draussen bei dem Brunnen.
  1124 30   Und als er sah den Reif und die Armringe an seiner Schwester Haenden und hoerte die Worte Rebekkas, seiner Schwester, dass sie sprach: Also hat mir der Mann gesagt, kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen.
  1124 31   Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draussen? Ich habe das Haus geraeumt und fuer die Kamele auch Raum gemacht.
  1124 32   Also fuehrte er den Mann ins Haus und zaeumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, zu waschen seine Fuesse und die Fuesse der Maenner, die mit ihm waren,
  1124 33   und setzte ihnen Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis dass ich zuvor meine Sache vorgebracht habe. Sie antworteten: Sage an!
  1124 34   Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht.
  1124 35   Und der HERR hat meinen Herrn reichlich gesegnet, dass er gross geworden ist, und hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Maegde, Kamele und Esel gegeben.
  1124 36   Dazu hat Sara, meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat.
  1124 37   Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn kein Weib nehmen von den Toechtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne,
  1124 38   sondern ziehe hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib.
  1124 39   Ich aber sprach zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen will?
  1124 40   Da sprach er zu mir: Der HERR, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, dass du meinem Sohn ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause.
  1124 41   Alsdann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du zu meiner Freundschaft kommst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines Eides quitt.
  1124 42   Also kam ich heute zum Brunnen und sprach: HERR, Gott meines Herrn Abraham, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, auf der ich bin,
  1124 43   siehe, so stehe ich hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau herauskommt, zu schoepfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug,
  1124 44   und sie wird sagen: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schoepfen: die sei das Weib, das der HERR meines Herrn Sohne beschert hat.
  1124 45   Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und geht hinab zum Brunnen und schoepft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken.
  1124 46   Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach: Trinke, und deine Kamele will ich auch traenken. Also trank ich, und sie traenkte die Kamele auch.
  1124 47   Und ich fragte sie und sprach: Wes Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da legte ich einen Reif an ihre Stirn und Armringe an ihre Haende
  1124 48   und neigte mich und betete den HERRN an und lobte den HERRN, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefuehrt hat, dass ich seinem Sohn die Tochter nehme des Bruders meines Herrn.
  1124 49   Seid ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's; wo nicht, so sagt mir's auch, dass ich mich wende zur Rechten oder zur Linken.
  1124 50   Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt vom HERRN; darum koennen wir nicht wider dich reden, weder Boeses noch Gutes;
  1124 51   da ist Rebekka vor dir, nimm sie und zieh hin, dass sie das Weib sei des Sohnes deines Herrn, wie der HERR geredet hat.
  1124 52   Da diese Worte hoerte Abrahams Knecht, bueckte er sich vor dem Herrn zur Erde
  1124 53   und zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und gab sie Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Wuerze.
  1124 54 * Da ass und trank er samt den Maennern, die mit ihm waren, und blieb ueber Nacht allda. Des Morgens aber stand er auf und sprach: Lass mich ziehen zu meinem Herrn.
  1124 55   Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: Lass doch die Dirne einen Tag oder zehn bei uns bleiben; darnach sollst du ziehen.
  1124 56   Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf; denn der HERR hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.
  1124 57   Da sprachen sie: Lasst uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu sagt.
  1124 58   Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Mann ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm.
  1124 59   Also liessen sie Rebekka, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme samt Abrahams Knecht und seinen Leuten.
  1124 60   Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsre Schwester; wachse in vieltausendmal tausend, und dein Same besitze die Tore seiner Feinde.
  1124 61   Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin.
  1124 62 * Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnte im Lande gegen Mittag)
  1124 63   und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen.
  1124 64   Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilend vom Kamel
  1124 65   und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel und verhuellte sich.
  1124 66   Und der Knecht erzaehlte Isaak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte.
  1124 67   Da fuehrte sie Isaak in die Huette seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie war sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getroestet ueber seine Mutter.
  1125  1 * Abraham nahm wieder ein Weib, die hiess Ketura.
  1125  2   Die gebar ihm Simran und Joksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah.
  1125  3   Joksan aber zeugte Saba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: die Assuriter, die Letusiter und die Leumiter.
  1125  4   Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura.
  1125  5   Und Abraham gab all sein Gut Isaak.
  1125  6   Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er Geschenke und liess sie von seinen Sohn Isaak ziehen, dieweil er noch lebte, gegen Aufgang in das Morgenland.
  1125  7   Das aber ist Abrahams Alter, das er gelebt hat: hundertfuenfundsiebzig Jahre.
  1125  8   Und er nahm ab und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und lebenssatt war, und ward zu seinem Volk gesammelt.
  1125  9   Und es begruben ihn die Soehne Isaak und Ismael in der zwiefachen Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, die da liegt Mamre gegenueber,
  1125 10   in dem Felde, das Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte. Da ist Abraham begraben mit Sara, seinem Weibe.
  1125 11 * Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden.
  1125 12   Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Saras aus Aegypten;
  1125 13   und das sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Ismaels, Nebajoth, -Kedar, Abdeel, Mibsam,
  1125 14   Misma, Duma, Massa,
  1125 15   Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma.
  1125 16   Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Hoefen und Zeltdoerfern, zwoelf Fuersten ueber ihre Leute.
  1125 17   Und das ist das Alter Ismaels: hundert und siebenunddreissig Jahre. Und er nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk.
  1125 18   Und sie wohnten von Hevila an bis gen Sur vor Aegypten und bis wo man nach Assyrien geht. Er liess sich aber nieder gegen alle seine Brueder.
  1125 19 * Dies ist das Geschlecht Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak.
  1125 20   Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers Schwester.
  1125 21   Isaak aber bat den HERRN fuer sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der HERR liess sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger.
  1125 22   Und die Kinder stiessen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? und sie ging hin, den HERRN zu fragen.
  1125 23   Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Voelker sind in deinem Leibe, und zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern Ueberlegen sein, und der Aeltere wird dem Juengeren dienen.
  1125 24   Da nun die Zeit kam, dass sie gebaeren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.
  1125 25   Der erste, der herauskam, war roetlich, ganz rauh wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau.
  1125 26   Darnach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau; und sie hiessen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie geboren wurden.
  1125 27   Und da nun die Knaben gross wurden, ward Esau ein Jaeger und streifte auf dem Felde, Jakob aber ein sanfter Mann und blieb in seinen Huetten.
  1125 28   Und Isaak hatte Esau lieb und ass gern von seinem Weidwerk; Rebekka aber hatte Jakob lieb.
  1125 29 * Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Felde und war muede
  1125 30   und sprach zu Jakob: Lass mich kosten das rote Gericht; denn ich bin muede. Daher heisst er Edom.
  1125 31   Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt.
  1125 32   Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir denn die Erstgeburt?
  1125 33   Jakob sprach: So schwoere mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte also Jakob seine Erstgeburt.
  1125 34   Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er ass und trank und stand auf und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt.
  1126  1 * Es kam aber eine Teuerung ins Land nach der vorigen, so zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister Koenig, zu Gerar.
  1126  2   Da erschien ihm der HERR und sprach: Ziehe nicht hinab nach Aegypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage.
  1126  3   Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Laender geben und will meinen Eid bestaetigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe,
  1126  4   und will deinem Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Laender geben. Und durch deinen Samen sollen alle Voelker auf Erden gesegnet werden,
  1126  5   darum dass Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz.
  1126  6 * Also wohnte Isaak zu Gerar.
  1126  7   Und wenn die Leute an demselben Ort fragten nach seinem Weibe, so sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er fuerchtete sich zu sagen: Sie ist mein Weib; sie moechten mich erwuergen um Rebekkas willen, denn sie war schoen von Angesicht.
  1126  8   Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister Koenig, durchs Fenster und ward gewahr, dass Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebekka.
  1126  9   Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich gedachte, ich moechte vielleicht sterben muessen um ihretwillen.
  1126 10   Abimelech sprach: Warum hast du das getan? Es waere leicht geschehen, dass jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt haette, und haettest also eine Schuld auf uns gebracht.
  1126 11   Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben.
  1126 12 * Und Isaak saete in dem Lande und erntete desselben Jahres hundertfaeltig; denn der HERR segnete ihn.
  1126 13   Und er ward ein grosser Mann und nahm immer mehr zu, bis er sehr gross ward,
  1126 14   dass er viel Gut hatte an kleinem und grossem Vieh und ein grosses Gesinde. Darum beneideten ihn die Philister
  1126 15   und verstopften alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben hatten zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und fuellten sie mit Erde;
  1126 16   dass auch Abimelech zu ihm sprach: Ziehe von uns, denn du bist uns zu maechtig geworden.
  1126 17   Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und wohnte allda
  1126 18   und liess die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten gegraben hatten, welche die Philister verstopft hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit demselben Namen mit denen sie sein Vater genannt hatte.
  1126 19   Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers.
  1126 20   Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hiess er den Brunnen Esek, darum dass sie ihm unrecht getan hatten.
  1126 21   Da gruben sie einen andern Brunnen. Darueber zankten sie auch, darum hiess er ihn Sitna.
  1126 22   Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen. Darueber zankten sie sich nicht; darum hiess er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns der HERR Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande.
  1126 23   Darnach zog er von dannen gen Beer-Seba.
  1126 24   Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin deines Vaters Abrahams Gott. Fuerchte dich nicht; denn ich bin mit dir und will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechtes Abraham willen.
  1126 25   Da baute er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des HERRN und richtete daselbst seine Huette auf, und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen.
  1126 26 * Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahussat, sein Freund, und Phichol, sein Feldhauptmann.
  1126 27   Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasst ihr mich doch und habt mich von euch getrieben.
  1126 28   Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, dass der HERR mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir machen,
  1126 29   dass du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des HERRN.
  1126 30   Da machte er ihnen ein Mahl, und sie assen und tranken.
  1126 31   Und des Morgens frueh standen sie auf und schwur einer dem andern; und Isaak liess sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden.
  1126 32   Desselben Tages aber kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.
  1126 33   Und er nannte ihn Seba; daher heisst die Stadt Beer-Seba bis auf den heutigen Tag.
  1126 34 * Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters.
  1126 35   Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid.
  1127  1 * Und es begab sich, da Isaak alt war geworden und seine Augen dunkel wurden zu sehen, rief er Esau, seinen aelteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich.
  1127  2   Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiss nicht, wann ich sterben soll.
  1127  3   So nimm nun dein Geraete, Koecher und Bogen, und geh aufs Feld und fange mir ein Wildbret
  1127  4   und mache mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bringe mir's herein, dass ich esse, dass dich meine Seele segne, ehe ich sterbe.
  1127  5   Rebekka aber hoerte solche Worte, die Isaak zu seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, dass er ein Wildbret jagte und heimbraechte.
  1127  6 * Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehoert deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen:
  1127  7   Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, dass ich esse und dich segne vor dem HERRN, ehe ich sterbe.
  1127  8   So hoere nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heisse.
  1127  9   Gehe hin zur Herde und hole mir zwei gute Boecklein, dass ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat.
  1127 10   Das sollst du deinem Vater hineintragen, dass er esse, auf dass er dich segne vor seinem Tode.
  1127 11   Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau ist rauh, und ich glatt;
  1127 12   so moechte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich wuerde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betruegen wollte, und braechte ueber mich einen Fluch und nicht einen Segen.
  1127 13   Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir.
  1127 14   Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gern hatte,
  1127 15   und nahm Esaus, ihres aelteren Sohnes, koestliche Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem juengeren Sohn;
  1127 16   aber die Felle von den Boecklein tat sie um seine Haende, und wo er glatt war am Halse,
  1127 17   und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes.
  1127 18 * Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn?
  1127 19   Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Steh auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, auf dass mich deine Seele segne.
  1127 20   Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald gefunden? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte mir's.
  1127 21   Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, dass ich dich betaste, ob du mein Sohn Esau seiest oder nicht.
  1127 22   Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Haende sind Esaus Haende.
  1127 23   Und er kannte ihn nicht; denn seine Haende waren rauh wie Esaus, seines Bruders, Haende. Und er segnete ihn
  1127 24   und sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bin's.
  1127 25   Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, dass dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er ass, und trug ihm auch Wein hinein, und er trank.
  1127 26   Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und kuesse mich, mein Sohn.
  1127 27   Er trat hinzu und kuesste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat.
  1127 28   Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fuelle.
  1127 29   Voelker muessen dir dienen, und Leute muessen dir zu Fusse fallen. Sei ein Herr ueber deine Brueder, und deiner Mutter Kinder muessen dir zu Fusse fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet.
  1127 30 * Als nun Isaak vollendet hatte den Segen ueber Jakob, und Jakob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd
  1127 31   und machte auch ein Essen und trug's hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne.
  1127 32   Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn.
  1127 33   Da entsetzte sich Isaak ueber die Massen sehr und sprach: Wer ist denn der Jaeger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben.
  1127 34   Als Esau diese Rede seines Vaters hoerte, schrie er laut und ward ueber die Massen sehr betruebt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater!
  1127 35   Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen hinweg.
  1127 36   Da sprach er: Er heisst wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal ueberlistet. Meine Erstgeburt hat er dahin; und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten?
  1127 37   Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zu Herrn ueber dich gesetzt, und alle seine Brueder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn?
  1127 38   Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte.
  1127 39   Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher.
  1127 40   Von deinem Schwerte wirst du dich naehren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, dass du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reissen wirst.
  1127 41 * Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, da man um meinen Vater Leid tragen muss; dann will ich meinen Bruder Jakob erwuergen.
  1127 42   Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres aelteren Sohnes Esau; und sie schickte hin und liess Jakob, ihren juengeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau droht dir, dass er dich erwuergen will.
  1127 43   Und nun hoere meine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban gen Haran
  1127 44   und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt
  1127 45   und bis sich sein Zorn wider dich von dir wendet und er vergisst, was du an ihm getan hast; so will ich darnach schicken und dich von dannen holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag?
  1127 46   Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdriesst, zu leben vor den Toechter Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Toechter Heth wie diese, von den Toechtern des Landes, was soll mir das Leben?
  1128  1 * Da rief Isaak seinen Sohn Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Toechtern Kanaans;
  1128  2   sondern mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib daselbst von den Toechtern Labans, des Bruders deiner Mutter.
  1128  3   Aber der allmaechtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, dass du werdest ein Haufe Voelker,
  1128  4   und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, dass du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott Abraham gegeben hat.
  1128  5   Also fertigte Isaak den Jakob ab, dass er nach Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter.
  1128  6 * Als nun Esau sah, dass Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertigt nach Mesopotamien, dass er daselbst ein Weib naehme, und dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Toechtern Kanaans,
  1128  7   und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog,
  1128  8   sah auch, dass Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Toechter Kanaans:
  1128  9   ging er hin zu Ismael und nahm zu den Weibern, die er zuvor hatte, Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zum Weibe.
  1128 10 * Aber Jakob zog aus von Beer-Seba und reiste gen Haran
  1128 11   und kam an einen Ort, da blieb er ueber Nacht; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen Haeupten und legte sich an dem Ort schlafen.
  1128 12   Und ihm traeumte; und siehe, eine Leiter stand auf der Erde, die ruehrte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder;
  1128 13   und der HERR stand obendarauf und sprach: Ich bin der HERR, Abrahams, deines Vaters, Gott und Isaaks Gott; das Land darauf du liegst, will ich dir und deinem Samen geben.
  1128 14   Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.
  1128 15   Und siehe, ich bin mit dir und will dich behueten, wo du hin ziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis dass ich tue alles, was ich dir geredet habe.
  1128 16 * Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewiss ist der HERR an diesem Ort, und ich wusste es nicht;
  1128 17   und fuerchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Staette! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.
  1128 18   Und Jakob stand des Morgens frueh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Haeupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und goss Oel obendarauf
  1128 19   und hiess die Staette Beth-El; zuvor aber hiess die Stadt Lus.
  1128 20   Und Jakob tat ein Geluebde und sprach: So Gott wird mit mir sein und mich behueten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen
  1128 21   und mich in Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der HERR mein Gott sein;
  1128 22   und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
  1129  1 * Da hob Jakob seine Fuesse auf und ging in das Land, das gegen Morgen liegt,
  1129  2   und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu traenken, und ein grosser Stein lag vor dem Loch des Brunnens.
  1129  3   Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu waelzen und die Schafe zu traenken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Staette.
  1129  4   Und Jakob sprach zu ihnen: Liebe Brueder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran.
  1129  5   Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl.
  1129  6   Er sprach: Geht es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.
  1129  7   Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit das Vieh einzutreiben; traenkt doch die Schafe und geht hin und weidet sie.
  1129  8   Sie antworteten: Wir koennen nicht, bis dass alle Herden zusammengebracht werden und wir den Stein von des Brunnens Loch waelzen und also die Schafe traenken.
  1129  9 * Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie huetete die Schafe.
  1129 10   Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und waelzte den Stein von dem Loch des Brunnens und traenkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.
  1129 11   Und er kuesste Rahel und weinte laut
  1129 12   und sagte ihr an, dass er ihres Vaters Bruder waere und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater an.
  1129 13   Da aber Laban hoerte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und kuesste ihn und fuehrte ihn in sein Haus. Da erzaehlte er dem Laban alle diese Sachen.
  1129 14   Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und da er einen Monat lang bei ihm gewesen war,
  1129 15 * sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein?
  1129 16   Laban aber hatte zwei Toechter; die aeltere hiess Lea und die juengere Rahel.
  1129 17   Aber Lea hatte ein bloedes Gesicht, Rahel war huebsch und schoen.
  1129 18   Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine juengere Tochter, dienen.
  1129 19   Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleibe bei mir.
  1129 20   Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und sie deuchten ihn, als waeren's einzelne Tage, so lieb hatte er sie.
  1129 21   Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, dass ich zu ihr gehe.
  1129 22   Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl.
  1129 23   Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr.
  1129 24   Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd.
  1129 25   Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?
  1129 26   Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm lande, dass man die juengere ausgebe vor der aelteren.
  1129 27   Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst.
  1129 28   Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe
  1129 29   und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.
  1129 30   Also ging er auch zu Rahel ein, und hatte Rahel lieber als Lea; und diente bei ihm fuerder die andern sieben Jahre.
  1129 31 * Da aber der HERR sah, dass Lea unwert war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.
  1129 32   Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hiess sie Ruben, und sprach: Der HERR hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann liebhaben.
  1129 33   Und ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HERR hat gehoert, dass ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und sie hiess ihn Simeon.
  1129 34   Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Soehne geboren. Darum hiess sie ihn Levi.
  1129 35   Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HERRN danken. Darum hiess sie ihn Juda. Und hoerte auf, Kinder zu gebaeren.
  1130  1 * Da Rahel sah, dass sie dem Jakob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich.
  1130  2   Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will.
  1130  3   Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr, dass sie auf meinen Schoss gebaere und ich doch durch sie aufgebaut werde.
  1130  4   Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe, und Jakob ging zu ihr.
  1130  5   Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
  1130  6   Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme erhoert und mir einen Sohn gegeben. Darum hiess sie ihn Dan.
  1130  7   Abermals ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern Sohn.
  1130  8   Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvortun. Und hiess ihn Naphthali.
  1130  9   Da nun Lea sah, dass sie aufgehoert hatte zu gebaeren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
  1130 10   Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn.
  1130 11   Da sprach Lea: Ruestig! Und hiess ihn Gad.
  1130 12   Darnach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn.
  1130 13   Da sprach Lea: Wohl mir! denn mich werden selig preisen die Toechter. Und hiess ihn Asser.
  1130 14 * Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesaepfel auf dem Felde und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir von den Liebesaepfeln deines Sohnes einen Teil.
  1130 15   Sie antwortete: Hast du nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesaepfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Liebesaepfel deines Sohnes.
  1130 16   Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen; denn ich habe dich erkauft um die Liebesaepfel meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
  1130 17   Und Gott erhoerte Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den fuenften Sohn
  1130 18   und sprach Gott hat mir gelohnt, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hiess ihn Isaschar.
  1130 19   Abermals ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn,
  1130 20   und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann doch bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Soehne geboren. Und hiess ihn Sebulon.
  1130 21   Darnach gebar sie eine Tochter, die hiess sie Dina.
  1130 22   Gott gedachte aber an Rahel und erhoerte sie und machte sie fruchtbar.
  1130 23   Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine Schmach von mir genommen.
  1130 24   Und hiess ihn Joseph und sprach: Der HERR wolle mir noch einen Sohn dazugeben!
  1130 25 * Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: Lass mich ziehen und reisen an meinen Ort in mein Land.
  1130 26   Gib mir meine Weiber und meine Kinder um die ich dir gedient habe, dass ich ziehe; denn du weisst, wie ich dir gedient habe.
  1130 27   Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spuere, dass mich der HERR segnet um deinetwillen;
  1130 28   bestimme den Lohn, den ich dir geben soll.
  1130 29   Er aber sprach zu ihm: Du weisst, wie ich dir gedient habe und was du fuer Vieh hast unter mir.
  1130 30   Du hattest wenig, ehe ich her kam, nun aber ist's ausgebreitet in die Menge, und der HERR hat dich gesegnet durch meinen Fuss. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen?
  1130 31   Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben; sondern so du mir tun willst, was ich sage, so will ich wiederum weiden und hueten deine Schafe.
  1130 32   Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt fallen wird, das soll mein Lohn sein.
  1130 33   So wird meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, dass ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also dass, was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Laemmern, das sei ein Diebstahl bei mir.
  1130 34   Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast.
  1130 35   Und sonderte des Tages die sprenkligen und bunten Boecke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur was Weisses daran war, und alles, was schwarz war unter den Laemmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder
  1130 36   und machte Raum drei Tagereisen weit zwischen sich und Jakob. Also weidete Jakob die uebrigen Herden Labans.
  1130 37 * Jakob aber nahm Staebe von gruenen Pappelbaeumen, Haseln und Kastanien und schaelte weisse Streifen daran, dass an den Staeben das Weiss bloss ward,
  1130 38   und legte die Staebe, die er geschaelt hatte, in die Traenkrinnen vor die Herden, die kommen mussten, zu trinken, dass sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kaemen.
  1130 39   Also empfingen die Herden ueber den Staeben und brachten Sprenklinge, Gefleckte und Bunte.
  1130 40   Da schied Jakob die Laemmer und richtete die Herde mit dem Angesicht gegen die Gefleckten und Schwarzen in der Herde Labans und machte sich eine eigene Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans.
  1130 41   Wenn aber der Lauf der Fruehling-Herde war, legte er die Staebe in die Rinnen vor die Augen der Herde, dass sie ueber den Staeben empfingen;
  1130 42   aber in der Spaetlinge Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spaetlinge des Laban, aber die Fruehlinge des Jakob.
  1130 43   Daher ward der Mann ueber die Massen reich, dass er viele Schafe, Maegde und Knechte, Kamele und Esel hatte.
  1131  1 * Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, dass sie sprachen: Jakob hat alles Gut unsers Vaters an sich gebracht, und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwege gebracht.
  1131  2   Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern.
  1131  3   Und der HERR sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Vaeter Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein.
  1131  4   Da sandte Jakob hin und liess rufen Rahel und Lea aufs Feld zu seiner Herde
  1131  5   und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, dass es nicht gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen.
  1131  6   Und ihr wisst, dass ich aus allen meinen Kraeften eurem Vater gedient habe.
  1131  7   Und er hat mich getaeuscht und nun zehnmal meinen Lohn veraendert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, dass er mir Schaden taete.
  1131  8   Wenn er sprach: Die Bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Bunte. Wenn er aber sprach: Die Sprenkligen sollen dein Lohn sein, so trug die ganze Herde Sprenklinge.
  1131  9   Also hat Gott die Gueter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben.
  1131 10   Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hob ich meine Augen auf und sah im Traum, und siehe, die Boecke, die auf die Herde sprangen, waren sprenklig, gefleckt und bunt.
  1131 11   Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hier bin ich.
  1131 12   Er aber sprach: Hebe deine Augen, und siehe, alle Boecke, die auf die Herde springen, sind sprenklig, gefleckt und bunt; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut.
  1131 13   Ich bin der Gott zu Beth-El, da du den Stein gesalbt hast und mir daselbst ein Geluebde getan. Nun mache dich auf und zieh aus diesem Land und zieh wieder in das Land deiner Freundschaft.
  1131 14   Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause.
  1131 15   Hat er uns doch gehalten wie die Fremden; denn er hat uns verkauft und unsern Lohn verzehrt;
  1131 16   darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern Kindern. Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue.
  1131 17 * Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele
  1131 18   und fuehrte weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er zu Mesopotamien erworben hatte, dass er kaeme zu Isaak, seinem Vater, ins Land Kanaan.
  1131 19   (Laban aber war gegangen sein Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Goetzen.
  1131 20   Also taeuschte Jakob den Laban zu Syrien damit, dass er ihm nicht ansagte, dass er floh.
  1131 21   Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr ueber den Strom und richtete sich nach dem Berge Gilead.
  1131 22   Am dritten Tage ward Laban angesagt, dass Jakob geflohen waere.
  1131 23   Und er nahm seine Brueder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen und ereilte ihn auf dem Berge Gilead.
  1131 24   Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu ihm: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders redest als freundlich.
  1131 25 * Und Laban nahte zu Jakob. Jakob aber hatte seine Huette aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Bruedern schlug seine Huette auch auf auf dem Berge Gilead.
  1131 26   Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getaeuscht hast und hast meine Toechter entfuehrt, als wenn sie durchs Schwert gefangen waeren?
  1131 27   Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast mir's nicht angesagt, dass ich dich haette geleitet mit Freuden, mit Singen mit Pauken und Harfen?
  1131 28   Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Toechter kuessen? Nun, du hast toericht getan.
  1131 29   Und ich haette wohl so viel Macht, dass ich euch koennte Uebles tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Huete dich, dass du mit Jakob nicht anders als freundlich redest.
  1131 30   Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so sehr nach deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Goetter gestohlen?
  1131 31   Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich fuerchtete mich und dachte, du wuerdest deine Toechter von mir reissen.
  1131 32   Bei welchem du aber deine Goetter findest, der sterbe hier vor unsern Bruedern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wusste aber nicht, dass sie Rahel gestohlen hatte.
  1131 33   Da ging Laban in die Huetten Jakobs und Leas und der beiden Maegde, und fand nichts; und ging aus der Huette Leas in die Huette Rahels.
  1131 34   Da nahm Rahel die Goetzen und legte sie unter den Kamelsattel und setzte sich darauf. Laban aber betastete die ganze Huette und fand nichts.
  1131 35   Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zuerne mir nicht, denn ich kann nicht aufstehen vor dir, denn es geht mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Goetzen nicht, wie sehr er suchte.
  1131 36 * Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich missgehandelt oder gesuendigt, dass du so auf mich erhitzt bist?
  1131 37   Du hast allen meinen Hausrat betastet. Was hast du von meinem Hausrat gefunden? Lege das dar vor meinen und deinen Bruedern, dass sie zwischen uns beiden richten.
  1131 38   Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen;
  1131 39   was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich musste es bezahlen; du fordertest es von meiner Hand, es mochte mir des Tages oder des Nachts gestohlen sein.
  1131 40   Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen.
  1131 41   Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedient, vierzehn um deine Toechter und sechs um deine Herde, und du hast mir meinen Lohn zehnmal veraendert.
  1131 42   Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und die Furcht Isaaks, auf meiner Seite gewesen waere, du haettest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und meine Muehe angesehen und hat dich gestern gestraft.
  1131 43 * Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Toechter sind meine Toechter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, ist mein. Was kann ich meinen Toechtern heute oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben?
  1131 44   So komm nun und lass uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis sei zwischen mir und dir.
  1131 45   Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal.
  1131 46   und sprach zu seinen Bruedern: Leset Steine auf! Und sie nahmen Steine und machten einen Haufen und assen auf dem Haufen.
  1131 47   Und Laban hiess ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hiess ihn Gilead.
  1131 48   Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher heisst man ihn Gilead)
  1131 49   und sei eine Warte; denn er sprach: Der HERR sehe darein zwischen mir und dir, wenn wir voneinander kommen,
  1131 50   wo du meine Toechter bedrueckst oder andere Weiber dazunimmst ueber meine Toechter. Es ist kein Mensch hier mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir.
  1131 51   Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir.
  1131 52   Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wenn ich herueberfahre zu dir oder du herueberfaehrst zu mir ueber diesen Haufen und dies Mal, zu beschaedigen.
  1131 53   Der Gott Abrahams und der Gott Nahors, der Gott ihres Vaters sei Richter zwischen uns.
  1131 54   Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob opferte auf dem Berge und lud seine Brueder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge ueber Nacht.
  1131 55   Des Morgens aber stand Laban frueh auf, kuesste seine Kinder und Toechter und segnete sie und zog hin und kam wieder an seinen Ort.
  1132  1 * Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes.
  1132  2   Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hiess die Staette Mahanaim.
  1132  3 * Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in die Gegend Edoms,
  1132  4   und befahl ihnen und sprach: Also sagt meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob laesst dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange aussen gewesen
  1132  5   und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Maegde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, dass ich Gnade vor deinen Augen faende.
  1132  6   Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau; und er zieht dir auch entgegen mit vierhundert Mann.
  1132  7   Da fuerchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei Heere
  1132  8   und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlaegt es, so wird das uebrige entrinnen.
  1132  9 * Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Zieh wieder in dein Land und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohltun!
  1132 10   ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, da ich ueber den Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere geworden.
  1132 11   Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fuerchte mich vor ihm, dass er nicht komme und schlage mich, die Muetter samt den Kindern.
  1132 12   Du hast gesagt ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zaehlen kann vor der Menge.
  1132 13 * Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vor Handen hatte, ein Geschenk fuer seinen Bruder Esau:
  1132 14   zweihundert Ziegen, zwanzig Boecke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder
  1132 15   und dreissig saeugende Kamele mit ihren Fuellen, vierzig Kuehe und zehn Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Fuellen,
  1132 16   und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern;
  1132 17   und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem gehoerst du an, und wo willst du hin, und wes ist's, was du vor dir treibst?
  1132 18   sollst du sagen: Es gehoert deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenk seinem Herrn Esau und zieht hinter uns her.
  1132 19   Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so sagt zu Esau, wenn ihr ihm begegnet;
  1132 20   und sagt ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte: Ich will ihn versoehnen mit dem Geschenk, das vor mir her geht; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen.
  1132 21   Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim Heer
  1132 22   und stand auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwei Maegde und seine elf Kinder und zog an die Furt des Jabbok,
  1132 23   nahm sie und fuehrte sie ueber das Wasser, dass hinueberkam, was er hatte,
  1132 24 * und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenroete anbrach.
  1132 25   Und da er sah, dass er ihn nicht uebermochte, ruehrte er das Gelenk seiner Huefte an; und das Gelenk der Huefte Jakobs ward ueber dem Ringen mit ihm verrenkt.
  1132 26   Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenroete bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
  1132 27   Er sprach: Wie heisst du? Er antwortete: Jakob.
  1132 28   Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekaempft und bist obgelegen.
  1132 29   Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heisst du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heisse? Und er segnete ihn daselbst.
  1132 30   Und Jakob hiess die Staette Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen.
  1132 31   Und als er an Pniel vorueberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Huefte.
  1132 32   Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Huefte bis auf den heutigen Tag, darum dass die Spannader an dem Gelenk der Huefte Jakobs angeruehrt ward.
  1133  1 * Jakob hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit vierhundert Mann. Und er teilte seine Kinder zu Lea und Rahel und zu den beiden Maegden
  1133  2   und stellte die Maegde mit ihren Kindern vornean und Lea mit ihren Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt.
  1133  3   Und er ging vor ihnen her und neigte sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam.
  1133  4   Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und kuesste ihn; und sie weinten.
  1133  5 * Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem Knecht beschert hat.
  1133  6   Und die Maegde traten herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm.
  1133  7   Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu und neigten sich auch vor ihm.
  1133  8   Und er sprach: Was willst du mit all dem Heere, dem ich begegnet bin? Er antwortete: Dass ich Gnade faende vor meinem Herrn.
  1133  9   Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalte was du hast.
  1133 10   Jakob antwortete: Ach, nicht! Habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als saehe ich Gottes Angesicht; und lass dir's wohl gefallen von mir.
  1133 11   Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mir's beschert, und ich habe alles genug. Also noetigte er ihn, dass er's nahm.
  1133 12   Und er sprach: Lass uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen.
  1133 13   Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, dass ich zarte Kinder bei mir habe, dazu saeugende Schafe und Kuehe; wenn sie einen Tag uebertrieben wuerden, wuerde mir die ganze Herde sterben.
  1133 14   Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemaechlich hintennach treiben, nach dem das Vieh und die Kinder gehen koennen, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir.
  1133 15   Esau sprach: So will ich doch etliche bei dir lassen vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnoeten? Lass mich nur Gnade vor meinem Herrn finden.
  1133 16 * Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir.
  1133 17   Und Jakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus und machte seinem Vieh Huetten; daher heisst die Staette Sukkoth.
  1133 18   Darnach zog Jakob mit Frieden zu der Stadt Sichems, die im Lande Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war), und machte sein Lager vor der Stadt
  1133 19   und kaufte ein Stueck Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Huette auf.
  1133 20   Und er richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken Gottes Israels.
  1134  1 * Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die Toechter des Landes zu sehen.
  1134  2   Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, nahm er sie und lag bei ihr und schwaechte sie.
  1134  3   Und sein Herz hing an ihr, und er hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr.
  1134  4   Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Maegdlein zum Weibe.
  1134  5   Und Jakob erfuhr, dass seine Tochter Dina geschaendet war; und seine Soehne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg bis dass sie kamen.
  1134  6 * Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden.
  1134  7   Indes kamen die Soehne Jakobs vom Felde. Und da sie es hoerten, verdross es die Maenner, und sie wurden sehr zornig, dass er eine Torheit an Israel begangen und bei Jakobs Tochter gelegen hatte, denn so sollte es nicht sein.
  1134  8   Da redete Hemor mit ihnen und sprach: Meines Sohnes Sichem Herz sehnt sich nach eurer Tochter; gebt sie ihm doch zum Weibe.
  1134  9   Befreundet euch mit uns; gebt uns eure Toechter und nehmt ihr unsere Toechter
  1134 10   und wohnt bei uns. Das Land soll euch offen sein; wohnt und werbet und gewinnet darin.
  1134 11   Und Sichem sprach zu ihrem Vater und ihren Bruedern: Lasst uns Gnade bei euch finden; was ihr mir sagt, das will ich euch geben.
  1134 12   Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will's geben, wie ihr heischt; gebt mir nur die Dirne zum Weibe.
  1134 13   Da antworteten Jakobs Soehne dem Sichem und seinem Vater Hemor betrueglich, darum dass ihre Schwester Dina geschaendet war,
  1134 14   und sprachen zu ihnen: Wir koennen das nicht tun, dass wir unsere Schwester einem unbeschnittenem Mann geben; denn das waere uns eine Schande.
  1134 15   Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, so ihr uns gleich werdet und alles, was maennlich unter euch ist, beschnitten werde;
  1134 16   dann wollen wir unsere Toechter euch geben und eure Toechter uns nehmen und bei euch wohnen und ein Volk sein.
  1134 17   Wo ihr aber nicht darein willigen wollt, euch zu beschneiden, so wollen wir unsere Tochter nehmen und davonziehen.
  1134 18 * Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl.
  1134 19   Und der Juengling verzog nicht, solches zu tun; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten ueber alle in seines Vaters Hause.
  1134 20   Da kamen sie nun, Hemor und sein Sohn Sichem, unter der Stadt Tor und redeten mit den Buergern der Stadt und sprachen:
  1134 21   Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und werben; so ist nun das Land weit genug fuer sie. Wir wollen uns ihre Toechter zu Weibern nehmen und ihnen unser Toechter geben.
  1134 22   Aber dann wollen sie uns zu Willen sein, dass sie bei uns wohnen und ein Volk mit uns werden, wo wir alles, was maennlich unter uns ist, beschneiden, gleich wie sie beschnitten sind.
  1134 23   Ihr Vieh und ihre Gueter und alles, was sie haben, wird unser sein, so wir nur ihnen zu Willen werden, dass sie bei uns wohnen.
  1134 24   Und sie gehorchten dem Hemor und Sichem, seinem Sohn, alle, die zu seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und beschnitten alles, was maennlich war, das zu dieser Stadt aus und ein ging.
  1134 25 * Und am dritten Tage, da sie Schmerzen hatten, nahmen die zwei Soehne Jakobs, Simeon und Levi, der Dina Brueder, ein jeglicher sein Schwert und gingen kuehn in die Stadt und erwuergten alles, was maennlich war.
  1134 26   und erwuergten auch Hemor und seinen Sohn Sichem mit der Schaerfe des Schwerts und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
  1134 27   Da kamen die Soehne Jakobs ueber die erschlagenen und pluenderten die Stadt, darum dass sie hatten ihre Schwester geschaendet.
  1134 28   Und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem Felde war
  1134 29   und alle ihre Habe; alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen, und pluenderten alles, was in den Haeusern war.
  1134 30   Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglueck zugerichtet und mich stinkend gemacht vor den Einwohnern dieses Landes, den Kanaanitern und Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln ueber mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilgt samt meinem Hause.
  1134 31   Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unsrer Schwester wie mit einer Hure handeln?
  1135  1 * Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und ziehe gen Beth-El und wohne daselbst und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau.
  1135  2   Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut von euch fremde Goetter, so unter euch sind, und reinigt euch und aendert eure Kleider
  1135  3   und lasst uns auf sein und gen Beth-El ziehen, dass ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhoert hat zur Zeit meiner Truebsal und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin.
  1135  4   Da gaben sie ihm alle fremden Goetter, die unter ihren Haenden waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter einer Eiche, die neben Sichem stand.
  1135  5   Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes ueber die Staedte, die um sie her lagen, dass sie den Soehnen Jakobs nicht nachjagten.
  1135  6 * Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, das da Beth-El heisst, samt all dem Volk, das mit ihm war,
  1135  7   und baute daselbst einen Altar und hiess die Staette El-Beth-El, darum dass ihm daselbst Gott offenbart war, da er floh vor seinem Bruder.
  1135  8   Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unterhalb Beth-El unter der Eiche; die ward genannt die Klageeiche.
  1135  9   Und Gott erschien Jakob abermals, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn
  1135 10   und sprach zu ihm: Du heisst Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel sollst du heissen. Und also heisst man ihn Israel.
  1135 11   Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmaechtige Gott; sei fruchtbar und mehre dich; Voelker und Voelkerhaufen sollen von dir kommen, und Koenige sollen aus deinen Lenden kommen;
  1135 12   und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben und will's deinem Samen nach dir geben.
  1135 13   Also fuhr Gott auf von ihm von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte.
  1135 14   Jakob aber richtete ein steinernes Mal auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goss ein Trankopfer darauf und begoss es mit Oel.
  1135 15   Und Jakob hiess den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Beth-El.
  1135 16 * Und sie zogen von Beth-El. Und da noch ein Feld Weges war von Ephrath, da gebar Rahel.
  1135 17   Und es kam sie hart an ueber der Geburt. Da aber die Geburt so schwer ward, sprach die Wehmutter zu ihr: Fuerchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben.
  1135 18   Da ihr aber die Seele ausging, dass sie sterben musste, hiess sie ihn Ben-Oni; aber sein Vater hiess ihn Ben-Jamin.
  1135 19   Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, das nun heisst Bethlehem.
  1135 20   Und Jakob richtete ein Mal auf ueber ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
  1135 21 * Und Israel zog aus und richtete seine Huette auf jenseit des Turms Eder.
  1135 22   Und es begab sich, da Israel im Lande wohnte, ging Ruben hin und schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwoelf Soehne.
  1135 23   Die Soehne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborene Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon;
  1135 24   die Soehne Rahel waren: Joseph und Benjamin;
  1135 25   die Soehne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali;
  1135 26   die Soehne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Soehne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien.
  1135 27   Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre zu Kirjat-Arba, das da heisst Hebron, darin Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind.
  1135 28   Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt
  1135 29   und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Soehne Esau und Jakob begruben ihn.
  1136  1 * Das ist das Geschlecht Esaus, der da heisst Edom.
  1136  2   Esau nahm Weiber von den Toechtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter des Ana, die Enkelin des Zibeons, des Heviters,
  1136  3   und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester.
  1136  4   Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel.
  1136  5   Oholibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind Esaus Kinder, die ihm geboren sind im Lande Kanaan.
  1136  6   Und Esau nahm seine Weiber, Soehne und Toechter und alle Seelen seines Hauses, seine Habe und alles Vieh mit allen Guetern, so er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in ein ander Land, hinweg von seinem Bruder Jakob.
  1136  7   Denn ihre Habe war zu gross, dass sie nicht konnten beieinander wohnen; und das Land darin sie Fremdlinge waren, vermochte sie nicht zu ertragen vor der Menge ihres Viehs.
  1136  8   Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom.
  1136  9 * Dies ist das Geschlecht Esaus, von dem die Edomiter herkommen, auf dem Gebirge Seir.
  1136 10   Und so heissen die Kinder Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, Esaus Weibes; Reguel, der Sohn Basmaths, Esaus Weibes.
  1136 11   Des Eliphas Soehne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas.
  1136 12   Und Thimna war ein Kebsweib des Eliphas, Esaus Sohnes; die gebar ihm Amalek. Das sind die Kinder von Ada, Esaus Weib.
  1136 13   Die Kinder aber Reguels sind diese: Nahath, Serah, Samma, Missa. Das sind die Kinder von Basmath, Esaus Weib.
  1136 14   Die Kinder aber von Oholibama, Esaus Weib, der Tochter des Ana, der Enkelin Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah.
  1136 15   Das sind die Fuersten unter den Kindern Esaus. Die Kinder des Eliphas, des ersten Sohnes Esaus: der Fuerst Theman, der Fuerst Omar, der Fuerst Zepho, der Fuerst Kenas,
  1136 16   der Fuerst Korah, der Fuerst Gaetham, der Fuerst Amalek. Das sind die Fuersten von Eliphas im Lande Edom und sind Kinder der Ada.
  1136 17   Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohnes: der Fuerst Nahath, der Fuerst Serah, der Fuerst Samma, der Fuerst Missa. Das sind die Fuersten von Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weib.
  1136 18   Das sind die Kinder Oholibamas, Esaus Weibes: der Fuerst Jehus, der Fuerst Jaelam, der Fuerst Korah. Das sind die Fuersten von Oholibama, der Tochter des Ana, Esaus Weib.
  1136 19   Das sind die Kinder und ihre Fuersten. Er ist der Edom.
  1136 20 * Die Kinder aber von Seir, dem Horiter, die im Lande wohnten, sind diese: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und Disan.
  1136 21   Das sind die Fuersten der Horiter, Kinder des Seir, im Lande Edom.
  1136 22   Aber des Lotan Kinder waren diese: Hori, Heman; und Lotans Schwester hiess Thimna.
  1136 23   Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und Onam.
  1136 24   Die Kinder von Zibeon waren diese: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der Wueste die warmen Quellen fand, da er seines Vaters Zibeon Esel huetete.
  1136 25   Die Kinder aber Anas waren: Dison und Oholibama, das ist die Tochter Anas.
  1136 26   Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Cheran.
  1136 27   Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sawan und Akan.
  1136 28   Die Kinder Disans waren: Uz und Aran.
  1136 29   Dies sind die Fuersten der Horiter: der Fuerst Lotan, der Fuerst Sobal, der Fuerst Zibeon, der Fuerst Ana,
  1136 30   der Fuerst Dison, der Fuerst Ezer, der Fuerst Disan. Das sind die Fuersten der Horiter, die regiert haben im Lande Seir.
  1136 31 * Die Koenige aber, die im Lande Edom regiert haben, ehe denn die Kinder Israel Koenige hatten, sind diese:
  1136 32   Bela war Koenig in Edom, ein Sohn Beors, und seine Stadt hiess Dinhaba.
  1136 33   Und da Bela starb, ward Koenig an seiner Statt Jobab, ein Sohn Serahs von Bozra.
  1136 34   Da Jobab starb, ward an seiner Statt Koenig Husam aus der Themaniter Lande.
  1136 35   Da Husam starb, ward Koenig an seiner Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hiess Awith.
  1136 36   Da Hadad starb, regierte Samla von Masrek.
  1136 37   Da Samla starb, ward Saul Koenig, von Rehoboth am Strom.
  1136 38   Da Saul starb, ward an seiner Statt Koenig Baal-Hanan, der Sohn Achbors.
  1136 39   Da Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward an seiner Statt Koenig Hadar; und seine Stadt hiess Pagu, und sein Weib Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die Mesahabs Tochter war.
  1136 40   Also heissen die Fuersten von Esau in ihren Geschlechtern, Oertern und Namen: der Fuerst Thimna, der Fuerst Alwa, der Fuerst Jetheth,
  1136 41   der Fuerst Oholibama, der Fuerst Ela, der Fuerst Pinon,
  1136 42   der Fuerst Kenas, der Fuerst Theman, der Fuerst Mibzar,
  1136 43   der Fuerst Magdiel, der Fuerst Iram. Das sind die Fuersten in Edom, wie sie gewohnt haben in ihrem Erblande. Das ist Esau, der Vater der Edomiter.
  1137  1 * Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling gewesen war, im Lande Kanaan.
  1137  2   Und dies sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebzehn Jahre alt, da er ein Hirte des Viehs ward mit seinen Bruedern; und der Knabe war bei den Kinder Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters, und brachte vor ihren Vater, wo ein boeses Geschrei wider sie war.
  1137  3   Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Kinder, darum dass er ihn im Alter gezeugt hatte; und machte ihm einen bunten Rock.
  1137  4   Da nun seine Brueder sahen, dass ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brueder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort zusprechen.
  1137  5 * Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte zu seinen Bruedern davon; da wurden sie ihm noch feinder.
  1137  6   Denn er sprach zu ihnen: Hoeret doch, was mir getraeumt hat:
  1137  7   Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf und stand, und eure Garben umher neigten sich vor meiner Garbe.
  1137  8   Da sprachen seine Brueder zu ihm: Solltest du unser Koenig werden und ueber uns herrschen? und sie wurden ihm noch feinder um seines Traumes und seiner Rede willen.
  1137  9   Und er hatte noch einen andern Traum, den erzaehlte er seinen Bruedern und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt: Mich deuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigten sich vor mir.
  1137 10   Und da das seinem Vater und seinen Bruedern gesagt ward, strafte ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fuer ein Traum, der dir getraeumt hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brueder kommen und vor dir niederfallen?
  1137 11   Und seine Brueder beneideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte.
  1137 12 * Da nun seine Brueder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichem,
  1137 13   sprach Israel zu Joseph: Hueten nicht deine Brueder das Vieh in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich.
  1137 14   Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob's wohl stehe um deine Brueder und um das Vieh, und sage mir wieder Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tal Hebron, dass er gen Sichem ginge.
  1137 15   Da fand ihn ein Mann, dass er irreging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchst du?
  1137 16   Er antwortete: Ich suche meine Brueder; sage mir doch an, wo sie hueten.
  1137 17   Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hoerte, dass sie sagten: Lasst uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Bruedern nach und fand sie zu Dothan.
  1137 18   Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er denn nahe zu ihnen kam machten sie einen Anschlag, dass sie ihn toeteten,
  1137 19   und sprachen untereinander: Seht, der Traeumer kommt daher.
  1137 20   So kommt nun und lasst uns ihn erwuergen und in eine Grube werfen und sagen, ein boeses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Traeume sind.
  1137 21   Da das Ruben hoerte, wollte er ihn aus ihren Haenden erretten, und sprach: Lasst uns ihn nicht toeten.
  1137 22   Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergiesst nicht Blut, sondern werft ihn in die Grube, die in der Wueste ist, und legt die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, dass er ihn seinem Vater wiederbraechte.
  1137 23 * Als nun Joseph zu seinen Bruedern kam, zogen sie ihm seinen Rock, den bunten Rock, aus, den er anhatte,
  1137 24   und nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; aber die Grube war leer und kein Wasser darin.
  1137 25   Und setzten sich nieder, zu essen. Indes hoben sie ihre Augen auf und sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die trugen Wuerze, Balsam und Myrrhe und zogen hinab nach Aegypten.
  1137 26   Da sprach Juda zu seinen Bruedern: Was hilft's uns, dass wir unseren Bruder erwuergen und sein Blut verbergen?
  1137 27   Kommt, lasst uns ihn den Ismaeliten verkaufen, dass sich unsre Haende nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm.
  1137 28   Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorueberreisten, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig Silberlinge; die brachte ihn nach Aegypten.
  1137 29   Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand er Joseph nicht darin, zerriss er sein Kleid
  1137 30   und kam wieder zu seinen Bruedern und sprach: Der Knabe ist nicht da! Wo soll ich hin?
  1137 31 * Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock ins Blut
  1137 32   und schickten den bunten Rock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Diesen haben wir gefunden; sieh, ob's deines Sohnes Rock sei oder nicht.
  1137 33   Er erkannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein boeses Tier hat ihn gefressen, ein reissendes Tier hat Joseph zerrissen.
  1137 34   Und Jakob zerriss sein Kleider und legte einen Sack um seine Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit.
  1137 35   Und alle seine Soehne und Toechter traten auf, dass sie ihn troesteten; aber er wollte sich nicht troesten lassen und sprach: Ich werde mit Leid hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohn. Und sein Vater beweinte ihn.
  1137 36   Aber die Midianiter verkauften ihn in Aegypten dem Potiphar, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann der Leibwache.
  1138  1 * Es begab sich um dieselbe Zeit, dass Juda hinabzog von seinen Bruedern und tat sich zu einem Mann von Adullam, der hiess Hira.
  1138  2   Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter, der hiess Sua, und nahm sie. Und da er zu ihr einging,
  1138  3   ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hiess er Ger.
  1138  4   Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn, den hiess sie Onan.
  1138  5   Sie gebar abermals einen Sohn, den hiess sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar.
  1138  6   Und Juda gab seinem ersten Sohn, Ger, ein Weib, die hiess Thamar.
  1138  7   Aber Ger war boese vor dem HERRN; darum toetete ihn der HERR.
  1138  8   Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest.
  1138  9   Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, liess er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gaebe.
  1138 10   Da gefiel dem HERRN uebel, was er tat, und er toetete ihn auch.
  1138 11   Da sprach Juda zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe eine Witwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela gross wird. Denn er gedachte, vielleicht moechte er auch sterben wie seine Brueder. Also ging Thamar hin und blieb in ihres Vaters Hause.
  1138 12 * Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Sua Tochter, Juda's Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf seine Schafe zu scheren, gen Thimnath mit seinem Freunde Hira von Adullam.
  1138 13   Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf gen Thimnath, seine Schafe zu scheren.
  1138 14   Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit einem Mantel und verhuellte sich und setzte sich vor das Tor von Enaim an dem Wege gen Thimnath; denn sie sah, dass Sela war gross geworden, und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben.
  1138 15   Da sie nun Juda sah, meinte er, sie waere eine Hure; denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt.
  1138 16   Und er machte sich zu ihr am Wege und sprach: Lass mich doch zu dir kommen; denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter waere. Sie antwortete: Was willst du mir geben, dass du zu mir kommst?
  1138 17   Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis dass du mir's sendest.
  1138 18   Er sprach: Was willst du fuer ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den Haenden hast. Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger.
  1138 19   Und sie machte sich auf und ging hin und zog ihre Witwenkleider wieder an.
  1138 20   Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund Adullam, dass er das Pfand wieder holte von dem Weibe; und er fand sie nicht.
  1138 21   Da fragte er die Leute: Wo ist die Hure, die zu Enaim am Wege sass? Sie antworteten: Es ist keine Hure da gewesen.
  1138 22   Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht gefunden; dazu sagen die Leute des Orts, es sei keine Hure da gewesen.
  1138 23   Juda sprach: Sie mag's behalten; sie kann uns doch nicht Schande nachsagen, denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht gefunden.
  1138 24 * Ueber drei Monate ward Juda angesagt: Deine Schwiegertochter Thamar hat gehurt; dazu siehe, ist sie von der Hurerei schwanger geworden. Juda spricht: Bringt sie hervor, dass sie verbrannt werde.
  1138 25   Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und sprach: Von dem Mann bin ich schwanger, des dies ist. Und sprach: Kennst du auch, wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist?
  1138 26   Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn ich habe sie nicht gegeben meinen Sohn Sela. Doch erkannte er sie fuerder nicht mehr.
  1138 27   Und da sie gebaeren sollte, wurden Zwillinge in ihrem Leib gefunden.
  1138 28   Und als sie jetzt gebar, tat sich eine Hand heraus. Da nahm die Wehmutter einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der wird zuerst herauskommen.
  1138 29   Da aber der seine Hand wieder hineinzog, kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Warum hast du um deinetwillen solchen Riss gerissen? Und man hiess ihn Perez.
  1138 30   Darnach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um seine Hand hatte. Und man hiess ihn Serah.
  1139  1 * Joseph ward hinab nach Aegypten gefuehrt; und Potiphar, ein aegyptischer Mann, des Pharao Kaemmerer und Hauptmann, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten.
  1139  2   Und der HERR war mit Joseph, dass er ein gluecklicher Mann ward; und er war in seines Herrn, des Aegypters, Hause.
  1139  3   Und sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, dazu gab der HERR Glueck durch ihn,
  1139  4   Also dass er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn ueber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Haende.
  1139  5   Und von der Zeit an, da er ihn ueber sein Haus und alle seine Gueter gesetzt hatte, segnete der HERR des Aegypters Haus um Josephs willen; und war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde.
  1139  6   Darum liess er alles unter Josephs Haenden, was er hatte, und nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur dass er ass und trank. Und Joseph war schoen und huebsch von Angesicht.
  1139  7 * Und es begab sich nach dieser Geschichte, dass seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir!
  1139  8   Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Haende getan,
  1139  9   und hat nichts so Grosses in dem Hause, das er mir verhohlen habe, ausser dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch gross Uebel tun und wider Gott suendigen?
  1139 10   Und sie trieb solche Worte gegen Joseph taeglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er nahe bei ihr schliefe noch um sie waere.
  1139 11   Es begab sich eines Tages, dass Joseph in das Haus ging, sein Geschaeft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei.
  1139 12   Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er liess das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.
  1139 13 * Da sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand liess und hinaus entfloh,
  1139 14   rief sie das Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den hebraeischen Mann hereingebracht, dass er seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme.
  1139 15   Und da er hoerte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und lief hinaus.
  1139 16   Und sie legte sein Kleid neben sich, bis der Herr heimkam,
  1139 17   und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebraeische Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben.
  1139 18   Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da liess er sein Kleid bei mir und floh hinaus.
  1139 19 * Als sein Herr hoerte die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig.
  1139 20   Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefaengnis, darin des Koenigs Gefangene lagen; und er lag allda im Gefaengnis.
  1139 21   Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und liess ihn Gnade finden vor dem Amtmann ueber das Gefaengnis,
  1139 22   dass er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefaengnis, auf dass alles, was da geschah, durch ihn geschehen musste.
  1139 23   Denn der Amtmann des Gefaengnisses nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HERR Glueck.
  1140  1 * Und es begab sich darnach, dass sich der Schenke des Koenigs in Aegypten und der Baecker versuendigten an ihrem Herrn, dem Koenig von Aegypten.
  1140  2   Und Pharao ward zornig ueber seine beiden Kaemmerer, ueber den Amtmann ueber die Schenken und ueber den Amtmann ueber die Baecker,
  1140  3   und liess sie setzen in des Hauptmanns Haus ins Gefaengnis, da Joseph lag.
  1140  4   Und der Hauptmann setzte Joseph ueber sie, dass er ihnen diente; und sie sassen etliche Tage im Gefaengnis.
  1140  5 * Und es traeumte ihnen beiden, dem Schenken und dem Baecker des Koenigs von Aegypten, in einer Nacht einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung.
  1140  6   Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hereinkam und sah, dass sie traurig waren,
  1140  7   fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig?
  1140  8   Sie antworteten: Es hat uns getraeumt, und wir haben niemand, der es uns auslege. Joseph sprach: Auslegen gehoert Gott zu; doch erzaehlt mir's.
  1140  9   Da erzaehlte der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: Mir hat getraeumt, dass ein Weinstock vor mir waere,
  1140 10   der hatte drei Reben, und er gruente, wuchs und bluehte, und seine Trauben wurden reif;
  1140 11   und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren und zerdrueckte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand.
  1140 12   Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung. Drei Reben sind drei Tage.
  1140 13   Ueber drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein Amt stellen, dass du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen Weise, da du sein Schenke warst.
  1140 14   Aber gedenke meiner, wenn dir's wohl geht, und tue Barmherzigkeit an mir, dass du Pharao erinnerst, dass er mich aus diesem Hause fuehre.
  1140 15   Denn ich bin aus dem Lande der Hebraeer heimlich gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts getan, dass sie mich eingesetzt haben.
  1140 16   Da der oberste Baecker sah, dass die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch getraeumt, ich truege drei weisse Koerbe auf meinem Haupt
  1140 17   und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise fuer den Pharao; und die Voegel assen aus dem Korbe auf meinem Haupt.
  1140 18   Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung. Drei Koerbe sind drei Tage;
  1140 19   und nach drei Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an den Galgen haengen, und die Voegel werden dein Fleisch von dir essen.
  1140 20 * Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrestag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhob das Haupt des obersten Schenken und das Haupt des obersten Baeckers unter den Knechten,
  1140 21   und setzte den obersten Schenken wieder in sein Schenkamt, dass er den Becher reicht in Pharaos Hand;
  1140 22   aber den obersten Baecker liess er henken, wie ihnen Joseph gedeutet hatte.
  1140 23   Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergass ihn.
  1141  1 * Und nach zwei Jahren hatte Pharao einen Traum, wie er stuende am Nil
  1141  2   und saehe aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase.
  1141  3   Nach diesen sah er andere sieben Kuehe aus dem Wasser aufsteigen; die waren haesslich und mager und traten neben die Kuehe an das Ufer am Wasser.
  1141  4   Und die haesslichen und mageren frassen die sieben schoenen, fetten Kuehe. Da erwachte Pharao.
  1141  5   Und er schlief wieder ein, und ihn traeumte abermals, und er sah, dass sieben Aehren wuchsen an einem Halm, voll und dick.
  1141  6   Darnach sah er sieben duennen Aehren aufgehen, die waren vom Ostwind versengt.
  1141  7   Und die sieben mageren Aehren verschlangen die sieben dicken und vollen Aehren. Da erwachte Pharao und merkte, dass es ein Traum war.
  1141  8   Und da es Morgen ward, war sein Geist bekuemmert; und er schickte aus und liess rufen alle Wahrsager in Aegypten und alle Weisen und erzaehlte ihnen seine Traeume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte.
  1141  9 * Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach: Ich gedenke heute an meine Suenden.
  1141 10   Da Pharao zornig ward ueber seine Knechte, und mich mit dem obersten Baecker ins Gefaengnis legte in des Hauptmanns Hause,
  1141 11   da traeumte uns beiden in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, des Deutung ihn betraf.
  1141 12   Da war bei uns ein hebraeischer Juengling, des Hauptmanns Knecht, dem erzaehlten wir's. Und er deutete uns unsere Traeume, einem jeglichen seinen Traum.
  1141 13   Und wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wieder in mein Amt gesetzt, und jener ist gehenkt.
  1141 14   Da sandte Pharao hin und liess Joseph rufen; und sie liessen ihn eilend aus dem Gefaengnis. Und er liess sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zu Pharao.
  1141 15   Da sprach Pharao zu ihm: Mir hat ein Traum getraeumt, und ist niemand, der ihn deuten kann; ich habe aber gehoert von dir sagen, wenn du einen Traum hoerst, so kannst du ihn deuten.
  1141 16   Joseph antwortete Pharao und sprach: Das steht bei mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen.
  1141 17 * Pharao sprach zu Joseph: Mir traeumte ich stand am Ufer bei dem Wasser
  1141 18   und sah aus dem Wasser steigen sieben schoene, fette Kuehe; die gingen auf der Weide im Grase.
  1141 19   Und nach ihnen sah ich andere sieben, duerre, sehr haessliche und magere Kuehe heraussteigen. Ich habe in ganz Aegyptenland nicht so haessliche gesehen.
  1141 20   Und die sieben mageren und haesslichen Kuehe frassen auf die sieben ersten, fetten Kuehe.
  1141 21   Und da sie sie hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, dass sie die gefressen hatten, und waren haesslich gleich wie vorhin. Da wachte ich auf.
  1141 22   Und ich sah abermals in einen Traum sieben Aehren auf einem Halm wachsen, voll und dick.
  1141 23   Darnach gingen auf sieben duerre Aehren, duenn und versengt.
  1141 24   Und die sieben duennen Aehren verschlangen die sieben dicken Aehren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt; aber die koennen's mir nicht deuten.
  1141 25   Joseph antwortete Pharao: Beide Traeume Pharaos sind einerlei. Gott verkuendigt Pharao, was er vorhat.
  1141 26   Die sieben schoenen Kuehe sind sieben Jahre, und die sieben guten Aehren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei Traum.
  1141 27   Die sieben mageren und haesslichen Kuehe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengten Aehren sind sieben Jahre teure Zeit.
  1141 28   Das ist nun, wie ich gesagt habe zu Pharao, dass Gott Pharao zeigt, was er vorhat.
  1141 29   Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Aegyptenland.
  1141 30   Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, dass man vergessen wird aller solcher Fuelle in Aegyptenland; und die teure Zeit wird das Land verzehren,
  1141 31   dass man nichts wissen wird von der Fuelle im Lande vor der teuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer sein.
  1141 32   Dass aber dem Pharao zum andernmal getraeumt hat, bedeutet, dass solches Gott gewiss und eilend tun wird.
  1141 33 * Nun sehe Pharao nach einem verstaendigen und weisen Mann, den er ueber Aegyptenland setze,
  1141 34   und schaffe, dass er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fuenften in Aegyptenland in den sieben reichen Jahren
  1141 35   und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, dass sie Getreide aufschuetten in Pharaos Kornhaeuser zum Vorrat in den Staedten und es verwahren,
  1141 36   auf dass man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren Jahren, die ueber Aegyptenland kommen werden, dass nicht das Land vor Hunger verderbe.
  1141 37   Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl.
  1141 38   Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie koennten wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes sei?
  1141 39   Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist keiner so verstaendig und weise wie du.
  1141 40   Du sollst ueber mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den koeniglichen Stuhl will ich hoeher sein als du.
  1141 41   Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ueber ganz Aegyptenland gesetzt.
  1141 42   Und er tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand und kleidete ihn mit koestlicher Leinwand und hing eine goldene Kette an seinen Hals
  1141 43   und liess ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und liess vor ihm ausrufen: Der ist des Landes Vater! und setzte ihn ueber ganz Aegyptenland.
  1141 44   Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll niemand seine Hand und Fuss regen in ganz Aegyptenland.
  1141 45   Und nannte ihn den heimlichen Rat und gab ihm ein Weib, Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Land Aegypten zu besehen.
  1141 46 * Und er war dreissig Jahre alt, da er vor Pharao stand, dem Koenig in Aegypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz Aegyptenland.
  1141 47   Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fuelle;
  1141 48   und sie sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande Aegypten waren, und taten sie in die Staedte. Was fuer Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs, das taten sie hinein.
  1141 49   Also schuettete Joseph das Getreide auf, ueber die Massen viel wie Sand am Meer, also dass er aufhoerte es zu zaehlen; denn man konnte es nicht zaehlen.
  1141 50   Und Joseph wurden zwei Soehne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On, Tochter.
  1141 51   Und er hiess den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen vergessen alles meines Ungluecks und all meines Vaters Hauses.
  1141 52   Den andern hiess er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elends.
  1141 53   Da nun die sieben reichen Jahre um waren in Aegypten,
  1141 54   da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen, davon Joseph gesagt hatte. Und es ward eine Teuerung in allen Landen; aber in ganz Aegyptenland war Brot.
  1141 55   Da nun das ganze Aegyptenland auch Hunger litt, schrie das Volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen Aegyptern: Gehet hin zu Joseph; was euch der sagt, das tut.
  1141 56   Als nun im ganzen Lande Teuerung war, tat Joseph allenthalben Kornhaeuser auf und verkaufte den Aegyptern. Denn die Teuerung ward je laenger, je groesser im Lande.
  1141 57   Und alle Lande kamen nach Aegypten, zu kaufen bei Joseph; denn die Teuerung war gross in allen Landen.
  1142  1 * Da aber Jakob sah, dass Getreide in Aegypten feil war, sprach er zu seinen Soehnen: Was sehet ihr euch lange um?
  1142  2   Siehe, ich hoere, es sei in Aegypten Getreide feil; zieht hinab und kauft uns Getreide, dass wir leben und nicht sterben.
  1142  3   Also zogen hinab zehn Brueder Josephs, dass sie in Aegypten Getreide kauften.
  1142  4   Aber den Benjamin, Josephs Bruder, liess Jakob nicht mit seinen Bruedern ziehen; denn er sprach: Es moechte ihm ein Unfall begegnen.
  1142  5   Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Kanaan auch teuer.
  1142  6   Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brueder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz.
  1142  7 * Und er sah sie an und kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen.
  1142  8   Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht.
  1142  9   Und Joseph gedachte an die Traeume, die ihm von ihnen getraeumt hatten, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist.
  1142 10   Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen Speise zu kaufen.
  1142 11   Wir sind alle eines Mannes Soehne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen.
  1142 12   Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, zu ersehen, wo das Land offen ist.
  1142 13   Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwoelf Brueder, eines Mannes Soehne im Lande Kanaan, und der juengste ist noch bei unserm Vater; aber der eine ist nicht mehr vorhanden.
  1142 14   Joseph sprach zu ihnen: Das ist's, was ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr.
  1142 15   Daran will ich euch pruefen; bei dem Leben Pharaos! ihr sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer juengster Bruder.
  1142 16   Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt gefangen sein. Also will ich pruefen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgeht oder nicht. Denn wo nicht, so seid ihr, bei dem Leben Pharaos! Kundschafter.
  1142 17   Und er liess sie beisammen verwahren drei Tage lang.
  1142 18   Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; denn ich fuerchte Gott.
  1142 19   Seid ihr redlich, so lasst eurer Brueder einen gebunden liegen in eurem Gefaengnis; ihr aber zieht hin und bringet heim, was ihr gekauft habt fuer den Hunger.
  1142 20   Und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, dass ihr nicht sterben muesst. Und sie taten also.
  1142 21 * Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir uns an unserm Bruder verschuldet, dass wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhoeren; darum kommt nun diese Truebsal ueber uns.
  1142 22   Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagte ich's euch nicht, da ich sprach: Versuendigt euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hoeren? Nun wird sein Blut gefordert.
  1142 23   Sie wussten aber nicht, dass es Joseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher.
  1142 24   Und er wandte sich von ihnen und weinte. Da er nun sich wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen.
  1142 25   Und Joseph tat Befehl, dass man ihre Saecke mit Getreide fuellte und ihr Geld wiedergaebe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und man tat ihnen also.
  1142 26   Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen.
  1142 27   Da aber einer seinen Sack auftat, dass er seinem Esel Futter gaebe in der Herberge, ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sack lag,
  1142 28   und sprach zu seinen Bruedern: Mein Geld ist mir wieder geworden; siehe, in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie erschraken untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan?
  1142 29 * Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:
  1142 30   Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns fuer Kundschafter des Landes.
  1142 31   Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen,
  1142 32   sondern zwoelf Brueder, unsers Vaters Soehne, einer ist nicht mehr vorhanden, und der juengste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan,
  1142 33   sprach der Herr des Landes zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: Einen eurer Brueder lasst bei mir, und nehmt die Notdurft fuer euer Haus und zieht hin,
  1142 34   und bringt euren juengsten Bruder zu mir, so merke ich, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; so will ich euch euren Bruder geben, und ihr moegt im Lande werben.
  1142 35   Und da sie die Saecke ausschuetteten, fand ein jeglicher sein Buendlein Geld in seinem Sack. Und da sie sahen, dass es Buendlein ihres Geldes waren, erschraken sie samt ihrem Vater.
  1142 36   Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubt mich meiner Kinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hinnehmen; es geht alles ueber mich.
  1142 37   Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so erwuerge meine zwei Soehne; gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen.
  1142 38   Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, den ihr reiset, wuerdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen.
  1143  1 * Die Teuerung aber drueckte das Land.
  1143  2   Und da es verzehrt war, was sie an Getreide aus Aegypten gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise.
  1143  3   Da antwortete ihm Juda und sprach: Der Mann band uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch.
  1143  4   Ist's nun, dass du unsern Bruder mit uns sendest, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen.
  1143  5   Ist's aber, dass du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch.
  1143  6   Israel sprach: Warum habt ihr so uebel an mir getan, dass ihr dem Mann ansagtet, dass ihr noch einen Bruder habt?
  1143  7   Sie antworteten: Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer Freundschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, dass er sagen wuerde: Bringt euren Bruder mit hernieder?
  1143  8   Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: Lass den Knaben mit mir ziehen, dass wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, wir und du und unsre Kindlein.
  1143  9   Ich will Buerge fuer ihn sein, von meinen Haenden sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.
  1143 10   Denn wo wir nicht haetten verzogen, waeren wir schon wohl zweimal wiedergekommen.
  1143 11 * Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muss es denn ja also sein, so tut's und nehmt von des Landes besten Fruechten in eure Saecke und bringt dem Manne Geschenke hinab: ein wenig Balsam und Honig, Wuerze und Myrrhe, Datteln und Mandeln.
  1143 12   Nehmt auch anderes Geld mit euch; und das Geld, das euch oben in euren Saecken wieder geworden ist, bringt auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen.
  1143 13   Dazu nehmt euren Bruder, macht euch auf und kommt wieder zu dem Manne.
  1143 14   Aber der allmaechtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, dass er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber muss sein wie einer, der seiner Kinder gar beraubt ist.
  1143 15 * Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefaeltig mit sich und Benjamin, machten sich auf, zogen nach Aegypten und traten vor Joseph.
  1143 16   Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter: Fuehre diese Maenner ins Haus und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen.
  1143 17   Und der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fuehrte die Maenner in Josephs Haus.
  1143 18   Sie fuerchteten sich aber, dass sie in Josephs Haus gefuehrt wurden und sprachen: Wir sind hereingefuehrt um des Geldes willen, das wir in unsern Saecken das erstemal wiedergefunden haben, dass er's auf uns bringe und faelle ein Urteil ueber uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsern Eseln.
  1143 19   Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustuer
  1143 20   und sprachen: Mein Herr, wir sind das erstemal herabgezogen Speise zu kaufen,
  1143 21   und da wir in die Herberge kamen und unsere Saecke auftaten, siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit voelligem Gewicht; darum haben wir's wieder mit uns gebracht,
  1143 22   haben auch anderes Geld mit uns hergebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsre Saecke gesteckt hat.
  1143 23   Er aber sprach: Gehabt euch wohl, fuerchtet euch nicht. Euer Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Saecke. Euer Geld ist mir geworden. Und er fuehrte Simeon zu ihnen heraus
  1143 24   und fuehrte sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, dass sie ihre Fuesse wuschen, und gab ihren Eseln Futter.
  1143 25   Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis das Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehoert, dass sie daselbst das Brot essen sollten.
  1143 26 * Da nun Joseph zum Hause einging, brachten sie ihm ins Haus das Geschenk in ihren Haenden und fielen vor ihm nieder zur Erde.
  1143 27   Er aber gruesste sie freundlich und sprach: Geht es eurem Vater, dem Alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch?
  1143 28   Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unserm Vater, wohl, und er lebt noch. Und sie neigten sich und fielen vor ihm nieder.
  1143 29   Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer juengster Bruder, von dem ihr mir sagtet? und sprach weiter: Gott sei dir gnaedig, mein Sohn!
  1143 30   Und Joseph eilte, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst.
  1143 31   Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt sich fest und sprach: Legt Brot auf!
  1143 32   Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den Aegyptern, die mit ihm assen auch besonders. Denn die Aegypter duerfen nicht Brot essen mit den Hebraeern, denn es ist ein Greuel vor ihnen.
  1143 33   Und man setzte sie ihm gegenueber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Juengsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich untereinander.
  1143 34   Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fuenfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden froehlich mit ihm.
  1144  1 * Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach: Fuelle den Maennern ihre Saecke mit Speise, soviel sie fuehren koennen, lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack;
  1144  2   und meinen silbernen Becher lege oben in des Juengsten Sack mit dem Gelde fuer das Getreide. Der tat, wie ihm Joseph gesagt hatte.
  1144  3   Des Morgens, da es licht ward, liessen sie die Maenner ziehen mit ihren Eseln.
  1144  4   Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem Haushalter: Auf jage den Maennern nach! und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Boesem vergolten?
  1144  5   Ist's nicht das, daraus mein Herr trinkt und damit er weissagt? Ihr habt uebel getan.
  1144  6   Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen solche Worte.
  1144  7   Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne von deinen Knechten, ein solches zu tun.
  1144  8   Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsern Saecken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Und wie sollten wir denn aus deines Herrn Hause gestohlen haben Silber und Gold?
  1144  9   Bei welchem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte sein.
  1144 10   Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei welchem er gefunden wird, der sei mein Knecht; ihr aber sollt ledig sein.
  1144 11   Und sie eilten, und ein jeglicher legte seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeglicher tat seinen Sack auf.
  1144 12   Und er suchte und hob am Aeltesten an bis auf den Juengsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack.
  1144 13   Da zerrissen sie ihre Kleider und belud ein jeglicher seinen Esel und zogen wieder in die Stadt.
  1144 14   Und Juda ging mit seinen Bruedern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde.
  1144 15   Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun duerfen? Wisst ihr nicht, dass ein solcher Mann, wie ich, erraten koenne?
  1144 16   Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und womit koennen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte.
  1144 17   Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der Mann, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Knecht sein; ihr aber zieht hinauf mit Frieden zu eurem Vater.
  1144 18 * Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn ergrimme nicht ueber deinen Knecht; denn du bist wie Pharao.
  1144 19   Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr auch einen Vater oder Bruder?
  1144 20   Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist tot, und er ist allein uebriggeblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb.
  1144 21   Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will ihm Gnade erzeigen.
  1144 22   Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen; wo er von ihm kaeme, wuerde er sterben.
  1144 23   Da sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer juengster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.
  1144 24   Da zogen wir hinauf zu deinem Knecht, unserm Vater, und sagten ihm meines Herrn Rede.
  1144 25   Da sprach unser Vater: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Speise.
  1144 26   Wir aber sprachen: wir koennen nicht hinabziehen, es sei denn unser juengster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir koennen des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser juengster Bruder nicht mit uns ist.
  1144 27   Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, dass mir mein Weib zwei Soehne geboren hat;
  1144 28   einer ging hinaus von mir, und man sagte: Er ist zerrissen; und ich habe ihn nicht gesehen bisher.
  1144 29   Werdet ihr diesen auch von mir nehmen und widerfaehrt ihm ein Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen.
  1144 30   Nun, so ich heimkaeme zu deinem Knecht, meinem Vater, und der Knabe waere nicht mit uns, an des Seele seine Seele hanget,
  1144 31   so wird's geschehen, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist, dass er stirbt; so wuerden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unsers Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen.
  1144 32   Denn ich, dein Knecht, bin Buerge geworden fuer den Knaben gegen meinen Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.
  1144 33   Darum lass deinen Knecht hier bleiben an des Knaben Statt zum Knecht meines Herrn und den Knaben mit seinen Bruedern hinaufziehen.
  1144 34   Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich wuerde den Jammer sehen muessen, der meinem Vater begegnen wuerde.
  1145  1 * Da konnte sich Joseph nicht laenger enthalten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und kein Mensch stand bei ihm, da sich Joseph seinen Bruedern zu erkennen gab.
  1145  2   Und er weinte laut, dass es die Aegypter und das Gesinde des Pharao hoerten,
  1145  3   und sprach zu seinen Bruedern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? und seine Brueder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht.
  1145  4   Er aber sprach zu seinen Bruedern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph euer Bruder, den ihr nach Aegypten verkauft habt.
  1145  5   Und nun bekuemmert euch nicht und denkt nicht, dass ich darum zuerne, dass ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt.
  1145  6   Denn dies sind zwei Jahre, dass es teuer im Lande ist; und sind noch fuenf Jahre, dass kein Pfluegen und Ernten sein wird.
  1145  7   Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, dass er euch uebrig behalte auf Erden und euer Leben errette durch eine grosse Errettung.
  1145  8   Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ueber all sein Haus und zum Fuersten in ganz Aegyptenland.
  1145  9   Eilet nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das laesst dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn in ganz Aegypten gesetzt; komm herab zu mir, saeume nicht;
  1145 10   du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein kleines und dein grosses Vieh und alles, was du hast.
  1145 11   Ich will dich daselbst versorgen; denn es sind noch fuenf Jahre der Teuerung, auf dass du nicht verderbest mit deinem Hause und allem, was du hast.
  1145 12   Siehe, eure Augen sehen und die Augen meines Bruders Benjamin, dass ich muendlich mit euch rede.
  1145 13   Verkuendigt meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Aegypten und alles, was ihr gesehen habt; eilt und kommt hernieder mit meinem Vater hierher.
  1145 14   Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte auch an seinem Halse.
  1145 15   Und er kuesste alle seine Brueder und weinte ueber ihnen. Darnach redeten seine Brueder mit ihm.
  1145 16 * Und da das Geruecht kam in Pharaos Haus, dass Josephs Brueder gekommen waeren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten.
  1145 17   Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Bruedern: Tut also, beladet eure Tiere, zieht hin;
  1145 18   und wenn ihr kommt ins Land Kanaan, so nehmt euren Vater und alle die Euren und kommt zu mir; ich will euch Gueter geben in Aegyptenland, dass ihr essen sollt das Mark im Lande;
  1145 19   und gebiete ihnen: Tut also, nehmet Wagen fuer eure Kinder und Weiber und fuehret euren Vater und kommt;
  1145 20   und sehet euren Hausrat nicht an; denn die Gueter des ganzen Landes Aegypten sollen euer sein.
  1145 21   Die Kinder Israels taten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg
  1145 22   und gab ihnen allen, einem jeglichem, ein Feierkleid; aber Benjamin gab er dreihundert Silberlinge und fuenf Feierkleider.
  1145 23   Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel, mit Gut aus Aegypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater auf den Weg.
  1145 24   Also liess er seine Brueder von sich, und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Zanket nicht auf dem Wege!
  1145 25 * Also zogen sie hinauf von Aegypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob
  1145 26   und verkuendigten ihm und sprachen: Joseph lebt noch und ist Herr im ganzen Aegyptenland. Aber sein Herz dachte gar viel anders, denn er glaubte ihnen nicht.
  1145 27   Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zu fuehren, ward der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig,
  1145 28   und Israel sprach: Ich habe genug, dass mein Sohn noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe.
  1146  1 * Israel zog hin mit allem, was er hatte. Und da er gen Beer-Seba kam, opferte er dem Gott seines Vaters Isaak.
  1146  2   Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich.
  1146  3   Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fuerchte dich nicht, nach Aegypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum grossen Volk machen.
  1146  4   Ich will mit dir hinab nach Aegypten ziehen und will dich auch wieder herauffuehren; und Joseph soll seine Haende auf deine Augen legen.
  1146  5 * Da machte sich Jakob auf von Beer-Seba; und die Kinder Israels fuehrten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu fuehren,
  1146  6   und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen also nach Aegypten, Jakob und all sein Same mit ihm,
  1146  7   seine Soehne und seine Kindessoehne mit ihm, seine Toechter und seine Kindestoechter und all sein Same; die brachte er mit sich nach Aegypten.
  1146  8   Dies sind die Namen der Kinder Israel, die nach Aegypten kamen: Jakob, und seine Soehne. Der erstgeborene Sohn Jakobs, Ruben.
  1146  9   Die Kinder Rubens: Henoch, Pallu, Hezron und Charmi.
  1146 10   Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn von dem kanaanitischen Weibe.
  1146 11   Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Merari.
  1146 12   Die Kinder Juda's: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah. Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Kanaan. Die Kinder aber des Perez: Hezron und Hamul.
  1146 13   Die Kinder Isaschars: Thola, Phuva, Job und Simron.
  1146 14   Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel.
  1146 15   Das sind die Kinder von Lea, die sie Jakob gebar in Mesopotamien mit seiner Tochter Dina. Die machen allesamt mit Soehnen und Toechtern dreiunddreissig Seelen.
  1146 16   Die Kinder Gads: Ziphjon, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und Areli.
  1146 17   Die Kinder Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre Schwester. Aber die Kinder Berias: Heber und Malchiel.
  1146 18   Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und sie gebar Jakob diese sechzehn Seelen.
  1146 19   Die Kinder Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin.
  1146 20   Und Joseph wurden geboren in Aegyptenland Manasse und Ephraim, die ihm gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On.
  1146 21   Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard.
  1146 22   Das sind die Kinder von Rahel, die Jakob geboren sind, allesamt vierzehn Seelen.
  1146 23   Die Kinder Dans: Husim.
  1146 24   Die Kinder Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.
  1146 25   Das sind die Kinder Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und sie gebar Jakob die sieben Seelen.
  1146 26   Alle Seelen, die mit Jakob nach Aegypten kamen, die aus seinen Lenden gekommen waren (ausgenommen die Weiber seiner Kinder), sind alle zusammen sechundsechzig Seelen,
  1146 27   Und die Kinder Josephs, die in Aegypten geboren sind, waren zwei Seelen, also dass alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach Aegypten kamen, waren siebzig.
  1146 28 * Und er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, das dieser ihn anwiese zu Gosen; und sie kamen in das Land Gosen.
  1146 29   Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen, nach Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.
  1146 30   Da sprach Israel zu Joseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, dass du noch lebst.
  1146 31   Joseph sprach zu seinen Bruedern und seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brueder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan,
  1146 32   und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; Ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.
  1146 33   Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen: Was ist eure Nahrung?
  1146 34   so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unsrer Jugend auf bis her, beide, wir und unsre Vaeter, auf dass ihr wohnen moeget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den Aegyptern ein Greuel.
  1147  1 * Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brueder, ihr kleines und grosses Vieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan; und siehe sie sind im Lande Gosen.
  1147  2   Und er nahm aus allen seinen Bruedern fuenf und stellte sie vor Pharao.
  1147  3   Da sprach Pharao zu seinen Bruedern: Was ist eure Nahrung? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Vaeter;
  1147  4   und sagten weiter zu Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide fuer ihr Vieh, so hart drueckt die Teuerung das Land Kanaan; so lass doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen.
  1147  5   Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater und sind deine Brueder, die sind zu dir gekommen;
  1147  6   das Land Aegypten steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Lande Gosen wohnen; und so du weisst, dass Leute unter ihnen sind, die tuechtig sind, so setze sie ueber mein Vieh.
  1147  7   Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.
  1147  8   Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du?
  1147  9   Jakob sprach: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertdreissig Jahre; wenig und boese ist die Zeit meines Lebens und langt nicht an die Zeit meiner Vaeter in ihrer Wallfahrt.
  1147 10   Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm.
  1147 11   Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Bruedern Wohnung und gab ihnen Besitz in Aegyptenland, am besten Ort des Landes, im Lande Raemses, wie Pharao geboten hatte.
  1147 12   Und er versorgte seinen Vater und seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeglichen, nachdem er Kinder hatte.
  1147 13 * Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teuerung war sehr schwer, dass das Land Aegypten und Kanaan verschmachteten vor der Teuerung.
  1147 14   Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Aegypten und Kanaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in das Haus Pharaos.
  1147 15   Da nun Geld gebrach im Lande Aegypten und Kanaan, kamen alle Aegypter zu Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum laesst du uns vor dir sterben, darum dass wir ohne Geld sind?
  1147 16   Joseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid.
  1147 17   Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernaehrte er sie mit Brot das Jahr um all ihr Vieh.
  1147 18   Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, dass nicht allein das Geld sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn; und ist nichts mehr uebrig vor unserm Herrn denn unsre Leiber und unser Feld.
  1147 19   Warum laesst du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, dass wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wuest werde.
  1147 20   Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Aegypten. Denn die Aegypter verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teuerung war zu stark ueber sie. Und ward also das Land Pharao eigen.
  1147 21   Und er teilte das Volk aus in die Staedte, von einem Ende Aegyptens bis ans andere.
  1147 22   Ausgenommen der Priester Feld. Das kaufte er nicht; denn es war von Pharao fuer die Priester verordnet, dass sie sich naehren sollten von dem Verordneten, das er ihnen gegeben hatte; darum brauchten sie ihr Feld nicht zu verkaufen.
  1147 23   Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und besaeet das Feld.
  1147 24   Und von dem Getreide sollt ihr den Fuenften geben; vier Teile sollen euer sein, zu besaeen das Feld und zu eurer Speise und fuer euer Haus und eure Kinder.
  1147 25   Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; lass uns nur Gnade finden vor dir, unserm Herrn, so wollen wir gerne Pharao leibeigen sein.
  1147 26   Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag ueber der Aegypter Feld, den Fuenften Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward dem Pharao nicht eigen.
  1147 27 * Also wohnte Israel in Aegypten im Lande Gosen, und hatten's inne und wuchsen und mehrten sich sehr.
  1147 28   Und Jakob lebte siebzehn Jahre in Aegyptenland, dass sein ganzes Alter ward hundertsiebenundvierzig Jahre.
  1147 29   Da nun die Zeit herbeikam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Huefte, dass du mir die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in Aegypten;
  1147 30   sondern ich will liegen bei meinen Vaetern, und du sollst mich aus Aegypten fuehren und in ihrem Begraebnis begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast.
  1147 31   Er aber sprach: So schwoere mir. Und er schwur ihm. Da neigte sich Israel zu Haeupten des Bettes.
  1148  1 * Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Soehne, Manasse und Ephraim.
  1148  2   Da ward's Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich im Bette
  1148  3   und sprach zu Joseph: Der allmaechtige Gott erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich
  1148  4   und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zum Haufen Volks machen und will dies Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich.
  1148  5   So sollen nun deine zwei Soehne, Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Aegyptenland, ehe ich hereingekommen bin zu dir, mein sein gleich wie Ruben und Simeon.
  1148  6   Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brueder in deren Erbteil.
  1148  7   Und da ich aus Mesopotamien kam starb mir Rahel im Lande Kanaan auf dem Weg, da noch ein Feld Weges war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephraths, das nun Bethlehem heisst.
  1148  8 * Und Israel sah die Soehne Josephs und sprach: Wer sind die?
  1148  9   Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Soehne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, dass ich sie segne.
  1148 10   Denn die Augen Israels waren dunkel geworden vor Alter, und er konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber kuesste sie und herzte sie
  1148 11   und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht haette; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen.
  1148 12   Und Joseph nahm sie von seinem Schoss und neigte sich zur Erde gegen sein Angesicht.
  1148 13   Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand und Manasse in seine Linke Hand gegen Israels rechte Hand, und brachte sie zu ihm.
  1148 14   Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Juengeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und tat wissend also mit seinen Haenden, denn Manasse war der Erstgeborene.
  1148 15   Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dem meine Vaeter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag,
  1148 16   der Engel, der mich erloest hat von allem Uebel, der segne diese Knaben, dass sie nach meiner Vaeter Abrahams und Isaaks, Namen genannt werden, dass sie wachsen und viel werden auf Erden.
  1148 17   Da aber Joseph sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm uebel, und er fasste seines Vaters Hand, dass er sie von Ephraim Haupt auf Manasses Haupt wendete,
  1148 18   und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, lege deine rechte Hand auf sein Haupt.
  1148 19   Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiss wohl, mein Sohn, ich weiss wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird gross sein; aber sein juengerer Bruder wird groesser denn er werden, und sein Same wird ein grosses Volk werden.
  1148 20   Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! und setzte also Ephraim Manasse vor.
  1148 21   Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vaeter.
  1148 22   Ich habe dir ein Stueck Land zu geben vor deinen Bruedern, das ich mit Schwert und Bogen aus der Amoriter Hand genommen habe.
  1149  1 * Und Jakob berief seine Soehne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkuendige, was euch begegnen wird in kuenftigen Zeiten.
  1149  2   Kommt zuhauf und hoeret zu, ihr Kinder Jakobs, und hoeret euren Vater Israel.
  1149  3   Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft, und der Erstling meiner Staerke, der Oberste in der Wuerde und der Oberste in der Macht.
  1149  4   Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht mit dem Aufsteigen.
  1149  5 * Die Brueder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind moerderische Waffen.
  1149  6   Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwuergt, und in ihrem Mutwillen haben sie den Ochsen verlaehmt.
  1149  7   Verflucht sei ihr Zorn, dass er so heftig ist und ihr Grimm, dass er so stoerrig ist. Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel.
  1149  8 * Juda, du bist's; dich werden deine Brueder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen.
  1149  9   Juda ist ein junger Loewe. Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch grosse Siege. Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Loewe und wie eine Loewin; wer will sich wider ihn auflehnen?
  1149 10   Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden noch der Stab des Herrschers von seinen Fuessen, bis dass der Held komme; und demselben werden die Voelker anhangen.
  1149 11   Er wird sein Fuellen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel im Weinbeerblut.
  1149 12   Seine Augen sind truebe vom Wein und seine Zaehne weiss von Milch.
  1149 13 * Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und an der Anfurt der Schiffe und reichen an Sidon.
  1149 14   Isaschar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Huerden.
  1149 15   Und er sah die Ruhe, dass sie gut ist, und das Land, dass es lustig ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht geworden.
  1149 16   Dan wird Richter sein in seinem Volk wie ein ander Geschlecht in Israel.
  1149 17   Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Ferse beissen, dass sein Reiter zurueckfalle.
  1149 18   HERR, ich warte auf dein Heil!
  1149 19   Gad wird gedraengt werden von Kriegshaufen, er aber draengt sie auf der Ferse.
  1149 20   Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Koenigen leckere Speise geben.
  1149 21   Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schoene Rede.
  1149 22 * Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen ueber die Mauer.
  1149 23   Und wiewohl ihn die Schuetzen erzuernen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen,
  1149 24   so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Haende stark durch die Haende des Maechtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Stein Israels.
  1149 25   Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmaechtigen bist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen der Brueste und des Mutterleibes.
  1149 26   Die Segen deines Vaters gehen staerker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt, und sollen kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Bruedern.
  1149 27   Benjamin ist ein reissender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, und des Abends wird er Beute austeilen.
  1149 28 * Das sind die zwoelf Staemme Israels alle, und das ist's was ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besonderen Segen.
  1149 29   Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich zu meinen Vaetern in der Hoehle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters,
  1149 30   in der zwiefachen Hoehle, die gegenueber Mamre liegt, im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegraebnis.
  1149 31   Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben,
  1149 32   in dem Acker und der Hoehle, die von den Kindern Heth gekauft ist.
  1149 33   Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine Fuesse zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk.
  1150  1 * Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte ueber ihn und kuesste ihn.
  1150  2   Und Joseph befahl seinen Knechten, den Aerzten, das sie seinen Vater salbten. Und die Aerzte salbten Israel,
  1150  3   bis dass vierzig Tage um waren; denn so lange waehren die Salbetage. Und die Aegypter beweinten ihn siebzig Tage.
  1150  4   Da nun die Leidtage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und sprach: Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Pharao und sprecht:
  1150  5   Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen.
  1150  6   Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast.
  1150  7 * Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharaos, die Aeltesten seines Hauses und alle Aeltesten des Landes Aegypten,
  1150  8   dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brueder und das Gesinde seines Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Ochsen liessen sie im Lande Gosen.
  1150  9   Und es zogen mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und war ein sehr grosses Heer.
  1150 10   Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine gar grosse und bittere Klage; und er trug ueber seinen Vater Leid sieben Tage.
  1150 11   Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Aegypter halten da grosse Klage. Daher heisst man den Ort: Der Aegypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans.
  1150 12   Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte,
  1150 13   und fuehrten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen Hoehle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegraebnis von Ephron, dem Hethiter, gegenueber Mamre.
  1150 14   Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach Aegypten mit seinen Bruedern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben.
  1150 15 * Die Brueder aber Josephs fuerchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph moechte uns Gram sein und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm getan haben.
  1150 16   Darum liessen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach:
  1150 17   Also sollt ihr Joseph sagen: Vergib doch deinen Bruedern die Missetat und ihre Suende, dass sie so uebel an dir getan haben. So vergib doch nun diese Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters. Aber Joseph weinte, da sie solches mit ihm redeten.
  1150 18   Und seine Brueder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.
  1150 19   Joseph sprach zu ihnen: Fuerchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott.
  1150 20   Ihr gedachtet's boese mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, dass er taete, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks.
  1150 21   So fuerchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er troestete sie und redete freundlich mit ihnen.
  1150 22 * Also wohnte Joseph in Aegypten mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre
  1150 23   und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch wurden dem Machir, Manasses Sohn, Kinder geboren auf den Schoss Josephs.
  1150 24   Und Joseph sprach zu seinen Bruedern: Ich sterbe, und Gott wird euch heimsuchen und aus diesem Lande fuehren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
  1150 25   Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israel und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so fuehret meine Gebeine von dannen.
  1150 26   Also starb Joseph, da er war hundertundzehn Jahre alt. Und sie salbten ihn und legten ihn in eine Lade in Aegypten.
  2201  1 * Dies sind die Namen der Kinder Israel, die mit Jakob nach Aegypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein:
  2201  2   Ruben, Simeon, Levi, Juda,
  2201  3   Isaschar, Sebulon, Benjamin,
  2201  4   Dan, Naphthali, Gad, Asser.
  2201  5   Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs gekommen waren, deren waren siebzig. Joseph aber war zuvor in Aegypten.
  2201  6   Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brueder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten,
  2201  7   wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden sehr viel, dass ihrer das Land voll ward.
  2201  8 * Da kam ein neuer Koenig auf in Aegypten, der wusste nichts von Joseph
  2201  9   und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr als wir.
  2201 10   Wohlan, wir wollen sie mit List daempfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhoebe, moechten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen.
  2201 11   Und man setzte Fronvoegte ueber sie, die sie mit schweren Diensten druecken sollten; denn man baute dem Pharao die Staedte Pithon und Raemses zu Vorratshaeusern.
  2201 12   Aber je mehr sie das Volk drueckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel.
  2201 13   Und die Aegypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit
  2201 14   und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Froenen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.
  2201 15 * Und der Koenig in Aegypten sprach zu den hebraeischen Wehmuettern, deren eine hiess Siphra und die andere Pua:
  2201 16   Wenn ihr den hebraeischen Weibern helft, und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so toetet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben.
  2201 17   Aber die Wehmuetter fuerchteten Gott und taten nicht, wie der Koenig von Aegypten ihnen gesagt hatte, sondern liessen die Kinder leben.
  2201 18   Da rief der Koenig in Aegypten die Wehmuetter und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasset?
  2201 19   Die Wehmuetter antworteten Pharao: Die hebraeischen Weiber sind nicht wie die aegyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren.
  2201 20   Darum tat Gott den Wehmuettern Gutes. Und das Volk mehrte sich und ward sehr viel.
  2201 21   Und weil die Wehmuetter Gott fuerchteten, baute er ihnen Haeuser.
  2201 22   Da gebot Pharao allem seinem Volk und sprach: Alle Soehne, die geboren werden, werft ins Wasser, und alle Toechter lasst leben.
  2202  1 * Und es ging ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levi.
  2202  2   Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.
  2202  3   Und da sie ihn nicht laenger verbergen konnte, machte sie ein Kaestlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers.
  2202  4   Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen wuerde.
  2202  5 * Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kaestlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und liess es holen.
  2202  6   Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knaeblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebraeischen Kindlein eins.
  2202  7   Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebraeischen Weiber eine rufen, die da saeugt, dass sie dir das Kindlein saeuge?
  2202  8   Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter.
  2202  9   Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und saeuge mir's; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und saeugte es.
  2202 10   Und da das Kind gross war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hiess ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
  2202 11 * Zu den Zeiten, da Mose war gross geworden, ging er aus zu seinen Bruedern und sah ihre Last und ward gewahr, dass ein Aegypter schlug seiner Brueder, der Hebraeischen, einen.
  2202 12   Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Aegypter und scharrte ihn in den Sand.
  2202 13   Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebraeische Maenner sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlaegst du deinen Naechsten?
  2202 14   Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ueber uns gesetzt? Willst du mich auch erwuergen, wie du den Aegypter erwuergt hast? Da fuerchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden?
  2202 15   Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, dass er ihn erwuergte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.
  2202 16 * Der Priester aber von Midian hatte sieben Toechter; die kamen, Wasser zu schoepfen, und fuellten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe traenkten.
  2202 17   Da kamen die Hirten und stiessen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und traenkte ihre Schafe.
  2202 18   Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen?
  2202 19   Sie sprachen: Ein aegyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schoepfte uns und traenkte die Schafe.
  2202 20   Er sprach zu seinen Toechtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?
  2202 21   Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora.
  2202 22   Die gebar einen Sohn; und er hiess ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.
  2202 23 * Lange Zeit aber darnach starb der Koenig in Aegypten. Und die Kinder Israel seufzten ueber ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien ueber ihre Arbeit kam vor Gott.
  2202 24   Und Gott erhoerte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob;
  2202 25   und er sah darein und nahm sich ihrer an.
  2203  1 * Mose aber huetete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wueste und kam an den Berg Gottes, Horeb.
  2203  2   Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt;
  2203  3   und sprach: ich will dahin und beschauen dies grosse Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt.
  2203  4   Da aber der HERR sah, dass er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
  2203  5   Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe aus von deinen Fuessen; denn der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land!
  2203  6   Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhuellte sein Angesicht; denn er fuerchtete sich Gott anzuschauen.
  2203  7 * Und der HERR sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volkes in Aegypten und habe ihr Geschrei gehoert ueber die, so sie draengen; ich habe ihr Leid erkannt
  2203  8   und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der Aegypter Hand und sie ausfuehre aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
  2203  9   Weil nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist, und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die Aegypter sie aengsten,
  2203 10   so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegypten fuehrest.
  2203 11 * Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und fuehre die Kinder Israel aus Aegypten?
  2203 12   Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Aegypten gefuehrt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
  2203 13   Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vaeter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heisst sein Name? was soll ich ihnen sagen?
  2203 14   Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt.
  2203 15   Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Der HERR, eurer Vaeter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein Gedenken fuer und fuer.
  2203 16 * Darum so gehe hin und versammle die Aeltesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Vaeter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in Aegypten widerfahren ist,
  2203 17   und habe gesagt: ich will euch aus dem Elend Aegyptens fuehren in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fliesst.
  2203 18   Und wenn sie deine Stimme hoeren, so sollst du und die Aeltesten in Israel hineingehen zum Koenig in Aegypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat uns gerufen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen in die Wueste, dass wir opfern unserm Gott.
  2203 19   Aber ich weiss, dass euch der Koenig in Aegypten nicht wird ziehen lassen, ausser durch eine starke Hand.
  2203 20   Denn ich werde meine Hand ausstrecken und Aegypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen.
  2203 21   Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Aegyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht;
  2203 22   sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und goldene Gefaesse und Kleider; die sollt ihr auf eure Soehne und Toechter legen und von den Aegyptern zur Beute nehmen.
  2204  1 * Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hoeren, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen.
  2204  2   Der HERR sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab.
  2204  3   Er sprach: Wirf ihn vor dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr.
  2204  4   Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
  2204  5   Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der HERR, der Gott ihrer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.
  2204  6   Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war aussaetzig wie Schnee.
  2204  7   Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch.
  2204  8   Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hoeren bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deine Stimme bei dem andern Zeichen.
  2204  9   Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hoeren, so nimm Wasser aus dem Strom und giess es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Lande.
  2204 10 * Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach mein HERR, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
  2204 11   Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR?
  2204 12   So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.
  2204 13   Mose sprach aber: Mein HERR, sende, welchen du senden willst.
  2204 14   Da ward der HERR sehr zornig ueber Mose und sprach: Weiss ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? und siehe, er wird herausgehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wir er sich von Herzen freuen.
  2204 15   Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.
  2204 16   Und er soll fuer dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein.
  2204 17   Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.
  2204 18 * Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Bruedern komme, die in Aegypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden.
  2204 19   Auch sprach der HERR zu ihm in Midian: Gehe hin und ziehe wieder nach Aegypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen.
  2204 20   Also nahm Mose sein Weib und seine Soehne und fuehrte sie auf einem Esel und zog wieder nach Aegyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand.
  2204 21   Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Aegypten kommst, dass du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird.
  2204 22   Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
  2204 23   und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwuergen.
  2204 24 * Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn toeten.
  2204 25   Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und ruehrte ihm seine Fuesse an und sprach: Du bist mir ein Blutbraeutigam.
  2204 26   Da liess er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbraeutigam um der Beschneidung willen.
  2204 27   Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wueste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und kuesste ihn.
  2204 28   Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
  2204 29   Und sie gingen hin und versammelten alle Aeltesten von den Kindern Israel.
  2204 30   Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk.
  2204 31   Und das Volk glaubte. Und da sie hoerten, dass der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen haette, neigten sie sich und beteten an.
  2205  1 * Darnach ging Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wueste.
  2205  2   Pharao antwortete: Wer ist der HERR, des Stimme ich hoeren muesse und Israel ziehen lassen? Ich weiss nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht lassen ziehen.
  2205  3 * Sie sprachen: Der Hebraeer Gott hat uns gerufen; so lass uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert.
  2205  4   Da sprach der Koenig in Aegypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste!
  2205  5   Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heissen von ihrem Dienst!
  2205  6   Darum befahl Pharao desselben Tages den Voegten des Volks und ihren Amtleuten und sprach:
  2205  7   Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel machen wie bisher; lasst sie selbst hingehen, und Stroh zusammenlesen,
  2205  8   und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen muessig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern.
  2205  9   Man druecke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede.
  2205 10 * Da gingen die Voegte des Volkes und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben;
  2205 11   geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden.
  2205 12   Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Aegypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh haetten.
  2205 13   Und die Voegte trieben sie und sprachen: Erfuellet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet.
  2205 14   Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Voegte Pharaos ueber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher?
  2205 15 * Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrien zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren?
  2205 16   Man gibt den Knechten kein Stroh, und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; siehe deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muss schuldig sein.
  2205 17   Pharao sprach: Ihr seid muessig, muessig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern.
  2205 18   So gehet nun hin und froent; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl der Ziegel sollt ihr schaffen.
  2205 19   Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es aerger ward, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln.
  2205 20   Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten ihnen entgegen
  2205 21   und sprachen zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, dass ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in die Haende gegeben, uns zu toeten.
  2205 22   Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: HERR, warum tust du so uebel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?
  2205 23   Denn seit dem, dass ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch haerter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.
  2206  1 * Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie lassen ziehen, er muss sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.
  2206  2   Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR
  2206  3   und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmaechtige Gott; aber mein Name HERR ist ihnen nicht offenbart worden.
  2206  4   Auch habe ich einen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sind.
  2206  5   Auch habe ich gehoert die Wehklage der Kinder Israel, welche die Aegypter mit Froenen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.
  2206  6   Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch ausfuehren von euren Lasten in Aegypten und will euch erretten von eurem Froenen und will euch erloesen durch ausgereckten Arm und grosse Gerichte
  2206  7   und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch ausfuehrt von der Last Aegyptens
  2206  8   und euch bringt in das Land, darueber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gaebe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HERR.
  2206  9   Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hoerten ihn nicht vor Seufzen und Angst vor harter Arbeit.
  2206 10 * Da redete der HERR mit Mose und sprach:
  2206 11   Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
  2206 12   Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel hoeren mich nicht; wie sollte mich denn Pharao hoeren? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen.
  2206 13   Also redete der HERR mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und an Pharao, den Koenig in Aegypten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten.
  2206 14 * Dies sind die Haeupter in ihren Vaterhaeusern. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.
  2206 15   Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanaeischen Weibes. Das sind Simeons Geschlechter.
  2206 16   Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt.
  2206 17   Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern.
  2206 18   Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreissig Jahre alt.
  2206 19   Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung.
  2206 20   Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt.
  2206 21   Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg, Sichri.
  2206 22   Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri.
  2206 23   Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahessons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar.
  2206 24   Die Kinder Korah sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter.
  2206 25   Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Toechtern Putiels ein Weib; die gebar ihm Pinehas. Das sind die Haeupter unter den Vaetern der Leviten-Geschlechter.
  2206 26   Das ist Aaron und Mose, zu denen der HERR sprach: Fuehret die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer.
  2206 27   Sie sind's die mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten, naemlich Mose und Aaron.
  2206 28   Und des Tages redete der HERR mit Mose in Aegyptenland
  2206 29   und sprach zu Ihm: Ich bin der HERR; rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, alles, was ich mit dir rede.
  2206 30   Und er antwortete vor dem HERRN: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hoeren?
  2207  1 * Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt ueber Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.
  2207  2   Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
  2207  3   Aber ich will Pharaos Herz verhaerten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Aegyptenland.
  2207  4   Und Pharao wird euch nicht hoeren, auf dass ich meine Hand in Aegypten beweise und fuehre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegyptenland durch grosse Gerichte.
  2207  5   Und die Aegypter sollen's innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ueber Aegypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegfuehren werde.
  2207  6   Mose und Aaron taten, wie ihnen Gott geboten hatte.
  2207  7   Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten
  2207  8 * Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:
  2207  9   Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde.
  2207 10   Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange.
  2207 11   Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren:
  2207 12   ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Staebe.
  2207 13   Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2207 14 * Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich das Volk zu lassen.
  2207 15   Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward,
  2207 16   und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Lass mein Volk, dass mir's diene in der Wueste. Aber du hast bisher nicht wollen hoeren.
  2207 17   Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, dass ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden,
  2207 18   dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den Aegyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom.
  2207 19   Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus ueber die Wasser in Aegypten, ueber ihre Baeche und Stroeme und Seen und ueber alle Wassersuempfe, dass sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Aegyptenland, in hoelzernen und in steinernen Gefaessen.
  2207 20   Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser ward in Blut verwandelt.
  2207 21   Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die Aegypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz Aegyptenland.
  2207 22   Und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2207 23   Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.
  2207 24   Aber alle Aegypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken.
  2207 25   Und das waehrte sieben Tage lang, dass der HERR den Strom schlug.
  2208  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass mir's diene.
  2208  2   Wo du dich weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Froeschen plagen,
  2208  3   dass der Strom soll von Froeschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auch in die Haeuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backoefen und in deine Teige;
  2208  4   und die Froesche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.
  2208  5   Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe ueber die Baeche und Stroeme und Seen und lass Froesche ueber Aegyptenland kommen.
  2208  6   Und Aaron reckte seine Hand ueber die Wasser in Aegypten, und es kamen Froesche herauf, dass Aegyptenland bedeckt ward.
  2208  7   Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwoeren und liessen Froesche ueber Aegyptenland kommen.
  2208  8   Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN fuer mich, dass er die Froesche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem HERRN opfere.
  2208  9   Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich fuer dich, fuer deine Knechte und fuer dein Volk bitten soll, dass die Froesche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben.
  2208 10   Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott,
  2208 11   so sollen die Froesche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein in Strom bleiben.
  2208 12   Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HERRN der Froesche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.
  2208 13   Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte; und die Froesche starben in den Haeusern, in den Hoefen und auf dem Felde.
  2208 14   Und sie haeuften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon.
  2208 15   Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, verhaertete er sein Herz und hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2208 16 * Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, dass Stechmuecken werden in ganz Aegyptenland.
  2208 17   Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Muecken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Muecken in ganz Aegyptenland.
  2208 18   Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren, dass sie Muecken herausbraechten, aber sie konnten nicht. Und die Muecken waren sowohl an den Menschen als an Vieh.
  2208 19   Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte.
  2208 20 * Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass es mir diene;
  2208 21   wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ueber dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller Aegypter Haeuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.
  2208 22   Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhaelt, dass kein Ungeziefer da sei; auf dass du innewerdest, dass ich der HERR bin auf Erden allenthalben;
  2208 23   und will eine Erloesung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen.
  2208 24   Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Haeuser und ueber ganz Aegyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer.
  2208 25   Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande.
  2208 26   Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir wuerden der Aegypter Greuel opfern unserm Gott, dem HERRN; siehe, wenn wir der Aegypter Greuel vor ihren Augen opferten, wuerden sie uns nicht steinigen?
  2208 27   Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.
  2208 28   Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wueste; allein, dass ihr nicht ferner zieht; und bittet fuer mich.
  2208 29   Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein taeusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern.
  2208 30   Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN.
  2208 31   Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eines uebrigblieb.
  2208 32   Aber Pharao verhaertete sein Herz auch dieses Mal und liess das Volk nicht.
  2209  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk, dass sie mir dienen.
  2209  2   Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhaeltst,
  2209  3   siehe, so wird die Hand des HERRN sein ueber dein Vieh auf dem Felde, ueber Pferde, ueber Esel, ueber Kamele, ueber Ochsen, ueber Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz.
  2209  4   Und der HERR wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Aegypter, dass nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben.
  2209  5   Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches auf Erden tun.
  2209  6   Und der HERR tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Aegypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins.
  2209  7   Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er liess das Volk nicht.
  2209  8 * Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Faeuste voll Russ aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,
  2209  9   dass es ueber ganz Aegyptenland staeube und boese schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz Aegyptenland.
  2209 10   Und sie nahmen Russ aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf boese schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh,
  2209 11   also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den boesen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl boese Blattern als an allen Aegyptern.
  2209 12   Aber der HERR verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hoerte, wie denn der HERR gesagt hatte.
  2209 13 * Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebraeer Gott: Lass mein Volk, dass mir's diene;
  2209 14   ich will sonst diesmal alle meine Plagen ueber dich selbst senden, ueber deine Knechte und ueber dein Volk, dass du innewerden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen.
  2209 15   Denn ich haette schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, dass du von der Erde vertilgt wuerdest.
  2209 16   Aber darum habe ich dich erhalten, dass meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkuendigt werde in allen Landen.
  2209 17   Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen.
  2209 18   Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr grossen Hagel regnen lassen, desgleichen in Aegypten nicht gewesen ist, seitdem es gegruendet ist, bis her.
  2209 19   Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Haeuser versammelt ist, so der Hagel auf sie faellt, werden sterben.
  2209 20   Wer nun unter den Knechten Pharaos des HERRN Wort fuerchtete, der liess seine Knechte und sein Vieh in die Haeuser fliehen.
  2209 21   Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HERRN Wort, die liessen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.
  2209 22 * Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagle ueber ganz Aegyptenland, ueber Menschen, ueber Vieh und ueber alles Kraut auf dem Felde in Aegyptenland.
  2209 23   Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HERR liess donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoss. Also liess der HERR Hagel regnen ueber Aegyptenland,
  2209 24   dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Aegyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind.
  2209 25   Und der Hagel schlug in ganz Aegyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Baeume auf dem Felde.
  2209 26   Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel wohnten, da hagelte es nicht.
  2209 27   Da schickte Pharao hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versuendigt; der HERR ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose.
  2209 28   Bittet aber den Herrn, dass er aufhoere solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht laenger hier bleibet.
  2209 29   Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Haende ausbreiten gegen den HERRN; so wird der Donner aufhoeren und kein Hagel mehr sein, dass du innewerdest, dass die Erde des HERRN sei.
  2209 30   Ich weiss aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht fuerchtet vor Gott dem HERRN.
  2209 31   Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosst und der Flachs Knoten gewonnen.
  2209 32   Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Spaetgetreide.
  2209 33   So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Haende gegen den HERRN, und der Donner und Hagel hoerten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde.
  2209 34   Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhoerte, versuendigte er sich weiter und verhaertete sein Herz, er und seine Knechte.
  2209 35   Also ward des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht liess, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose.
  2210  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhaertet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,
  2210  2   und dass du verkuendigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Aegypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr wisset: Ich bin der HERR.
  2210  3   Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebraeer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demuetigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen?
  2210  4   Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,
  2210  5   dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen koenne; und sie sollen fressen, was euch uebrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle gruenenden Baeume fressen auf dem Felde
  2210  6   und sollen erfuellen dein Haus, aller deiner Knechte Haeuser und aller Aegypter Haeuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vaeter und deiner Vaeter Vaeter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.
  2210  7   Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren dass Aegypten untergegangen sei?
  2210  8   Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen?
  2210  9   Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Soehnen und Toechtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HERRN.
  2210 10   Er sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Boeses vorhabt!
  2210 11   Nicht also, sondern ihr Maenner ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stiess sie heraus von Pharao.
  2210 12 * Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand ueber Aegyptenland, dass Heuschrecken auf Aegyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel uebriggelassen hat.
  2210 13   Mose reckte seinen Stab ueber Aegyptenland; und der HERR trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens fuehrte der Ostwind die Heuschrecken her.
  2210 14   Und sie kamen ueber das ganze Aegyptenland und liessen sich nieder an allen Orten in Aegypten, so sehr viel, dass zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird.
  2210 15   Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie frassen alles Kraut im Lande auf und alle Fruechte auf den Baeumen, die der Hagel uebriggelassen hatte, und liessen nichts Gruenes uebrig an den Baeumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Aegyptenland.
  2210 16   Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versuendigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch;
  2210 17   vergebt mir meine Suende nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.
  2210 18   Und er ging aus von Pharao und bat den HERRN.
  2210 19   Da wendete der HERR den Wind, also dass er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine uebrigblieb an allen Orten Aegyptens.
  2210 20   Aber der HERR verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht liess.
  2210 21 * Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Aegyptenland, dass man's greifen mag.
  2210 22   Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Aegyptenland drei Tage,
  2210 23   dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.
  2210 24   Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hier; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen.
  2210 25   Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun moegen.
  2210 26   Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen.
  2210 27   Aber der HERR verstockte das Herz Pharao dass er sie nicht lassen wollte.
  2210 28   Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und huete dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben.
  2210 29   Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.
  2211  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ueber Pharao und Aegypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch von hinnen treiben.
  2211  2   So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Naechsten und eine jegliche von ihrer Naechsten silberne und goldene Gefaesse fordere.
  2211  3   Und der HERR gab dem Volk Gnade vor den Aegyptern. Und Mose war ein sehr grosser Mann in Aegyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk.
  2211  4 * Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen in Aegyptenland;
  2211  5   und alle Erstgeburt in Aegyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Muehle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh;
  2211  6   und wird ein grosses Geschrei sein in ganz Aegyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird;
  2211  7   aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf dass ihr erfahret, wie der HERR Aegypten und Israel scheide.
  2211  8   Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fuessen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.
  2211  9   Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao hoert euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in Aegyptenland.
  2211 10   Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.
  2212  1 * Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Aegyptenland:
  2212  2   Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben.
  2212  3   Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus.
  2212  4   Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein naechster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen koennen.
  2212  5   Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Maennlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen
  2212  6   und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Haeuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend.
  2212  7   Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tuer und die obere Schwelle damit bestreichen an den Haeusern, darin sie es essen.
  2212  8   Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesaeuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kraeutern essen.
  2212  9   Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden.
  2212 10   Und sollt nichts davon uebriglassen bis morgen; wo aber etwas uebrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
  2212 11   Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr geguertet sein und eure Schuhe an den Fuessen haben und Staebe in euren Haenden, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah.
  2212 12   Denn ich will in derselben Nacht durch Aegyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Aegyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Goettern der Aegypter, ich, der HERR.
  2212 13   Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Haeusern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, an euch voruebergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Aegyptenland schlage.
  2212 14   Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedaechtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
  2212 15   Sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen; naemlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Haeusern tun. Wer gesaeuertes Brot isst vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel.
  2212 16   Der Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; ausser, was zur Speise gehoert fuer allerlei Seelen, das allein moegt ihr fuer euch tun.
  2212 17   Und haltet das ungesaeuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Aegyptenland gefuehrt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
  2212 18   Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesaeuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend,
  2212 19   dass man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Haeusern. Denn wer gesaeuertes Brot isst, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.
  2212 20   Darum so esset kein gesaeuertes Brot, sondern eitel ungesaeuertes Brot in allen euren Wohnungen.
  2212 21 * Und Mose forderte alle Aeltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe fuer euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah.
  2212 22   Und nehmet ein Bueschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und beruehret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustuer heraus bis an den Morgen.
  2212 23   Denn der HERR wird umhergehen und die Aegypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tuer voruebergehen und den Verderber nicht in eure Haeuser kommen lassen, zu plagen.
  2212 24   Darum so halte diese Weise fuer dich und deine Kinder ewiglich.
  2212 25   Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.
  2212 26   Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fuer einen Dienst?
  2212 27   sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorueberging in Aegypten, da er die Aegypter plagte und unsere Haeuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an.
  2212 28   Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte.
  2212 29 * Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sass, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefaengnis und alle Erstgeburt des Viehs.
  2212 30   Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Aegypter, und ward ein grosses Geschrei in Aegypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war.
  2212 31   Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt.
  2212 32   Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch.
  2212 33   Und die Aegypter draengten das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.
  2212 34   Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versaeuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.
  2212 35   Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Aegyptern gefordert silberne und goldene Geraete und Kleider.
  2212 36   Dazu hatte der HERR dem Volk Gnade gegeben vor den Aegyptern, dass sie ihnen willfaehrig waren; und so nahmen sie es von den Aegyptern zur Beute.
  2212 37 * Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth, sechshunderttausend Mann zu Fuss ohne die Kinder.
  2212 38   Und es zog auch mit ihnen viel Poebelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
  2212 39   Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus Aegypten brachten, ungesaeuerte Kuchen; denn es war nicht gesaeuert, weil sie aus Aegypten gestossen wurden und nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten.
  2212 40   Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Aegypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreissig Jahre.
  2212 41   Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des HERRN auf einen Tag aus Aegyptenland.
  2212 42   Darum wird diese Nacht dem HERRN gehalten, dass er sie aus Aegyptenland gefuehrt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HERRN halten, sie und ihre Nachkommen.
  2212 43 * Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen.
  2212 44   Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon.
  2212 45   Ein Beisass und Mietling sollen nicht davon essen.
  2212 46   In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
  2212 47   Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun.
  2212 48   So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was maennlich ist; alsdann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.
  2212 49   Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt.
  2212 50   Und alle Kinder Israel taten, wie der HERR Mose und Aaron hatte geboten.
  2212 51   Also fuehrte der HERR auf einen Tag die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer.
  2213  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2213  2   Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht bei den Kindern Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh; denn sie sind mein.
  2213  3   Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Aegypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der HERR euch mit maechtiger Hand von hinnen hat ausgefuehrt; darum sollst du nicht Sauerteig essen.
  2213  4   Heute seid ihr ausgegangen, in dem Monat Abib.
  2213  5   Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, dass er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monat.
  2213  6   Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest.
  2213  7   Darum sollst du sieben Tage ungesaeuertes Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesaeuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten.
  2213  8   Ihr sollt euren Soehnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HERR getan hat, da wir aus Aegypten zogen.
  2213  9   Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des HERRN Gesetz sei in deinem Munde; denn der HERR hat dich mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt.
  2213 10   Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jaehrlich.
  2213 11 * Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vaetern geschworen hat und dir's gegeben,
  2213 12   so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Maennlein ist.
  2213 13   Die Erstgeburt vom Esel sollst du loesen mit einem Schaf; wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen.
  2213 14   Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten, von dem Diensthause, gefuehrt.
  2213 15   Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, was ein Maennlein ist, und die Erstgeburt meiner Soehne loese ich.
  2213 16   Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt.
  2213 17 * Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fuehrte sie Gott nicht auf der Strasse durch der Philister Land, die am naechsten war; denn Gott gedachte es moechte das Volk gereuen, wenn sie den Streit saehen, und sie moechten wieder nach Aegypten umkehren.
  2213 18   Darum fuehrte er das Volk um auf die Strasse durch die Wueste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen geruestet aus Aegyptenland.
  2213 19   Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so fuehrt meine Gebeine mit euch von hinnen.
  2213 20   Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wueste.
  2213 21   Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensaeule, dass er den rechten Weg fuehrte, und des Nachts in einer Feuersaeule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht.
  2213 22   Die Wolkensaeule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersaeule des Nachts.
  2214  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2214  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern bei Pihachiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenueber sich lagern ans Meer.
  2214  3   Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande; die Wueste hat sie eingeschlossen.
  2214  4   Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin. Und sie taten also.
  2214  5   Und da es dem Koenig in Aegypten angesagt ward, dass das Volk geflohen war, ward sein Herz verwandelt und das Herz seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten?
  2214  6   Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich
  2214  7   und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in Aegypten war und die Hauptleute ueber all sein Heer.
  2214  8   Denn der HERR verstockte das Herz Pharaos, des Koenigs in Aegypten, dass er den Kindern Israel nachjagte. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgezogen.
  2214  9   Und die Aegypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao bei Pihachiroth, gegen Baal-Zephon.
  2214 10 * Und da Pharao zu ihnen nahe kam, hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Aegypter zogen hinter ihnen her; und sie fuerchteten sich sehr und schrieen zu dem HERRN
  2214 11   und sprachen zu Mose: Waren nicht genug Graeber in Aegypten, dass du uns musstest wegfuehren, dass wir in der Wueste sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus Aegypten gefuehrt hast?
  2214 12   Ist's nicht das, das wir dir sagten in Aegypten: Hoere auf und lass uns den Aegyptern dienen? Denn es waere uns ja besser den Aegyptern dienen als in der Wueste sterben.
  2214 13   Mose sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was fuer ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Aegypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich.
  2214 14   Der HERR wird fuer euch streiten, und ihr werdet still sein.
  2214 15 * Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? sage den Kindern Israel, dass sie ziehen.
  2214 16   Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand aus ueber das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen.
  2214 17   Siehe, ich will das Herz der Aegypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern.
  2214 18   Und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.
  2214 19   Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensaeule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie
  2214 20   und kam zwischen das Heer der Aegypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.
  2214 21 * Da nun Mose seine Hand reckte ueber das Meer, liess es der HERR hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander.
  2214 22   Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken.
  2214 23   Und die Aegypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer.
  2214 24   Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR auf der Aegypter Heer aus der Feuersaeule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer
  2214 25   und stiess die Raeder von ihren Wagen, stuerzte sie mit Ungestuem. Da sprachen die Aegypter: Lasst uns fliehen von Israel; der HERR streitet fuer sie wider die Aegypter.
  2214 26   Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ueber das Meer, dass das Wasser wieder herfalle ueber die Aegypter, ueber ihre Wagen und Reiter.
  2214 27   Da reckte Mose seine Hand aus ueber das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die Aegypter flohen ihm entgegen. Also stuerzte sie der HERR mitten ins Meer,
  2214 28   dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen uebrigblieb.
  2214 29   Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken.
  2214 30   Also half der HERR Israel an dem Tage von der Aegypter Hand. Und sie sahen die Aegypter tot am Ufer des Meeres
  2214 31   und die grosse Hand, die der HERR an den Aegyptern erzeigt hatte. Und das Volk fuerchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose.
  2215  1 * Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt.
  2215  2   Der HERR ist meine Staerke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.
  2215  3   Der HERR ist der rechte Kriegsmann; HERR ist sein Name.
  2215  4   Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer; seine auserwaehlten Hauptleute versanken im Schilfmeer.
  2215  5   Die Tiefe hat sie bedeckt; sie fielen zu Grund wie die Steine.
  2215  6   HERR, deine rechte Hand tut grosse Wunder; HERR, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.
  2215  7   Und mit deiner grossen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestuerzt; denn da du deinen Grimm ausliessest, verzehrte er sie wie Stoppeln.
  2215  8   Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer.
  2215  9   Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kuehlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben.
  2215 10   Da liessest du deinen Wind blasen und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im maechtigen Wasser.
  2215 11   HERR, wer ist dir gleich unter den Goettern? Wer ist dir gleich, der so maechtig, heilig, schrecklich, loeblich und wundertaetig sei?
  2215 12   Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.
  2215 13   Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erloest hast, und du hast sie gefuehrt durch deine Staerke zu deiner heiligen Wohnung.
  2215 14   Da das die Voelker hoerten, erbebten sie; Angst kam die Philister an;
  2215 15   da erschraken die Fuersten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig.
  2215 16   Es faellt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen grossen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, das du erworben hast.
  2215 17   Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat.
  2215 18   Der HERR wird Koenig sein immer und ewig.
  2215 19   Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HERR liess das Meer wieder ueber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.
  2215 20   Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen.
  2215 21   Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt.
  2215 22 * Mose liess die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zur Wueste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wueste, dass sie kein Wasser fanden.
  2215 23   Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hiess man den Ort Mara.
  2215 24   Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
  2215 25   Er schrie zu dem HERRN, und der HERR wies ihm einen Baum; den tat er ins Wasser, da ward es suess. Daselbst stellte er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie
  2215 26   und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Aegypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.
  2215 27   Und sie kamen gen Elim, da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmbaeume, und sie lagerten sich daselbst ans Wasser.
  2216  1 * Von Elim zogen sie aus; und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wueste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fuenfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie aus Aegypten gezogen waren.
  2216  2   Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wueste
  2216  3   und sprachen: Wollte Gott, wir waeren in Aegypten gestorben durch des HERRN Hand, da wir bei den Fleischtoepfen sassen und hatten die Fuelle Brot zu essen; denn ihr habt uns ausgefuehrt in diese Wueste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset.
  2216  4   Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln taeglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht.
  2216  5   Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefaeltig soviel sein, als sie sonst taeglich sammeln.
  2216  6   Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Aegyptenland gefuehrt hat,
  2216  7   und des Morgens werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HERRN gehoert. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt?
  2216  8   Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Fuelle, darum dass der HERR euer Murren gehoert hat, dass ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN.
  2216  9   Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehoert.
  2216 10   Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wueste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke.
  2216 11   Und der HERR sprach zu Mose:
  2216 12   Ich habe der Kinder Israel Murren gehoert. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden, und innewerden, dass ich der HERR, euer Gott, bin.
  2216 13 * Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her.
  2216 14   Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wueste rund und klein wie der Reif auf dem Lande.
  2216 15   Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? (Das heisst: Was ist das?); denn sie wussten nicht was es war. Mose aber sprach zu ihnen: es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat.
  2216 16   Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeglicher sammle, soviel er fuer sich essen mag, und nehme einen Gomer auf ein jeglich Haupt nach der Zahl der Seelen in seiner Huette.
  2216 17   Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig.
  2216 18   Aber da man's mit dem Gomer mass, fand der nicht darueber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fuer sich essen mochte.
  2216 19   Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas uebrig bis morgen.
  2216 20   Aber sie gehorchten Mose nicht. Und da etliche liessen davon uebrig bis morgen; da wuchsen Wuermer darin und es ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie.
  2216 21   Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeglicher fuer sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiss schien, zerschmolz es.
  2216 22 * Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefaeltig, je zwei Gomer fuer einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkuendigten's Mose.
  2216 23   Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber uebrig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen.
  2216 24   Und sie liessen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward's nicht stinkend und war auch kein Wurm darin.
  2216 25   Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HERRN; ihr werdet's heute nicht finden auf dem Felde.
  2216 26   Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.
  2216 27   Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts.
  2216 28   Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze?
  2216 29   Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages.
  2216 30   Also feierte das Volk am siebenten Tage.
  2216 31   Und das Haus Israel hiess es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiss und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig.
  2216 32 * Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fuelle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wueste, da ich euch aus Aegyptenland fuehrte.
  2216 33   Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krueglein und tu ein Gomer voll Man darein und lass es vor dem HERRN, dass es behalten werde auf eure Nachkommen.
  2216 34   Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also liess es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, dass es behalten werde.
  2216 35   Und die Kinder Israel assen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan assen sie Man.
  2216 36   Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.
  2217  1 * Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wueste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
  2217  2   Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN?
  2217  3   Da aber das Volk daselbst duerstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Aegypten ziehen, dass du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben liessest?
  2217  4   Mose schrie zum HERRN und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen.
  2217  5   Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche Aelteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin.
  2217  6   Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Aeltesten von Israel.
  2217  7   Da hiess man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht?
  2217  8 * Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.
  2217  9   Und Mose sprach zu Josua: Erwaehle uns Maenner, zieh aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Huegels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner Hand haben.
  2217 10   Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Huegels.
  2217 11   Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand niederliess, siegte Amalek.
  2217 12   Aber die Haende Mose's wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stuetzten ihm seine Haende, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Haende fest, bis die Sonne unterging.
  2217 13   Und Josua daempfte den Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schaerfe.
  2217 14   Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedaechtnis in ein Buch und befiehls's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke.
  2217 15   Und Mose baute einen Altar und hiess ihn: Der HERR ist mein Panier.
  2217 16   Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HERRN, dass der HERR streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.
  2218  1 * Und da Jethro, der Priester in Midian, Mose's Schwiegervater, hoerte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der HERR Israel haette aus Aegypten gefuehrt,
  2218  2   nahm er Zippora, Mose's Weib, die er hatte zurueckgesandt,
  2218  3   samt ihren zwei Soehnen, deren einer hiess Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande)
  2218  4   und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos).
  2218  5   Da nun Jethro, Mose's Schwiegervater, und seine Soehne und sein Weib zu ihm kamen in die Wueste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte,
  2218  6   liess er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Soehne mit ihr.
  2218  7 * Da ging Mose hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und kuesste ihn. Und da sie sich untereinander gegruesst hatten, gingen sie in die Huette.
  2218  8   Da erzaehlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HERR dem Pharao und den Aegyptern getan hatte Israels halben, und alle die Muehsal, die ihnen auf den Wege begegnet war, und dass sie der HERR errettet haette.
  2218  9   Jethro aber freute sich all des Guten, das der HERR Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der Aegypter Hand.
  2218 10   Und Jethro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat von der Aegypter und Pharaos Hand, der weiss sein Volk von der Aegypter Hand zu erretten.
  2218 11   Nun weiss ich, dass der HERR groesser ist denn alle Goetter, darum dass sie Hochmut an ihnen geuebt haben.
  2218 12   Und Jethro, Mose's Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer mit Dankopfern. Da kamen Aaron und alle Aeltesten in Israel, mit Mose's Schwiegervater das Brot zu essen vor Gott.
  2218 13 * Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend.
  2218 14   Da aber sein Schwiegervater sah alles, was er dem Volke tat, sprach er: Was ist's, das du tust mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend?
  2218 15   Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen.
  2218 16   Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Naechsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze.
  2218 17   Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust.
  2218 18   Du machst dich zu muede, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschaeft ist dir zu schwer; du kannst's allein nicht ausrichten.
  2218 19   Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschaefte vor Gott
  2218 20   und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrst den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
  2218 21   Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fuerchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ueber sie, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn,
  2218 22   dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine grosse Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie werden mit dir tragen.
  2218 23   Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was Gott dir gebietet, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
  2218 24   Mose gehorchte seines Schwiegervaters Wort und tat alles, was er sagte,
  2218 25   und erwaehlte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Haeuptern ueber das Volk, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn,
  2218 26   dass sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen waeren, zu Mose braechten, und die kleinen Sachen selber richteten.
  2218 27   Also liess Mose seinen Schwiegervater in sein Land ziehen.
  2219  1 * Im dritten Monat nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Aegyptenland kamen sie dieses Tages in die Wueste Sinai.
  2219  2   Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wueste Sinai und lagerten sich in der Wueste daselbst gegenueber dem Berge.
  2219  3   Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen dem Hause Jakob und verkuendigen den Kindern Israel:
  2219  4   Ihr habt gesehen, was ich den Aegyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerfluegeln und habe euch zu mir gebracht.
  2219  5   Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Voelkern; denn die ganze Erde ist mein.
  2219  6   Und ihr sollt mir ein priesterlich Koenigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
  2219  7   Mose kam und forderte die Aeltesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HERR geboten hatte.
  2219  8   Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volkes dem HERRN wieder.
  2219  9 * Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk es hoere, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkuendigte dem HERRN die Rede des Volks.
  2219 10   Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen
  2219 11   und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR herabfahren auf den Berg Sinai.
  2219 12   Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Huetet euch, dass ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anruehrt; denn wer den Berg anruehrt, soll des Todes sterben.
  2219 13   Keine Hand soll ihn anruehren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoss erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange toenen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.
  2219 14   Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider.
  2219 15   Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe.
  2219 16 * Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
  2219 17   Und Mose fuehrte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den Berg.
  2219 18   Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der HERR herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte.
  2219 19   Und der Posaune Ton ward immer staerker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut.
  2219 20   Als nun der HERR herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf.
  2219 21   Da sprach der HERR zu ihm: Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum HERRN, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen.
  2219 22   Dazu die Priester, die zum HERRN nahen, sollen sich heiligen, dass sie der HERR nicht zerschmettere.
  2219 23   Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn.
  2219 24   Und der HERR sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Du und Aaron mit dir sollt heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem HERRN, dass er sie nicht zerschmettere.
  2219 25   Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihm.
  2220  1 * Und Gott redete alle diese Worte:
  2220  2   Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthause, gefuehrt habe.
  2220  3   Du sollst keine anderen Goetter neben mir haben.
  2220  4   Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
  2220  5   Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vaeter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
  2220  6   und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.
  2220  7   Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
  2220  8   Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest.
  2220  9   Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken;
  2220 10   aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.
  2220 11   Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
  2220 12 * Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt.
  2220 13   Du sollst nicht toeten.
  2220 14   Du sollst nicht ehebrechen.
  2220 15   Du sollst nicht stehlen.
  2220 16   Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten.
  2220 17   Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Hauses. Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Naechster hat.
  2220 18 * Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne
  2220 19   und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und lass Gott nicht mit uns reden, wir moechten sonst sterben.
  2220 20   Mose aber sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, dass er euch versuchte und dass seine Furcht euch vor Augen waere, dass ihr nicht suendigt.
  2220 21   Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel, darin Gott war.
  2220 22 * Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe.
  2220 23   Darum sollt ihr nichts neben mir machen; silberne und goldene Goetter sollt ihr nicht machen.
  2220 24   Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedaechtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.
  2220 25   Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darueber faehrst, so wirst du ihn entweihen.
  2220 26   Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Bloesse aufgedeckt werde vor ihm.
  2221  1 * Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:
  2221  2   So du einen hebraeischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst.
  2221  3   Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
  2221  4   Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Soehne oder Toechter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen.
  2221  5   Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,
  2221  6   so bringe ihn sein Herr vor die "Goetter" und halte ihn an die Tuer oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.
  2221  7   Verkauft jemand sein Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte.
  2221  8   Gefaellt sie aber ihrem Herrn nicht und will er sie nicht zur Ehe nehmen, so soll er sie zu loesen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat er nicht Macht, weil er sie verschmaeht hat.
  2221  9   Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun.
  2221 10   Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen.
  2221 11   Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Loesegeld.
  2221 12 * Wer einen Menschen schlaegt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.
  2221 13   Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefaehr in seine Haende fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll.
  2221 14   Wo aber jemand seinem Naechsten frevelt und ihn mit List erwuergt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn toete.
  2221 15   Wer Vater und Mutter schlaegt, der soll des Todes sterben.
  2221 16   Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.
  2221 17   Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
  2221 18   Wenn Maenner mit einander hadern und einer schlaegt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt:
  2221 19   kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versaeumt hat, und das Arztgeld gebe.
  2221 20   Wer seinen Knecht oder seine Magd schlaegt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Haenden, der soll darum gestraft werden.
  2221 21   Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld.
  2221 22 * Wenn Maenner hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfaehrt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen.
  2221 23   Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,
  2221 24   Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss,
  2221 25   Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
  2221 26   Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlaegt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge.
  2221 27   Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlaegt, soll er sie frei loslassen um den Zahn.
  2221 28   Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stoesst, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig.
  2221 29   Ist aber der Ochse zuvor stoessig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er toetet darueber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.
  2221 30   Wird man aber ein Loesegeld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu loesen, was man ihm auflegt.
  2221 31   Desgleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stoesst.
  2221 32   Stoesst er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er ihrem Herrn dreissig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man steinigen.
  2221 33   So jemand eine Grube auftut oder graebt eine Grube und deckt sie nicht zu, und es faellt ein Ochse oder Esel hinein,
  2221 34   so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wiederbezahlen; das Aas aber soll sein sein.
  2221 35   Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stoesst, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen.
  2221 36   Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse zuvor stoessig war, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen fuer den andern vergelten und das Aas haben.
  2222  1 * Wenn jemand einen Ochsen oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, der soll fuenf Ochsen fuer einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fuer ein Schaf.
  2222  2   Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht ueber jenen lassen gehen.
  2222  3   Ist aber die Sonne ueber ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl.
  2222  4   Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei ein Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben.
  2222  5   Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschaedigt, dass er sein Vieh laesst Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten.
  2222  6   Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezuendet hat.
  2222  7 * Wenn jemand seinem Naechsten Geld oder Geraete zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben;
  2222  8   findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die "Goetter" bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Naechsten Habe gelegt.
  2222  9   Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die "Goetter" kommen. Welchen die "Goetter" verdammen, der soll's zwiefaeltig seinem Naechsten wiedergeben.
  2222 10   Wenn jemand seinem Naechsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschaedigt oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht,
  2222 11   so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Naechsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also dass jener nicht bezahlen muesse.
  2222 12   Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen.
  2222 13   Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen.
  2222 14   Wenn's jemand von seinem Naechsten entlehnt, und es wird beschaedigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.
  2222 15   Ist sein Herr aber dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat.
  2222 16 * Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schlaeft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben.
  2222 17   Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwaegen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuehrt.
  2222 18   Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.
  2222 19   Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben.
  2222 20   Wer den Goettern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt.
  2222 21   Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdruecken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Aegyptenland gewesen.
  2222 22   Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedraengen.
  2222 23   Wirst du sie bedraengen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoeren;
  2222 24   so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert toete und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.
  2222 25 * Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben.
  2222 26   Wenn du von deinem Naechsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht;
  2222 27   denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schlaeft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhoeren; denn ich bin gnaedig.
  2222 28   Den "Goettern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht laestern.
  2222 29   Deiner Frucht Fuelle und Saft sollst du nicht zurueckhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.
  2222 30   So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du mir's geben.
  2222 31   Ihr sollt heilige Leute vor mir sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen.
  2223  1 * Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist.
  2223  2   Du sollst nicht folgen der Menge zum Boesen und nicht also verantworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest.
  2223  3   Du sollst den Geringen nicht beschoenigen in seiner Sache.
  2223  4   Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zufuehren.
  2223  5   Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, huete dich, und lass ihn nicht, sondern versaeume gerne das Deine um seinetwillen.
  2223  6   Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.
  2223  7   Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwuergen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben.
  2223  8   Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
  2223  9   Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdruecken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Aegyptenland gewesen.
  2223 10 * Sechs Jahre sollst du dein Land besaeen und seine Fruechte einsammeln.
  2223 11   Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was uebrigbleibt, lass das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und Oelberg.
  2223 12   Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken.
  2223 13   Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Goetter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehoert werden.
  2223 14   Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr:
  2223 15   das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesaeuertes Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus Aegypten gezogen. Erscheint aber nicht leer vor mir.
  2223 16   Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Fruechte, die du auf dem Felde gesaet hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde.
  2223 17   Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was maennlich ist unter dir.
  2223 18   Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.
  2223 19   Die Erstlinge von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Und sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
  2223 20 * Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behuete auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.
  2223 21   Darum huete dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm.
  2223 22   Wirst du aber seiner Stimme hoeren und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein.
  2223 23   Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge,
  2223 24   so sollst du ihre Goetter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Goetzen umreissen und zerbrechen.
  2223 25   Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.
  2223 26   Es soll nichts Untraechtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden.
  2223 27   Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben.
  2223 28   Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter.
  2223 29   Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstossen vor dir, auf dass nicht das Land wuest werde und sich wilde Tiere wider dich mehren;
  2223 30   einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstossen, bis du waechsest und das Land besitzest.
  2223 31   Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wueste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstossen vor dir her.
  2223 32   Du sollst mit ihnen oder mit ihren Goettern keinen Bund machen;
  2223 33   sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verfuehren wider mich. Denn wo du ihren Goettern dienst, wird dir's zum Fall geraten.
  2224  1 * Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels, und betet an von ferne.
  2224  2   Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht zu ihm herauf.
  2224  3   Mose kam und erzaehlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun.
  2224  4   Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens frueh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwoelf Saeulen nach den zwoelf Staemmen Israels,
  2224  5   und sandte hin Juenglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HERRN von Farren.
  2224  6   Und Mose nahm die Haelfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Haelfte sprengte er auf den Altar.
  2224  7   Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen,
  2224  8   da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht ueber allen diesen Worten.
  2224  9 * Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels hinauf
  2224 10   und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fuessen war es wie ein schoener Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist.
  2224 11   Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, assen und tranken sie.
  2224 12 * Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst.
  2224 13   Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes
  2224 14   und sprach zu den Aeltesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben.
  2224 15   Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg,
  2224 16   und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke.
  2224 17   Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.
  2224 18   Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Naechte.
  2225  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2225  2   Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es willig gibt.
  2225  3   Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz,
  2225  4   blauer und roter Purpur, Scharlach, koestliche weisse Leinwand, Ziegenhaar,
  2225  5   roetliche Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz,
  2225  6   Oel zur Lampe, Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk,
  2225  7   Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
  2225  8   Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.
  2225  9   Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Geraets zeigen werde, so sollt ihr's machen.
  2225 10 * Macht eine Lade aus Akazienholz; dritthalb Ellen soll die Laenge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hoehe.
  2225 11   Du sollst sie mit Gold ueberziehen inwendig und auswendig, und mache einen goldenen Kranz oben umher.
  2225 12   Und giesse vier goldene Ringe und mache sie an ihr vier Ecken, also dass zwei Ringe seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite.
  2225 13   Und mache Stangen von Akazienholz und ueberziehe sie mit Gold
  2225 14   und stecke sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie damit trage;
  2225 15   sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden.
  2225 16   Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
  2225 17   Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Laenge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
  2225 18   Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls,
  2225 19   dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.
  2225 20   Und die Cherubim sollen ihr Fluegel ausbreiten von oben her, dass sie mit ihren Fluegeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.
  2225 21   Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
  2225 22   Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, naemlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.
  2225 23 * Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Laenge sein und eine Elle sein Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe.
  2225 24   Und sollst ihn ueberziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen
  2225 25   und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her.
  2225 26   Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Fuessen.
  2225 27   Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage.
  2225 28   Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold ueberziehen, dass der Tisch damit getragen werde.
  2225 29   Du sollst auch aus feinem Golde seine Schuesseln und Loeffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe.
  2225 30   Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.
  2225 31 * Du sollst auch einen Leuchter von feinem, getriebenem Golde machen; daran soll der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen sein.
  2225 32   Sechs Roehren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Roehren.
  2225 33   Eine jegliche Roehre soll drei offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben; so soll es sein bei den sechs Roehren aus dem Leuchter.
  2225 34   Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben
  2225 35   und je einen Knauf unter zwei von den Sechs Roehren, welche aus dem Leuchter gehen.
  2225 36   Beide, die Knaeufe und Roehren, sollen aus ihm gehen, alles getriebenes, lauteres Gold.
  2225 37   Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie nach vornehin leuchten,
  2225 38   und Lichtschneuzen und Loeschnaepfe von feinem Golde.
  2225 39   Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geraet.
  2225 40   Und siehe zu, dass du es machst nach dem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.
  2226  1 * Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weisser Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit.
  2226  2   Die Laenge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein.
  2226  3   Und sollen je fuenf zu einem Stueck zusammengefuegt sein, einer an den andern.
  2226  4   Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stueck am Rand, wo die zwei Stuecke sollen zusammengeheftet werden;
  2226  5   fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der andern gegenueberstehe.
  2226  6   Und sollst fuenfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenheftet, einen an den andern, auf dass es eine Wohnung werde.
  2226  7 * Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Huette ueber die Wohnung von elf Teppichen.
  2226  8   Die Laenge eines Teppichs soll dreissig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich gross sein.
  2226  9   Fuenf sollst du aneinander fuegen und sechs auch aneinander, dass du den sechsten Teppich zwiefaeltig machst vorn an der Huette.
  2226 10   Und sollst an jegliches Stueck fuenfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stuecke sollen zusammengeheftet werden.
  2226 11   Und sollst fuenfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, dass die Huette zusammengefuegt und eine Huette werde.
  2226 12   Aber vom Ueberlangen an den Teppichen der Huette sollst du einen halben Teppich lassen ueberhangen hinten an der Huette
  2226 13   und auf beiden Seiten je eine Elle, dass das Ueberlange sei an der Huette Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.
  2226 14   Ueber diese Decke sollst du eine Decke machen von roetlichen Widderfellen, dazu ueber sie eine Decke von Dachsfellen.
  2226 15 * Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen.
  2226 16   Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.
  2226 17   Zwei Zapfen soll ein Brett haben, dass eins an das andere koenne gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen.
  2226 18   Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag.
  2226 19   Die sollen vierzig silberne Fuesse unten haben, je zwei Fuesse unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen.
  2226 20   Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen
  2226 21   und vierzig silberne Fuesse, je zwei Fuesse unter jeglichem Brett.
  2226 22   Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen;
  2226 23   dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung,
  2226 24   dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer;
  2226 25   dass es acht Bretter seien mit ihren silbernen Fuessen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett.
  2226 26   Und sollst Riegel machen von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung
  2226 27   und fuenf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fuenf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen Abend.
  2226 28   Und sollst den mittleren Riegel mitten an den Brettern hindurchstossen und alles zusammenfassen von einem Ende zu dem andern.
  2226 29   Und sollst die Bretter mit Gold ueberziehen und ihre Ringe von Gold machen, dass man die Riegel darein tue.
  2226 30   Und die Riegel sollst du mit Gold ueberziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge.
  2226 31 * Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit.
  2226 32   Und sollst ihn haengen an vier Saeulen von Akazienholz, die mit Gold ueberzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fuesse haben.
  2226 33   Und sollst den Vorhang haengen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, dass er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
  2226 34   Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten.
  2226 35   Den Tisch aber setze aussen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenueber, mittagswaerts in der Wohnung, dass der Tisch stehe gegen Mitternacht.
  2226 36   Und sollst ein Tuch machen in die Tuer der Huette, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2226 37   Und sollst dem Tuch fuenf Saeulen machen von Akazienholz, mit Gold ueberzogen, mit goldene Haken, und sollst ihnen fuenf eherne Fuesse giessen.
  2227  1 * Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, dass er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch.
  2227  2   Hoerner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz ueberziehen.
  2227  3   Mache auch Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geraete sollst du aus Erz machen.
  2227  4   Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden.
  2227  5   Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, dass das Gitter reiche bis mitten an den Altar.
  2227  6   Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz ueberzogen.
  2227  7   Und man soll die Stangen in die Ringe tun, dass die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn traegt.
  2227  8   Und sollst ihn also von Brettern machen, dass er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist.
  2227  9 * Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weisser Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag,
  2227 10   und zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber.
  2227 11   Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber.
  2227 12   Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fuenfzig Ellen lang, zehn Saeulen auf zehn Fuessen.
  2227 13   Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fuenfzig Ellen,
  2227 14   also dass der Umhang habe auf einer Seite fuenfzehn Ellen, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen,
  2227 15   und wieder fuenfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen;
  2227 16   aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, dazu vier Saeulen auf ihren vier Fuessen.
  2227 17   Alle Saeulen um den Hof her sollen silberne Querstaebe und silberne Haken und eherne Fuesse haben.
  2227 18   Und die Laenge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fuenfzig Ellen, die Hoehe fuenf Ellen, von gezwirnter weisser Leinwand, und seine Fuesse sollen ehern sein.
  2227 19   Auch alle Geraete der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Naegel und alle Naegel des Hofes sollen ehern sein.
  2227 20 * Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen das allerreinste, lautere Oel von Oelbaeumen, gestossen, zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze
  2227 21   in der Huette des Stifts, aussen vor dem Vorhang, der vor dem Zeugnis haengt. Und Aaron und seine Soehne sollen sie zurichten des Morgens und des Abends vor dem HERRN. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel.
  2228  1 * Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Soehne zu dir nehmen aus den Kindern Israel, dass er mein Priester sei, naemlich Aaron und seine Soehne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
  2228  2   Und sollst Aaron, deinen Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schoen seien.
  2228  3   Und du sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfuellt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei.
  2228  4   Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Amtschild, den Leibrock, Purpurrock, engen Rock, Hut und Guertel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Soehnen, dass er mein Priester sei.
  2228  5   Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2228  6 * Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, kunstreich;
  2228  7   zwei Schulterstuecke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden.
  2228  8   Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2228  9   Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel,
  2228 10   Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters.
  2228 11   Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also dass sie mit Gold umher gefasst werden.
  2228 12   Und sollst sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks heften, dass es Steine seien zum Gedaechtnis fuer die Kinder Israel, dass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedaechtnis.
  2228 13   Und sollst goldene Fassungen machen
  2228 14   und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun.
  2228 15 * Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2228 16   Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Laenge sein und eine Spanne breit seine Breite.
  2228 17   Und sollst's fuellen die vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd;
  2228 18   die andere ein Rubin, Saphir, Demant;
  2228 19   die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst;
  2228 20   die vierte ein Tuerkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen
  2228 21   und sollen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwoelf Staemmen.
  2228 22   Und sollst Ketten zu dem Schild machen mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend, von feinem Golde,
  2228 23   und zwei goldene Ringe an das Schild, also dass du die zwei Ringe heftest an zwei Ecken des Schildes,
  2228 24   und die zwei goldenen Ketten in die zwei Ringe an den beiden Ecken des Schildes tust.
  2228 25   Aber die zwei Enden der zwei Ketten sollst du an die zwei Fassungen tun und sie heften auf die Schulterstuecke am Leibrock vornehin.
  2228 26   Und sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die zwei Ecken des Schildes heften an seinem Rand, inwendig gegen den Leibrock.
  2228 27   Und sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock heften, wo der Leibrock zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks.
  2228 28   Und man soll das Schild mit seinen Ringen mit einer blauen Schnur an die Ringe des Leibrocks knuepfen, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anliege und das Schild sich nicht vom Leibrock losmache.
  2228 29   Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedaechtnis vor dem HERRN allezeit.
  2228 30   Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, dass er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege.
  2228 31 * Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur.
  2228 32   Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, dass er nicht zerreisse.
  2228 33   Und unten an seinen Saum sollst du Granataepfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um,
  2228 34   dass eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks.
  2228 35   Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, dass man seinen Klang hoere, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf dass er nicht sterbe.
  2228 36   Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgraebt: Heilig dem HERRN.
  2228 37   Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut,
  2228 38   auf der Stirn Aarons, dass also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, dass er sie versoehne vor dem HERRN.
  2228 39   Du sollst auch einen engen Rock machen von weisser Leinwand und einen Hut von weisser Leinwand machen und einen gestickten Guertel.
  2228 40 * Und den Soehnen Aarons sollst du Roecke, Guertel und Hauben machen, die herrlich und schoen seien.
  2228 41   Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Soehnen anziehen; und sollst sie salben und ihre Haende fuellen und sie weihen, dass sie meine Priester seien.
  2228 42   Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, zu bedecken die Bloesse des Fleisches von den Lenden bis an die Hueften.
  2228 43   Und Aaron und seine Soehne sollen sie anhaben, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, dass sie dienen in dem Heiligtum, dass sie nicht ihre Missetat tragen und sterben muessen. Das soll ihm und seinem Stamm nach ihm eine ewige Weise sein.
  2229  1 * Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, dass sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl,
  2229  2   ungesaeuertes Brot und ungesaeuerte Kuchen, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen.
  2229  3   Und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zwei Widdern.
  2229  4   Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen
  2229  5   und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Purpurrock und den Leibrock und das Schild zu dem Leibrock, und sollst ihn guerten mit dem Gurt des Leibrocks
  2229  6   und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut.
  2229  7   Und sollst nehmen das Salboel und auf sein Haupt schuetten und ihn salben.
  2229  8   Und seine Soehne sollst du auch herzufuehren und den engen Rock ihnen anziehen
  2229  9   und beide, Aaron und auch sie, mit Guerteln guerten und ihnen die Hauben aufbinden, dass sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Soehnen die Haende fuellen,
  2229 10   und den Farren herzufuehren vor die Huette des Stifts; und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf des Farren Haupt legen.
  2229 11   Und du sollst den Farren schlachten vor dem HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts.
  2229 12   Und sollst von seinem Blut nehmen und auf des Altars Hoerner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schuetten.
  2229 13   Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett, das darueber liegt, und sollst es auf dem Altar anzuenden.
  2229 14   Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du draussen vor dem Lager verbrennen; denn es ist ein Suendopfer.
  2229 15   Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen.
  2229 16   Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum.
  2229 17   Aber den Widder sollst du zerlegen in Stuecke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stuecke und sein Haupt legen
  2229 18   und den ganzen Widder anzuenden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein suesser Geruch, ein Feuer des HERRN.
  2229 19   Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen;
  2229 20   und sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und Aaron und seinen Soehnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf ihre Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum.
  2229 21   Und sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und vom Salboel, und Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider geweiht.
  2229 22   Darnach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett darueber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fuellung),
  2229 23   und ein Brot und einen Oelkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesaeuerten Brots, der vor dem HERRN steht;
  2229 24   und lege alles auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webe es dem HERRN.
  2229 25   Darnach nimm's von ihren Haenden und zuende es an auf dem Altar zu dem Brandopfer, zum suessen Geruch vor dem HERRN; denn das ist ein Feuer des HERRN.
  2229 26   Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fuellung Aarons und sollst sie dem HERRN weben. Das soll dein Teil sein.
  2229 27   Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebt und gehebt sind von dem Widder der Fuellung Aarons und seiner Soehne.
  2229 28   Und das soll Aarons und seiner Soehne sein ewigerweise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und eine Hebe soll es sein, von den Kindern Israel von ihrem Dankopfern, ihre Hebe fuer den HERRN.
  2229 29   Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Soehne haben nach ihm, dass sie darin gesalbt und ihre Haende gefuellt werden.
  2229 30   Welcher unter seinen Soehnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, dass er gehe in die Huette des Stifts, zu dienen im Heiligen.
  2229 31   Du sollst aber nehmen den Widder der Fuellung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen.
  2229 32   Und Aaron mit seinen Soehnen soll des Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tuer der Huette des Stifts.
  2229 33   Denn es ist zur Versoehnung damit geschehen, zu fuellen ihre Haende, dass sie geweiht werden. Kein andrer soll es essen; denn es ist heilig.
  2229 34   Wo aber etwas uebrigbleibt von dem Fleisch der Fuellung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig.
  2229 35   Und sollst also mit Aaron und seinen Soehnen tun alles, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Haende fuellen
  2229 36   und taeglich einen Farren zum Suendopfer schlachten zur Versoehnung. Und sollst den Altar entsuendigen, wenn du ihn versoehnst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde.
  2229 37   Sieben Tage sollst du den Altar versoehnen und ihn weihen, dass er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
  2229 38 * Und das sollst du mit dem Altar tun: zwei jaehrige Laemmer sollst du allewege des Tages darauf opfern,
  2229 39   Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend;
  2229 40   Und zu einem Lamm ein zehntel Semmelmehl, gemengt mit einem Viertel von einem Hin gestossenen Oels, und ein Viertel vom Hin Wein zum Trankopfer.
  2229 41   Mit dem andern Lamm gegen Abend sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu suessem Geruch, ein Feuer dem Herrn.
  2229 42   Das ist das taegliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tuer der Huette des Stifts, vor dem HERRN, da ich mich euch bezeugen und mit dir reden will.
  2229 43   Daselbst will ich mich den Kindern Israel bezeugen und geheiligt werden in meiner Herrlichkeit.
  2229 44   So will ich die Huette des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Soehne mir zu Priestern weihen.
  2229 45   Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein,
  2229 46   dass sie wissen sollen, ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Aegyptenland fuehrte, dass ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, Ihr Gott.
  2230  1 * Du sollst auch einen Raeuchaltar machen, zu raeuchern, von Akazienholz,
  2230  2   eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern.
  2230  3   Und sollst ihn mit feinem Golde ueberziehen, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner. Und sollst einen Kranz von Gold machen
  2230  4   und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tue und ihn damit trage.
  2230  5   Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold ueberziehen.
  2230  6   Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses haengt, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde.
  2230  7   Und Aaron soll darauf raeuchern gutes Raeuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet.
  2230  8   Desgleichen, wenn er die Lampen anzuendet gegen Abend, soll er solch Raeuchwerk auch raeuchern. Das soll das taegliche Raeuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen.
  2230  9   Ihr sollt kein fremdes Raeuchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern.
  2230 10   Und Aaron soll auf seinen Hoernern versoehnen einmal im Jahr mit dem Blut des Suendopfers zur Versoehnung. Solche Versoehnung soll jaehrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN ein Hochheiliges.
  2230 11 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2230 12   Wenn du die Haeupter der Kinder Israel zaehlst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versoehnung seiner Seele, auf dass ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezaehlt werden.
  2230 13   Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein.
  2230 14   Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darueber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben.
  2230 15   Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt fuer die Versoehnung ihre Seelen.
  2230 16   Und du sollst solch Geld der Versoehnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Huette des Stifts geben, dass es sei den Kindern Israel ein Gedaechtnis vor dem HERRN, dass er sich Ueber ihre Seelen versoehnen lasse.
  2230 17 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2230 18   Du sollst auch ein ehernes Handfass machen mit einem ehernen Fuss, zum Waschen, und sollst es setzen zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
  2230 19   dass Aaron und seine Soehne ihre Haende und Fuesse darin waschen,
  2230 20   wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder zum Altar, dass sie dienen, ein Feuer anzuzuenden dem HERRN,
  2230 21   auf dass sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen.
  2230 22 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2230 23   Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fuenfhundert Lot, und Zimt, die Haelfte soviel, zweihundertfuenfzig, und Kalmus, auch zweihundertfuenfzig,
  2230 24   und Kassia, fuenfhundert, nach dem Lot des Heiligtums, und Oel vom Oelbaum ein Hin.
  2230 25   Und mache ein heiliges Salboel nach der Kunst des Salbenbereiters.
  2230 26   Und sollst damit salben die Huette des Stifts und die Lade des Zeugnisses,
  2230 27   den Tisch mit allem seinem Geraete, den Leuchter mit seinem Geraete, den Raeucheraltar,
  2230 28   den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete und das Handfass mit seinem Fuss.
  2230 29   Und sollst sie also weihen, dass sie hochheilig seien; denn wer sie anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
  2230 30   Aaron und seine Soehne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen.
  2230 31   Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies Oel soll mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen.
  2230 32   Auf Menschenleib soll's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig sein.
  2230 33   Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden.
  2230 34   Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern,
  2230 35   und mache Raeuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei.
  2230 36   Und du sollst es zu Pulver stossen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Huette des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein.
  2230 37   Und desgleichen Raeuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN.
  2230 38   Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk.
  2231  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2231  2   Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda,
  2231  3   und habe ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit,
  2231  4   kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz,
  2231  5   kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk.
  2231  6   Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe:
  2231  7   die Huette des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Geraete der Huette,
  2231  8   den Tisch und sein Geraet, den feinen Leuchter und all sein Geraet, den Raeucheraltar,
  2231  9   den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss,
  2231 10   die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Soehne, priesterlich zu dienen,
  2231 11   das Salboel und das Raeuchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen.
  2231 12 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2231 13   Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der HERR bin, der euch heiligt.
  2231 14   Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk.
  2231 15   Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben.
  2231 16   Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund.
  2231 17   Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.
  2231 18   Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.
  2232  1 * Da aber das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Goetter, die vor uns her gehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat.
  2232  2   Aaron sprach zu ihnen: Reisst ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Soehne und eurer Toechter und bringet sie zu mir.
  2232  3   Da riss alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron.
  2232  4   Und er nahm sie von ihren Haenden und entwarf's mit einem Griffel und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben!
  2232  5   Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und liess ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
  2232  6   Und sie standen des Morgens frueh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Volk, zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen.
  2232  7 * Der HERR aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, hat's verderbt.
  2232  8   Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben.
  2232  9   Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist.
  2232 10   Und nun lass mich, dass mein Zorn ueber sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum grossen Volk machen.
  2232 11   Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ergrimmen ueber dein Volk, das du mit grosser Kraft und starker Hand hast aus Aegyptenland gefuehrt?
  2232 12   Warum sollen die Aegypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglueck ausgefuehrt, dass er sie erwuergte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des Uebels ueber dein Volk.
  2232 13   Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheissen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheissen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich.
  2232 14   Also gereute den HERRN das Uebel, das er drohte seinem Volk zu tun.
  2232 15 * Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten.
  2232 16   Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben.
  2232 17   Da nun Josua hoerte des Volks Geschrei, dass sie jauchzten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit.
  2232 18   Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich hoere ein Geschrei eines Singetanzes.
  2232 19   Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge
  2232 20   und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und staeubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken
  2232 21 * und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, dass du eine so grosse Suende ueber sie gebracht hast?
  2232 22   Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weisst, dass dies Volk boese ist.
  2232 23   Sie sprachen zu mir: Mache uns Goetter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat.
  2232 24   Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiss es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden.
  2232 25   Da nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwaetz bei ihren Widersachern),
  2232 26   trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehoert! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi.
  2232 27   Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Guerte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurueck von einem Tor zum andern das Lager, und erwuerge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Naechsten.
  2232 28   Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.
  2232 29   Da sprach Mose: Fuellet heute eure Haende dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, dass heute ueber euch der Segen gegeben werde.
  2232 30 * Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine grosse Suende getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht eure Suende versoehnen moege.
  2232 31   Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine grosse Suende getan, und sie haben sich goldene Goetter gemacht.
  2232 32   Nun vergib ihnen ihre Suende; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
  2232 33   Der HERR sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir suendigt.
  2232 34   So gehe nun hin und fuehre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Suende wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.
  2232 35   Also strafte der HERR das Volk, dass sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte.
  2233  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben;
  2233  2   und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstossen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
  2233  3   dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fliesst. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich moechte dich unterwegs vertilgen.
  2233  4   Da das Volk diese boese Rede hoerte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich.
  2233  5   Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzoege, wuerde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, dass ich wisse, was ich dir tun soll.
  2233  6   Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb.
  2233  7 * Mose aber nahm die Huette und schlug sie auf draussen, ferne vom Lager, und hiess sie eine Huette des Stifts. Und wer den HERRN fragen wollte, musste herausgehen zur Huette des Stifts vor das Lager.
  2233  8   Und wenn Mose ausging zur Huette so stand alles Volk auf und trat ein jeglicher in seiner Huette Tuer und sahen ihm nach, bis er in die Huette kam.
  2233  9   Und wenn Mose in die Huette kam, so kam die Wolkensaeule hernieder und stand in der Huette Tuer und redete mit Mose.
  2233 10   Und alles Volk sah die Wolkensaeule in der Huette Tuer stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Huette Tuer.
  2233 11   Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Juengling, nicht aus der Huette.
  2233 12 * Und Mose sprach zu dem HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Fuehre das Volk hinauf! und laesst mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden.
  2233 13   Habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, dass dies Volk dein Volk ist.
  2233 14   Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten.
  2233 15   Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so fuehre uns nicht von dannen hinauf.
  2233 16   Denn wobei soll doch erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, ausser wenn du mit uns gehst, auf dass ich und dein Volk geruehmt werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist?
  2233 17   Der HERR sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
  2233 18   Er aber sprach: So lass mich deine Herrlichkeit sehen.
  2233 19   Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Guete voruebergehen lassen und will ausrufen des HERRN Namen vor dir. Wem ich aber gnaedig bin, dem bin ich gnaedig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich.
  2233 20   Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.
  2233 21   Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen.
  2233 22   Wenn denn nun meine Herrlichkeit voruebergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich voruebergehe.
  2233 23   Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
  2234  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast.
  2234  2   Und sei morgen bereit, dass du frueh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze.
  2234  3   Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind lass weiden gegen diesen Berg hin.
  2234  4   Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens frueh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
  2234  5 * Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HERRN Namen.
  2234  6   Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorueber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnaedig und geduldig und von grosser Gnade und Treue!
  2234  7   der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Uebertretung und Suende, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Vaeter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.
  2234  8   Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an
  2234  9   und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HERR mit uns; denn es ist ein halstarriges Volk, dass du unsrer Missetat und Suende gnaedig seist und lassest uns dein Erbe sein.
  2234 10 * Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Voelkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde.
  2234 11   Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstossen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
  2234 12   Huete dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden;
  2234 13   sondern ihre Altaere sollst du umstuerzen und ihre Goetzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;
  2234 14   denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heisst ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er.
  2234 15   Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Goettern nachlaufen und opfern ihren Goettern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest,
  2234 16   und dass du nehmest deinen Soehnen ihre Toechter zu Weibern und dieselben dann ihren Goettern nachlaufen und machen deine Soehne auch ihren Goettern nachlaufen.
  2234 17   Du sollst dir keine gegossenen Goetter machen.
  2234 18 * Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Aegypten gezogen.
  2234 19   Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was maennlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf.
  2234 20   Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf loesen. Wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. Und dass niemand vor mir leer erscheine!
  2234 21   Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pfluegen und mit Ernten.
  2234 22   Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist.
  2234 23   Dreimal im Jahr soll alles, was maennlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels.
  2234 24   Wenn ich die Heiden vor dir ausstossen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.
  2234 25   Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesaeuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht ueber Nacht bleiben bis an den Morgen.
  2234 26   Die Erstlinge von den Fruechten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
  2234 27   Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
  2234 28 * Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Naechte und ass kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.
  2234 29   Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glaenzte davon, dass er mit ihm geredet hatte.
  2234 30   Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glaenzte, fuerchteten sie sich, zu ihm zu nahen.
  2234 31   Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen.
  2234 32   Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.
  2234 33   Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.
  2234 34   Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war,
  2234 35   so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glaenzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.
  2235  1 * Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt:
  2235  2   Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben.
  2235  3   Ihr sollt kein Feuer anzuenden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.
  2235  4   Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das ist's, was der HERR geboten hat:
  2235  5   Gebt unter euch ein Hebopfer dem HERRN, also dass das Hebopfer des HERRN ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz,
  2235  6   blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand und Ziegenhaar,
  2235  7   roetliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
  2235  8   Oel zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk,
  2235  9   Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
  2235 10   Und wer unter euch verstaendig ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat:
  2235 11   naemlich die Wohnung mit ihrer Huette und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Saeulen und Fuessen;
  2235 12   die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang;
  2235 13   den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Geraete und die Schaubrote;
  2235 14   den Leuchter, zu leuchten, und sein Geraet und seine Lampen und das Oel zum Licht;
  2235 15   den Raeucheraltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Raeuchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tuer;
  2235 16   den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fusse;
  2235 17   den Umhang des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen und das Tuch des Tors am Vorhof;
  2235 18   die Naegel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen;
  2235 19   die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Soehne zum Priestertum.
  2235 20 * Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel aus von Mose.
  2235 21   Und alle, die es gern und willig gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HERRN zum Werk der Huette des Stifts und zu allem ihren Dienst und zu den heiligen Kleidern.
  2235 22   Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer's willig tat, Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes Geraet. Dazu brachte jedermann Gold zum Webeopfer dem HERRN.
  2235 23   Und wer bei sich fand blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand, Ziegenhaar, roetliche Widderfelle und Dachsfelle, der brachte es.
  2235 24   Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem HERRN. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes.
  2235 25   Und welche verstaendige Weiber waren, die spannen mit ihren Haenden und brachten ihr Gespinnst, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2235 26   Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die spannen Ziegenhaare.
  2235 27   Die Fuersten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Schild
  2235 28   und Spezerei und Oel zu den Lichtern und zur Salbe und zum guten Raeuchwerk.
  2235 29   Also brachte die Kinder Israel willig, beide, Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HERR geboten hatte durch Mose, dass man's machen sollte.
  2235 30 * Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda,
  2235 31   und hat ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verstaendig, geschickt sei zu allerlei Werk,
  2235 32   kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz,
  2235 33   Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit.
  2235 34   Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan.
  2235 35   Er hat ihr Herz mit Weisheit erfuellt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand, und mit Weben, dass sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden.
  2236  1 * Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte.
  2236  2   Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke.
  2236  3   Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, dass es gemacht wuerde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm.
  2236  4   Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten,
  2236  5   und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat.
  2236  6   Da gebot Mose, dass man rufen liess durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hoerte das Volk auf zu bringen.
  2236  7   Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch uebrig.
  2236  8 * Also machten alle weisen Maenner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim daran von kunstreicher Arbeit.
  2236  9   Die Laenge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Mass.
  2236 10   Und er fuegte je fuenf Teppiche zu einem Stueck zusammen, einen an den andern.
  2236 11   Und machte blaue Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die zwei Stuecke sollten zusammengeheftet werden,
  2236 12   fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der anderen gegenueberstuende.
  2236 13   Und machte fuenfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, dass es eine Wohnung wuerde.
  2236 14 * Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren, zur Huette ueber die Wohnung,
  2236 15   dreissig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Mass.
  2236 16   Und fuegte ihrer fuenf zusammen auf einen Teil und sechs zusammen auf den andern Teil.
  2236 17   Und machte fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die Stuecke sollten zusammengeheftet werden.
  2236 18   Und machte je fuenfzig eherne Haken, dass die Huette damit zusammen in eins gefuegt wuerde.
  2236 19   Und machte eine Decke ueber die Huette von roetlichen Widderfellen und ueber die noch eine Decke von Dachsfellen.
  2236 20   Und machte Bretter zur Wohnung von Akazienholz, die stehen sollten,
  2236 21   ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit
  2236 22   und an jeglichem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt wuerde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung,
  2236 23   dass der Bretter zwanzig gegen Mittag standen.
  2236 24   Und machte vierzig silberne Fuesse darunter, unter jeglich Brett zwei Fuesse an seine zwei Zapfen.
  2236 25   Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter
  2236 26   mit vierzig silbernen Fuessen, unter jeglichem Brett zwei Fuesse.
  2236 27   Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter
  2236 28   und zwei andere hinten an den zwei Ecken der Wohnung,
  2236 29   dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf gesellte und oben am Haupt zusammenkaeme mit einer Klammer,
  2236 30   dass der Bretter acht wuerden und sechzehn silberne Fuesse, unter jeglichem zwei Fuesse.
  2236 31   Und er machte Riegel von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung
  2236 32   und fuenf auf der andern Seite und fuenf hintenan, gegen Abend.
  2236 33   Und machte den mittleren Riegel, dass er mitten an den Brettern hindurchgestossen wuerde von einem Ende zum andern.
  2236 34   Und ueberzog die Bretter mit Gold; aber ihre Ringe machte er von Gold, dass man die Riegel darein taete, und ueberzog die Riegel mit Gold.
  2236 35 * Und machte den Vorhang mit dem Cherubim daran kuenstlich von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2236 36   Und machte zu demselben vier Saeulen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, und ihre Haken von Gold; und goss dazu vier silberne Fuesse.
  2236 37   Und machte ein Tuch in der Tuer der Huette von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, gestickt,
  2236 38   und fuenf Saeulen dazu mit ihren Haken, und ueberzog ihre Koepfe und Querstaebe mit Gold und fuenf eherne Fuesse daran.
  2237  1 * Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch,
  2237  2   und ueberzog sie mit feinem Golde inwendig und auswendig und machte ihr einen goldenen Kranz umher.
  2237  3   Und goss vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwei.
  2237  4   Und machte Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold
  2237  5   und tat sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie tragen konnte.
  2237  6   Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit.
  2237  7   Und machte zwei Cherubim von getriebenem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls,
  2237  8   einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende.
  2237  9   Und die Cherubim breiteten ihre Fluegel aus von obenher und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze standen gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl.
  2237 10 * Und er machte den Tisch von Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch,
  2237 11   und ueberzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz umher.
  2237 12   Und machte ihm eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her.
  2237 13   Und goss dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken an seinen vier Fuessen,
  2237 14   hart an der Leiste, dass die Stangen darin waeren, daran man den Tisch truege.
  2237 15   Und machte die Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, dass man den Tisch damit truege.
  2237 16   Und machte auch von feinem Golde das Geraet auf den Tisch: Schuesseln und Loeffel, Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbraechte.
  2237 17   Und er machte den Leuchter von feinem, getriebenem Golde. Daran war der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen.
  2237 18   Sechs Roehren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Roehren.
  2237 19   Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knaeufen und Blumen.
  2237 20   An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knaeufen und Blumen,
  2237 21   je ein Knauf unter zwei von den sechs Roehren, die aus ihm gingen,
  2237 22   und die Knaeufe und Roehren gingen aus ihm, und war alles aus getriebenem, feinem Gold.
  2237 23   Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschnaeuzen und Loeschnaepfen von feinem Gold.
  2237 24   Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Geraet.
  2237 25 * Er machte auch den Raeucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig, und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern,
  2237 26   und ueberzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner, und machte ihm einen Kranz umher von Gold
  2237 27   und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein taete und ihn damit truege.
  2237 28   Aber die Stangen machte er von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold.
  2237 29   Und er machte die heilige Salbe und Raeuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters.
  2238  1 * Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch.
  2238  2   Und machte vier Hoerner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und ueberzog sie mit Erz.
  2238  3   Und machte allerlei Geraete zu dem Altar: Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles aus Erz.
  2238  4   Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Haelfte des Altars.
  2238  5   Und goss vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters fuer die Stangen.
  2238  6   Dieselben machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Erz
  2238  7   und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, dass man ihn damit truege; und machte ihn inwendig hohl.
  2238  8   Und machte ein Handfass von Erz und seinen Fuss auch von Erz aus Spiegeln der Weiber, die vor der Tuer der Huette des Stifts dienten.
  2238  9 * Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weisser Leinwand,
  2238 10   mit seinen zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2238 11   desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2238 12   gegen Abend aber fuenfzig Ellen mit zehn Saeulen und zehn Fuessen, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2238 13   gegen Morgen auch fuenfzig Ellen;
  2238 14   fuenfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Saeulen und drei Fuessen,
  2238 15   und auf der andern Seite auch fuenfzehn Ellen mit drei Saeulen und drei Fuessen, dass ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern.
  2238 16   Alle Umhaenge des Vorhofs waren von gezwirnter weisser Leinwand
  2238 17   und die Fuesse der Saeulen von Erz und ihre Haken und Querstaebe von Silber, also dass ihre Koepfe ueberzogen waren mit Silber. Und ihre Querstaebe waren silbern an allen Saeulen des Vorhofs.
  2238 18   Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, zwanzig Ellen lang und fuenf Ellen hoch, nach dem Mass der Umhaenge des Vorhofs.
  2238 19   Dazu vier Saeulen und vier Fuesse von Erz, und ihre Haken von Silber und ihre Koepfe und ihre Querstaebe ueberzogen mit Silber.
  2238 20   Und alle Naegel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz.
  2238 21 * Das ist nun die Summe zu der Wohnung des Zeugnisses, die gezaehlt ward, wie Mose geboten hatte, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
  2238 22   Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, machte alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte,
  2238 23   und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand.
  2238 24   Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, das zum Webeopfer gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner siebenhundertunddreissig Lot nach dem Lot des Heiligtums.
  2238 25   Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfuenfzig Lot nach dem Lot des Heiligtums:
  2238 26   so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezaehlt wurden von zwanzig Jahren an und darueber, sechshundertmaltausend dreitausend fuenfhundertundfuenfzig.
  2238 27   Aus den hundert Zentnern Silber goss man die Fuesse des Heiligtums und die Fuesse des Vorhangs, hundert Fuesse aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuss.
  2238 28   Aber aus tausend siebenhundert und fuenfundsiebzig Loten wurden gemacht der Saeulen Haken, und ihre Koepfe ueberzogen und ihre Querstaebe.
  2238 29   Das Webeopfer aber des Erzes war siebzig Zentner zweitausendvierhundert Lot.
  2238 30   Daraus wurden gemacht die Fuesse in der Tuer der Huette des Stifts und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Geraete des Altars,
  2238 31   dazu die Fuesse des Vorhofs ringsherum und die Fuesse des Tores am Vorhofe, alle Naegel der Wohnung und alle Naegel des Vorhofs ringsherum.
  2239  1 * Aber von dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte.
  2239  2   Und er machte den Leibrock von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2239  3   Und sie schlugen das Gold und schnitten's zu Faden, dass man's kuenstlich wirken konnte unter den blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2239  4   Schulterstuecke machten sie an ihm, die zusammengingen, und an beiden Enden ward er zusammengebunden.
  2239  5   Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Arbeit von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239  6   Und sie machten zwei Onyxsteine, umher gefasst mit Gold, gegraben durch die Steinschneider mit den Namen der Kinder Israel;
  2239  7   und er heftete sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks, dass es Steine seien zum Gedaechtnis der Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239  8   Und sie machten das Schild nach der Kunst und dem Werk des Leibrocks von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand,
  2239  9   dass es viereckig und zwiefach war, eine Spanne lang und breit.
  2239 10   Und fuellten es mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, Topas und Smaragd;
  2239 11   die andere ein Rubin, Saphir und Demant;
  2239 12   die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst;
  2239 13   die vierte ein Tuerkis, Onyx und Jaspis, umher gefasst mit Gold in allen Reihen.
  2239 14   Und die Steine standen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Name stand nach den zwoelf Staemmen.
  2239 15   Und sie machten am Schild Ketten mit zwei Enden von feinem Golde
  2239 16   und zwei goldene Fassungen und zwei goldene Ringe und hefteten die zwei Ringe auf die zwei Ecken des Schildes.
  2239 17   Und die zwei goldenen Ketten taten sie in die zwei Ringe auf den Ecken des Schildes.
  2239 18   Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwei Fassungen und hefteten sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks vornehin.
  2239 19   Und machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die zwei andern Ecken des Schildes an seinen Rand, inwendig gegen den Leibrock.
  2239 20   Und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock, wo er zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks,
  2239 21   dass das Schild mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknuepft wuerde mit einer blauen Schnur, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anlaege und nicht vom Leibrock los wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239 22   Und machte einen Purpurrock zum Leibrock, gewirkt, ganz von blauem Purpur,
  2239 23   und sein Loch oben mitteninne und eine Borte ums Loch her gefaltet, dass er nicht zerrisse.
  2239 24   Und sie machten an seinen Saum Granataepfel von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2239 25   Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granataepfel ringsumher am Saum des Purpurrocks,
  2239 26   je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu dienen, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239 27   Und sie machten auch die engen Roecke, von weisser Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Soehnen,
  2239 28   und den Hut von weisser Leinwand und die schoenen Hauben von weisser Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weisser Leinwand
  2239 29   und den gestickten Guertel von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239 30   Sie machten auch das Stirnblatt, die heilige Krone, von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Heilig dem HERRN.
  2239 31   Und banden eine blaue Schnur daran, dass sie an den Hut von obenher geheftet wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239 32 * Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Huette des Stifts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR dem Mose geboten hatte.
  2239 33   Und sie brachten die Wohnung zu Mose: die Huette und alle ihre Geraete, Haken, Bretter, Riegel, Saeulen, Fuesse,
  2239 34   die Decke von roetlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang;
  2239 35   die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl;
  2239 36   den Tisch und alle seine Geraete und die Schaubrote;
  2239 37   den schoenen Leuchter mit den Lampen zubereitet und allem seinen Geraete und Oel zum Licht;
  2239 38   den Goldenen Altar und die Salbe und gutes Raeuchwerk; das Tuch in der Huette Tuer;
  2239 39   den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fuss;
  2239 40   die Umhaenge des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Naegeln und allem Geraet zum Dienst der Wohnung der Huette des Stifts;
  2239 41   die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Soehne, dass sie Priesteramt taeten.
  2239 42   Alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an allem diesem Dienst.
  2239 43   Und Mose sah an all dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie.
  2240  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2240  2   Du sollst die Wohnung der Huette des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.
  2240  3   und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang haengen.
  2240  4   Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen darauf setzen.
  2240  5   Und sollst den goldenen Raeucheraltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tuer der Wohnung aufhaengen.
  2240  6   Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts,
  2240  7   und das Handfass zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
  2240  8   und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Tuer des Vorhofs aufhaengen.
  2240  9   Und sollst die Salbe nehmen, und die Wohnung und alles, was darin ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Geraete, dass sie heilig sei.
  2240 10   Und sollst den Brandopferaltar salben mit allem seinem Geraete, und weihen, dass er hochheilig sei.
  2240 11   Sollst auch das Handfass und seinen Fuss salben und weihen.
  2240 12   Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen,
  2240 13   und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei;
  2240 14   und seine Soehne auch herzufuehren und ihnen die engen Roecke anziehen,
  2240 15   und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen.
  2240 16 * Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2240 17   Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats.
  2240 18   Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fuesse und die Bretter und Riegel und richtete die Saeulen auf
  2240 19   und breitete die Huette aus ueber der Wohnung und legte die Decke der Huette obendarauf, wie der HERR ihm geboten hatte,
  2240 20   und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade
  2240 21   und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2240 22   und setzte den Tisch in die Huette des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, aussen vor den Vorhang,
  2240 23   und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2240 24   und setzte den Leuchter auch hinein, gegenueber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,
  2240 25   und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2240 26   und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang
  2240 27   und raeucherte darauf mit gutem Raeuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2240 28   und hing das Tuch in die Tuer der Wohnung.
  2240 29   Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2240 30   Und das Handfass setzte er zwischen die Huette des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.
  2240 31   Und Mose, Aaron und seine Soehne wuschen ihre Haende und Fuesse darin.
  2240 32   Denn sie muessen sich waschen, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2240 33   Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk.
  2240 34 * Da bedeckte die Wolke die Huette des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN fuellte die Wohnung.
  2240 35   Und Mose konnte nicht in die Huette des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung fuellte.
  2240 36   Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten.
  2240 37   Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob.
  2240 38   Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten.
  3301  1 * Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Huette des Stifts und sprach:
  3301  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem HERRN ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen.
  3301  3 * Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei, vor der Tuer der Huette des Stifts, dass es dem HERRN angenehm sei von ihm,
  3301  4   und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein und ihn versoehnen.
  3301  5   Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN; und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umhersprengen, der vor der Tuer der Huette des Stifts ist.
  3301  6   Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen, und es soll in Stuecke zerhauen werden;
  3301  7   und die Soehne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf dem Altar machen und Holz obendarauf legen
  3301  8   und sollen die Stuecke, den Kopf und das Fett auf das Holz legen, das auf dem Feuer auf dem Altar liegt.
  3301  9   Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll das alles anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3301 10 * Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer tun, so opfere er ein Maennlein, das ohne Fehl sei.
  3301 11   Und soll es schlachten zur Seite des Altars gegen Mitternacht vor dem HERRN. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen sein Blut auf den Altar umhersprengen.
  3301 12   Und man soll es in Stuecke zerhauen, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz und Feuer, das auf dem Altar ist, legen.
  3301 13   Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und der Priester soll es alles opfern und anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3301 14   Will er aber von Voegeln dem HERRN ein Brandopfer tun, so tue er's von Turteltauben oder von jungen Tauben.
  3301 15   Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abkneipen, dass es auf dem Altar angezuendet werde, und sein Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars.
  3301 16   Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben den Altar gegen Morgen auf den Aschenhaufen werfen;
  3301 17   und soll seine Fluegel spalten, aber nicht abbrechen. Und also soll's der Priester auf dem Altar anzuenden, auf dem Holz, auf dem Feuer zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3302  1 * Wenn eine Seele dem HERRN ein Speisopfer tun will, so soll es von Semmelmehl sein, und sie sollen Oel darauf giessen und Weihrauch darauf legen
  3302  2   und es also bringen zu den Priestern, Aarons Soehnen. Da soll der Priester seine Hand voll nehmen von dem Semmelmehl und Oel, samt dem ganzen Weihrauch und es anzuenden zum Gedaechtnis auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3302  3   Das uebrige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN.
  3302  4   Will er aber sein Speisopfer tun vom Gebackenen im Ofen, so nehme er Kuchen von Semmelmehl, ungesaeuert, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen.
  3302  5   Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne, so soll's von ungesaeuertem Semmelmehl mit Oel gemengt sein;
  3302  6   und sollst's in Stuecke zerteilen und Oel darauf giessen, so ist's ein Speisopfer.
  3302  7   Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost Geroestetes, so sollst du es von Semmelmehl mit Oel machen
  3302  8   und sollst das Speisopfer, das du von solcherlei machen willst dem HERRN, zu dem Priester bringen; der soll es zu dem Altar bringen
  3302  9   und des Speisopfers einen Teil abzuheben zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3302 10   Das uebrige aber soll Aarons und seiner Soehne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN.
  3302 11 * Alle Speisopfer, die ihr dem HERRN opfern wollt, sollt ihr ohne Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll dem HERRN zum Feuer angezuendet werden.
  3302 12   Unter den Erstlingen sollt ihr sie dem HERRN bringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum suessen Geruch.
  3302 13   Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; denn in allem deinem Opfer sollst du Salz opfern.
  3302 14   Willst du aber ein Speisopfer dem HERRN tun von den ersten Fruechten, so sollst du Aehren, am Feuer gedoerrt, klein zerstossen und also das Speisopfer deiner ersten Fruechte opfern;
  3302 15   und sollst Oel darauf tun und Weihrauch darauf legen, so ist's ein Speisopfer.
  3302 16   Und der Priester soll einen Teil von dem Zerstossenen und vom Oel mit dem ganzen Weihrauch anzuenden zum Gedaechtnis. Das ist ein Feuer dem HERRN.
  3303  1 * Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder eine Kuh, soll er eins opfern vor dem HERRN, das ohne Fehl sei.
  3303  2   Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Tuer der Huette des Stifts. Und die Priester, Aarons Soehne, sollen das Blut auf den Altar umhersprengen.
  3303  3   Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN opfern, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide
  3303  4   und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen.
  3303  5   Und Aarons Soehne sollen's anzuenden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum suessen Geruch dem HERRN.
  3303  6 * Will er aber dem HERRN ein Dankopfer von kleinem Vieh tun, es sei ein Widder oder Schaf, so soll's ohne Fehl sein.
  3303  7   Ist's ein Laemmlein, soll er's vor den HERRN bringen
  3303  8   und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen sein Blut auf dem Altar umhersprengen.
  3303  9   Und er soll also von dem Dankopfer dem HERRN opfern zum Feuer, naemlich sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Ruecken abgerissen, dazu das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
  3303 10   die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen.
  3303 11   Und der Priester soll es anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers dem HERRN.
  3303 12   Ist aber sein Opfer eine Ziege und er bringt es vor den HERRN,
  3303 13   soll er seine Hand auf ihr Haupt legen und sie schlachten vor der Huette des Stifts. Und die Soehne Aarons sollen das Blut auf dem Altar umhersprengen,
  3303 14   und er soll davon opfern ein Opfer dem HERRN, naemlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
  3303 15   die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen.
  3303 16   Und der Priester soll's anzuenden auf dem Altar zur Speise des Feuers zum suessen Geruch. Alles Fett ist des HERRN.
  3303 17   Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, dass ihr kein Fett noch Blut esset.
  3304  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3304  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele suendigen wuerde aus Versehen an irgend einem Gebot des HERRN und taete, was sie nicht tun sollte:
  3304  3   naemlich so der Priester, der gesalbt ist, suendigen wuerde, dass er eine Schuld auf das Volk braechte, der soll fuer seine Suende, die er getan hat, einen jungen Farren bringen, der ohne Fehl sei, dem HERRN zum Suendopfer.
  3304  4   Und soll den Farren vor die Tuer der Huette des Stifts bringen vor den HERRN und seine Hand auf desselben Haupt legen und ihn schlachten vor dem HERRN.
  3304  5   Und der Priester, der gesalbt ist, soll von des Farren Blut nehmen und es in die Huette des Stifts bringen
  3304  6   und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit siebenmal sprengen vor dem HERRN, vor dem Vorhang im Heiligen.
  3304  7   Und soll von dem Blut tun auf die Hoerner des Raeucheraltars, der vor dem HERRN in der Huette des Stifts steht, und alles uebrige Blut giessen an den Boden des Brandopferaltars, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht.
  3304  8   Und alles Fett des Suendopfers soll er abheben, naemlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide,
  3304  9   die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen,
  3304 10   gleichwie er's abhebt vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anzuenden auf dem Brandopferaltar.
  3304 11   Aber das Fell des Farren mit allem Fleisch samt Kopf und Schenkeln und das Eingeweide und den Mist,
  3304 12   das soll er alles hinausfuehren aus dem Lager an eine reine Staette, da man die Asche hin schuettet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit Feuer.
  3304 13 * Wenn die ganze Gemeinde Israel etwas versehen wuerde und die Tat vor ihren Augen verborgen waere, dass sie wider irgend ein Gebot des HERRN getan haetten, was sie nicht tun sollten, und also sich verschuldeten,
  3304 14   und darnach ihrer Suende innewuerden, die sie getan haetten, sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Suendopfer und vor die Tuer der Huette des Stifts stellen.
  3304 15   Und die Aeltesten von der Gemeinde sollen ihre Haende auf sein Haupt legen vor dem HERRN und den Farren schlachten vor dem HERRN.
  3304 16   Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut vom Farren in die Huette des Stifts bringen
  3304 17   und mit seinem Finger siebenmal sprengen vor dem HERRN vor dem Vorhang.
  3304 18   Und soll von dem Blut auf die Hoerner des Altars tun, der vor dem HERRN steht in der Huette des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen, der vor der Tuer der Huette des Stifts steht.
  3304 19   Alles sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar anzuenden.
  3304 20   Und soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Suendopfers getan hat. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihnen vergeben.
  3304 21   Und soll den Farren hinaus vor das Lager tragen und verbrennen, wie er den vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Suendopfer der Gemeinde sein.
  3304 22 * Wenn aber ein Fuerst suendigt und irgend etwas wider des HERRN, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte, und versieht etwas, dass er verschuldet,
  3304 23   und er wird seiner Suende inne, die er getan hat, der soll zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehl,
  3304 24   und seine Hand auf des Bockes Haupt legen und ihn schlachten an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet vor dem HERRN. Das sei sein Suendopfer.
  3304 25   Da soll denn der Priester von dem Blut des Suendopfers nehmen mit seinem Finger und es auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und das andere Blut an den Boden des Brandopferaltars giessen.
  3304 26   Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anzuenden gleich wie das Fett des Dankopfers. Und soll also der Priester seine Suende versoehnen, so wird's ihm vergeben.
  3304 27 * Wenn aber eine Seele vom gemeinen Volk etwas versieht und suendigt, dass sie wider irgend eines der Gebote des HERRN tut, was sie nicht tun sollte, und sich also verschuldet,
  3304 28   und ihrer Suende innewird, die sie getan hat, die soll zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehl fuer die Suende, die sie getan hat,
  3304 29   und soll ihre Hand auf des Suendopfers Haupt legen und es schlachten an der Staette des Brandopfers.
  3304 30   Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Altars des Brandopfers tun und alles andere Blut an des Altars Boden giessen.
  3304 31   All sein Fett aber soll er abreissen, wie er das Fett des Dankopfers abgerissen hat, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch dem HERRN. Und soll also der Priester sie versoehnen, so wird's ihr vergeben.
  3304 32   Wird er aber ein Schaf zum Suendopfer bringen, so bringe er ein weibliches, das ohne Fehl ist,
  3304 33   und lege seine Hand auf des Suendopfers Haupt und schlachte es zum Suendopfer an der Staette, da man die Brandopfer schlachtet.
  3304 34   Und der Priester soll von dem Blut mit seinem Finger nehmen und auf die Hoerner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an den Boden des Altars giessen.
  3304 35   Aber all sein Fett soll er abreissen, wie er das Fett vom Schaf des Dankopfers abgerissen hat, und soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Und soll also der Priester versoehnen seine Suende, die er getan hat, so wird's ihm vergeben.
  3305  1 * Wenn jemand also suendigen wuerde, dass er den Fluch aussprechen hoert und Zeuge ist, weil er's gesehen oder erfahren hat, es aber nicht ansagt, der ist einer Missetat schuldig.
  3305  2   Oder wenn jemand etwas Unreines anruehrt, es sei ein Aas eines unreinen Tieres oder Viehs oder Gewuerms, und wuesste es nicht, der ist unrein und hat sich verschuldet.
  3305  3   Oder wenn er einen unreinen Menschen anruehrt, in was fuer Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wuesste es nicht und wird's inne, der hat sich verschuldet.
  3305  4   Oder wenn jemand schwoert, dass ihm aus dem Mund entfaehrt, Schaden oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er's bedaechte), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet.
  3305  5   Wenn's nun geschieht, dass er sich an einem verschuldet und bekennt, dass er daran gesuendigt hat,
  3305  6   so soll er fuer seine Schuld dieser seiner Suende, die er getan hat, dem HERRN bringen von der Herde eine Schaf-oder Ziegenmutter zum Suendopfer, so soll ihm der Priester seine Suenden versoehnen.
  3305  7 * Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem HERRN fuer seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die erste zum Suendopfer, die andere zum Brandopfer,
  3305  8   und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Suendopfer machen, und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen;
  3305  9   und sprenge mit dem Blut des Suendopfers an die Seite des Altars, und lasse das uebrige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Suendopfer,
  3305 10   Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, so wie es recht ist. Und soll also der Priester ihm seine Suende versoehnen, die er getan hat, so wird's ihm vergeben.
  3305 11   Vermag er aber nicht zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, so bringe er fuer seine Suende als ein Opfer ein zehntel Epha Semmelmehl zum Suendopfer. Er soll aber kein Oel darauf legen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Suendopfer.
  3305 12   Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedaechtnis und anzuenden auf dem Altar zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Suendopfer.
  3305 13   Und der Priester soll also seine Suende, die er getan hat, ihm versoehnen, so wird's ihm vergeben. Und es soll dem Priester gehoeren wie ein Speisopfer.
  3305 14 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3305 15   Wenn sich jemand vergreift, dass er es versieht und sich versuendigt an dem, das dem HERRN geweiht ist, soll er ein Schuldopfer dem HERRN bringen, einen Widder ohne Fehl von der Herde, der zwei Silberlinge wert sei nach dem Lot des Heiligtums, zum Schuldopfer.
  3305 16   Dazu was er gesuendigt hat an dem Geweihten, soll er wiedergeben und den fuenften Teil darueber geben, und soll's dem Priester geben; der soll ihn versoehnen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird's ihm vergeben.
  3305 17   Wenn jemand suendigt und tut wider irgend ein Gebot des HERRN, was er nicht tun sollte, und hat's nicht gewusst, der hat sich verschuldet und ist einer Missetat schuldig
  3305 18   und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Fehl, der eines Schuldopfers wert ist, zum Priester; der soll ihm versoehnen, was er versehen hat und wusste es nicht, so wird's ihm vergeben.
  3305 19   Das ist das Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN.
  3306  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3306  2   Wenn jemand suendigen wuerde und sich damit an dem Herrn vergreifen, dass er seinem Nebenmenschen ableugnet, was ihm dieser befohlen hat, oder was ihm zu treuer Hand getan ist, oder was er sich mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht,
  3306  3   oder wenn er, was verloren ist, gefunden hat, und leugnet solches und tut einen falschen Eid ueber irgend etwas, darin ein Mensch wider seinen Naechsten Suende tut;
  3306  4   wenn's nun geschieht, dass er also suendigt und sich verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er gefunden hat,
  3306  5   oder worueber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu den fuenften Teil darueber geben dem, des es gewesen ist, des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt.
  3306  6   Aber fuer seine Schuld soll er dem HERRN zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Fehl bringen, der eines Schuldopfers wert ist.
  3306  7   So soll ihn der Priester versoehnen vor dem HERRN, so wird ihm vergeben alles, was er getan hat, darum er sich verschuldet hat.
  3306  8 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3306  9   Gebiete Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Das Brandopfer soll brennen auf dem Herd des Altars die ganze Nacht bis an den Morgen, und es soll des Altars Feuer brennend darauf erhalten werden.
  3306 10   Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen und die leinenen Beinkleider an seinen Leib und soll die Asche aufheben, die das Feuer auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar schuetten.
  3306 11   und soll seine Kleider darnach ausziehen und andere Kleider anziehen und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine Staette.
  3306 12   Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verloeschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzuenden und obendarauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer darauf anzuenden.
  3306 13   Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verloeschen.
  3306 14 * Und das ist das Gesetz des Speisopfers, das Aarons Soehne opfern sollen vor dem HERRN auf dem Altar.
  3306 15   Es soll einer abheben eine Handvoll Semmelmehl vom Speisopfer und vom Oel und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt, und soll's anzuenden auf dem Altar zum suessen Geruch, ein Gedaechtnis dem HERRN.
  3306 16   Das uebrige aber sollen Aaron und seine Soehne verzehren und sollen's ungesaeuert essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts.
  3306 17   Sie sollen's nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, den ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen ein Hochheiliges sein gleichwie das Suendopfer und Schuldopfer.
  3306 18   Was maennlich ist unter den Kindern Aarons, die sollen's essen. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen an den Opfern des HERRN: es soll sie niemand anruehren, er sei den geweiht.
  3306 19   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3306 20   Das soll das Opfer sein Aarons und seiner Soehne, das sie dem HERRN opfern sollen am Tage der Salbung: ein zehntel Epha Semmelmehl als taegliches Speisopfer, eine Haelfte des Morgens, die andere Haelfte des Abends.
  3306 21   In der Pfanne mit Oel sollst du es machen und geroestet darbringen; und in Stuecken gebacken sollst du solches opfern zum suessen Geruch dem HERRN.
  3306 22   Und der Priester, der unter seinen Soehnen an seiner Statt gesalbt wird, soll solches tun; das ist ein ewiges Recht. Es soll dem HERRN ganz verbrannt werden;
  3306 23   denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt und nicht gegessen werden.
  3306 24 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3306 25   Sage Aaron und seinen Soehnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Suendopfers. An der Staette, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Suendopfer schlachten vor dem HERRN; das ist ein Hochheiliges.
  3306 26   Der Priester, der das Suendopfer tut, soll's essen an heiliger Staette, im Vorhof der Huette des Stifts.
  3306 27   Niemand soll sein Fleisch anruehren, er sei denn geweiht. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte Stueck waschen an heiliger Staette.
  3306 28   Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser spuelen.
  3306 29   Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen davon essen; denn es ist ein Hochheiliges.
  3306 30   Aber all das Suendopfer, des Blut in die Huette des Stifts gebracht wird, zu versoehnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer verbrennen.
  3307  1 * Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Ein Hochheiliges ist es.
  3307  2   An der Staette, da man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer schlachten und sein Blut auf dem Altar umhersprengen.
  3307  3   Und all sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
  3307  4   die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz ueber der Leber, an den Nieren abgerissen.
  3307  5   Und der Priester soll's auf dem Altar anzuenden zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Schuldopfer.
  3307  6   Was maennlich ist unter den Priestern, die sollen das essen an heiliger Staette; denn es ist ein Hochheiliges.
  3307  7   Wie das Suendopfer, also soll auch das Schuldopfer sein; aller beider soll einerlei Gesetz sein; und sollen dem Priester gehoeren, der dadurch versoehnt.
  3307  8   Welcher Priester jemandes Brandopfer opfert, des soll des Brandopfers Fell sein, das er geopfert hat.
  3307  9   Und alles Speisopfer, das im Ofen oder auf dem Rost oder in der Pfanne gebacken ist, soll dem Priester gehoeren, der es opfert.
  3307 10   Und alles Speisopfer, das mit Oel gemengt oder trocken ist, soll aller Kinder Aarons sein, eines wie des andern.
  3307 11 * Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert.
  3307 12   Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesaeuerte Kuchen opfern, mit Oel gemengt, oder ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen, oder geroestete Semmelkuchen, mit Oel gemengt.
  3307 13   Sie sollen aber solches Opfer tun auf Kuchen von gesaeuerten Brot mit ihrem Lob-und Dankopfer,
  3307 14   und sollen einen von den allen dem HERRN zur Hebe opfern, und es soll dem Priester gehoeren, der das Blut des Dankopfers sprengt.
  3307 15   Und das Fleisch ihres Lob-und Dankopfers soll desselben Tages gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts uebriggelassen werden bis an den Morgen.
  3307 16   Ist es aber ein Geluebde oder freiwilliges Opfer, so soll es desselben Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas uebrigbleibt auf den andern Tag, so soll man's doch essen.
  3307 17   Aber was vom geopferten Fleisch uebrigbleibt am dritten Tage, soll mit Feuer verbrannt werden.
  3307 18   Und wo jemand am dritten Tage wird essen von dem geopferten Fleisch seines Dankopfers, so wird er nicht angenehm sein, der es geopfert hat; es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel sein; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missetat schuldig.
  3307 19   Und das Fleisch, das von etwas Unreinem beruehrt wird, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll von dem Fleisch essen.
  3307 20   Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HERRN zugehoert, und hat eine Unreinigkeit an sich, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
  3307 21   Und wenn eine Seele etwas Unreines anruehrt, es sei ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder sonst was greulich ist, und vom Fleisch des Dankopfers isst, das dem HERRN zugehoert, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
  3307 22   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3307 23   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von Ochsen, Laemmern und Ziegen.
  3307 24   Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, macht euch zu allerlei Nutz; aber essen sollt ihr's nicht.
  3307 25   Denn wer das Fett isst von dem Vieh, davon man dem HERRN Opfer bringt, dieselbe Seele soll ausgerottet werde von ihrem Volk.
  3307 26   Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Voegeln, ueberall, wo ihr wohnt.
  3307 27   Welche Seele wuerde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden von ihrem Volk.
  3307 28   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3307 29   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN sein Dankopfer tun will, der soll darbringen, was vom Dankopfer dem HERRN gehoert.
  3307 30   Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des HERRN; naemlich das Fett soll er bringen samt der Brust, dass sie ein Webeopfer werden vor dem HERRN.
  3307 31   Und der Priester soll das Fett anzuenden auf dem Altar, aber die Brust soll Aarons und seiner Soehne sein.
  3307 32   Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern.
  3307 33   Und welcher unter Aarons Soehnen das Blut der Dankopfer opfert und das Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil.
  3307 34   Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und seinen Soehnen gegeben zum ewigen Recht.
  3307 35 * Dies ist die Gebuehr Aarons und seiner Soehne von den Opfern des HERRN, des Tages, da sie ueberantwortet wurden Priester zu sein dem HERRN,
  3307 36   die der HERR gebot am Tage, da er sie salbte, dass sie ihnen gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen.
  3307 37   Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Suendopfers, des Schuldopfers, der Fuellopfer und der Dankopfer,
  3307 38   das der HERR dem Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem HERRN in der Wueste Sinai.
  3308  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3308  2   Nimm Aaron und seine Soehne mit ihm samt ihren Kleidern und das Salboel und einen Farren zum Suendopfer, zwei Widder und einen Korb mit ungesaeuertem Brot,
  3308  3   und versammle die ganze Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts.
  3308  4   Mose tat, wie ihm der HERR gebot, und versammelte die Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts
  3308  5   und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat zu tun.
  3308  6   Und nahm Aaron und seine Soehne und wusch sie mit Wasser
  3308  7   und legte ihnen den leinenen Rock an und guertete sie mit dem Guertel und zog ihnen den Purpurrock an und tat ihm den Leibrock an und Guertete ihn ueber den Leibrock her
  3308  8   und tat ihm das Amtschild an und das Schild Licht und Recht
  3308  9   und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut oben an seiner Stirn das goldene Blatt der heiligen Krone, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  3308 10   Und Mose nahm das Salboel und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und weihte es
  3308 11   und sprengte damit siebenmal auf den Altar und salbte den Altar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss, dass es geweiht wuerde,
  3308 12   und goss von dem Salboel auf Aarons Haupt und salbte ihn, dass er geweiht wuerde,
  3308 13   und brachte herzu Aarons Soehne und zog ihnen leinene Roecke an und guertete sie mit dem Guertel und band ihnen Hauben auf, wie ihm der HERR geboten hatte.
  3308 14 * Und liess herzufuehren einen Farren zum Suendopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt.
  3308 15   Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm das Blut und tat's auf die Hoerner des Altars umher mit seinem Finger und entsuendigte den Altar und goss das Blut an des Altars Boden und weihte ihn, dass er ihn versoehnte.
  3308 16   Und nahm alles Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett daran, und zuendete es an auf dem Altar.
  3308 17   Aber den Farren mit seinem Fell, Fleisch und Mist verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager, wie ihm der HERR geboten hatte.
  3308 18   Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt.
  3308 19   Da schlachtete er ihn. Und Mose sprengte das Blut auf den Altar umher,
  3308 20   zerhieb den Widder in Stuecke und zuendete an das Haupt, die Stuecke und das Fett
  3308 21   und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und zuendete also den ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte.
  3308 22   Er brachte auch herzu den andern Widder des Fuellopfers. Und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf sein Haupt.
  3308 23   Da schlachtete er ihn. Und Mose nahm von seinem Blut und tat's Aaron auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses.
  3308 24   Und brachte herzu Aarons Soehne und tat von dem Blut auf den Knorpel des rechten Ohrs und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses und sprengte das Blut auf den Altar umher.
  3308 25   Und nahm das Fett und den Schwanz und alles Fett am Eingeweide und das Netz ueber der Leber, die zwei Nieren mit dem Fett daran und die rechte Schulter;
  3308 26   dazu nahm er von dem Korb des ungesaeuerten Brots vor dem HERRN einen ungesaeuerten Kuchen und einen Kuchen geoelten Brots und einen Fladen und legte es auf das Fett und auf die rechte Schulter.
  3308 27   Und gab das allesamt auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webte es zum Webeopfer vor dem HERRN.
  3308 28   Und nahm alles wieder von ihren Haenden und zuendete es an auf dem Altar oben auf dem Brandopfer. Ein Fuellopfer war es zum suessen Geruch, ein Feuer dem HERRN.
  3308 29   Und Mose nahm die Brust und webte ein Webeopfer vor dem HERRN von dem Widder des Fuellopfers; der ward Mose zu seinem Teil, wie ihm der HERR geboten hatte.
  3308 30   Und Mose nahm von dem Salboel und dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Soehne und ihre Kleider, und weihte also Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider mit ihm.
  3308 31 * Und sprach zu Aaron und seinen Soehnen: Kochet das Fleisch vor der Tuer der Huette des Stifts, und esset es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Fuellopfers, wie mir geboten ist und gesagt, dass Aaron und seine Soehne es essen sollen.
  3308 32   Was aber uebrigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen.
  3308 33   Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts bis an den Tag, da die Tage eures Fuellopfers aus sind; denn sieben Tage sind eure Haende gefuellt,
  3308 34   wie es an diesem Tage geschehen ist; der HERR hat's geboten zu tun, auf dass ihr versoehnt seid.
  3308 35   Und sollt vor der Tuer der Huette des Stifts Tag und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HERRN tun, dass ihr nicht sterbet; denn also ist mir's geboten.
  3308 36   Und Aaron und seine Soehne taten alles, was ihnen der HERR geboten hatte durch Mose.
  3309  1 * Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Soehne und die Aeltesten in Israel
  3309  2   und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein junges Kalb zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide ohne Fehl, und bringe sie vor den Herrn.
  3309  3   Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Suendopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und ohne Fehl, zum Brandopfer
  3309  4   und einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, dass wir dem HERRN opfern, und ein Speisopfer, mit Oel gemengt. Denn heute wird euch der HERR erscheinen.
  3309  5   Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Tuer der Huette des Stifts; und es trat herzu die ganze Gemeinde und stand vor dem HERRN.
  3309  6   Da sprach Mose: Das ist's, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt, so wird euch des HERRN Herrlichkeit erscheinen.
  3309  7   Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und mache dein Suendopfer und dein Brandopfer und versoehne dich und das Volk; darnach mache des Volkes Opfer und versoehne sie auch, wie der HERR geboten hat.
  3309  8 * Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb zu seinem Suendopfer.
  3309  9   Und seine Soehne brachten das Blut zu ihm, und er tauchte mit seinem Finger ins Blut und tat's auf die Hoerner des Altars und goss das Blut an des Altars Boden.
  3309 10   Aber das Fett und die Nieren und das Netz von der Leber am Suendopfer zuendete er an auf dem Altar, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  3309 11   Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer draussen vor dem Lager.
  3309 12   Darnach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Soehne brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es auf den Altar umher.
  3309 13   Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstueckt und den Kopf; und er zuendete es an auf dem Altar.
  3309 14   Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und zuendete es an oben auf dem Brandopfer auf dem Altar.
  3309 15   Darnach brachte er herzu des Volks Opfer und nahm den Bock, das Suendopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein Suendopfer daraus wie das vorige.
  3309 16   Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit, wie es recht war.
  3309 17   Und brachte herzu das Speisopfer und nahm seine Hand voll und zuendete es an auf dem Altar, ausser dem Morgenbrandopfer.
  3309 18   Darnach schlachtete er den Ochsen und den Widder zum Dankopfer des Volks; und seine Soehne brachten ihm das Blut, das sprengte er auf dem Altar umher.
  3309 19   Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide und die Nieren und das Netz ueber der Leber:
  3309 20   alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zuendete das Fett an auf dem Altar.
  3309 21   Aber die Brust und die rechte Schulter webte Aaron zum Webopfer vor dem HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  3309 22   Und Aaron hob seine Hand auf zum Volk und segnete sie; und er stieg herab, da er das Suendopfer, Brandopfer und Dankopfer gemacht hatte.
  3309 23 * Und Mose und Aaron gingen in die Huette des Stifts; und da sie wieder herausgingen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN allem Volk.
  3309 24   Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und das Fett. Da das alles Volk sah, frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz.
  3310  1 * Und die Soehne Aarons Nadab und Abihu nahmen ein jeglicher seinen Napf und taten Feuer darein und legten Raeuchwerk darauf und brachten das fremde Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
  3310  2   Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN.
  3310  3 * Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg still.
  3310  4   Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Soehne Usiels, Aarons Vettern, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und traget eure Brueder von dem Heiligtum hinaus vor das Lager.
  3310  5   Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Roecken vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.
  3310  6   Da sprach Mose zu Aaron und seinen Soehnen Eleasar und Ithamar: Ihr sollt eure Haeupter nicht entbloessen noch eure Kleider zerreissen, dass ihr nicht sterbet und der Zorn ueber die ganze Gemeinde komme. Lasst eure Brueder, das ganze Haus Israel, weinen ueber diesen Brand, den der HERR getan hat.
  3310  7   Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tuer der Huette des Stifts, ihr moechtet sterben; denn das Salboel des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.
  3310  8 * Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:
  3310  9   Du und deine Soehne mit dir sollt keinen Wein noch starkes Getraenk trinken, wenn ihr in die Huette des Stifts geht, auf dass ihr nicht sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen,
  3310 10   auf dass ihr koennt unterscheiden, was heilig und unheilig, was rein und unrein ist,
  3310 11   und dass ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der HERR zu ihnen geredet hat durch Mose.
  3310 12 * Und Mose redete mit Aaron und mit seinen noch uebrigen Soehnen, Eleasar und Ithamar: Nehmet, was uebriggeblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des HERRN, und esset's ungesaeuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges.
  3310 13   Ihr sollt's aber an heiliger Staette essen; denn das ist dein Recht und deiner Soehne Recht an den Opfern des HERRN; denn so ist's mir geboten.
  3310 14   Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Soehne und deine Toechter mit dir essen an reiner Staette; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel.
  3310 15   Denn die Hebeschulter und die Webebrust soll man zu den Opfern des Fetts bringen, dass sie zum Webeopfer gewebt werden vor dem HERRN; darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HERR geboten hat.
  3310 16   Und Mose suchte den Bock des Suendopfers, und fand ihn verbrannt, Und er ward zornig ueber Eleasar und Ithamar, Aarons Soehne, die noch uebrig waren, und sprach:
  3310 17   Warum habt ihr das Suendopfer nicht gegessen an heiliger Staette? denn es ist ein Hochheiliges, und er hat's euch gegeben, dass ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt, dass ihr sie versoehnet vor dem HERRN.
  3310 18   Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist.
  3310 19   Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Suendopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir also gegangen, wie du siehst; und ich sollte essen heute vom Suendopfer? Sollte das dem HERRN gefallen?
  3310 20   Da das Mose hoerte, liess er's sich gefallen.
  3311  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen:
  3311  2   Redet mit den Kindern Israel und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen sollt unter allen Tieren auf Erden.
  3311  3   Alles, was die Klauen spaltet und wiederkaeut unter den Tieren, das sollt ihr essen.
  3311  4   Was aber wiederkaeut und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, wie das Kamel, das ist euch unrein, und ihr sollt's nicht essen.
  3311  5   Die Kaninchen wiederkaeuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein.
  3311  6   Der Hase wiederkaeut auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein.
  3311  7   Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkaeut nicht; darum soll's euch unrein sein.
  3311  8   Von dieser Fleisch sollt ihr nicht essen noch ihr Aas anruehren; denn sie sind euch unrein.
  3311  9 * Dies sollt ihr essen unter dem, was in Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und in Baechen, sollt ihr essen.
  3311 10   Alles aber, was nicht Flossfedern und Schuppen hat im Meer und in Baechen, unter allem, was sich regt in Wassern, und allem, was lebt im Wasser, soll euch eine Scheu sein,
  3311 11   dass ihr von ihrem Fleisch nicht esst und vor ihrem Aas euch scheut.
  3311 12   Denn alles, was nicht Flossfedern und Schuppen hat in Wassern, sollt ihr scheuen.
  3311 13   Und dies sollt ihr scheuen unter den Voegeln, dass ihr's nicht esst: den Adler, den Habicht, den Fischaar,
  3311 14   den Geier, den Weih, und was seine Art ist,
  3311 15   und alle Raben mit ihrer Art,
  3311 16   den Strauss, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art,
  3311 17   das Kaeuzlein, den Schwan, den Uhu,
  3311 18   die Fledermaus, die Rohrdommel,
  3311 19   den Storch, den Reiher, den Haeher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe.
  3311 20 * Alles auch, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen, das soll euch eine Scheu sein.
  3311 21   Doch das sollt ihr essen von allem, was sich regt und Fluegel hat und geht auf vier Fuessen: was noch zwei Beine hat, womit es auf Erden huepft;
  3311 22   von demselben moegt ihr essen die Heuschrecken, als da ist: Arbe mit seiner Art und Solam mit seiner Art und Hargol mit seiner Art und Hagab mit seiner Art.
  3311 23   Aber alles, was sonst Fluegel und vier Fuesse hat, soll euch eine Scheu sein,
  3311 24   und sollt sie unrein achten. Wer solcher Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend.
  3311 25   Und wer dieser Aase eines tragen wird, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis auf den Abend.
  3311 26   Darum alles Getier, das Klauen hat und spaltet sie nicht und wiederkaeuet nicht, das soll euch unrein sein.
  3311 27   Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Fuessen gehen, soll euch unrein sein; wer ihr Aas anruehrt, wird unrein sein bis auf den Abend.
  3311 28   Und wer ihr Aas traegt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis auf den Abend; denn solche sind euch unrein.
  3311 29   Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden kriechen: das Wiesel, die Maus, die Kroete, ein jegliches mit seiner Art,
  3311 30   der Igel, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der Maulwurf;
  3311 31   die sind euch unrein unter allem, was da kriecht; wer ihr Aas anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend.
  3311 32   Und alles, worauf ein solch totes Aas faellt, das wird unrein, es sei allerlei hoelzernes Gefaess oder Kleider oder Fell oder Sack; und alles Geraet, womit man etwas schafft, soll man ins Wasser tun, und es ist unrein bis auf den Abend; alsdann wird's rein.
  3311 33   Allerlei irdenes Gefaess, wo solcher Aas hineinfaellt, wird alles unrein, was darin ist; und sollt's zerbrechen.
  3311 34   Alle Speise, die man isst, so solch Wasser hineinkommt, ist unrein; und aller Trank, den man trinkt in allerlei solchem Gefaess, ist unrein.
  3311 35   Und alles, worauf solches Aas faellt, wird unrein, es sei ein Ofen oder Kessel, so soll man's zerbrechen; denn es ist unrein und soll euch unrein sein.
  3311 36   Doch die Brunnen und Gruben und Teiche bleiben rein. Wer aber ihr Aas anruehrt, ist unrein.
  3311 37   Und ob solch ein Aas fiele auf Samen, den man saet, so ist er doch rein.
  3311 38   Wenn man aber Wasser ueber den Samen goesse, und fiele darnach ein solch Aas darauf, so wuerde er euch unrein.
  3311 39   Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen moegt: wer das Aas anruehrt, der ist unrein bis an den Abend.
  3311 40   Wer von solchem Aas isst, der soll sein Kleid waschen und wird unrein sein bis an den Abend. Also wer auch traegt ein solch Aas, soll sein Kleid waschen, und ist unrein bis an den Abend
  3311 41   Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu sein, und man soll's nicht essen.
  3311 42   Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr Fuessen geht, unter allem, was auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu sein.
  3311 43 * Macht eure Seelen nicht zum Scheusal und verunreinigt euch nicht an ihnen, dass ihr euch besudelt.
  3311 44   Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, dass ihr heilig seid, denn ich bin heilig, und sollt eure Seelen nicht verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht.
  3311 45   Denn ich bin der HERR, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.
  3311 46   Dies ist das Gesetz von den Tieren und Voegeln und allerlei Tieren, die sich regen im Wasser, und allerlei Tieren, die auf Erden schleichen,
  3311 47   dass ihr unterscheiden koennt, was unrein und rein ist, und welches Tier man essen und welches man nicht essen soll.
  3312  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3312  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfaengt und gebiert ein Knaeblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet.
  3312  3   Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.
  3312  4   Und sie soll daheimbleiben dreiunddreissig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anruehren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis dass die Tage ihrer Reinigung aus sind.
  3312  5   Gebiert sie aber ein Maegdlein, so soll sie zwei Wochen unrein sein, wie wenn sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
  3312  6 * Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind fuer den Sohn oder fuer die Tochter, soll sie ein jaehriges Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge Taube oder Turteltaube zum Suendopfer dem Priester vor die Tuer der Huette des Stifts.
  3312  7   Der soll es opfern vor dem HERRN und sie versoehnen, so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz fuer die, so ein Knaeblein oder Maegdlein gebiert.
  3312  8   Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Suendopfer; so soll sie der Priester versoehnen, dass sie rein werde.
  3313  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  3313  2   Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffaehrt oder ausschlaegt oder eiterweiss wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron fuehren oder zu einem unter seinen Soehnen, den Priestern.
  3313  3   Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches sieht, dass die Haare in Weiss verwandelt sind und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewiss der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen und fuer unrein urteilen.
  3313  4   Wenn aber etwas eiterweiss ist an der Haut des Fleisches, und doch das Ansehen der Haut nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches und die Haare nicht in Weiss verwandelt sind, so soll der Priester ihn verschliessen sieben Tage
  3313  5   und am siebenten Tage besehen. Ist's, dass das Mal bleibt, wie er's zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen an der Haut,
  3313  6   so soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen. Und wenn er ihn zum andermal am siebenten Tage besieht und findet, dass das Mal verschwunden ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, so soll er ihn rein urteilen; denn es ist ein Grind. Und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein.
  3313  7   Wenn aber der Grind weiterfrisst in der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und wird nun zum andernmal vom Priester besehen,
  3313  8   wenn dann da der Priester sieht, dass der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss Aussatz.
  3313  9   Wenn ein Mal des Aussatzes an einem Menschen sein wird, den soll man zum Priester bringen.
  3313 10   Wenn derselbe sieht und findet, dass Weisses aufgefahren ist an der Haut und die Haare in Weiss verwandelt und rohes Fleisch im Geschwuer ist,
  3313 11   so ist's gewiss ein alter Aussatz in der Haut des Fleisches. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen und nicht verschliessen; denn er ist schon unrein.
  3313 12   Wenn aber der Aussatz blueht in der Haut und bedeckt die ganze Haut, von dem Haupt bis auf die Fuesse, alles, was dem Priester vor Augen sein mag,
  3313 13   wenn dann der Priester besieht und findet, dass der Aussatz das ganze Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen, dieweil es alles an ihm in Weiss verwandelt ist; denn er ist rein.
  3313 14   Ist aber rohes Fleisch da des Tages, wenn er besehen wird, so ist er unrein.
  3313 15   Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn unrein urteilen; denn das rohe Fleisch ist unrein, und es ist gewiss Aussatz.
  3313 16   Verkehrt sich aber das rohe Fleisch wieder und verwandelt sich in Weiss, so soll er zum Priester kommen.
  3313 17   Und wenn der Priester besieht und findet, dass das Mal ist in Weiss verwandelt, soll er ihn rein urteilen; denn er ist rein.
  3313 18 * Wenn jemandes Fleisch an der Haut eine Druese wird und wieder heilt,
  3313 19   darnach an demselben Ort etwas Weisses auffaehrt oder roetliches Eiterweiss wird, soll er vom Priester besehen werden.
  3313 20   Wenn dann der Priester sieht, dass das Ansehen tiefer ist denn die andere Haut und das Haar in Weiss verwandelt, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal aus der Druese geworden.
  3313 21   Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare nicht weiss sind und es ist nicht tiefer denn die andere Haut und ist verschwunden, so soll er ihn sieben Tage verschliessen.
  3313 22   Frisst es weiter in der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist gewiss ein Aussatzmal.
  3313 23   Bleibt aber das Eiterweiss also stehen und frisst nicht weiter, so ist's die Narbe von der Druese, und der Priester soll ihn rein urteilen.
  3313 24   Wenn sich jemand an der Haut am Feuer brennt und das Brandmal weissroetlich oder weiss ist
  3313 25   und der Priester ihn besieht und findet das Haar in Weiss verwandelt an dem Brandmal und das Ansehen tiefer denn die andere Haut, so ist's gewiss Aussatz, aus dem Brandmal geworden. Darum soll ihn der Priester unrein urteilen; denn es ist ein Aussatzmal.
  3313 26   Sieht aber der Priester und findet, dass die Haare am Brandmal nicht in Weiss verwandelt und es nicht tiefer ist denn die andere Haut und ist dazu verschwunden, soll er ihn sieben Tage verschliessen;
  3313 27   und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat's weitergefressen an der Haut, so soll er unrein urteilen; denn es ist Aussatz.
  3313 28   Ist's aber gestanden an dem Brandmal und hat nicht weitergefressen an der Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwuer des Brandmals. Und der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist die Narbe des Brandmals.
  3313 29   Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart ein Mal hat
  3313 30   und der Priester das Mal besieht und findet, dass das Ansehen der Haut tiefer ist denn die andere Haut und das Haar daselbst golden und duenn, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist ein aussaetziger Grind des Hauptes oder des Bartes.
  3313 31   Sieht aber der Priester, dass der Grind nicht tiefer anzusehen ist denn die andere Haut und das Haar nicht dunkel ist, soll er denselben sieben Tage verschliessen.
  3313 32   Und wenn er am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat und kein goldenes Haar da ist und das Ansehen des Grindes nicht tiefer ist denn die andere Haut,
  3313 33   soll er sich scheren, doch dass er den Grind nicht beschere; und soll ihn der Priester abermals sieben Tage verschliessen.
  3313 34   Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, dass der Grind nicht weitergefressen hat in der Haut und das Ansehen ist nicht tiefer als die andere Haut, so soll er ihn rein sprechen, und er soll seine Kleider waschen; denn er ist rein.
  3313 35   Frisst aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen ist,
  3313 36   und der Priester besieht und findet, dass der Grind also weitergefressen hat an der Haut, so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die Haare golden sind; denn er ist unrein.
  3313 37   Ist aber vor Augen der Grind stillgestanden und dunkles Haar daselbst aufgegangen, so ist der Grind heil und er rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen.
  3313 38 * Wenn einem Mann oder Weib an der Haut ihres Fleisches etwas eiterweiss ist
  3313 39   und der Priester sieht daselbst, dass das Eiterweiss schwindet, das ist ein weisser Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein.
  3313 40   Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, dass er kahl wird, der ist rein.
  3313 41   Fallen sie ihm vorn am Haupt aus und wird eine Glatze, so ist er rein.
  3313 42   Wird aber an der Glatze, oder wo er kahl ist, ein weisses oder roetliches Mal, so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen.
  3313 43   Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, dass ein weisses oder roetliches Mal aufgelaufen an seiner Glatze oder am Kahlkopf, dass es sieht, wie sonst der Aussatz an der Haut,
  3313 44   so ist er aussaetzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein sprechen solches Mals halben auf seinem Haupt.
  3313 45   Wer nun aussaetzig ist, des Kleider sollen zerrissen sein und das Haupt bloss und die Lippen verhuellt und er soll rufen: Unrein, unrein!
  3313 46   Und solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen und seine Wohnung soll ausserhalb des Lagers sein.
  3313 47 * Wenn an einem Kleid ein Aussatzmal sein wird, es sei wollen oder leinen,
  3313 48   am Aufzug oder am Eintrag, es sei wollen oder leinen, oder an einem Fell oder an allem, was aus Fellen gemacht wird,
  3313 49   und wenn das Mal gruenlich oder roetlich ist am Kleid oder am Fell oder am Aufzug oder am Eintrag oder an irgend einem Ding, das von Fellen gemacht ist, das ist gewiss ein Mal des Aussatzes; darum soll's der Priester besehen.
  3313 50   Und wenn er das Mal sieht, soll er's einschliessen sieben Tage.
  3313 51   Und wenn er am siebenten Tage sieht, dass das Mal hat weitergefressen am Kleid, am Aufzug oder am Eintrag, am Fell oder an allem, was man aus Fellen macht, so ist das Mal ein fressender Aussatz, und es ist unrein.
  3313 52   Und man soll das Kleid verbrennen oder den Aufzug oder den Eintrag, es sei wollen oder leinen oder allerlei Fellwerk, darin solch ein Mal ist; denn es ist fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen.
  3313 53   Wird aber der Priester sehen, dass das Mal nicht weitergefressen hat am Kleid oder am Aufzug oder am Eintrag oder an allerlei Fellwerk,
  3313 54   so soll er gebieten, dass man solches wasche, worin solches Mal ist, und soll's einschliessen andere sieben Tage.
  3313 55   Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal nicht verwandelt ist vor seinen Augen und auch nicht weitergefressen hat, so ist's unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen; denn es ist tief eingefressen und hat's vorn oder hinten schaebig gemacht.
  3313 56   Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verschwunden ist nach seinem Waschen, so soll er's abreissen vom Kleid, vom Fell, von Aufzug oder vom Eintrag.
  3313 57   Wird's aber noch gesehen am Kleid, am Aufzug, am Eintrag oder allerlei Fellwerk, so ist's ein Aussatzmal, und sollst das mit Feuer verbrennen, worin solch Mal ist.
  3313 58   Das Kleid aber oder der Aufzug oder Eintrag oder allerlei Fellwerk, das gewaschen und von dem das Mal entfernt ist, soll man zum andernmal waschen, so ist's rein.
  3313 59   Das ist das Gesetz ueber die Male des Aussatzes an Kleidern, sie seien wollen oder leinen, am Aufzug und am Eintrag und allerlei Fellwerk, rein oder unrein zu sprechen.
  3314  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3314  2   Das ist das Gesetz ueber den Aussaetzigen, wenn er soll gereinigt werden. Er soll zum Priester kommen.
  3314  3   Und der Priester soll aus dem Lager gehen und besehen, wie das Mal des Aussatzes am Aussaetzigen heil geworden ist,
  3314  4   und soll gebieten dem, der zu reinigen ist, dass er zwei lebendige Voegel nehme, die da rein sind, und Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop.
  3314  5   Und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser.
  3314  6   Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Zedernholz, scharlachfarbener Wolle und Isop und in des Vogels Blut tauchen, der ueber dem frischen Wasser geschlachtet ist,
  3314  7   und besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal; und reinige ihn also und lasse den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen.
  3314  8   Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser baden, so ist er rein. Darnach gehe er ins Lager; doch soll er ausserhalb seiner Huette sieben Tage bleiben.
  3314  9   Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Haupt, am Bart, an den Augenbrauen, dass alle Haare abgeschoren seien, und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein.
  3314 10 * Und am achten Tage soll er zwei Laemmer nehmen ohne Fehl und ein jaehriges Schaf ohne Fehl und drei zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, und ein Log Oel.
  3314 11   Da soll der Priester den Gereinigten und diese Dinge stellen vor den HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts.
  3314 12   Und soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer opfern mit dem Log Oel; und soll solches vor dem HERRN weben
  3314 13   und darnach das Lamm schlachten, wo man das Suendopfer und Brandopfer schlachtet, naemlich an heiliger Staette; denn wie das Suendopfer, also ist auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist ein Hochheiliges.
  3314 14   Und der Priester soll von dem Blut nehmen vom Schuldopfer und dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses.
  3314 15   Darnach soll er von dem Log Oel nehmen und es in seine, des Priesters, linke Hand giessen
  3314 16   und mit seinem rechten Finger in das Oel tauchen, das in seiner linken Hand ist, und sprengen vom Oel mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN.
  3314 17   Vom uebrigen Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, oben auf das Blut des Schuldopfers.
  3314 18   Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt tun und ihn versoehnen vor dem HERRN.
  3314 19   Und soll das Suendopfer machen und den Gereinigten versoehnen seiner Unreinigkeit halben; und soll darnach das Brandopfer schlachten
  3314 20   und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn versoehnen, so ist er rein.
  3314 21 * Ist er aber arm und erwirbt mit seiner Hand nicht so viel, so nehme er ein Lamm zum Schuldopfer, zu weben, zu seiner Versoehnung und ein zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Oel
  3314 22   und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die er mit seiner Hand erwerben kann, dass eine sei ein Suendopfer, die andere ein Brandopfer,
  3314 23   und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester vor die Tuer der Huette des Stifts, vor den HERRN.
  3314 24   Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen und das Log Oel und soll's alles weben vor dem HERRN
  3314 25   und das Lamm des Schuldopfers schlachten und Blut nehmen von demselben Schuldopfer und es dem Gereinigten tun auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses,
  3314 26   und von dem Oel in seine, des Priesters, linke Hand giessen
  3314 27   und mit seinem rechten Finger vom Oel, das in seiner linken Hand ist, siebenmal sprengen vor dem HERRN.
  3314 28   Von dem uebrigen aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses tun, oben auf das Blut des Schuldopfers.
  3314 29   Das uebrige Oel aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das Haupt tun, ihn zu versoehnen vor dem HERRN;
  3314 30   und darnach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand hat moegen erwerben,
  3314 31   ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen samt dem Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also versoehnen vor dem HERRN.
  3314 32   Das sei das Gesetz fuer den Aussaetzigen, der mit seiner Hand nicht erwerben kann, was zur Reinigung gehoert.
  3314 33 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  3314 34   Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe, und ich werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmal geben,
  3314 35   so soll der kommen, des das Haus ist, es dem Priester ansagen und sprechen: Es sieht mich an, als sei ein Aussatzmal an meinem Hause.
  3314 36   Da soll der Priester heissen, dass sie das Haus ausraeumen, ehe denn der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, auf dass nicht unrein werde alles, was im Hause ist; darnach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen.
  3314 37   Wenn er nun das Mal besieht und findet, dass an der Wand des Hauses gruenliche oder roetliche Grueblein sind und ihr Ansehen tiefer denn sonst die Wand ist,
  3314 38   so soll er aus dem Hause zur Tuer herausgehen und das Haus sieben Tage verschliessen.
  3314 39   Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, dass das Mal weitergefressen hat an des Hauses Wand,
  3314 40   so soll er die Steine heissen ausbrechen, darin das Mal ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen.
  3314 41   Und das Haus soll man inwendig ringsherum schaben und die abgeschabte Tuenche hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schuetten
  3314 42   und andere Steine nehmen und an jener Statt tun und andern Lehm nehmen und das Haus bewerfen.
  3314 43   Wenn das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat,
  3314 44   so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, dass das Mal weitergefressen hat am Hause, so ist's gewiss ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein.
  3314 45   Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und alle Tuenche am Hause, und soll's hinausfuehren vor die Stadt an einen unreinen Ort.
  3314 46   Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis an den Abend.
  3314 47   Und wer darin liegt oder darin isst, der soll seine Kleider waschen.
  3314 48   Wo aber der Priester, wenn er hineingeht, sieht, dass dies Mal nicht weiter am Haus gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist, so soll er's rein sprechen; denn das Mal ist heil geworden.
  3314 49   Und soll zum Suendopfer fuer das Haus nehmen zwei Voegel, Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Isop,
  3314 50   und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefaess ueber frischem Wasser.
  3314 51   Und soll nehmen das Zedernholz, die scharlachfarbene Wolle, den Isop und den lebendigen Vogel, und in des geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen, und das Haus siebenmal besprengen.
  3314 52   Und soll also das Haus entsuendigen mit dem Blut des Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit Isop und mit scharlachfarbener Wolle.
  3314 53   Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freie Feld fliegen, und das Haus versoehnen, so ist's rein.
  3314 54 * Das ist das Gesetz ueber allerlei Mal des Aussatzes und Grindes,
  3314 55   ueber den Aussatz der Kleider und der Haeuser,
  3314 56   ueber Beulen, Ausschlag und Eiterweiss,
  3314 57   auf dass man wisse, wann etwas unrein oder rein ist. Das ist das Gesetz vom Aussatz.
  3315  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  3315  2   Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch einen Fluss hat, derselbe ist unrein.
  3315  3   Dann aber ist er unrein an diesem Fluss, wenn sein Fleisch eitert oder verstopft ist.
  3315  4   Alles Lager, darauf er liegt, und alles, darauf er sitzt, wird unrein werden.
  3315  5   Und wer sein Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315  6   Und wer sich setzt, wo er gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315  7   Wer sein Fleisch anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315  8   Wenn er seinen Speichel wirft auf den, der rein ist, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315  9   Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden.
  3315 10   Und wer anruehrt irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird unrein sein bis auf den Abend. Und wer solches traegt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 11   Und welchen er anruehrt, ehe er die Haende waescht, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 12   Wenn er ein irdenes Gefaess anruehrt, das soll man zerbrechen; aber das hoelzerne Gefaess soll man mit Wasser spuelen.
  3315 13   Und wenn er rein wird von seinem Fluss, so soll er sieben Tage zaehlen, nachdem er rein geworden ist, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit fliessendem Wasser baden, so ist er rein.
  3315 14   Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts und dem Priester geben.
  3315 15   Und der Priester soll aus einer ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer machen und ihn versoehnen vor dem HERRN seines Flusses halben.
  3315 16   Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgeht, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 17   Und alles Kleid und alles Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll er waschen mit Wasser und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 18   Ein Weib, bei welchem ein solcher liegt, die soll sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 19 * Wenn ein Weib ihres Leibes Blutfluss hat, die soll sieben Tage unrein geachtet werden; wer sie anruehrt, der wird unrein sein bis auf den Abend.
  3315 20   Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, und worauf sie sitzt, wird unrein sein.
  3315 21   Und wer ihr Lager anruehrt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 22   Und wer anruehrt irgend etwas, darauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 23   Und wer anruehrt irgend etwas, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat soll unrein sein bis auf den Abend.
  3315 24   Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein sein, und das Lager, auf dem er gelegen hat wird unrein sein.
  3315 25   Wenn aber ein Weib den Blutfluss eine lange Zeit hat, zu ungewoehnlicher Zeit oder ueber die gewoehnliche Zeit, so wird sie unrein sein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewoehnlichen Zeit, so soll sie auch da unrein sein.
  3315 26   Alles Lager, darauf sie liegt die ganze Zeit ihres Flusses, soll sein wie ihr Lager zu ihrer gewoehnlichen Zeit. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein gleich der Unreinigkeit ihrer gewoehnlichen Zeit.
  3315 27   Wer deren etwas anruehrt, der wird unrein sein und soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
  3315 28   Wird sie aber rein von ihrem Fluss, so soll sie sieben Tage zaehlen; darnach soll sie rein sein.
  3315 29   Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tuer der Huette des Stifts.
  3315 30   Und der Priester soll aus einer machen ein Suendopfer, aus der andern ein Brandopfer, und sie versoehnen vor dem HERRN ueber den Fluss ihrer Unreinigkeit.
  3315 31   So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, dass sie nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist.
  3315 32   Das ist das Gesetz ueber den, der einen Fluss hat und dem der Same im Schlaf entgeht, dass er unrein davon wird,
  3315 33   und ueber die, die ihren Blutfluss hat, und wer einen Fluss hat, es sei Mann oder Weib, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt.
  3316  1 * Und der HERR redete mit Mose, nachdem die zwei Soehne Aarons gestorben waren, da sie vor dem HERRN opferten,
  3316  2   und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu aller Zeit in das inwendige Heiligtum gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, der auf der Lade ist, dass er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem Gnadenstuhl;
  3316  3   sondern damit soll er hineingehen: mit einem jungen Farren zum Suendopfer und mit einem Widder zum Brandopfer,
  3316  4   und soll den heiligen leinenen Rock anlegen und leinene Beinkleider an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Guertel guerten und den leinenen Hut aufhaben, denn das sind die heiligen Kleider, und soll sein Fleisch mit Wasser baden und sie anlegen.
  3316  5 * Und soll von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenboecke nehmen zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer.
  3316  6   Und Aaron soll den Farren, sein Suendopfer, herzubringen, dass er sich und sein Haus versoehne,
  3316  7   und darnach die zwei Boecke nehmen und vor den HERRN stellen vor der Tuer der Huette des Stifts,
  3316  8   und soll das Los werfen ueber die zwei Boecke: ein Los dem HERRN, das andere dem Asasel.
  3316  9   Und soll den Bock, auf welchen das Los des HERRN faellt, opfern zum Suendopfer.
  3316 10   Aber den Bock, auf welchen das Los fuer Asasel faellt, soll er lebendig vor den HERRN stellen, dass er ueber ihm versoehne, und lasse den Bock fuer Asasel in die Wueste.
  3316 11   Und also soll er denn den Farren seines Suendopfers herzubringen und sich und sein Haus versoehnen und soll ihn schlachten
  3316 12   und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und die Hand voll zerstossenen Raeuchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen
  3316 13   und das Raeuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, dass der Nebel vom Raeuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, dass er nicht sterbe.
  3316 14   Und soll von dem Blut des Farren nehmen und es mit seinem Finger auf den Gnadenstuhl sprengen vornean; vor den Gnadenstuhl aber soll er siebenmal mit seinem Finger vom Blut sprengen.
  3316 15 * Darnach soll er den Bock, des Volkes Suendopfer, schlachten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen auf den Gnadenstuhl und vor den Gnadenstuhl;
  3316 16   und soll also versoehnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Uebertretung in allen ihren Suenden. Also soll er auch tun der Huette des Stifts; denn sie sind unrein, die umher lagern.
  3316 17   Kein Mensch soll in der Huette des Stifts sein, wenn er hineingeht, zu versoehnen im Heiligtum, bis er herausgehe; und soll also versoehnen sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel.
  3316 18   Und wenn er herausgeht zum Altar, der vor dem HERRN steht, soll er ihn versoehnen und soll vom Blut des Farren und vom Blut des Bocks nehmen und es auf des Altars Hoerner umher tun;
  3316 19   und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel.
  3316 20 * Und wenn er vollbracht hat das Versoehnen des Heiligtums und der Huette des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen.
  3316 21   Da soll Aaron seine beiden Haende auf sein Haupt legen und bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre Uebertretung in allen ihren Suenden, und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in die Wueste laufen lassen,
  3316 22   dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich in eine Wildnis trage; und er lasse ihn in die Wueste.
  3316 23   Und Aaron soll in die Huette des Stifts gehen und ausziehen die leinenen Kleider, die er anzog, da er in das Heiligtum ging, und soll sie daselbst lassen.
  3316 24   Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Staette und seine eigenen Kleider antun und herausgehen und sein Brandopfer und des Volkes Brandopfer machen und beide, sich und das Volk, versoehnen,
  3316 25   und das Fett vom Suendopfer auf dem Altar anzuenden.
  3316 26   Der aber den Bock fuer Asasel hat ausgefuehrt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen.
  3316 27   Den Farren des Suendopfers und den Bock des Suendopfers, deren Blut in das Heiligtum zu versoehnen gebracht ward, soll man hinausschaffen vor das Lager und mit Feuer verbrennen, Haut, Fleisch und Mist.
  3316 28   Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch mit Wasser baden und darnach ins Lager kommen.
  3316 29 * Auch soll euch das ein ewiges Recht sein: am zehnten Tage des siebenten Monats sollt ihr euren Leib kasteien und kein Werk tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremder unter euch.
  3316 30   Denn an diesem Tage geschieht eure Versoehnung, dass ihr gereinigt werdet; von allen euren Suenden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.
  3316 31   Darum soll's euch ein grosser Sabbat sein, und ihr sollt euren Leib kasteien. Ein ewiges Recht sei das.
  3316 32   Es soll aber solche Versoehnung tun ein Priester, den man geweiht und des Hand man gefuellt hat zum Priester an seines Vaters Statt; und er soll die leinenen Kleider antun, die heiligen Kleider,
  3316 33   und soll also versoehnen das heiligste Heiligtum und die Huette des Stifts und den Altar und die Priester und alles Volk der Gemeinde.
  3316 34   Das soll euch ein ewiges Recht sein, dass ihr die Kinder Israel versoehnt von allen ihren Suenden, im Jahr einmal. Und Aaron tat, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  3317  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3317  2   Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat.
  3317  3   Welcher aus dem Haus Israel einen Ochsen oder Lamm oder Ziege schlachtet, in dem Lager oder draussen vor dem Lager,
  3317  4   und es nicht vor die Tuer der Huette des Stifts bringt, dass es dem HERRN zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, der soll des Blutes schuldig sein als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
  3317  5   Darum sollen die Kinder Israel ihre Schlachttiere, die sie auf dem freien Feld schlachten wollen, vor den HERRN bringen vor die Tuer der Huette des Stifts zum Priester und allda ihre Dankopfer dem HERRN opfern.
  3317  6   Und der Priester soll das Blut auf den Altar des HERRN sprengen vor der Tuer der Huette des Stifts und das Fett anzuenden zum suessen Geruch dem HERRN.
  3317  7   Und mitnichten sollen sie ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie Abgoetterei treiben. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen.
  3317  8   Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, ein Opfer oder Brandopfer tut
  3317  9   und bringt's nicht vor die Tuer der Huette des Stifts, dass er's dem HERRN tue, der soll ausgerottet werden von seinem Volk.
  3317 10 * Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut isst, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten.
  3317 11   Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versoehnt werden. Denn das Blut ist die Versoehnung, weil das Leben in ihm ist.
  3317 12   Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt.
  3317 13   Und welcher Mensch, er sei vom Haus Israel oder ein Fremdling unter euch, ein Tier oder einen Vogel faengt auf der Jagd, das man isst, der soll desselben Blut hingiessen und mit Erde zuscharren.
  3317 14   Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebt; und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem Blut; wer es isst, der soll ausgerottet werden.
  3317 15   Und welche Seele ein Aas oder was vom Wild zerrissen ist, isst, er sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein.
  3317 16   Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er seiner Missetat schuldig sein.
  3318  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3318  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott.
  3318  3   Ihr sollt nicht tun nach den Werken des Landes Aegypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach den Werken des Landes Kanaan, darein ich euch fuehren will; ihr sollt auch nach ihrer Weise nicht halten;
  3318  4   sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun, und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3318  5   Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der HERR.
  3318  6 * Niemand soll sich zu seiner naechsten Blutsfreundin tun, ihre Bloesse aufzudecken; denn ich bin der HERR.
  3318  7   Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Bloesse nicht aufdecken; es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken.
  3318  8   Du sollst deines Vaters Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Vaters Bloesse.
  3318  9   Du sollst deiner Schwester Bloesse, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, daheim oder draussen geboren, nicht aufdecken.
  3318 10   Du sollst die Bloesse der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht aufdecken; denn es ist deine Bloesse.
  3318 11   Du sollst die Bloesse der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht aufdecken.
  3318 12   Do sollst die Bloesse der Schwester deines Vaters nicht aufdecken; denn es ist deines Vaters naechste Blutsfreundin.
  3318 13   Du sollst deiner Mutter Schwester Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deiner Mutter naechste Blutsfreundin.
  3318 14   Du sollst deines Vaters Bruders Bloesse nicht aufdecken, dass du sein Weib nehmest; denn sie ist deine Base.
  3318 15   Du sollst deiner Schwiegertochter Bloesse nicht aufdecken; denn es ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Bloesse nicht aufdecken.
  3318 16   Du sollst deines Bruders Weibes Bloesse nicht aufdecken; denn sie ist deines Bruders Bloesse.
  3318 17   Du sollst eines Weibes samt ihrer Tochter Bloesse nicht aufdecken noch ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter nehmen, ihre Bloesse aufzudecken; denn sie sind ihre naechsten Blutsfreundinnen, und es ist ein Frevel.
  3318 18   Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen neben ihr, ihre Bloesse aufzudecken, ihr zuwider, solange sie noch lebt.
  3318 19 * Du sollst nicht zum Weibe gehen, solange sie ihre Krankheit hat, in ihrer Unreinigkeit ihre Bloesse aufzudecken.
  3318 20   Du sollst auch nicht bei deines Naechsten Weibe liegen, dadurch du dich an ihr verunreinigst.
  3318 21   Du sollst auch nicht eines deiner Kinder dahingeben, dass es dem Moloch verbrannt werde, dass du nicht entheiligst den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR.
  3318 22   Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Greuel.
  3318 23   Du sollst auch bei keinem Tier liegen, dass du mit ihm verunreinigt werdest. Und kein Weib soll mit einem Tier zu schaffen haben; denn es ist ein Greuel.
  3318 24   Ihr sollt euch in dieser keinem verunreinigen; denn in diesem allem haben sich verunreinigt die Heiden, die ich vor euch her will ausstossen,
  3318 25   und das Land ist dadurch verunreinigt. Und ich will ihre Missetat an ihnen heimsuchen, dass das Land seine Einwohner ausspeie.
  3318 26   Darum haltet meine Satzungen und Rechte, und tut dieser Greuel keine, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch;
  3318 27   denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das Land verunreinigt;
  3318 28   auf dass euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, gleich wie es die Heiden hat ausgespieen, die vor euch waren.
  3318 29   Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk.
  3318 30   Darum haltet meine Satzungen, dass ihr nicht tut nach den greulichen Sitten, die vor euch waren, dass ihr nicht damit verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3319  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3319  2   Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.
  3319  3   Ein jeglicher fuerchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3319  4   Ihr sollt euch nicht zu den Goetzen wenden und sollt euch keine gegossenen Goetter machen; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3319  5   Und wenn ihr dem HERRN wollt ein Dankopfer tun, so sollt ihr es opfern, dass es ihm gefallen koennte.
  3319  6   Ihr sollt es desselben Tages essen, da ihr's opfert, und des andern Tages; was aber auf den dritten Tag uebrigbleibt, soll man mit Feuer verbrennen.
  3319  7   Wird aber jemand am dritten Tage davon essen, so ist er ein Greuel und wird nicht angenehm sein.
  3319  8   Und der Esser wird seine Missetat tragen, darum dass er das Heiligtum des HERRN entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
  3319  9   Wenn du dein Land einerntest, sollst du nicht alles bis an die Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln.
  3319 10   Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn ich bin der HERR euer Gott.
  3319 11 * Ihr sollt nicht stehlen noch luegen noch faelschlich handeln einer mit dem andern.
  3319 12   Ihr sollt nicht falsch schwoeren bei meinem Namen und entheiligen den Namen deines Gottes; denn ich bin der HERR.
  3319 13   Du sollst deinem Naechsten nicht unrecht tun noch ihn berauben. Es soll des Tageloehners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen.
  3319 14   Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst dem Blinden keinen Anstoss setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott fuerchten, denn ich bin der HERR.
  3319 15   Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen noch den Grossen ehren; sondern du sollst deinen Naechsten recht richten.
  3319 16   Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen wider deines Naechsten Blut; denn ich bin der HERR.
  3319 17   Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Naechsten zurechtweisen, auf dass du nicht seineshalben Schuld tragen muessest.
  3319 18   Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Naechsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR.
  3319 19 * Meine Satzungen sollt ihr halten, dass du dein Vieh nicht lassest mit anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besaeest mit mancherlei Samen und kein Kleid an dich komme, dass mit Wolle und Leinen gemengt ist.
  3319 20   Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt, die eine leibeigene Magd und von dem Mann verschmaeht ist, doch nicht erloest noch Freiheit erlangt hat, das soll gestraft werden; aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen.
  3319 21   Er soll aber fuer seine Schuld dem HERRN vor die Tuer der Huette des Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen;
  3319 22   und der Priester soll ihn versoehnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN ueber die Suende, die er getan hat, so wird ihm Gott gnaedig sein ueber seine Suende, die er getan hat.
  3319 23   Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Baeume pflanzt, davon man isst, sollt ihr mit seinen Fruechten tun wie mit einer Vorhaut. Drei Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, dass ihr sie nicht esset;
  3319 24   im vierten Jahr aber sollen alle ihre Fruechte heilig sein, ein Preisopfer dem HERRN;
  3319 25   im fuenften Jahr aber sollt ihr die Fruechte essen und sie einsammeln; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3319 26   Ihr sollt nichts vom Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei achten noch Tage waehlen.
  3319 27   Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundumher abschneiden noch euren Bart gar abscheren.
  3319 28   Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reissen noch Buchstaben an euch aetzen; denn ich bin der HERR.
  3319 29   Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, dass nicht das Land Hurerei treibe und werde voll Lasters.
  3319 30 * Meine Feiertage haltet, und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der HERR.
  3319 31   Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, dass ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3319 32   Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn du sollst dich fuerchten vor deinem Gott, denn ich bin der HERR.
  3319 33   Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden.
  3319 34   Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.
  3319 35   Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht mit der Elle, mit Gewicht, mit Mass.
  3319 36   Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat,
  3319 37   dass ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HERR.
  3320  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3320  2   Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein Fremdling, der in Israel wohnt, eines seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das Volk im Lande soll ihn steinigen.
  3320  3   Und ich will mein Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, dass er dem Moloch eines seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat.
  3320  4   Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen wuerde dem Menschen, der eines seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, dass es ihn nicht toetet,
  3320  5   so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen setzen und wider sein Geschlecht und will ihn und alle, die mit ihm mit dem Moloch Abgoetterei getrieben haben, aus ihrem Volke ausrotten.
  3320  6   Wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, dass sie ihnen nachfolgt, so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen und will sie aus ihrem Volk ausrotten.
  3320  7   Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3320  8   Und haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich bin der HERR, der euch heiligt.
  3320  9   Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Sein Blut sei auf ihm, dass er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat.
  3320 10 * Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, beide, Ehebrecher und Ehebrecherin, darum dass er mit seines Naechsten Weibe die Ehe gebrochen hat.
  3320 11   Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schlaeft, dass er seines Vater Bloesse aufgedeckt hat, die sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
  3320 12   Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter schlaeft, so sollen sie beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
  3320 13   Wenn jemand beim Knaben schlaeft wie beim Weibe, die haben einen Greuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
  3320 14   Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat einen Frevel verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen und sie beide auch, dass kein Frevel sei unter euch.
  3320 15   Wenn jemand beim Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man erwuergen.
  3320 16   Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh tut, dass sie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du toeten und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben; ihr Blut sei auf ihnen.
  3320 17   Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und ihre Bloesse schaut und sie wieder seine Bloesse, das ist Blutschande. Die sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks; denn er hat seiner Schwester Bloesse aufgedeckt; er soll seine Missetat tragen.
  3320 18   Wenn ein Mann beim Weibe schlaeft zur Zeit ihrer Krankheit und entbloesst ihre Scham und deckt ihren Brunnen auf, und entbloesst den Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden.
  3320 19   Deiner Mutter Schwester Bloesse und deines Vater Schwester Bloesse sollst du nicht aufdecken; denn ein solcher hat seine naechste Blutsfreundin aufgedeckt, und sie sollen ihre Missetat tragen.
  3320 20   Wenn jemand bei seines Vaters Bruders Weibe schlaeft, der hat seines Oheims Bloesse aufgedeckt. Sie sollen ihre Suende tragen; ohne Kinder sollen sie sterben.
  3320 21   Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schaendliche Tat; sie sollen ohne Kinder sein, darum dass er seines Bruders Bloesse aufgedeckt hat.
  3320 22 * So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut darnach, auf dass euch das Land nicht ausspeie, darein ich euch fuehre, dass ihr darin wohnt.
  3320 23   Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her werde ausstossen. Denn solches alles haben sie getan, und ich habe einen Greuel an ihnen gehabt.
  3320 24   Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch ein Land zum Erbe geben, darin Milch und Honig fliesst. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch von allen Voelkern abgesondert hat,
  3320 25   dass ihr auch absondern sollt das reine Vieh vom unreinen und unreine Voegel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreinigt am Vieh, an Voegeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich euch abgesondert habe, dass es euch unrein sei.
  3320 26   Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Voelkern, dass ihr mein waeret.
  3320 27   Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter sein wird, die sollen des Todes sterben. Man soll sie steinigen; ihr Blut sei auf ihnen.
  3321  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Soehnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen,
  3321  2   ausser an seinem Blutsfreunde, der ihm am naechsten angehoert, als: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder
  3321  3   und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen.
  3321  4   Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm zugehoert unter seinem Volk, dass er sich entheilige.
  3321  5   Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt noch ihren Bart abscheren und an ihrem Leib kein Mal stechen.
  3321  6   Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes. Denn sie opfern des HERRN Opfer, das Brot ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein.
  3321  7   Sie sollen keine Hure nehmen noch eine Geschwaechte oder die von ihrem Mann verstossen ist; denn er ist heilig seinem Gott.
  3321  8   Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt.
  3321  9   Wenn eines Priesters Tochter anfaengt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschaendet.
  3321 10 * Wer Hoherpriester ist unter seinen Bruedern, auf dessen Haupt das Salboel gegossen und dessen Hand gefuellt ist, dass er angezogen wuerde mit den Kleidern, der soll sein Haupt nicht entbloessen und seine Kleider nicht zerreissen
  3321 11   und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder ueber Vater noch ueber Mutter verunreinigen.
  3321 12   Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, dass er nicht entheilige das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salboels seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR.
  3321 13   Eine Jungfrau soll er zum Weibe nehmen;
  3321 14   aber keine Witwe noch Verstossene noch Geschwaechte noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen,
  3321 15   auf dass er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt.
  3321 16 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3321 17   Rede mit Aaron und sprich: Wenn an jemand deiner Nachkommen in euren Geschlechtern ein Fehl ist, der soll nicht herzutreten, dass er das Brot seines Gottes opfere.
  3321 18   Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten; er sei blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewoehnlichem Glied,
  3321 19   oder der an einem Fuss oder einer Hand gebrechlich ist
  3321 20   oder hoeckerig ist oder ein Fell auf dem Auge hat oder schielt oder den Grind oder Flechten hat oder der gebrochen ist.
  3321 21   Welcher nun von Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehl an sich hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Opfer des HERRN; denn er hat einen Fehl, darum soll er zu dem Brot seines Gottes nicht nahen, dass er es opfere.
  3321 22   Doch soll er das Brot seines Gottes essen, von dem Heiligen und vom Hochheiligen.
  3321 23   Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil der Fehl an ihm ist, dass er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
  3321 24   Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Kindern Israel.
  3322  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3322  2   Sage Aaron und seinen Soehnen, dass sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen und meinen heiligen Namen nicht entheiligen, denn ich bin der HERR.
  3322  3   So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher eurer Nachkommen herzutritt zum Heiligen, das die Kinder Israel dem HERRN heiligen, und hat eine Unreinheit an sich, des Seele soll ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn ich bin der HERR.
  3322  4   Welcher der Nachkommen Aarons aussaetzig ist oder einen Fluss hat, der soll nicht essen vom Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa einen anruehrt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder welchem der Same entgeht im Schlaf,
  3322  5   und welcher irgend ein Gewuerm anruehrt, dadurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird, und alles, was ihn verunreinigt:
  3322  6   welcher der eins anruehrt, der ist unrein bis auf den Abend und soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser baden.
  3322  7   Und wenn die Sonne untergegangen und er rein geworden ist, dann mag er davon essen; denn es ist seine Nahrung.
  3322  8   Ein Aas und was von wilden Tieren zerreissen ist, soll er nicht essen, auf dass er nicht unrein daran werde; denn ich bin der HERR.
  3322  9   Darum sollen sie meine Saetze halten, dass sie nicht Suende auf sich laden und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
  3322 10 * Kein anderer soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisass oder Tageloehner.
  3322 11   Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kauft, die mag davon essen; und was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem Brot essen.
  3322 12   Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll nicht von der heiligen Hebe essen.
  3322 13   Wird sie aber eine Witwe oder ausgestossen und hat keine Kinder und kommt wieder zu ihres Vaters Hause, so soll sie essen von ihres Vaters Brot, wie da sie noch Jungfrau war. Aber kein Fremdling soll davon essen.
  3322 14   Wer sonst aus Versehen von dem Heiligen isst der soll den fuenften Teil dazutun und dem Priester geben samt dem Heiligen,
  3322 15   auf dass sie nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie dem HERRN heben,
  3322 16   auf dass sie nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
  3322 17 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3322 18   Sage Aaron und seinen Soehnen und allen Kindern Israel: Welcher Israeliter oder Fremdling in Israel sein Opfer tun will, es sei ein Geluebde oder von freiem Willen, dass sie dem HERRN ein Brandopfer tun wollen, das ihm von euch angenehm sei,
  3322 19   das soll ein Maennlein und ohne Fehl sein, von Rindern oder Laemmern oder Ziegen.
  3322 20   Alles, was ein Fehl hat, sollt ihr nicht opfern; denn es wird von euch nicht angenehm sein.
  3322 21   Und wer ein Dankopfer dem HERRN tun will, ein besonderes Geluebde oder von freiem Willen, von Rindern oder Schafen, das soll ohne Gebrechen sein, dass es angenehm sei; es soll keinen Fehl haben.
  3322 22   Ist's blind oder gebrechlich oder geschlagen oder duerr oder raeudig oder hat es Flechten, so sollt ihr solches dem HERRN nicht opfern und davon kein Opfer geben auf den Altar des HERRN.
  3322 23   Einen Ochsen oder Schaf, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du von freiem Willen opfern; aber angenehm mag's nicht sein zum Geluebde.
  3322 24   Du sollst auch dem HERRN kein zerstossenes oder zerriebenes oder zerrissenes oder das ausgeschnitten ist, opfern, und sollt im Lande solches nicht tun.
  3322 25   Du sollst auch solcher keins von eines Fremdlings Hand als Brot eures Gottes opfern; denn es taugt nicht und hat einen Fehl; darum wird's nicht angenehm sein von euch.
  3322 26   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3322 27   Wenn ein Ochs oder Lamm oder Ziege geboren ist, so soll es sieben Tage bei seiner Mutter sein, und am achten Tage und darnach mag man's dem HERRN opfern, so ist's angenehm.
  3322 28   Es sei ein Ochs oder Schaf, so soll man's nicht mit seinem Jungen auf einen Tag schlachten.
  3322 29   Wenn ihr aber wollt dem HERRN ein Lobopfer tun, das von euch angenehm sei,
  3322 30   so sollt ihr's desselben Tages essen und sollt nichts uebrig bis auf den Morgen behalten; denn ich bin der HERR.
  3322 31   Darum haltet meine Gebote und tut darnach; denn ich bin der HERR.
  3322 32   Dass ihr meinen heiligen Namen nicht entheiligt, und ich geheiligt werde unter den Kindern Israel; denn ich bin der HERR, der euch heiligt,
  3322 33   der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott waere, ich, der HERR.
  3323  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3323  2   Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das sind die Feste des HERRN, die ihr heilig und meine Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt.
  3323  3   Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der grosse, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen.
  3323  4 * Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr die heiligen Feste heissen sollt, da ihr zusammenkommt.
  3323  5   Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN Passah.
  3323  6   Und am fuenfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesaeuerten Brote des HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesaeuertes Brot essen.
  3323  7   Der erste Tag soll heilig unter euch heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun.
  3323  8   Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der siebente Tag soll auch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.
  3323  9   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3323 10   Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet's ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen.
  3323 11   Da soll die Garbe gewebt werden vor dem HERRN, dass es von euch angenehm sei; solches soll aber der Priester tun des Tages nach dem Sabbat.
  3323 12   Und ihr sollt des Tages, da eure Garbe gewebt wird, ein Brandopfer dem HERRN tun von einem Lamm, das ohne Fehl und jaehrig sei,
  3323 13   samt dem Speisopfer: zwei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, als ein Opfer dem HERRN zum suessen Geruch; dazu das Trankopfer: ein viertel Hin Wein.
  3323 14   Und sollt kein neues Brot noch geroestete oder frische Koerner zuvor essen bis auf den Tag, da ihr eurem Gott Opfer bringt. Das soll ein Recht sein euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
  3323 15 * Darnach sollt ihr Zaehlen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Webegarbe brachtet, sieben ganze Wochen;
  3323 16   bis an den Tag nach dem siebenten Sabbat, naemlich fuenfzig Tage, sollt ihr zaehlen und neues Speisopfer dem HERRN opfern,
  3323 17   und sollt's aus euren Wohnungen opfern, naemlich zwei Webebrote von zwei Zehntel Semmelmehl, gesaeuert und gebacken, zu Erstlingen dem HERRN.
  3323 18   Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl und einen jungen Farren und zwei Widder, die sollen des HERRN Brandopfer sein, mit ihrem Speisopfern und Trankopfern, ein Opfer eines suessen Geruchs dem HERRN.
  3323 19   Dazu sollt ihr machen einen Ziegenbock zum Suendopfer und zwei jaehrige Laemmer zum Dankopfer.
  3323 20   Und der Priester soll's weben samt den Erstlingsbroten vor dem HERRN; die sollen samt den zwei Laemmern dem HERRN heilig sein und dem Priester gehoeren.
  3323 21   Und sollt diesen Tag ausrufen; denn er soll unter euch heilig heissen, da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Ein ewiges Recht soll das sein bei euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
  3323 22   Wenn ihr aber euer Land erntet sollt ihr nicht alles bis an die Enden des Feldes abschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt's den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
  3323 23 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3323 24   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedaechtnis halten, da ihr zusammenkommt;
  3323 25   da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN opfern.
  3323 26   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3323 27   Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist der Versoehnungstag. Der soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem HERRN opfern
  3323 28   und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Versoehnungstag, dass ihr versoehnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott.
  3323 29   Denn wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
  3323 30   Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
  3323 31   Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen ihren Wohnungen.
  3323 32   Es ist euer grosser Sabbat, dass ihr eure Leiber kasteit. Am neunten Tage des Monats zu Abend sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend bis wieder zu Abend.
  3323 33 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3323 34   Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fuenfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhuetten sieben Tage dem HERRN.
  3323 35   Der erste Tag soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
  3323 36   Sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der achte Tag soll auch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt, und sollt eure Opfer dem HERRN tun; denn es ist der Tag der Versammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
  3323 37   Das sind die Feste des HERRN, die ihr sollt fuer heilig halten, dass ihr zusammenkommt und dem HERRN Opfer tut: Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage,
  3323 38   ausser was die Sabbate des HERRN und eure Gaben und Geluebde und freiwillige Gaben sind, die ihr dem HERRN gebt.
  3323 39   So sollt ihr nun am fuenfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Fruechte des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch Sabbat.
  3323 40   Und sollt am ersten Tage Fruechte nehmen von schoenen Baeumen, Palmenzweige und Maien von dichten Baeumen und Bachweiden und sieben Tage froehlich sein vor dem HERRN, eurem Gott.
  3323 41   Und sollt also dem HERRN das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat also feiern.
  3323 42   Sieben Tage sollt ihr in Laubhuetten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhuetten wohnen,
  3323 43   dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Huetten wohnen, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte. Ich bin der HERR, euer Gott.
  3323 44   Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des HERRN.
  3324  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3324  2   Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen gestossenes lauteres Baumoel zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze
  3324  3   aussen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Huette des Stifts. Und Aaron soll's zurichten des Abends und des Morgens vor dem HERRN taeglich. Das sei ein ewiges Recht euren Nachkommen.
  3324  4   Er soll die Lampen auf dem feinen Leuchter zurichten vor dem HERRN taeglich.
  3324  5   Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwoelf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen haben.
  3324  6   Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HERRN.
  3324  7   Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, dass er sei bei den Broten zum Gedaechtnis, ein Feuer dem HERRN.
  3324  8   Alle Sabbate fuer und fuer soll er sie zurichten vor dem HERRN, von den Kindern Israel zum ewigen Bund.
  3324  9   Und sie sollen Aarons und seiner Soehne sein; die sollen sie essen an heiliger Staette; denn das ist ein Hochheiliges von den Opfern des HERRN zum ewigen Recht.
  3324 10 * Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn, der eines aegyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann
  3324 11   und laesterte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hiess Selomith, eine Tochter Dibris vom Stamme Dan)
  3324 12   und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort wuerde durch den Mund des HERRN.
  3324 13   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3324 14   Fuehre den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehoert haben, ihre Haende auf sein Haupt legen und lass ihn die ganze Gemeinde steinigen.
  3324 15   Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott flucht, der soll seine Suende tragen.
  3324 16   Welcher des HERRN Namen laestert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der Einheimische sein; wenn er den Namen laestert, so soll er sterben.
  3324 17   Wer irgend einen Menschen erschlaegt, der soll des Todes sterben.
  3324 18   Wer aber ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen, Leib um Leib.
  3324 19   Und wer seinen Naechsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat,
  3324 20   Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun.
  3324 21   Also dass, wer ein Vieh erschlaegt, der soll's bezahlen; wer aber einen Menschen erschlaegt, der soll sterben.
  3324 22   Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling wie dem Einheimischen; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3324 23   Mose aber sagte es den Kindern Israel; und sie fuehrten den Flucher hinaus vor das Lager und steinigten ihn. Also taten die Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  3325  1 * Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach:
  3325  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HERRN feiern,
  3325  3   dass du sechs Jahre dein Feld besaeest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Fruechte ein;
  3325  4   aber im siebenten Jahr soll das Land seinen grossen Sabbat dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besaeen noch deinen Weinberg beschneiden sollst.
  3325  5   Was aber von selber nach deiner Ernte waechst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist.
  3325  6   Aber was das Land waehrend seines Sabbats traegt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tageloehner, dein Beisass, dein Fremdling bei dir,
  3325  7   dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Fruechte sollen Speise sein.
  3325  8 * Und du sollst zaehlen solcher Sabbatjahre sieben, dass sieben Jahre siebenmal gezaehlt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre.
  3325  9   Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Versoehnung.
  3325 10   Und ihr sollt das fuenfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen;
  3325 11   denn das fuenfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht saeen, auch was von selber waechst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit waechst im Weinberge, nicht lesen;
  3325 12   denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld traegt.
  3325 13   Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll.
  3325 14   Wenn du nun etwas deinem Naechsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder uebervorteilen,
  3325 15   sondern nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen moegen, so hoch soll er dir's verkaufen.
  3325 16   Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der wenigen der Jahre sollst du den Kauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag, verkaufen.
  3325 17   So uebervorteile nun keiner seinen Naechsten, sondern fuerchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3325 18   Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, dass ihr darnach tut, auf dass ihr im Lande sicher wohnen moeget.
  3325 19   Denn das Land soll euch seine Fruechte geben, dass ihr zu essen genug habet und sicher darin wohnt.
  3325 20   Und ob du wuerdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn wir saeen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein:
  3325 21   da will ich meinem Segen ueber euch im sechsten Jahr gebieten, das er soll dreier Jahr Getreide machen,
  3325 22   dass ihr saeet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, dass ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt.
  3325 23 * Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen fuer immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gaeste vor mir.
  3325 24   Und sollt in all eurem Lande das Land zu loesen geben.
  3325 25   Wenn dein Bruder verarmt, und verkauft dir seine Habe, und sein naechster Verwandter kommt zu ihm, dass er's loese, so soll er's loesen, was sein Bruder verkauft hat.
  3325 26   Wenn aber jemand keinen Loeser hat und kann mit seiner Hand so viel zuwege bringen, dass er's loese,
  3325 27   so soll er rechnen von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch uebrig ist, dem Kaeufer wiedergeben und also wieder zu seiner Habe kommen.
  3325 28   Kann aber seine Hand nicht so viel finden, dass er's ihm wiedergebe, so soll, was er verkauft hat, in der Hand des Kaeufers bleiben bis zum Halljahr; in demselben soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe kommen.
  3325 29   Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu loesen; das soll die Zeit sein, darin er es loesen kann.
  3325 30   Wo er's aber nicht loest, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's der Kaeufer fuer immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht frei werden im Halljahr.
  3325 31   Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, um das keine Mauer ist, das soll man dem Feld des Landes gleich rechnen, und es soll koennen los werden und im Halljahr frei werden.
  3325 32   Die Staedte der Leviten aber, naemlich die Haeuser in den Staedten, darin ihre Habe ist, koennen immerdar geloest werden.
  3325 33   Wer etwas von den Leviten loest, der soll's verlassen im Halljahr, es sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Haeuser in den Staedten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel.
  3325 34   Aber das Feld vor ihren Staedten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigentum ewiglich.
  3325 35   Wenn dein Bruder verarmt und neben dir abnimmt, so sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, dass er lebe neben dir,
  3325 36   und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher, sondern sollst dich vor deinem Gott fuerchten, auf dass dein Bruder neben dir leben koenne.
  3325 37   Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch deine Speise auf Wucher austun.
  3325 38   Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euch das Land Kanaan gaebe und euer Gott waere.
  3325 39 * Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen;
  3325 40   sondern wie ein Tageloehner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen.
  3325 41   Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Vaeter Habe.
  3325 42   Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen.
  3325 43   Und sollst nicht mit Strenge ueber sie herrschen, sondern dich fuerchten vor deinem Gott.
  3325 44   Willst du aber leibeigene Knechte und Maegde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind,
  3325 45   und auch von den Kindern der Gaeste, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land zeugen; dieselben moegt ihr zu eigen haben
  3325 46   und sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum fuer und fuer; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber von euren Bruedern, den Kindern Israel, soll keiner ueber den andern herrschen mit Strenge.
  3325 47   Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bei dir zunimmt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Gast bei dir oder jemand von seinem Stamm verkauft,
  3325 48   so soll er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder frei zu werden, und es mag ihn jemand unter seinen Bruedern loesen,
  3325 49   oder sein Vetter oder Vetters Sohn oder sonst ein Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine Hand so viel erwirbt, so soll er selbst sich loesen.
  3325 50   Und soll mit seinem Kaeufer rechnen von dem Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld, darum er sich verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre gerechnet werden, als waere er die ganze Zeit Tageloehner bei ihm gewesen.
  3325 51   Sind noch viele Jahre bis an das Halljahr, so soll er nach denselben desto mehr zu seiner Loesung wiedergeben von dem Gelde darum er gekauft ist.
  3325 52   Sind aber wenig Jahre uebrig bis ans Halljahr, so soll er auch darnach wiedergeben zu seiner Loesung.
  3325 53   Als Tageloehner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, und sollst nicht lassen mit Strenge ueber ihn herrschen vor deinen Augen.
  3325 54   Wird er aber auf diese Weise sich nicht loesen, so soll er im Halljahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm.
  3325 55   Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus Aegyptenland gefuehrt habe. Ich bin der HERR, euer Gott.
  3326  1 * Ihr sollt keine Goetzen machen noch Bild und sollt euch keine Saeule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, dass ihr davor anbetet; denn ich bin der HERR, euer Gott.
  3326  2   Haltet meine Sabbate und fuerchtet euch vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR.
  3326  3   Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun,
  3326  4   so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein Gewaechs geben und die Baeume auf dem Felde ihre Fruechte bringen,
  3326  5   und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte bis zur Zeit der Saat; und sollt Brots die Fuelle haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.
  3326  6   Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand schrecke. Ich will die boesen Tiere aus eurem Land tun, und soll kein Schwert durch euer Land gehen.
  3326  7   Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert fallen.
  3326  8   Euer fuenf sollen hundert jagen, und euer hundert sollen zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her fallen ins Schwert.
  3326  9   Und ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen und euch mehren lassen und will meinen Bund euch halten.
  3326 10   Und sollt von dem Vorjaehrigen essen, und wenn das Neue kommt, das Vorjaehrige wegtun.
  3326 11   Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen.
  3326 12   Und will unter euch wandeln und will euer Gott sein; so sollt ihr mein Volk sein.
  3326 13   Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ihr meine Knechte waeret, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufgerichtet wandeln lassen.
  3326 14 * Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle
  3326 15   und werdet meine Satzungen verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, dass ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen,
  3326 16   so will ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Darre und Fieber, dass euch die Angesichter verfallen und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen saeen, und eure Feinde sollen ihn essen;
  3326 17   und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen ueber euch herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt.
  3326 18   So ihr aber ueber das noch nicht mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure Suenden,
  3326 19   dass ich euren Stolz und eure Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen.
  3326 20   Und eure Muehe und Arbeit soll verloren sein, dass euer Land sein Gewaechs nicht gebe und die Baeume des Landes ihre Fruechte nicht bringen.
  3326 21   Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich nicht hoeren wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Suenden willen.
  3326 22   Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreissen und euer weniger machen, und eure Strassen sollen wuest werden.
  3326 23   Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zuechtigen lassen und mir entgegen wandeln,
  3326 24   so will ich euch auch entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Suenden willen
  3326 25   und will ein Racheschwert ueber euch bringen, das meinen Bund raechen soll. Und ob ihr euch in eure Staedte versammelt, will ich doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Haende geben.
  3326 26   Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, dass zehn Weiber sollen in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht auswaegen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden.
  3326 27   Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen wandeln,
  3326 28   so will ich euch im Grimm entgegen wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Suenden,
  3326 29   dass ihr sollt eurer Soehne und Toechter Fleisch essen.
  3326 30   Und will eure Hoehen vertilgen und eure Sonnensaeulen ausrotten und will eure Leichname auf eure Goetzen werfen, und meine Seele wird an euch Ekel haben.
  3326 31   Und will eure Staedte einreissen und will euren suessen Geruch nicht riechen.
  3326 32   Also will ich das Land wuest machen, dass eure Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden.
  3326 33   Euch aber will ich unter die Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, dass euer Land soll wuest sein und eure Staedte verstoert.
  3326 34   Alsdann wird das Land sich seine Sabbate gefallen lassen, solange es wuest liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land feiern und sich seine Sabbate gefallen lassen.
  3326 35   Solange es wuest liegt, wird es feiern, darum dass es nicht feiern konnte, da ihr's solltet feiern lassen, da ihr darin wohntet.
  3326 36   Und denen, die von euch uebrigbleiben will ich ein feiges Herz machen in ihrer Feinde Land, dass sie soll ein rauschend Blatt jagen, und soll fliehen davor, als jage sie ein Schwert, und fallen, da sie niemand jagt.
  3326 37   Und soll einer ueber den andern hinfallen, gleich als vor dem Schwert, da sie doch niemand jagt; und ihr sollt euch nicht auflehnen duerfen wider eure Feinde.
  3326 38   Und ihr sollt umkommen unter den Heiden, und eurer Feinde Land soll euch fressen.
  3326 39   Welche aber von euch uebrigbleiben, die sollen in ihrer Missetat verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Vaeter Missetat sollen sie mit ihnen verschmachten.
  3326 40 * Da werden sie denn bekennen ihre Missetat und ihrer Vaeter Missetat, womit sie sich an mir versuendigt und mir entgegen gewandelt haben.
  3326 41   Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demuetigen, und dann werden sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen.
  3326 42   Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken,
  3326 43   das von ihnen verlassen ist und sich seine Sabbate gefallen laesst, dieweil es wuest von ihnen liegt, und sie sich die Strafe ihrer Missetat gefallen lassen, darum dass sie meine Rechte verachtet haben und ihre Seele an meinen Satzungen Ekel gehabt hat.
  3326 44   Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind, habe ich sie gleichwohl nicht verworfen und ekelt mich ihrer nicht also, dass es mit ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich bin der HERR, ihr Gott.
  3326 45   Und ich will ueber sie an meinen ersten Bund gedenken, da ich sie aus Aegyptenland fuehrte vor den Augen der Heiden, dass ich ihr Gott waere, ich, der HERR.
  3326 46   Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HERR zwischen ihm selbst und den Kindern Israel gestellt hat auf dem Berge Sinai durch die Hand Mose's.
  3327  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  3327  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand ein besonderes Geluebde tut, also dass du seinen Leib schaetzen musst,
  3327  3   so soll dies eine Schaetzung sein: ein Mannsbild, zwanzig Jahre alt bis ins sechzigste Jahr, sollst du schaetzen auf fuenfzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums,
  3327  4   ein Weibsbild auf dreissig Silberlinge.
  3327  5   Von fuenf Jahren an bis auf zwanzig Jahre sollst du ihn schaetzen auf zwanzig Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge.
  3327  6   Von einem Monat an bis auf fuenf Jahre sollst du ihn schaetzen auf fuenf Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf drei Silberlinge.
  3327  7   Ist er aber sechzig Jahre alt und darueber, so sollst du ihn schaetzen auf fuenfzehn Silberlinge, wenn's ein Mannsbild ist, ein Weibsbild aber auf zehn Silberlinge.
  3327  8   Ist er aber zu arm zu solcher Schaetzung, so soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schaetzen; er soll ihn aber schaetzen, nach dem die Hand des, der gelobt hat, erwerben kann.
  3327  9   Ist's aber ein Vieh, das man dem HERRN opfern kann: alles, was man davon dem HERRN gibt ist heilig.
  3327 10   Man soll's nicht wechseln noch wandeln, ein gutes um ein boeses, oder ein boeses um ein gutes. Wird's aber jemand wechseln, ein Vieh um das andere, so sollen sie beide dem HERRN heilig sein.
  3327 11   Ist aber das Tier unrein, dass man's dem HERRN nicht opfern darf, so soll man's vor den Priester stellen,
  3327 12   und der Priester soll's schaetzen, ob es gut oder boese sei; und es soll bei des Priesters Schaetzung bleiben.
  3327 13   Will's aber jemand loesen, der soll den Fuenften ueber die Schaetzung geben.
  3327 14 * Wenn jemand sein Haus heiligt, dass es dem HERRN heilig sei, das soll der Priester schaetzen, ob's gut oder boese sei; und darnach es der Priester schaetzt, so soll's bleiben.
  3327 15   So es aber der, so es geheiligt hat, will loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem es geschaetzt ist, draufgeben, so soll's sein werden.
  3327 16   Wenn jemand ein Stueck Acker von seinem Erbgut dem HERRN heiligt, so soll es geschaetzt werden nach der Aussaat. Ist die Aussaat ein Homer Gerste, so soll es fuenfzig Silberlinge gelten.
  3327 17   Heiligt er seinen Acker vom Halljahr an, so soll er nach seinem Wert gelten.
  3327 18   Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiligt, so soll der Priester das Geld berechnen nach den uebrigen Jahren zum Halljahr und ihn darnach geringer schaetzen.
  3327 19   Will aber der, so ihn geheiligt hat, den Acker loesen, so soll er den fuenften Teil des Geldes, zu dem er geschaetzt ist, draufgeben, so soll er sein werden.
  3327 20   Will er ihn aber nicht loesen, sondern verkauft ihn einem andern, so soll er ihn nicht mehr loesen koennen;
  3327 21   sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr frei wird, soll dem HERRN heilig sein wie ein verbannter Acker und soll des Priesters Erbgut sein.
  3327 22   Wenn aber jemand dem HERRN einen Acker heiligt, den er gekauft hat und der nicht sein Erbgut ist,
  3327 23   so soll der Priester berechnen, was er gilt bis an das Halljahr; und soll desselben Tages solche Schaetzung geben, dass sie dem HERRN heilig sei.
  3327 24   Aber im Halljahr soll er wieder gelangen an den, von dem er ihn gekauft hat, dass sein Erbgut im Lande sei.
  3327 25   Alle Schaetzung soll geschehen nach dem Lot des Heiligtums; ein Lot aber hat zwanzig Gera.
  3327 26 * Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HERRN sonst gebuehrt, soll niemand dem HERRN heiligen, es sei ein Ochs oder Schaf; denn es ist des HERRN.
  3327 27   Ist es aber unreines Vieh, so soll man's loesen nach seinem Werte, und daruebergeben den Fuenften. Will er's aber nicht loesen, so verkaufe man's nach seinem Werte.
  3327 28   Man soll kein Verbanntes verkaufen noch loesen, das jemand dem HERRN verbannt von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles verbannte ist ein Hochheiliges dem HERRN.
  3327 29   Man soll auch keinen verbannten Menschen loesen, sondern er soll des Todes sterben.
  3327 30   Alle Zehnten im Lande von Samen des Landes und von Fruechten der Baeume sind des HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.
  3327 31   Will aber jemand seinen Zehnten loesen, der soll den Fuenften daruebergeben.
  3327 32   Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Hirtenstabe geht, das ist ein heiliger Zehnt dem HERRN.
  3327 33   Man soll nicht fragen, ob's gut oder boese sei; man soll's auch nicht wechseln. Wird's aber jemand wechseln, so soll's beides heilig sein und nicht geloest werden.
  3327 34   Dies sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot an die Kinder Israel auf dem Berge Sinai.
  4401  1 * Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai in der Huette des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus Aegyptenland gegangen waren, und sprach:
  4401  2   Nehmet die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, alles, was maennlich ist, von Haupt zu Haupt,
  4401  3   von zwanzig Jahren an und darueber, was ins Heer zu ziehen taugt in Israel; ihr sollt sie zaehlen nach ihren Heeren, du und Aaron.
  4401  4   Und sollt zu euch nehmen je vom Stamm einen Hauptmann ueber sein Vaterhaus.
  4401  5   Dies sind die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen sollen: von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs;
  4401  6   von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais;
  4401  7   von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs;
  4401  8   von Isaschar sei Nathanael, der Sohn Zuars;
  4401  9   von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons;
  4401 10   von den Kindern Josephs: von Ephraim sei Elisama, der Sohn Ammihuds; von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs;
  4401 11   von Benjamin sei Abidan, der Sohn des Gideoni;
  4401 12   von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais;
  4401 13   von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans;
  4401 14   von Gad sei Eljasaph, der Sohn Deguels;
  4401 15   von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans.
  4401 16   Das sind die Vornehmsten der Gemeinde, die Fuersten unter den Staemmen ihrer Vaeter, die da Haeupter ueber die Tausende in Israel waren.
  4401 17 * Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen genannt sind,
  4401 18   und sammelten auch die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats und rechneten nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, von Haupt zu Haupt,
  4401 19   wie der HERR dem Mose geboten hatte, und zaehlten sie in der Wueste Sinai.
  4401 20   Der Kinder Ruben, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 21   wurden gezaehlt vom Stamme Ruben sechsundvierzigtausend und fuenfhundert.
  4401 22   Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern, Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was maennlich war, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 23   wurden gezaehlt zum Stamm Simeon neunundfuenfzigtausend und dreihundert.
  4401 24   Der Kinder Gad nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, und ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 25   wurden gezaehlt zum Stamm Gad fuenfundvierzigtausend sechshundertundfuenfzig.
  4401 26   Der Kinder Juda nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 27   wurden gezaehlt zum Stamm Juda vierundsiebzigtausend und sechshundert.
  4401 28   Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 29   wurden gezaehlt zum Stamm Isaschar vierundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4401 30   Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 31   wurden gezaehlt zum Stamm Sebulon siebenundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4401 32   Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 33   wurden gezaehlt zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fuenfhundert.
  4401 34   Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 35   wurden zum Stamm Manasse gezaehlt zweiunddreissigtausend und zweihundert.
  4401 36   Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 37   wurden zum Stamm Benjamin gezaehlt fuenfunddreissigtausend und vierhundert.
  4401 38   Der Kinder Dan nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 39   wurden gezaehlt zum Stamme Dan zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
  4401 40   Der Kinder Asser nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 41   wurden gezaehlt zum Stamm Asser einundvierzigtausend und fuenfhundert.
  4401 42   Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte,
  4401 43   wurden zum Stamm Naphthali gezaehlt dreiundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4401 44 * Dies sind, die Mose und Aaron zaehlten samt den zwoelf Fuersten Israels, deren je einer ueber ein Vaterhaus war.
  4401 45   Und die Summe der Kinder Israel nach ihrer Geburt und Geschlecht, ihren Vaterhaeusern und Namen, von zwanzig Jahren und darueber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel,
  4401 46   war sechsmal hunderttausend und dreitausend fuenfhundertundfuenfzig.
  4401 47 * Aber die Leviten nach ihrer Vaeter Stamm wurden nicht mit darunter gezaehlt.
  4401 48   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4401 49   Den Stamm Levi sollst du nicht zaehlen noch ihre Summe nehmen unter den Kindern Israel,
  4401 50   sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung des Zeugnisses und zu allem Geraete und allem, was dazu gehoert. Und sie sollen die Wohnung tragen und alles Geraet und sollen sein pflegen und um die Wohnung her sich lagern.
  4401 51   Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazumacht, der soll sterben.
  4401 52   Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager und zu dem Panier seiner Schar.
  4401 53   Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, auf dass nicht ein Zorn ueber die Gemeinde der Kinder Israel komme; darum sollen die Leviten des Dienstes warten an der Wohnung des Zeugnisses.
  4401 54   Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4402  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4402  2   Die Kinder Israel sollen vor der Huette des Stifts umher sich lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihren Vaterhaeusern.
  4402  3 * Gegen Morgen sollen lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs,
  4402  4   und sein Heer, zusammen vierundsiebzigtausend und sechshundert.
  4402  5   Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann Nathanael, der Sohn Zuars,
  4402  6   und sein Heer, zusammen vierundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4402  7   Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons,
  4402  8   sein Heer, zusammen siebenundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4402  9   Dass alle, die ins Lager Juda's gehoeren, seien zusammen hundert sechsundachtzigtausend und vierhundert die zu ihrem Heer gehoeren; und sie sollen vornean ziehen.
  4402 10   Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Elizur, der Sohn Sedeurs,
  4402 11   und sein Heer, zusammen sechsundvierzigtausend fuenfhundert.
  4402 12   Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Hauptmann Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais,
  4402 13   und sein Heer, zusammen neunundfuenfzigtausend dreihundert.
  4402 14   Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eljasaph, der Sohn Reguels,
  4402 15   und sein Heer, zusammen fuenfundvierzigtausend sechshundertfuenfzig.
  4402 16   Dass alle, die ins Lager Rubens gehoeren, seien zusammen hunderteinundfuenfzigtausend vierhundertfuenfzig, die zu ihrem Heer gehoeren; sie sollen die zweiten im Ausziehen sein.
  4402 17   Darnach soll die Huette des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten, mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch ziehen, ein jeglicher an seinem Ort unter seinem Panier.
  4402 18   Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims mit ihrem Heer; ihr Hauptmann soll sein Elisama, der Sohn Ammihuds,
  4402 19   und sein Heer, zusammen vierzigtausend und fuenfhundert.
  4402 20   Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann Gamliel, der Sohn Pedazurs,
  4402 21   und sein Heer, zusammen zweiunddreissigtausend und zweihundert.
  4402 22   Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn des Gideoni,
  4402 23   und sein Heer, zusammen fuenfunddreissigtausend und vierhundert.
  4402 24   Dass alle, die ins Lager Ephraims gehoeren, seien zusammen hundertundachttausend und einhundert, die zu seinem Heer gehoeren; und sie sollen die dritten im Ausziehen sein.
  4402 25   Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans mit ihrem Heer; ihr Hauptmann Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais,
  4402 26   und sein Heer, zusammen zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
  4402 27   Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagiel, der Sohn Ochrans,
  4402 28   und sein Heer, zusammen einundvierzigtausend und fuenfhundert.
  4402 29   Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans,
  4402 30   und sein Heer, zusammen dreiundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4402 31   Dass alle, die ins Lager Dans gehoeren, seien zusammen hundertsiebenundfuenfzigtausend und sechshundert; und sie sollen die letzten sein im Ausziehen mit ihrem Panier.
  4402 32   Dies ist die Summe der Kinder Israel nach ihren Vaterhaeusern und Lagern mit ihren Heeren: sechshunderttausend und dreitausend fuenfhundertfuenfzig.
  4402 33   Aber die Leviten wurden nicht in die Summe unter die Kinder Israel gezaehlt, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4402 34   Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und lagerten sich unter ihre Paniere und zogen aus, ein jeglicher in seinem Geschlecht nach seinem Vaterhaus.
  4403  1 * Dies ist das Geschlecht Aarons und Mose's zu der Zeit, da der HERR mit Mose redete auf dem Berge Sinai.
  4403  2   Und dies sind die Namen der Soehne Aarons: der Erstgeborene Nadab, darnach Abihu, Eleasar und Ithamar.
  4403  3   Das sind die Namen der Soehne Aarons, die zu Priestern gesalbt waren und deren Haende gefuellt wurden zum Priestertum.
  4403  4   Aber Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HERRN in der Wueste Sinai, und hatten keine Soehne. Eleasar aber und Ithamar pflegten des Priesteramtes unter ihrem Vater Aaron.
  4403  5   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4403  6   Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen
  4403  7   und seiner und der ganzen Gemeinde Hut warten vor der Huette des Stifts und dienen am Dienst der Wohnung
  4403  8   und warten alles Geraetes der Huette des Stifts und der Hut der Kinder Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung.
  4403  9   Und sollst die Leviten Aaron und seinen Soehnen zuordnen zum Geschenk von den Kindern Israel.
  4403 10   Aaron aber und seine Soehne sollst du setzen, dass sie ihres Priestertums warten. Wo ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
  4403 11   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4403 12   Siehe, ich habe die Leviten genommen unter den Kindern Israel fuer alle Erstgeburt, welche die Mutter bricht, unter den Kindern Israel, also dass die Leviten sollen mein sein.
  4403 13   Denn die Erstgeburten sind mein seit der Zeit, da ich alle Erstgeburt schlug in Aegyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, dass sie mein sein sollen, ich, der HERR.
  4403 14 * Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai und sprach:
  4403 15   Zaehle die Kinder Levi nach ihren Vaterhaeusern und Geschlechtern, alles, was maennlich ist, einen Monat alt und darueber.
  4403 16   Also zaehlte sie Mose nach dem Wort des HERRN, wie er geboten hatte.
  4403 17   Und dies waren die Kinder Levis mit Namen: Gerson, Kahath, Merari.
  4403 18   Die Namen aber der Kinder Gersons nach ihren Geschlechtern waren: Libni und Simei.
  4403 19   Die Kinder Kahaths nach ihren Geschlechtern waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel.
  4403 20   Die Kinder Meraris nach ihren Geschlechtern waren; Maheli und Musi. Dies sind die Geschlechter Levis nach ihren Vaterhaeusern.
  4403 21   Dies sind die Geschlechter von Gerson: die Libniter und Simeiter.
  4403 22   Deren Summe war an der Zahl gefunden siebentausendundfuenfhundert, alles, was maennlich war, einen Monat alt und darueber.
  4403 23   Und dieselben Geschlechter der Gersoniter sollen sich lagern hinter der Wohnung gegen Abend.
  4403 24   Ihr Oberster sei Eljasaph, der Sohn Laels.
  4403 25   Und sie sollen an der Huette des Stifts warten der Wohnung und der Huette und ihrer Decken und des Tuches in der Tuer der Huette des Stifts,
  4403 26   des Umhangs am Vorhof und des Tuches in der Tuer des Vorhofs, welcher um die Wohnung und um den Altar her geht, und ihre Seile und alles dessen, was zu ihrem Dienst gehoert.
  4403 27   Dies sind die Geschlechter von Kahath: die Amramiten, die Jizhariten, die Hebroniten und die Usieliten,
  4403 28   was maennlich war, einen Monat alt und darueber, an der Zahl achttausendsechshundert, die der Sorge fuer das Heiligtum warten.
  4403 29   und sie sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mittag.
  4403 30   Ihr Oberster sei Elizaphan, der Sohn Usiels.
  4403 31   Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, der Altaere und alles Geraetes des Heiligtums, daran sie dienen und des Tuches und was sonst zu ihrem Dienst gehoert.
  4403 32   Aber der Oberste ueber alle Obersten der Leviten soll Eleasar sein, Aarons Sohn, des Priesters, ueber die, so verordnet sind, zu warten der Sorge fuer das Heiligtum.
  4403 33   Dies sind die Geschlechter Meraris: die Maheliter und Musiter,
  4403 34   die an der Zahl waren sechstausendundzweihundert, alles was maennlich war, einen Monat alt und darueber.
  4403 35   Ihr Oberster sei Zuriel, der Sohn Abihails. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht.
  4403 36   Und ihr Amt soll sein, zu warten der Bretter und Riegel und Saeulen und Fuesse der Wohnung und alles ihres Geraetes und ihres Dienstes,
  4403 37   dazu der Saeulen um den Vorhof her mit den Fuessen und Naegeln und Seilen.
  4403 38   Aber vor der Wohnung und vor der Huette des Stifts gegen Morgen sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Soehne, dass sie des Heiligtums warten fuer die Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder herzutut, der soll sterben.
  4403 39   Alle Leviten zusammen, die Mose und Aaron zaehlten nach ihren Geschlechtern nach dem Wort des HERRN eitel Mannsbilder einen Monat alt und darueber, waren zweiundzwanzigtausend.
  4403 40 * Und der HERR sprach zu Mose: Zaehle alle Erstgeburt, was maennlich ist unter den Kindern Israel, einen Monat und darueber, und nimm die Zahl ihrer Namen.
  4403 41   Und sollst die Leviten mir, dem HERRN, aussondern fuer alle Erstgeburt der Kinder Israel und der Leviten Vieh fuer alle Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel.
  4403 42   Und Mose zaehlte, wie ihm der HERR geboten hatte, alle Erstgeburt unter den Kindern Israel;
  4403 43   und fand sich die Zahl der Namen aller Erstgeburt, was maennlich war, einen Monat alt und darueber, in ihrer Summe zweiundzwanzigtausend zweihundertdreiundsiebzig.
  4403 44   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4403 45   Nimm die Leviten fuer alle Erstgeburt unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten fuer ihr Vieh, dass die Leviten mein, des HERRN, seien.
  4403 46   Aber als Loesegeld von den zweihundertdreiundsiebzig Erstgeburten der Kinder Israel, die ueber der Leviten Zahl sind,
  4403 47   sollst du je fuenf Silberlinge nehmen von Haupt zu Haupt nach dem Lot des Heiligtums (zwanzig Gera hat ein Lot)
  4403 48   und sollst das Geld fuer die, so ueberzaehlig sind unter ihnen, geben Aaron und seinen Soehnen.
  4403 49   Da nahm Mose das Loesegeld von denen, die ueber der Leviten Zahl waren,
  4403 50   von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausenddreihundert und fuenfundsechzig Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums,
  4403 51   und gab's Aaron und seinen Soehnen nach dem Worte des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4404  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4404  2   Nimm die Summe der Kinder Kahath aus den Kindern Levi nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern,
  4404  3   von dreissig Jahren an bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie tun die Werke in der Huette des Stifts.
  4404  4   Das soll aber das Amt der Kinder Kahath in der Huette des Stifts sein; was das Hochheilige ist.
  4404  5   Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Soehne hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses darein winden
  4404  6   und darauf tun die Decke von Dachsfellen und obendrauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Stangen daran legen
  4404  7   und ueber den Schaubrottisch auch eine blaue Decke breiten und darauf legen die Schuesseln, Loeffel, die Schalen und Kannen zum Trankopfer, und das bestaendige Brot soll darauf liegen.
  4404  8   Und sollen darueber breiten eine scharlachrote Decke und dieselbe bedecken mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran legen.
  4404  9   Und sollen eine blaue Decke nehmen und darein winden den Leuchter des Lichts und seine Lampen mit seinen Schneuzen und Naepfen und alle Oelgefaesse, die zum Amt gehoeren.
  4404 10   Und sollen um das alles tun eine Decke von Dachsfellen und sollen es auf die Stangen legen.
  4404 11   Also sollen sie auch ueber den goldenen Altar eine blaue Decke breiten und sie bedecken mit der Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun.
  4404 12   Alle Geraet, womit sie schaffen im Heiligtum, sollen sie nehmen und blaue Decken darueber tun und mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und auf Stangen legen.
  4404 13   Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke von rotem Purpur ueber ihn breiten
  4404 14   und alle seine Geraete darauf schaffen, Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken mit allem Geraet des Altars; und sollen darueber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen daran tun.
  4404 15   Wenn nun Aaron und seine Soehne solches ausgerichtet und das Heiligtum und all sein Geraet bedeckt haben, wenn das Heer aufbricht, darnach sollen die Kinder Kahath hineingehen, dass sie es tragen; und sollen das Heiligtum nicht anruehren, dass sie nicht sterben. Dies sind die Lasten der Kinder Kahath an der Huette des Stifts.
  4404 16   Und Eleasar, Aarons, des Priesters, Sohn, soll das Amt haben, dass er ordne das Oel zum Licht und die Spezerei zum Raeuchwerk und das taegliche Speisopfer und das Salboel, dass er beschicke die ganze Wohnung und alles, was darin ist, im Heiligtum und seinem Geraete.
  4404 17   Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4404 18   Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kahathiter nicht lassen sich verderben unter den Leviten;
  4404 19   sondern das sollt ihr mit ihnen tun, dass sie leben und nicht sterben, wo sie werden anruehren das Hochheilige: Aaron und seine Soehne sollen hineingehen und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und seiner Last.
  4404 20   Sie sollen aber nicht hineingehen, zu schauen das Heiligtum auch nur einen Augenblick, dass sie nicht sterben.
  4404 21 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4404 22   Nimm die Summe der Kinder Gerson auch nach ihren Vaterhaeusern und Geschlechtern,
  4404 23   von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, und ordne sie alle, die da zum Dienst tuechtig sind, dass sie ein Amt haben in der Huette des Stifts.
  4404 24   Das soll aber der Geschlechter der Gersoniter Amt sein, das sie schaffen und tragen:
  4404 25   sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Huette des Stifts tragen und ihre Decke und die Decke von Dachsfellen, die obendrueber ist, und das Tuch in der Huette des Stifts
  4404 26   und die Umhaenge des Vorhofs und das Tuch in der Tuer des Tores am Vorhof, welcher um die Wohnung und den Altar her geht, und ihre Seile und alle Geraete ihres Amtes und alles, was zu ihrem Amt gehoert.
  4404 27   Nach dem Wort Aarons und seiner Soehne soll alles Amt der Kinder Gerson geschehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen, und ihr sollt zusehen, dass sie aller ihrer Last warten.
  4404 28   Das soll das Amt der Geschlechter der Kinder der Gersoniter sein in der Huette des Stifts; und ihr Dienst soll unter der Hand Ithamars sein, des Sohnes Aarons, des Priesters.
  4404 29   Die Kinder Merari nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern sollst du auch ordnen,
  4404 30   von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, dass sie ein Amt haben in der Huette des Stifts.
  4404 31   Dieser Last aber sollen sie warten nach allem ihrem Amt in der Huette des Stifts, das sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und Saeulen und Fuesse,
  4404 32   dazu die Saeulen des Vorhofs umher und Fuesse und Naegel und Seile mit allem ihrem Geraete, nach allem ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr seinen Teil der Last am Geraete zu warten verordnen.
  4404 33   Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Merari, alles, was sie schaffen sollen in der Huette des Stifts unter der Hand Ithamars, des Priesters, des Sohnes Aarons.
  4404 34 * Und Mose und Aaron samt den Hauptleuten der Gemeinde zaehlten die Kinder der Kahathiter nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern,
  4404 35   von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten.
  4404 36   Und die Summe war zweitausend siebenhundertfuenfzig.
  4404 37   Das ist die Summe der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu schaffen hatten in der Huette des Stifts, die Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN durch Mose.
  4404 38   Die Kinder Gerson wurden auch gezaehlt in ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern,
  4404 39   von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten.
  4404 40   Und die Summe war zweitausend sechshundertdreissig.
  4404 41   Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Gerson, die alle zu schaffen hatten in der Huette des Stifts, welche Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN.
  4404 42   Die Kinder Merari wurden auch gezaehlt nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern,
  4404 43   von dreissig Jahren an und darueber bis ins fuenfzigste, alle, die zum Dienst taugten, dass sie Amt in der Huette des Stifts haetten.
  4404 44   Und die Summe war dreitausendzweihundert.
  4404 45   Das ist die Summe der Geschlechter der Kinder Merari, die Mose und Aaron zaehlten nach dem Wort des HERRN durch Mose.
  4404 46   Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Hauptleuten Israels zaehlten nach ihren Geschlechtern und Vaterhaeusern,
  4404 47   von dreissig Jahren und darueber bis ins fuenfzigste, aller, die eingingen, zu schaffen ein jeglicher sein Amt und zu tragen die Last der Huette des Stifts,
  4404 48   war achttausend fuenfhundertachtzig,
  4404 49   die gezaehlt wurden nach dem Wort des HERRN durch Mose, ein jeglicher zu seinem Amt und seiner Last, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4405  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4405  2   Gebiete den Kindern Israel, dass sie aus dem Lager tun alle Aussaetzigen und alle, die Eiterfluesse haben, und die an Toten unrein geworden sind.
  4405  3   Beide, Mann und Weib, sollt ihr hinaustun vor das Lager, dass sie nicht ihr Lager verunreinigen, darin ich unter ihnen wohne.
  4405  4   Und die Kinder Israel taten also und taten sie hinaus vor das Lager, wie der HERR zu Mose geredet hatte.
  4405  5   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4405  6   Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib irgend eine Suende wider einen Menschen tut und sich an dem HERRN damit versuendigt, so hat die Seele eine Schuld auf sich;
  4405  7   und sie sollen ihre Suende bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld versoehnen mit der Hauptsumme und darueber den fuenften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich versuendigt haben.
  4405  8   Ist aber niemand da, dem man's bezahlen sollte, so soll man es dem HERRN geben fuer den Priester ausser dem Widder der Versoehnung, dadurch er versoehnt wird.
  4405  9   Desgleichen soll alle Hebe von allem, was die Kinder Israel heiligen und dem Priester opfern, sein sein.
  4405 10   Und wer etwas heiligt, das soll auch sein sein; und wer etwas dem Priester gibt, das soll auch sein sein.
  4405 11 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4405 12   Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib untreu wuerde und sich an ihm versuendigte
  4405 13   und jemand bei ihr liegt, und es wuerde doch dem Manne verborgen vor seinen Augen und wuerde entdeckt, dass sie unrein geworden ist, und er kann sie nicht ueberfuehren, denn sie ist nicht dabei ergriffen,
  4405 14   und der Eifergeist entzuendet ihn, dass er um sein Weib eifert, sie sei unrein oder nicht unrein,
  4405 15   so soll er sie zum Priester bringen und ein Opfer ueber sie bringen, ein zehntel Epha Gerstenmehl, und soll kein Oel darauf giessen noch Weihrauch darauf tun. Denn es ist ein Eiferopfer und Ruegeopfer, das Missetat ruegt.
  4405 16   Da soll der Priester sie herzufuehren und vor den HERRN stellen
  4405 17   und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefaess und Staub vom Boden der Wohnung ins Wasser tun.
  4405 18   Und soll das Weib vor den HERRN stellen und ihr Haupt entbloessen und das Ruegeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen; und der Priester soll in seiner Hand bitteres verfluchtes Wasser haben
  4405 19   und soll das Weib beschwoeren und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen, und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, dass du dich verunreinigt hast, so sollen dir diese bittern verfluchten Wasser nicht schaden.
  4405 20   Wo du aber deinem Mann untreu geworden bist, dass du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen ausser deinem Mann,
  4405 21   so soll der Priester das Weib beschwoeren mit solchem Fluch und soll zu ihr sagen: Der HERR setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, dass der HERR deine Huefte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse!
  4405 22   So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, dass dein Bauch schwelle und deine Huefte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, amen.
  4405 23   Also soll der Priester diese Flueche auf einen Zettel schreiben und mit dem bittern Wasser abwaschen
  4405 24   und soll dem Weibe von dem bittern Wasser zu trinken geben, dass das verfluchte bittere Wasser in sie gehe.
  4405 25   Es soll aber der Priester von ihrer Hand das Eiferopfer nehmen und zum Speisopfer vor dem HERRN weben und auf dem Altar opfern, naemlich:
  4405 26   er soll eine Handvoll des Speisopfers nehmen und auf dem Altar anzuenden zum Gedaechtnis und darnach dem Weibe das Wasser zu trinken geben.
  4405 27   Und wenn sie das Wasser getrunken hat: ist sie unrein und hat sich an ihrem Mann versuendigt, so wird das verfluchte Wasser in sie gehen und ihr bitter sein, dass ihr der Bauch schwellen und die Huefte schwinden wird, und wird das Weib ein Fluch sein unter ihrem Volk;
  4405 28   ist aber ein solch Weib nicht verunreinigt, sondern rein, so wird's ihr nicht schaden, dass sie kann schwanger werden.
  4405 29   Dies ist das Eifergesetz, wenn ein Weib ihrem Mann untreu ist und unrein wird,
  4405 30   oder wenn einen Mann der Eifergeist entzuendet, dass er um sein Weib eifert, dass er's stelle vor den HERRN und der Priester mit ihr tue alles nach diesem Gesetz.
  4405 31   Und der Mann soll unschuldig sein an der Missetat; aber das Weib soll ihre Missetat tragen.
  4406  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4406  2   Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib ein besonderes Geluebde tut, dem HERRN sich zu enthalten,
  4406  3   der soll sich Weins und starken Getraenks enthalten; Weinessig oder Essig von starkem Getraenk soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch duerre Weinbeeren essen.
  4406  4   Solange solch ein Geluebde waehrt, soll er nichts essen, das man vom Weinstock macht, vom Weinkern bis zu den Huelsen.
  4406  5   Solange die Zeit solches seines Geluebdes waehrt, soll kein Schermesser ueber sein Haupt fahren, bis das die Zeit aus sei, die er dem HERRN gelobt hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei wachsen.
  4406  6   Die ganze Zeit ueber, die er dem HERRN gelobt hat, soll er zu keinem Toten gehen.
  4406  7   Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Geluebde seines Gottes ist auf seinem Haupt.
  4406  8   Die ganze Zeit seines Geluebdes soll er dem HERRN heilig sein.
  4406  9   Und wo jemand vor ihm unversehens ploetzlich stirbt, da wird das Haupt seines Geluebdes verunreinigt; darum soll er sein Haupt scheren am Tage seiner Reinigung, das ist am siebenten Tage.
  4406 10   Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben bringen oder zwei junge Tauben zum Priester vor die Tuer der Huette des Stifts.
  4406 11   Und der Priester soll eine zum Suendopfer und die andere zum Brandopfer machen und ihn versoehnen, darum dass er sich an einem Toten versuendigt hat, und also sein Haupt desselben Tages heiligen,
  4406 12   dass er dem HERRN die Zeit seines Geluebdes aushalte. Und soll ein jaehriges Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst sein, darum dass sein Geluebde verunreinigt ist.
  4406 13   Dies ist das Gesetz des Gottgeweihten: wenn die Zeit seines Geluebdes aus ist, so soll man ihn bringen vor die Tuer der Huette des Stifts.
  4406 14   Und er soll bringen sein Opfer dem HERRN, ein jaehriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer und ein jaehriges Schaf ohne Fehl zum Suendopfer und einen Widder ohne Fehl zum Dankopfer
  4406 15   und einen Korb mit ungesaeuerten Kuchen von Semmelmehl, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel bestrichen, und ihre Speisopfer und Trankopfer.
  4406 16   Und der Priester soll's vor den HERRN bringen und soll sein Suendopfer und sein Brandopfer machen.
  4406 17   Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem HERRN samt dem Korbe mit den ungesaeuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer machen.
  4406 18   Und der Geweihte soll das Haupt seines Geluebdes scheren vor der Tuer der Huette des Stifts und soll das Haupthaar seines Geluebdes nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist.
  4406 19   Und der Priester soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder und einen ungesaeuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesaeuerten Fladen und soll's dem Geweihten auf sein Haende legen, nachdem er sein Geluebde abgeschoren hat,
  4406 20   und der Priester soll's vor dem HERRN weben. Das ist heilig dem Priester samt der Webebrust und der Hebeschulter. Darnach mag der Geweihte Wein trinken.
  4406 21   Das ist das Gesetz des Gottgeweihten, der sein Opfer dem HERRN gelobt wegen seines Geluebdes, ausser dem, was er sonst vermag; wie er gelobt hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Geluebdes.
  4406 22 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4406 23   Sage Aaron und seinen Soehnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
  4406 24   Der HERR segne dich und behuete dich;
  4406 25   der HERR lasse sein Angesicht leuchten ueber dir und sei dir gnaedig;
  4406 26   der HERR hebe sein Angesicht ueber dich und gebe dir Frieden.
  4406 27   Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, dass ich sie segne.
  4407  1 * Und da Mose die Wohnung aufgerichtet hatte und sie gesalbt und geheiligt allem ihrem Geraete, dazu auch den Altar mit allem seinem Geraete gesalbt und geheiligt,
  4407  2   da opferten die Fuersten Israels, die Haeupter waren in ihren Vaterhaeusern; denn sie waren die Obersten unter den Staemmen und standen obenan unter denen, die gezaehlt waren.
  4407  3   Und sie brachten Opfer vor den HERRN, sechs bedeckte Wagen und zwoelf Rinder, je einen Wagen fuer zwei Fuersten und einen Ochsen fuer einen, und brachten sie vor die Wohnung.
  4407  4   Und der HERR sprach zu Mose:
  4407  5   Nimm's von ihnen, dass es diene zum Dienst der Huette des Stifts, und gib's den Leviten, einem jeglichen nach seinem Amt.
  4407  6   Da nahm Mose die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten.
  4407  7   Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson nach ihrem Amt;
  4407  8   und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Merari nach ihrem Amt unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters;
  4407  9   den Kinder Kahath aber gab er nichts, darum dass sie ein heiliges Amt auf sich hatten und auf ihren Achseln tragen mussten.
  4407 10 * Und die Fuersten opferten zur Einweihung das Altars an dem Tage, da er gesalbt ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar.
  4407 11   Und der HERR sprach zu Mose: Lass einen jeglichen Fuersten an seinem Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.
  4407 12   Am ersten Tage opferte seine Gabe Nahesson, der Sohn Amminadabs, des Stammes Juda.
  4407 13   Und seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silbern Schale siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 14   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 15   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 16   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 17   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohnes Amminadabs.
  4407 18   Am zweiten Tage opferte Nathanael, der Sohn Zuars, der Fuerst Isaschars.
  4407 19   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 20   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 21   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 22   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 23   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Nathanaels, des Sohnes Zuars.
  4407 24   Am dritten Tage der Fuerst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn Helons.
  4407 25   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 26   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 27   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 28   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 29   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.
  4407 30   Am vierten Tage der Fuerst der Kinder Ruben, Elizur, der Sohn Sedeurs.
  4407 31   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 32   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 33   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 34   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 35   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohnes Sedeurs.
  4407 36   Am fuenften Tage der Fuerst der Kinder Simeon, Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais.
  4407 37   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 38   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 39   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 40   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 41   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohnes Zuri-Saddais.
  4407 42   Am sechsten Tage der Fuerst der Kinder Gad, Eljasaph, der Sohn Deguels.
  4407 43   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 44   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 45   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 46   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 47   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Eljasaphs, des Sohnes Deguels.
  4407 48   Am siebenten Tage der Fuerst der Kinder Ephraim, Elisama, der Sohn Ammihuds.
  4407 49   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 50   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 51   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 52   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 53   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Elisamas, des Sohnes Ammihuds.
  4407 54   Am achten Tage der Fuerst der Kinder Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs.
  4407 55   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 56   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 57   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 58   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 59   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
  4407 60   Am neunten Tage der Fuerst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn des Gideoni.
  4407 61   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 62   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 63   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 64   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 65   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohn's Gideonis.
  4407 66   Am zehnten Tage der Fuerst der Kinder Dan, Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais.
  4407 67   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 68   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 69   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 70   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 71   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Ahi-Esers, des Sohnes Ammi-Saddais.
  4407 72   Am elften Tage der Fuerst der Kinder Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans.
  4407 73   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 74   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 75   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 76   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 77   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.
  4407 78   Am zwoelften Tage der Fuerst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans.
  4407 79   Seine Gabe war eine silberne Schuessel, hundertdreissig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Lot des Heiligtums, beide voll Semmelmehl, mit Oel gemengt, zum Speisopfer;
  4407 80   dazu einen goldenen Loeffel, zehn Lot schwer, voll Raeuchwerk,
  4407 81   einen jungen Farren, einen Widder, ein jaehriges Lamm zum Brandopfer;
  4407 82   einen Ziegenbock zum Suendopfer;
  4407 83   und zum Dankopfer zwei Rinder, fuenf Widder und fuenf jaehrige Laemmer. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.
  4407 84   Das ist die Einweihung des Altars zur Zeit, da er gesalbt ward, dazu die Fuersten Israels opferten diese zwoelf silbernen Schuesseln, zwoelf silberne Schalen, zwoelf goldene Loeffel,
  4407 85   also dass je eine Schuessel hundertdreissig Lot Silber und je eine Schale siebzig Lot hatte, dass die Summe alles Silbers am Gefaess betrug zweitausendvierhundert Lot nach dem Lot des Heiligtums.
  4407 86   Und der zwoelf goldenen Loeffel voll Raeuchwerk hatte je einer zehn Lot nach dem Lot des Heiligtums, dass die Summe Goldes an den Loeffeln betrug hundertzwanzig Lot.
  4407 87   Die Summe der Rinder zum Brandopfer waren zwoelf Farren, zwoelf Widder, zwoelf jahrige Laemmer samt ihrem Speisopfer und zwoelf Ziegenboecke zum Suendopfer.
  4407 88   Und die Summe der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren, sechzig Widder, sechzig Boecke, sechzig jaehrige Laemmer. Das ist die Einweihung des Altars, da er gesalbt ward.
  4407 89   Und wenn Mose in die Huette des Stifts ging, dass mit ihm geredet wuerde, so hoerte er die Stimme mit ihm reden von dem Gnadenstuhl, der auf der Lade des Zeugnisses war, dort ward mit ihm geredet.
  4408  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4408  2   Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du Lampen aufsetzt, sollst du sie also setzen, dass alle sieben vorwaerts von dem Leuchter scheinen.
  4408  3   Und Aaron tat also und setzte die Lampen auf, vorwaerts von dem Leuchter zu scheinen, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4408  4   Der Leuchter aber war getriebenes Gold, beide, sein Schaft und seine Blumen; nach dem Gesicht, das der HERR dem Mose gezeigt hatte, also machte er den Leuchter.
  4408  5 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4408  6   Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie.
  4408  7   Also sollst du aber mit ihnen tun, dass du sie reinigst: du sollst Suendwasser auf sie sprengen, und sie sollen alle ihre Haare rein abscheren und ihre Kleider waschen, so sind sie rein.
  4408  8   Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren und sein Speisopfer, Semmelmehl, mit Oel gemengt; und einen andern jungen Farren sollst du zum Suendopfer nehmen.
  4408  9   Und sollst die Leviten vor die Huette des Stifts bringen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln
  4408 10   und die Leviten vor den HERRN bringen; und die Kinder Israel sollen ihre Haende auf die Leviten legen,
  4408 11   und Aaron soll die Leviten vor dem HERRN weben als Webeopfer von den Kindern Israel, auf dass sie dienen moegen in dem Amt des HERRN.
  4408 12   Und die Leviten sollen ihre Haende aufs Haupt der Farren legen, und einer soll zum Suendopfer, der andere zum Brandopfer dem HERRN gemacht werden, die Leviten zu versoehnen.
  4408 13   Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Soehne stellen und vor dem HERRN weben,
  4408 14   und sollst sie also aussondern von den Kindern Israel, dass sie mein seien.
  4408 15   Darnach sollen sie hineingehen, dass sie dienen in der Huette des Stifts. Also sollst du sie reinigen und weben;
  4408 16   denn sie sind mein Geschenk von den Kindern Israel, und ich habe sie mir genommen fuer alles, was die Mutter bricht, naemlich fuer die Erstgeburt aller Kinder Israel.
  4408 17   Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, der Menschen und des Viehes, seit der Zeit ich alle Erstgeburt in Aegyptenland schlug und heiligte sie mir
  4408 18   und nahm die Leviten an fuer alle Erstgeburt unter den Kindern Israel
  4408 19   und gab sie zum Geschenk Aaron und seinen Soehnen aus den Kindern Israel, dass sie dienen im Amt der Kinder Israel in der Huette des Stifts, die Kinder Israel zu versoehnen, auf dass nicht unter den Kindern Israel sei eine Plage, so sie sich nahen wollten zum Heiligtum.
  4408 20   Und Mose mit Aaron samt der ganzen Gemeinde der Kinder Israel taten mit den Leviten alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4408 21   Und die Leviten entsuendigten sich und wuschen ihre Kleider, und Aaron webte sie vor dem HERRN und versoehnte sie, dass sie rein wurden.
  4408 22   Darnach gingen sie hinein, dass sie ihr Amt taeten in der Huette des Stifts vor Aaron und seinen Soehnen. Wie der HERR dem Mose geboten hatte ueber die Leviten, also taten sie mit ihnen.
  4408 23   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4408 24   Das ist's, was den Leviten gebuehrt: von fuenfundzwanzig Jahren und darueber taugen sie zum Amt und Dienst in der Huette des Stifts;
  4408 25   aber von dem fuenfzigsten Jahr an sollen sie ledig sein vom Amt des Dienstes und sollen nicht mehr dienen,
  4408 26   sondern ihren Bruedern helfen des Dienstes warten an der Huette des Stifts; des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den Leviten tun, dass ein jeglicher seines Dienstes warte.
  4409  1 * Und der HERR redete mit Mose in der Wueste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Aegyptenland gezogen waren, im ersten Monat, und sprach:
  4409  2   Lass die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit,
  4409  3   am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend; zu seiner Zeit sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und seinem Recht.
  4409  4   Und Mose redete mit den Kindern Israel, dass sie das Passah hielten.
  4409  5   Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend in der Wueste Sinai; alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel.
  4409  6   Da waren etliche Maenner unrein geworden an einem toten Menschen, dass sie nicht konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselben Tages
  4409  7   und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen; warum sollen wir geringer sein, dass wir unsere Gabe dem HERRN nicht bringen duerfen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel?
  4409  8   Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hoeren, was euch der HERR gebietet.
  4409  9   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4409 10   Sage den Kinder Israel und sprich: Wenn jemand unrein an einem Toten oder ferne ueber Feld ist, unter euch oder unter euren Nachkommen, der soll dennoch dem HERRN Passah halten,
  4409 11   aber im zweiten Monat, am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll's neben ungesaeuertem Brot und bitteren Kraeutern essen,
  4409 12   und sie sollen nichts davon uebriglassen, bis morgen, auch kein Bein daran zerbrechen und sollen's nach aller Weise des Passah halten.
  4409 13   Wer aber rein und nicht ueber Feld ist und laesst es anstehen, das Passah zu halten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, darum dass er seine Gabe dem HERRN nicht gebracht hat zu seiner Zeit; er soll seine Suende tragen.
  4409 14   Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem HERRN Passah haelt, der soll's halten nach der Satzung und dem Recht des Passah. Diese Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden wie des Landes Einheimischen.
  4409 15 * Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine Wolke auf der Huette des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen war ueber der Wohnung eine Gestalt des Feuers.
  4409 16   Also geschah's immerdar, dass die Wolke sie bedeckte, und des Nachts die Gestalt des Feuers.
  4409 17   Und so oft sich die Wolke aufhob von der Huette, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel.
  4409 18   Nach dem Wort des HERRN zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagen sie still.
  4409 19   Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des HERRN und zogen nicht.
  4409 20   Und wenn's war, dass die Wolke auf der Wohnung nur etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und zogen nach dem Wort des HERRN.
  4409 21   Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch.
  4409 22   Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder laenger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie sich dann erhob, so zogen sie.
  4409 23   Denn nach des HERRN Mund lagen sie, und nach des HERRN Mund zogen sie, dass sie taeten, wie der HERR gebot, nach des HERRN Wort durch Mose.
  4410  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4410  2   Mache dir zwei Drommeten von getriebenem Silber, dass du sie brauchst, die Gemeinde zu berufen und wenn das Heer aufbrechen soll.
  4410  3   Wenn man mit beiden schlicht blaest, soll sich zu dir versammeln die ganze Gemeinde vor die Tuer der Huette des Stifts.
  4410  4   Wenn man nur mit einer schlicht blaest, so sollen sich zu dir versammeln die Fuersten, die Obersten ueber die Tausende in Israel.
  4410  5   Wenn ihr aber drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Morgen liegen.
  4410  6   Und wenn ihr zum andernmal drommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr drommeten.
  4410  7   Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr schlicht blasen und nicht drommeten.
  4410  8   Es sollen aber solch Blasen mit den Drommeten die Soehne Aarons, die Priester, tun; und das soll euer Recht sein ewiglich bei euren Nachkommen.
  4410  9   Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider eure Feinde, die euch bedraengen, so sollt ihr drommeten mit den Drommeten, dass euer gedacht werde vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr erloest werdet von euren Feinden.
  4410 10   Desgleichen, wenn ihr froehlich seid, und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr mit den Drommeten blasen ueber eure Brandopfer und Dankopfer, dass es euch sei zum Gedaechtnis vor eurem Gott. Ich bin der HERR, euer Gott.
  4410 11 * Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.
  4410 12   Und die Kinder Israel brachen auf und zogen aus der Wueste Sinai, und die Wolke blieb in der Wueste Pharan.
  4410 13   Es brachen aber auf die ersten nach dem Wort des HERRN durch Mose;
  4410 14   naemlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zog am ersten mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Nahesson, der Sohn Amminadabs;
  4410 15   und ueber das Heer des Stammes der Kinder Isaschar war Nathanael, der Sohn Zuars;
  4410 16   und ueber das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn Helons.
  4410 17   Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gerson und Merari und trugen die Wohnung.
  4410 18   Darnach zog das Panier des Lagers Rubens mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs;
  4410 19   und ueber das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais;
  4410 20   und Eljasaph, der Sohn Deguels, ueber das Heer des Stammes der Kinder Gad.
  4410 21   Da zogen auch die Kahathiten und trugen das Heiligtum; und jene richteten die Wohnung auf, bis diese nachkamen.
  4410 22   Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim mit ihrem Heer, und ueber ihr Heer war Elisama, der Sohn Ammihuds;
  4410 23   und Gamliel, der Sohn Pedazurs, ueber das Heer des Stammes der Kinder Manasse;
  4410 24   und Abidan, der Sohn des Gideoni, ueber das Heer des Stammes der Kinder Benjamin.
  4410 25   Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan mit ihrem Heer; und so waren die Lager alle auf. Und Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais, war ueber ihr Heer;
  4410 26   und Pagiel, der Sohn Ochrans, ueber das Heer des Stammes der Kinder Asser;
  4410 27   und Ahira, der Sohn Enans, ueber das Heer des Stammes der Kinder Naphthali.
  4410 28   So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer.
  4410 29 * Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus Midian: Wir ziehen dahin an die Staette, davon der HERR gesagt hat: Ich will sie euch geben; so komm nun mit uns, so wollen wir das Beste an dir tun; denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.
  4410 30   Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu meiner Freundschaft ziehen.
  4410 31   Er sprach: Verlass uns doch nicht; denn du weisst, wo wir in der Wueste uns lagern sollen, und sollst unser Auge sein.
  4410 32   Und wenn du mit uns ziehst: was der HERR Gutes an uns tut, das wollen wir an dir tun.
  4410 33   Also zogen sie von dem Berge des HERRN drei Tagereisen, und die Lade des Bundes des HERRN zog vor ihnen her die drei Tagereisen, ihnen zu weisen, wo sie ruhen sollten.
  4410 34   Und die Wolke des Herrn war des Tages ueber ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen.
  4410 35   Und wenn die Lade zog, so sprach Mose: HERR, stehe auf! lass deine Feinde zerstreut und die dich hassen, fluechtig werden vor dir!
  4410 36   Und wenn sie ruhte, so sprach er: Komm wieder, HERR, zu der Menge der Tausende Israels!
  4411  1 * Und da sich das Volk ungeduldig machte, gefiel es uebel vor den Ohren des HERRN. Und als es der HERR hoerte, ergrimmte sein Zorn, und zuendete das Feuer des HERRN unter ihnen an; das verzehrte die aeussersten Lager.
  4411  2   Da schrie das Volk zu Mose, und Mose bat den HERRN; da verschwand das Feuer.
  4411  3   Und man hiess die Staette Thabeera, darum dass sich unter ihnen des HERRN Feuer angezuendet hatte.
  4411  4 * Das Poebelvolk aber unter ihnen war luestern geworden, und sie sassen und weinten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben?
  4411  5   Wir gedenken der Fische, die wir in Aegypten umsonst assen, und der Kuerbisse, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs.
  4411  6   Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts als das Man.
  4411  7   Es war aber das Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion.
  4411  8   Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Muehlen und stiess es in Moersern und kochte es in Toepfen und machte sich Aschenkuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie ein Oelkuchen.
  4411  9   Und wenn des Nachts der Tau ueber die Lager fiel, so fiel das Man mit darauf.
  4411 10   Da nun Mose das Volk hoerte weinen unter ihren Geschlechtern, einen jeglichen in seiner Huette Tuer, da ergrimmte der Zorn des HERRN sehr, und Mose ward auch bange.
  4411 11   Und Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekuemmerst du deinen Knecht? und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?
  4411 12   Habe ich nun all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen magst: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind traegt, in das Land, das du ihren Vaetern geschworen hast?
  4411 13   Woher soll ich Fleisch nehmen, dass ich allem diesem Volk gebe? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, dass wir essen.
  4411 14   Ich vermag alles das Volk nicht allein zu ertragen; denn es ist mir zu schwer.
  4411 15   Und willst du also mit mir tun, so erwuerge ich mich lieber, habe ich anders Gnade vor deinen Augen gefunden, dass ich nicht mein Unglueck so sehen muesse.
  4411 16 * Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Maenner unter den Aeltesten Israels, von denen du weisst, dass sie Aelteste im Volk und seine Amtleute sind, und nimm sie vor die Huette des Stifts und stelle sie daselbst vor dich,
  4411 17   so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, dass sie mit dir die Last des Volkes tragen, dass du nicht allein tragest.
  4411 18   Und zum Volk sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, dass ihr Fleisch esset; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen? denn es ging uns wohl in Aegypten. Darum wird euch der HERR Fleisch geben, dass ihr esset,
  4411 19   nicht einen Tag, nicht zwei, nicht fuenf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang,
  4411 20   sondern einen Monat lang, bis dass es euch zur Nase ausgehe und euch ein Ekel sei; darum dass ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Aegypten gegangen?
  4411 21   Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fussvolk ist es, darunter ich bin, und du sprichst Ich will euch Fleisch geben, dass ihr esset einen Monat lang!
  4411 22   Soll man Schafe und Rinder schlachten, dass es ihnen genug sei? Oder werden sich alle Fische des Meeres herzu versammeln, dass es ihnen genug sei?
  4411 23   Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN verkuerzt? Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte koennen dir etwas gelten oder nicht.
  4411 24 * Und Mose ging heraus und sagte dem Volk des HERRN Worte und versammelte siebzig Maenner unter den Aeltesten des Volks und stellte sie um die Huette her.
  4411 25   Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig aeltesten Maenner. Und da der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie und hoerten nicht auf.
  4411 26   Es waren aber noch zwei Maenner im Lager geblieben; der eine hiess Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhte auf ihnen; denn sie waren auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Huette, und sie weissagten im Lager.
  4411 27   Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose an und sprach: Eldad und Medad weissagen im Lager.
  4411 28   Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, Mose's Diener, den er erwaehlt hatte, und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen.
  4411 29   Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer fuer mich? Wollte Gott, dass all das Volk des HERRN weissagte und der HERR seinen Geist ueber sie gaebe!
  4411 30   Also sammelte sich Mose zum Lager mit den Aeltesten Israels.
  4411 31 * Da fuhr aus der Wind von dem HERRN und liess Wachteln kommen vom Meer und streute sie ueber das Lager, hier eine Tagereise lang, da eine Tagereise lang um das Lager her, zwei Ellen hoch ueber der Erde.
  4411 32   Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen andern Tag und sammelten Wachteln; und welcher am wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homer. Uns sie haengten sie auf um das Lager her.
  4411 33   Da aber das Fleisch noch unter ihren Zaehnen war und ehe es aufgezehrt war, da ergrimmte der Zorn des HERRN unter dem Volk, und schlug sie mit einer sehr grossen Plage.
  4411 34   Daher heisst diese Staette Lustgraeber, darum dass man daselbst begrub das luesterne Volk.
  4411 35   Von den Lustgraebern aber zog das Volk aus gen Hazeroth, und sie blieben zu Hazeroth.
  4412  1 * Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen, der Mohrin, die er genommen hatte, darum dass er eine Mohrin zum Weibe genommen hatte,
  4412  2   und sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hoerte es.
  4412  3   Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch ueber alle Menschen auf Erden.
  4412  4 * Und ploetzlich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht heraus, ihr drei, zu der Huette des Stifts. Und sie gingen alle drei heraus.
  4412  5   Da kam der HERR hernieder in der Wolkensaeule und trat in der Huette Tuer und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus.
  4412  6   Und er sprach: Hoeret meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht oder will mit ihm reden in einem Traum.
  4412  7   Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu ist.
  4412  8   Muendlich rede ich mit ihm, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse. Warum habt ihr euch denn nicht gefuerchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden?
  4412  9   Und der Zorn des HERRN ergrimmte ueber sie, und er wandte sich weg;
  4412 10 * dazu die Wolke wich auch von der Huette. Und siehe da war Mirjam aussaetzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, dass sie aussaetzig ist,
  4412 11   Und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, lass die Suende nicht auf uns bleiben, mit der wir toericht getan und uns versuendigt haben,
  4412 12   dass diese nicht sei wie ein Totes, das von seiner Mutter Leibe kommt und ist schon die Haelfte seines Fleisches gefressen.
  4412 13   Mose aber schrie zu dem HERRN und sprach: Ach Gott, heile sie!
  4412 14   Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespieen haette, sollte sie sich nicht sieben Tage schaemen? Lass sie verschliessen sieben Tage ausserhalb des Lagers; darnach lass sie wieder aufnehmen.
  4412 15   Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen ausserhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam aufgenommen ward.
  4412 16   Darnach zog das Volk von Hazeroth und lagerte sich in die Wueste Pharan.
  4413  1 * Und der HERR redet mit Mose und sprach:
  4413  2   Sende Maenner aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Vaeter einen vornehmen Mann.
  4413  3   Mose, der sandte sie aus der Wueste Pharan nach dem Wort des HERRN, die alle vornehme Maenner waren unter den Kindern Israel.
  4413  4   Und hiessen also: Sammua, der Sohn Sakkurs, des Stammes Ruben;
  4413  5   Saphat, der Sohn Horis, des Stammes Simeon;
  4413  6   Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda;
  4413  7   Jigeal, der Sohn Josephs, des Stammes Isaschar;
  4413  8   Hosea, der Sohn Nuns, des Stammes Ephraim;
  4413  9   Palti, der Sohn Raphus, des Stammes Benjamin;
  4413 10   Gaddiel, der Sohn Sodis, des Stammes Sebulon;
  4413 11   Gaddi, der Sohn Susis, des Stammes Joseph von Manasse;
  4413 12   Ammiel, der Sohn Gemallis, des Stammes Dan;
  4413 13   Sethur, der Sohn Michaels, des Stammes Asser;
  4413 14   Nahebi, der Sohn Vaphsis, des Stammes Naphthali;
  4413 15   Guel, der Sohn Machis, des Stammes Gad.
  4413 16   Das sind die Namen der Maenner, die Mose aussandte, zu erkunden das Land. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.
  4413 17   Da sie nun Mose sandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Ziehet hinauf ins Mittagsland und geht auf das Gebirge
  4413 18   und besehet das Land, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;
  4413 19   und was es fuer ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder boese sei; und was fuer Staedte sind, darin sie wohnen, ob sie in Gezelten oder Festungen wohnen;
  4413 20   und was es fuer Land sei, ob's fett oder mager sei und ob Baeume darin sind oder nicht. Seid getrost und nehmet die Fruechte des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
  4413 21 * Sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wueste Zin bis gen Rehob, da man gen Hamath geht.
  4413 22   Sie gingen auch hinauf ins Mittagsland und kamen bis gen Hebron; da waren Ahiman, Sesai und Thalmai, die Kinder Enaks. Hebron aber war sieben Jahre gebaut vor Zoan in Aegypten.
  4413 23   Und sie kamen bis an den Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe ab mit einer Weintraube und liessen sie zwei auf einem Stecken tragen, dazu auch Granataepfel und Feigen.
  4413 24   Der Ort heisst Bach Eskol um der Traube willen, die die Kinder Israel daselbst abschnitten.
  4413 25   Und sie kehrten um, als sie das Land erkundet hatten, nach vierzig Tagen,
  4413 26 * gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wueste Pharan gen Kades und sagten ihnen wieder und der ganzen Gemeinde, wie es staende, und liessen sie die Fruechte des Landes sehen.
  4413 27   Und erzaehlten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, dahin ihr uns sandtet, darin Milch und Honig fliesst, und dies ist seine Frucht;
  4413 28   nur, dass starkes Volk darin wohnt und sehr grosse und feste Staedte sind; und wir sahen auch Enaks Kinder daselbst.
  4413 29   So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und um den Jordan.
  4413 30   Kaleb aber stillte das Volk gegen Mose und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir koennen es ueberwaeltigen.
  4413 31   Aber die Maenner, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir vermoegen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk; denn sie sind uns zu stark,
  4413 32   und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein boeses Geschrei unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen sind, es zu erkunden, frisst seine Einwohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von grosser Laenge.
  4413 33   Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen; und wir waren vor unsern Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch vor ihren Augen.
  4414  1 * Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das Volk weinte die Nacht.
  4414  2   Und alle Kinder Israel murrten wider Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir in Aegyptenland gestorben waeren oder noch stuerben in dieser Wueste!
  4414  3   Warum fuehrt uns der HERR in dies Land, dass wir durchs Schwert fallen und unsere Weiber und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Aegypten?
  4414  4   Und einer sprach zu dem andern: Lasst uns einen Hauptmann aufwerfen und wieder nach Aegypten ziehen!
  4414  5 * Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.
  4414  6   Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider
  4414  7   und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das Land, das wir durchwandelt haben, es zu erkunden, ist sehr gut.
  4414  8   Wenn der HERR uns gnaedig ist, so wird er uns in das Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst.
  4414  9   Fallt nur nicht ab vom HERRN und fuerchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen; der HERR aber ist mit uns. Fuerchtet euch nicht vor ihnen.
  4414 10   Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Huette des Stifts allen Kindern Israel.
  4414 11 * Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange laestert mich dies Volk? und wie lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?
  4414 12   So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zu einem groesseren und maechtigeren Volk machen, denn dies ist.
  4414 13   Mose aber sprach zu dem HERRN: So werden's die Aegypter hoeren; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen gefuehrt.
  4414 14   Und man wird es sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehoert haben, dass du, HERR, unter diesem Volk seist, dass du von Angesicht gesehen werdest und deine Wolke stehe ueber ihnen und du, HERR, gehest vor ihnen her in der Wolkensaeule des Tages und Feuersaeule des Nachts.
  4414 15   Wuerdest du nun dies Volk toeten, wie einen Mann, so wuerden die Heiden sagen, die solch Geruecht von dir hoeren, und sprechen:
  4414 16   Der HERR konnte mitnichten dies Volk in das Land bringen, das er ihnen geschworen hatte; darum hat er sie geschlachtet in der Wueste.
  4414 17   So lass nun die Kraft des HERRN gross werden, wie du gesagt hast und gesprochen:
  4414 18   Der HERR ist geduldig und von grosser Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Uebertretung und laesst niemand ungestraft sondern sucht heim die Missetat der Vaeter ueber die Kinder ins dritte und vierte Glied.
  4414 19   So sei nun gnaedig der Missetat dieses Volks nach deiner grossen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Aegypten bis hierher.
  4414 20 * Und der HERR sprach: Ich habe es vergeben, wie du gesagt hast.
  4414 21   Aber so wahr als ich lebe, so soll alle Herrlichkeit des HERRN voll werden.
  4414 22   Denn alle die Maenner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Aegypten und in der Wueste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,
  4414 23   deren soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vaetern geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich verlaestert hat.
  4414 24   Aber meinen Knecht Kaleb, darum dass ein anderer Geist mit ihm ist und er mir treulich nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, darein er gekommen ist, und sein Same soll es einnehmen,
  4414 25   dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Tale wohnen. Morgen wendet euch und ziehet in die Wueste auf dem Wege zum Schilfmeer.
  4414 26   Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4414 27   Wie lange murrt diese boese Gemeinde wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich gemurrt haben, gehoert.
  4414 28   Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.
  4414 29   Eure Leiber sollen in dieser Wueste verfallen; und alle, die ihr gezaehlt seid von zwanzig Jahren und darueber, die ihr wider mich gemurrt habt,
  4414 30   sollt nicht in das Land kommen, darueber ich meine Hand gehoben habe, dass ich euch darin wohnen liesse, ausser Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.
  4414 31   Eure Kinder, von denen ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, dass sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerft.
  4414 32   Aber ihr samt euren Leibern sollt in dieser Wueste verfallen.
  4414 33   Und eure Kinder sollen Hirten sein in dieser Wueste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis dass eure Leiber aufgerieben werden in der Wueste,
  4414 34   Nach der Zahl der vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habt; je ein Tag soll ein Jahr gelten, dass ihr vierzig Jahre eure Missetaten tragt; auf dass ihr innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
  4414 35   Ich, der HERR, habe es gesagt; das will ich auch tun aller dieser boesen Gemeinde, die sich wider mich empoert hat. In dieser Wueste sollen sie aufgerieben werden und daselbst sterben.
  4414 36 * Also starben durch die Plage vor dem HERRN alle die Maenner, die Mose gesandt hatte, das Land zu erkunden, und wiedergekommen waren und wider ihn murren machten die ganze Gemeinde,
  4414 37   damit dass sie dem Lande ein Geschrei machten, dass es boese waere.
  4414 38   Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben lebendig aus den Maennern, die gegangen waren, das Land zu erkunden.
  4414 39   Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da trauerte das Volk sehr,
  4414 40   und sie machten sich des Morgens frueh auf und zogen auf die Hoehe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen hinaufziehen an die Staette, davon der HERR gesagt hat; denn wir haben gesuendigt.
  4414 41   Mose aber sprach: Warum uebertretet ihr also das Wort des HERRN? Es wird euch nicht gelingen.
  4414 42   Ziehet nicht hinauf, denn der HERR ist nicht unter Euch, dass ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.
  4414 43   Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind vor euch daselbst, und ihr werdet durchs Schwert fallen, darum dass ihr euch vom HERRN gekehrt habt, und der HERR wird nicht mit euch sein.
  4414 44   Aber sie waren stoerrig, hinaufzuziehen auf die Hoehe des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose kamen nicht aus dem Lager.
  4414 45   Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis gen Horma.
  4415  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4415  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde,
  4415  3   und wollt dem HERRN Opfer tun, es sei ein Brandopfer oder ein Opfer zum besonderen Geluebde oder ein freiwilliges Opfer oder euer Festopfer, auf dass ihr dem HERRN einen suessen Geruch machet von Rindern oder von Schafen:
  4415  4   wer nun seine Gabe dem HERRN opfern will, der soll das Speisopfer tun, ein Zehntel Semmelmehl, mit einem viertel Hin Oel;
  4415  5   und Wein zum Trankopfer, auch ein viertel Hin, zu dem Brandopfer oder sonst zu dem Opfer, da ein Lamm geopfert wird.
  4415  6   Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen aus zwei Zehntel Semmelmehl, mit einem drittel Hin Oel gemengt,
  4415  7   und Wein zum Trankopfer, auch ein drittel Hin; das sollst du dem HERRN zum suessen Geruch opfern.
  4415  8   Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen Geluebdeopfer oder zum Dankopfer dem HERRN machen,
  4415  9   so sollst du zu dem Rind ein Speisopfer tun, drei Zehntel Semmelmehl, mit einem halben Hin Oel gemengt,
  4415 10   und Wein zum Trankopfer, auch ein halbes Hin; das ist ein Opfer dem HERRN zum suessen Geruch.
  4415 11   Also sollst du tun mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit einem Schaf oder mit einer Ziege.
  4415 12   Darnach die Zahl dieser Opfer ist, darnach soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer sein.
  4415 13   Wer ein Einheimischer ist, der soll solches tun, dass er dem HERRN opfere ein Opfer zum suessen Geruch.
  4415 14   Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei euren Nachkommen ist, und will dem HERRN ein Opfer zum suessen Geruch tun, der soll tun, wie ihr tut.
  4415 15   Der ganzen Gemeinde sei eine Satzung, euch sowohl als den Fremdlingen; eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen, dass vor dem HERRN der Fremdling sei wie ihr.
  4415 16   Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling sein, der bei euch wohnt.
  4415 17   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4415 18   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, darein ich euch bringen werde,
  4415 19   dass ihr esset von dem Brot im Lande, sollt ihr dem HERRN eine Hebe geben:
  4415 20   als eures Teiges Erstling sollt ihr einen Kuchen zur Hebe geben; wie die Hebe von der Scheune,
  4415 21   also sollt ihr auch dem HERRN eures Teiges Erstling zur Hebe geben bei euren Nachkommen.
  4415 22 * Und wenn ihr aus Versehen dieser Gebote irgend eins nicht tut, die der HERR zu Mose geredet hat,
  4415 23   alles, was der HERR euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten auf eure Nachkommen;
  4415 24   wenn nun ohne Wissen der Gemeinde etwas versehen wuerde, so soll die ganze Gemeinde einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen, zum suessen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock zum Suendopfer.
  4415 25   Und der Priester soll also die ganze Gemeinde der Kinder Israel versoehnen, so wird's ihnen vergeben sein; denn es ist ein Versehen. Und sie sollen bringen solch ihre Gabe zum Opfer dem HERRN und ihr Suendopfer vor dem HERRN ueber ihr Versehen,
  4415 26   so wird's vergeben der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze Volk an solchem versehen teilhat.
  4415 27   Wenn aber eine Seele aus Versehen suendigen wird, die soll eine jaehrige Ziege zum Suendopfer bringen.
  4415 28   Und der Priester soll versoehnen solche Seele, die aus Versehen gesuendigt hat, vor dem HERRN, dass er sie versoehne und ihr vergeben werde.
  4415 29   Und es soll ein Gesetz sein fuer die, so ein Versehen begehen, fuer den Einheimischen unter den Kindern Israel und fuer den Fremdling, der unter ihnen wohnt.
  4415 30 * Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, der hat den HERRN geschmaeht. Solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk;
  4415 31   denn sie hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren. Ja, sie soll ausgerottet werden; die Schuld sei ihr.
  4415 32   Als nun die Kinder Israel in der Wueste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage.
  4415 33   Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.
  4415 34   Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrueckt, was man mit ihm tun sollte.
  4415 35   Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draussen vor dem Lager.
  4415 36   Da fuehrte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, dass er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4415 37 * Und der HERR sprach zu Mose:
  4415 38   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, dass sie sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider samt allen ihren Nachkommen, und blaue Schnuere auf die Quasten an die Zipfel tun;
  4415 39   und sollen euch die Quasten dazu dienen, dass ihr sie ansehet und gedenket aller Gebote des HERRN und tut sie, dass ihr nicht von eures Herzens Duenken noch von euren Augen euch umtreiben lasset und abgoettisch werdet.
  4415 40   Darum sollt ihr gedenken und tun alle meine Gebote und heilig sein eurem Gott.
  4415 41   Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt hat, dass ich euer Gott waere, ich, der HERR, euer Gott.
  4416  1 * Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, samt Dathan und Abiram, den Soehnen Eliabs, und On, dem Sohn Peleths, den Soehnen Rubens,
  4416  2   die empoerten sich wider Mose samt etlichen Maennern unter den Kindern Israel, zweihundertundfuenfzig, Vornehmste in der Gemeinde, Ratsherren und namhafte Leute.
  4416  3   Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr macht's zu viel. Denn die ganze Gemeinde ist ueberall heilig, und der HERR ist unter ihnen; warum erhebt ihr euch ueber die Gemeinde des HERRN?
  4416  4   Da das Mose hoerte, fiel er auf sein Angesicht
  4416  5   und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und zu ihm nahen soll; welchen er erwaehlt, der soll zu ihm nahen.
  4416  6   Das tut: nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte,
  4416  7   und legt Feuer darein und tut Raeuchwerk darauf vor dem HERRN morgen. Welchen der HERR erwaehlt, der sei heilig. Ihr macht es zu viel, ihr Kinder Levi.
  4416  8   Und Mose sprach zu Korah: Hoeret doch, ihr Kinder Levi!
  4416  9   Ist's euch zu wenig, dass euch der Gott Israels ausgesondert hat von der Gemeinde Israel, dass ihr zu ihm nahen sollt, dass ihr dienet im Amt der Wohnung des HERRN und vor die Gemeinde tretet, ihr zu dienen?
  4416 10   Er hat dich und alle deine Brueder, die Kinder Levi, samt dir zu sich genommen; und ihr sucht nun auch das Priestertum?
  4416 11   Du und deine ganze Rotte macht einen Aufruhr wider den HERRN. Was ist Aaron, dass ihr wider ihn murrt?
  4416 12 * Und Mose schickte hin und liess Dathan und Abiram rufen, die Soehne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf.
  4416 13   Ist's zu wenig, dass du uns aus dem Lande gefuehrt hast, darin Milch und Honig fliesst, dass du uns toetest in der Wueste? Du musst auch noch ueber uns herrschen?
  4416 14   Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, und hast uns Aecker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreissen? Wir kommen nicht hinauf.
  4416 15   Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer! Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe ihrer keinem nie ein Leid getan.
  4416 16   Und er sprach zu Korah: Du und deine Rotte sollt morgen vor dem HERRN sein; du, sie auch und Aaron.
  4416 17   Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Raeuchwerk darauf, und tretet herzu vor den HERRN, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zweihundertundfuenfzig Pfannen; auch Du Aaron, ein jeglicher mit seiner Pfanne.
  4416 18   Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer und Raeuchwerk darauf; und sie traten vor die Tuer der Huette des Stifts, und Mose und Aaron auch.
  4416 19   Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde vor der Tuer der Huette des Stifts. Aber die Herrlichkeit des HERRN erschien vor der ganzen Gemeinde.
  4416 20   Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4416 21   Scheidet euch von dieser Gemeinde, dass ich sie ploetzlich vertilge.
  4416 22   Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister alles Fleisches, wenn ein Mann gesuendigt hat, willst du darum ueber die ganze Gemeinde wueten?
  4416 23 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4416 24   Sage der Gemeinde und sprich: Weicht ringsherum von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams.
  4416 25   Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Aeltesten Israels folgten ihm nach,
  4416 26   und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weichet von den Huetten dieser gottlosen Menschen und ruehrt nichts an, was ihr ist, dass ihr nicht vielleicht umkommt in irgend einer ihrer Suenden.
  4416 27   Und sie gingen hinweg von der Huette Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus und traten an die Tuer ihrer Huetten mit ihren Weibern und Soehnen und Kindern.
  4416 28   Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, dass mich der HERR gesandt hat, dass ich alle diese Werke taete, und nicht aus meinem Herzen:
  4416 29   werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt;
  4416 30   wird aber der HERR etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und verschlingt sie mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter in die Hoelle fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute den HERRN gelaestert haben.
  4416 31   Und als er diese Worte hatte alle ausgeredet, zerriss die Erde unter ihnen
  4416 32   und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Haeusern, mit allen Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe;
  4416 33   und sie fuhren hinunter lebendig in die Hoelle mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeinde.
  4416 34   Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie sprachen: dass uns die Erde nicht auch verschlinge!
  4416 35 * Dazu fuhr das Feuer aus von dem HERRN und frass die zweihundertundfuenfzig Maenner, die das Raeuchwerk opferten.
  4416 36   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4416 37   Sage Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, dass er die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer hin und her;
  4416 38   denn die Pfannen solcher Suender sind dem Heiligtum verfallen durch ihre Seelen. Man schlage sie zu breiten Blechen, dass man den Altar damit ueberziehe; denn sie sind geopfert vor dem HERRN und geheiligt und sollen den Kindern Israel zum Zeichen sein.
  4416 39   Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die Verbrannten geopfert hatten und schlug sie zu Blechen, den Altar zu ueberziehen,
  4416 40   zum Gedaechtnis der Kinder Israel, dass nicht jemand Fremdes sich herzumache, der nicht ist des Samens Aarons, zu opfern Raeuchwerk vor dem HERRN, auf dass es ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der HERR ihm geredet hatte durch Mose.
  4416 41 * Des andern Morgens aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron, und sprachen: Ihr habt des HERRN Volk getoetet.
  4416 42   Und da sich die Gemeinde versammelte wider Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Huette des Stifts. Und siehe, da bedeckte es die Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN erschien.
  4416 43   Und Mose und Aaron gingen herzu vor die Huette des Stifts.
  4416 44   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4416 45   Hebt euch aus dieser Gemeinde; ich will sie ploetzlich vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht.
  4416 46   Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer darein vom Altar und lege Raeuchwerk darauf und gehe eilend zu der Gemeinde und versoehne sie; denn das Wueten ist von dem HERRN ausgegangen, und die Plage ist angegangen.
  4416 47   Und Aaron nahm wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und raeucherte und versoehnte das Volk
  4416 48   und stand zwischen den Toten und den Lebendigen. Da ward der Plage gewehrt.
  4416 49   Derer aber, die an der Plage gestorben waren, waren vierzehntausend und siebenhundert, ohne die, so mit Korah starben.
  4416 50   Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tuer der Huette des Stifts, und der Plage ward gewehrt.
  4417  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4417  2   Sage den Kindern Israel und nimm von ihnen zwoelf Stecken, von Jeglichem Fuersten seines Vaterhauses einen, und schreib eines jeglichen Namen auf seinen Stecken.
  4417  3   Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stecken Levis. Denn je fuer ein Haupt ihrer Vaterhaeuser soll ein Stecken sein.
  4417  4   Und lege sie in die Huette des Stifts vor dem Zeugnis, da ich mich euch bezeuge.
  4417  5   Und welchen ich erwaehlen werde, des Stecken wird gruenen, dass ich das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille.
  4417  6   Mose redete mit den Kindern Israel, und alle ihre Fuersten gaben ihm zwoelf Stecken, ein jeglicher Fuerst einen Stecken, nach ihren Vaterhaeusern; und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken.
  4417  7   Und Mose legte die Stecken vor den HERRN in der Huette des Zeugnisses.
  4417  8 * Des Morgens aber, da Mose in die Huette des Zeugnisses ging, fand er den Stecken Aarons des Hauses Levi gruenen und die Bluete aufgegangen und Mandeln tragen.
  4417  9   Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem HERRN vor alle Kinder Israel, dass sie es sahen; und ein jeglicher nahm seinen Stecken.
  4417 10   Der HERR sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das Zeugnis, dass er verwahrt werde zum Zeichen den ungehorsamen Kindern, dass ihr Murren von mir aufhoere, dass sie nicht sterben.
  4417 11   Mose tat wie ihm der HERR geboten hatte.
  4417 12   Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.
  4417 13   Wer sich naht zur Wohnung des HERRN, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar untergehen?
  4418  1 * Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Soehne und deines Vaters Haus mit dir sollt die Missetat des Heiligtums tragen; und du und deine Soehne mit dir sollt die Missetat eures Priestertums tragen.
  4418  2   Aber deine Brueder des Stammes Levis, deines Vaters, sollst du zu dir nehmen, dass sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Soehne mit dir vor der Huette des Zeugnisses.
  4418  3   Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Huette warten. Doch zu dem Geraet des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie nicht nahen, dass nicht beide, sie und ihr, sterbet;
  4418  4   sondern sie sollen bei dir sein, dass sie des Dienstes warten an der Huette des Stifts in allem Amt der Huette; und kein Fremder soll sich zu euch tun.
  4418  5   So wartet nun des Dienstes des Heiligtums und des Dienstes des Altars, dass hinfort nicht mehr ein Wueten komme ueber die Kinder Israel.
  4418  6   Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brueder, genommen aus den Kindern Israel, dem HERRN zum Geschenk, und euch gegeben, dass sie des Amts pflegen an der Huette des Stifts.
  4418  7   Du aber und deine Soehne mit dir sollt eures Priestertums warten, dass ihr dienet in allerlei Geschaeft des Altars und inwendig hinter dem Vorhang; denn euer Priestertum gebe ich euch zum Amt, zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
  4418  8 * Und der HERR sagte zu Aaron: Siehe, ich habe dir gegeben meine Hebopfer von allem, was die Kinder Israel heiligen, als Gebuehr dir und deinen Soehnen zum ewigen Recht.
  4418  9   Das sollst du haben von dem Hochheiligen: Was nicht angezuendet wird von allen ihren Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Suendopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir geben, das soll dir und deinen Soehnen ein Hochheiliges sein.
  4418 10   An einem heiligen Ort sollst du es essen. Was maennlich ist, soll davon essen; denn es soll dir heilig sein.
  4418 11   Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder Israel dir gegeben und deinen Soehnen und Toechtern samt dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
  4418 12   Alles beste Oel und alles Beste vom Most und Korn, naemlich ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, habe ich dir gegeben.
  4418 13   Die erste Frucht, die sie dem HERRN bringen von allem, was in ihrem Lande ist, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
  4418 14   Alles Verbannte in Israel soll dein sein.
  4418 15   Alles, was die Mutter bricht unter allem Fleisch, das sie dem HERRN bringen, es sei ein Mensch oder Vieh, soll dein sein; doch dass du die erste Menschenfrucht loesen lassest und die erste Frucht eines unreinen Viehs auch loesen lassest.
  4418 16   Sie sollen's aber loesen, wenn's einen Monat alt ist; und sollst es zu loesen geben um Geld, um fuenf Silberlinge nach dem Lot des Heiligtums, das hat zwanzig Gera.
  4418 17   Aber die erste Frucht eines Rindes oder Schafes oder einer Ziege sollst du nicht zu loesen geben, denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen auf den Altar, und ihr Fett sollst du anzuenden zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN.
  4418 18   Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte Schulter dein ist.
  4418 19   Alle Hebeopfer, die die Kinder Israel heiligen dem HERRN, habe ich dir gegeben und deinen Soehnen und deinen Toechtern samt dir zum ewigen Recht. Das soll ein unverweslicher Bund sein ewig vor dem HERRN, dir und deinem Samen samt dir.
  4418 20 * Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und dein Erbgut unter den Kindern Israel.
  4418 21   Den Kindern Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut fuer ihr Amt, das sie mir tun an der Huette des Stifts.
  4418 22   Dass hinfort die Kinder Israel nicht zur Huette des Stifts sich tun, Suende auf sich zu laden, und sterben;
  4418 23   sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Huette des Stifts, und sie sollen jener Missetat tragen zu ewigem Recht bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen;
  4418 24   Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HERRN heben, habe ich den Leviten zum Erbgut gegeben. Darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen.
  4418 25   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4418 26   Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu eurem Erbgut, so sollt ihr davon ein Hebeopfer dem HERRN tun, je den Zehnten von dem Zehnten;
  4418 27   und sollt solch euer Hebeopfer achten, als gaebet ihr Korn aus der Scheune und Fuelle aus der Kelter.
  4418 28   Also sollt auch ihr das Hebeopfer dem HERRN geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Kindern Israel, dass ihr solches Hebopfer des HERRN dem Priester Aaron gebet.
  4418 29   Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HERRN allerlei Hebopfer geben, von allem Besten das, was davon geheiligt wird.
  4418 30   Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebt, so soll's den Leviten gerechnet werden wie ein Einkommen der Scheune und wie ein Einkommen der Kelter.
  4418 31   Ihr moeget's essen an allen Staetten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn fuer euer Amt in der Huette des Stifts.
  4418 32   So werdet ihr nicht Suende auf euch laden an demselben, wenn ihr das Beste davon hebt, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder Israel und nicht sterben.
  4419  1 * Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
  4419  2   Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der HERR geboten hat und gesagt: Sage den Kindern Israel, dass sie zu dir fuehren ein roetliche Kuh ohne Gebrechen, an der kein Fehl sei und auf die noch nie ein Joch gekommen ist.
  4419  3   Und gebt sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager fuehren und daselbst vor ihm schlachten lassen.
  4419  4   Und Eleasar, der Priester, soll von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und stracks gegen die Huette des Stifts siebenmal sprengen
  4419  5   und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beides, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.
  4419  6   Und der Priester soll Zedernholz und Isop und scharlachrote Wolle nehmen und auf die brennende Kuh werfen
  4419  7   und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und darnach ins Lager gehen und unrein sein bis an den Abend.
  4419  8   Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib in Wasser baden und unrein sein bis an den Abend.
  4419  9   Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen und sie schuetten draussen vor dem Lager an eine reine Staette, dass sie daselbst verwahrt werde fuer die Gemeinde der Kinder Israel zum Sprengwasser; denn es ist ein Suendopfer.
  4419 10   Und derselbe, der die Asche der Kuh aufgerafft hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend. Dies soll ein ewiges Recht sein den Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter euch wohnen.
  4419 11 * Wer nun irgend einen toten Menschen anruehrt, der wird sieben Tage unrein sein.
  4419 12   Der soll sich hiermit entsuendigen am dritten Tage und am siebenten Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsuendigt, so wird er nicht rein werden.
  4419 13   Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anruehrt und sich nicht entsuendigen wollte, der verunreinigt die Wohnung des HERRN, und solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum dass das Sprengwasser nicht ueber ihn gesprengt ist, so ist er unrein; seine Unreinigkeit bleibt an ihm.
  4419 14   Das ist das Gesetz: Wenn ein Mensch in der Huette stirbt, soll jeder, der in die Huette geht und wer in der Huette ist, unrein sein sieben Tage.
  4419 15   Und alles offene Geraet, das keinen Deckel noch Band hat, ist unrein.
  4419 16   Auch wer anruehrt auf dem Felde einen, der erschlagen ist mit dem Schwert, oder einen Toten oder eines Menschen Gebein oder ein Grab, der ist unrein sieben Tage.
  4419 17   So sollen sie nun fuer den Unreinen nehmen Asche von diesem verbrannten Suendopfer und fliessendes Wasser darauf tun in ein Gefaess.
  4419 18   Und ein reiner Mann soll Isop nehmen und ins Wasser tauchen und die Huette besprengen und alle Geraete und alle Seelen, die darin sind; also auch den, der eines Toten Gebein oder einen Erschlagenen oder Toten oder ein Grab angeruehrt hat.
  4419 19   Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage entsuendigen; und er soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden, so wird er am Abend rein.
  4419 20   Welcher aber unrein sein wird und sich nicht entsuendigen will, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde; denn er hat das Heiligtum des HERRN verunreinigt und ist mit Sprengwasser nicht besprengt; darum ist er unrein.
  4419 21   Und dies soll ihnen ein ewiges Recht sein. Und der auch, der mit dem Sprengwasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen; und wer das Sprengwasser anruehrt, der soll unrein sein bis an den Abend.
  4419 22   Und alles, was der Unreine anruehrt, wird unrein werden; und welche Seele ihn anruehren wird, soll unrein sein bis an den Abend.
  4420  1 * Und die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeinde in die Wueste Zin im ersten Monat, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst und ward daselbst begraben.
  4420  2   Und die Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich wider Mose und Aaron.
  4420  3   Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, dass wir umgekommen waeren, da unsere Brueder umkamen vor dem HERRN!
  4420  4   Warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wueste gebracht, dass wir hier sterben mit unserm Vieh?
  4420  5   Und warum habt ihr uns aus Aegypten gefuehrt an diesen boesen Ort, da man nicht saeen kann, da weder Feigen noch Weinstoecke noch Granataepfel sind und dazu kein Wasser zu trinken?
  4420  6   Mose und Aaron gingen vor der Gemeinde zur Tuer der Huette des Stifts und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen.
  4420  7   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4420  8   Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet mit dem Fels vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. Also sollst du ihnen Wasser aus dem Fels bringen und die Gemeinde traenken und ihr Vieh.
  4420  9   Da nahm Mose den Stab vor dem HERRN, wie er ihm geboten hatte.
  4420 10   Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor den Fels, und er sprach zu ihnen: Hoeret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch Wasser bringen aus jenem Fels?
  4420 11   Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Fels mit dem Stab zweimal. Da ging viel Wasser heraus, dass die Gemeinde trank und ihr Vieh.
  4420 12   Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Darum dass ihr nicht an mich geglaubt habt, mich zu heiligen vor den Kindern Israel, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde.
  4420 13   Das ist das Haderwasser, darueber die Kinder Israel mit dem HERRN haderten und er geheiligt ward an ihnen.
  4420 14 * Und Mose sandte Botschaft aus Kades zu dem Koenig der Edomiter: Also laesst dir dein Bruder Israel sagen: Du weisst alle die Muehsal, die uns betroffen hat,
  4420 15   dass unsre Vaeter nach Aegypten hinabgezogen sind und wir lange Zeit in Aegypten gewohnt haben, und die Aegypter behandelten uns und unsre Vaeter uebel.
  4420 16   Und wir schrieen zu dem HERRN; der hat unsre Stimme erhoert und einen Engel gesandt und uns aus Aegypten gefuehrt. Und siehe, wir sind zu Kades, in der Stadt an deinen Grenzen.
  4420 17   Lass uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Aecker noch Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die Landstrasse wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch deine Grenze kommen.
  4420 18   Edom aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht durch mich ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegenziehen.
  4420 19   Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Strasse ziehen, und so wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir's bezahlen; wir wollen nichts denn nur zu Fusse hindurchziehen.
  4420 20   Er aber sprach: Du sollst nicht herdurchziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit maechtigem Volk und starker Hand.
  4420 21   Also weigerten sich die Edomiter, Israel zu vergoennen, durch ihr Gebiet zu ziehen. Und Israel wich von ihnen.
  4420 22 * Und die Kinder Israel brachen auf von Kades und kamen mit der ganzen Gemeinde an den Berg Hor.
  4420 23   Und der HERR redete mit Mose und Aaron am Berge Hor, an den Grenzen des Landes der Edomiter, und sprach:
  4420 24   Lass sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum dass ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.
  4420 25   Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und fuehre sie auf den Berg Hor
  4420 26   und zieh Aaron seine Kleider aus und ziehe sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben.
  4420 27   Da tat Mose, wie ihm der HERR geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor der ganzen Gemeinde.
  4420 28   Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie Eleasar an, seinem Sohne.
  4420 29   Und Aaron starb daselbst oben auf dem Berge. Mose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge.
  4421  1 * Und da die Kanaaniter, der Koenig von Arad, der gegen Mittag wohnte, hoerte, dass Israel hereinkommt durch den Weg der Kundschafter, stritt er wider Israel und fuehrte etliche gefangen.
  4421  2   Da gelobte Israel dem HERRN ein Geluebde und sprach: Wenn du dies Volk unter Meine Hand gibst, so will ich ihre Staedte verbannen.
  4421  3   Und der HERR erhoerte die Stimme Israels und gab die Kanaaniter, und sie verbannten sie samt ihren Staedten und hiessen die Staette Horma.
  4421  4 * Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, dass sie um der Edomiter Land hinzoegen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege
  4421  5   und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Aegypten gefuehrt, dass wir sterben in der Wueste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser mageren Speise.
  4421  6   Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viel Volks in Israel starb.
  4421  7   Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesuendigt, dass wir wider dich geredet haben; bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Mose bat fuer das Volk.
  4421  8   Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.
  4421  9   Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.
  4421 10 * Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth.
  4421 11   Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Wueste Moab, gegenueber gegen der Sonne Aufgang.
  4421 12   Und von da zogen sie und lagerten sich am Bach Sered.
  4421 13   Von da zogen sie und lagerten sich diesseits am Arnon, der in der Wueste ist und herauskommt von der Grenze der Amoriter; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.
  4421 14   Daher heisst es in dem Buch von den Kriegen des HERRN: "Das Vaheb in Supha und die Baeche Arnon
  4421 15   und die Quelle der Baeche, welche reicht hinan bis zur Stadt Ar und lenkt sich und ist die Grenze Moabs."
  4421 16   Und von da zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon der HERR zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.
  4421 17   Da sang Israel das Lied: "Brunnen, steige auf! Singet von ihm!
  4421 18   Das ist der Brunnen, den die Fuersten gegraben haben; die Edlen im Volk haben ihn gegraben mit dem Zepter, mit ihren Staeben." Und von dieser Wueste zogen sie gen Matthana;
  4421 19   und von Matthana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth;
  4421 20   und von Bamoth in das Tal, das im Felde Moabs liegt, zu dem hohen Berge Pisgas, der gegen die Wueste sieht.
  4421 21 * Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Koenig der Amoriter, und liess ihm sagen:
  4421 22   Lass mich durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht weichen in die Aecker noch in die Weingaerten, wollen auch Brunnenwasser nicht trinken; die Landstrasse wollen wir ziehen, bis wir durch deine Grenze kommen.
  4421 23   Aber Sihon gestattete den Kindern Israel nicht den Zug durch sein Gebiet, sondern sammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen in die Wueste; und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel.
  4421 24   Israel aber schlug ihn mit der Schaerfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon; denn die Grenzen der Kinder Ammon waren fest.
  4421 25   Also nahm Israel alle diese Staedte und wohnte in allen Staedten der Amoriter, zu Hesbon und in allen seinen Ortschaften.
  4421 26   Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Koenigs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem Koenig der Moabiter gestritten und ihm all sein Land abgewonnen bis zum Arnon.
  4421 27   Daher sagt man im Lied: "Kommt gen Hesbon, dass man die Stadt Sihons baue und aufrichte;
  4421 28   denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihons, die hat gefressen Ar der Moabiter und die Buerger der Hoehen am Arnon.
  4421 29   Weh dir, Moab! Du Volk des Kamos bist verloren; man hat seine Soehne in die Flucht geschlagen und seine Toechter gefangen gefuehrt Sihon, dem Koenig der Amoriter.
  4421 30   Ihre Herrlichkeit ist zunichte worden von Hesbon bis gen Dibon; sie ist verstoert bis gen Nophah, die da langt bis gen Medeba."
  4421 31   Also wohnte Israel im Lande der Amoriter.
  4421 32   Und Mose sandte aus Kundschafter gen Jaser, und sie gewannen seine Ortschaften und nahmen die Amoriter ein, die darin waren,
  4421 33   und wandten sich und zogen hinauf den Weg nach Basan. Da zog aus, ihnen entgegen, Og, der Koenig von Basan, mit allem seinem Volk, zu streiten in Edrei.
  4421 34   Und der HERR sprach zu Mose: Fuerchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.
  4421 35   Und sie schlugen ihn und seine Soehne und all sein Volk, bis dass keiner uebrigblieb, und nahmen das Land ein.
  4422  1 * Darnach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab jenseit des Jordans, gegenueber Jericho.
  4422  2   Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern;
  4422  3   und die Moabiter fuerchteten sich sehr vor dem Volk, das so gross war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel;
  4422  4   und sie sprachen zu den Aeltesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit Koenig der Moabiter.
  4422  5   Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der wohnte an dem Strom im Lande der Kinder seines Volks, dass sie ihn forderten, und liess ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Aegypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt mir gegenueber.
  4422  6   So komm nun und verfluche mir das Volk (denn es ist mir zu maechtig), ob ich's schlagen moechte und aus dem Lande vertreiben; denn ich weiss, dass, welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchst, der ist verflucht.
  4422  7   Und die Aeltesten der Moabiter gingen hin mit den Aeltesten der Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagers in ihren Haenden und kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.
  4422  8   Und er sprach zu ihnen: Bleibt hier ueber Nacht, so will ich euch wieder sagen, wie mir der HERR sagen wird. Also blieben die Fuersten der Moabiter bei Bileam.
  4422  9   Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind?
  4422 10   Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter Koenig, hat zu mir gesandt:
  4422 11   Siehe, ein Volk ist aus Aegypten gezogen und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten moege und sie vertreiben.
  4422 12   Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet.
  4422 13   Da stand Bileam des Morgens auf und sprach zu den Fuersten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der HERR will's nicht gestatten, dass ich mit euch ziehe.
  4422 14   Und die Fuersten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen.
  4422 15 * Da sandte Balak noch groessere und herrlichere Fuersten, denn jene waren.
  4422 16   Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also laesst dir sagen Balak, der Sohn Zippors: Wehre dich doch nicht, zu mir zu ziehen;
  4422 17   denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagst, das will ich tun; komm doch und fluche mir diesem Volk.
  4422 18   Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gaebe, so koennte ich doch nicht uebertreten das Wort des HERRN, meines Gottes, Kleines oder Grosses zu tun.
  4422 19   So bleibt doch nur hier auch ihr diese Nacht, dass ich erfahre, was der HERR weiter mit mir reden werde.
  4422 20   Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Maenner gekommen, dich zu rufen, so mache dich auf und zieh mit ihnen; doch was ich dir sagen werde, das sollst du tun.
  4422 21   Da stand Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fuersten der Moabiter.
  4422 22 * Aber der Zorn Gottes ergrimmte, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat ihm in den Weg, dass er ihm widerstuende. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm.
  4422 23   Und die Eselin sah den Engel des HERRN im Wege stehen und ein blosses Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, dass sie in den Weg sollte gehen.
  4422 24   Da trat der Engel des HERRN in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Waende waren.
  4422 25   Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, draengte sie sich an die Wand und klemmte Bileam den Fuss an der Wand; und er schlug sie noch mehr.
  4422 26   Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken.
  4422 27   Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.
  4422 28   Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich geschlagen hast nun dreimal?
  4422 29   Bileam sprach zur Eselin: Dass du mich hoehnest! ach, dass ich jetzt ein Schwert in der Hand haette, ich wollte dich erwuergen!
  4422 30   Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten bist zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein.
  4422 31   Da oeffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein blosses Schwert in seiner Hand, und er neigte und bueckte sich mit seinem Angesicht.
  4422 32   Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, dass ich dir widerstehe; denn dein Weg ist vor mir verkehrt.
  4422 33   Und die Eselin hat mich gesehen und ist dreimal ausgewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen waere, so wollte ich dich auch jetzt erwuergt und die Eselin lebendig erhalten haben.
  4422 34   Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesuendigt; denn ich habe es nicht gewusst, dass du mir entgegenstandest im Wege. Und nun, so dir's nicht gefaellt, will ich wieder umkehren.
  4422 35   Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zieh hin mit den Maennern; aber nichts anderes, denn was ich dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Fuersten Balaks.
  4422 36 * Da Balak hoerte, dass Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da liegt an der Grenze des Arnon, welcher ist an der aeussersten Grenze,
  4422 37   und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Meinst du ich koennte dich nicht ehren?
  4422 38   Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin gekommen zu dir; aber wie kann ich etwas anderes reden, als was mir Gott in den Mund gibt? Das muss ich reden.
  4422 39   Also zog Bileam mit Balak, und sie kamen in die Gassenstadt.
  4422 40   Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte davon an Bileam und an die Fuersten, die bei ihm waren.
  4422 41   Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fuehrte ihn hin auf die Hoehe Baals, dass er von da sehen konnte das Ende des Volks.
  4423  1 * Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere und schaffe mir her sieben Farren und sieben Widder.
  4423  2   Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam, opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
  4423  3   Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer; ich will hingehen, ob vielleicht mir der HERR begegne, dass ich dir ansage, was er mir zeigt. Und ging hin eilend.
  4423  4   Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altaere habe ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder geopfert.
  4423  5   Der HERR aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.
  4423  6   Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei dem Brandopfer samt allen Fuersten der Moabiter.
  4423  7   Da hob er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der Moabiter Koenig, holen lassen von dem Gebirge gegen Aufgang: Komm, verfluche mir Jakob! komm schilt Israel!
  4423  8   Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich schelten, den der HERR nicht schilt?
  4423  9   Denn von der Hoehe der Felsen sehe ich ihn wohl, und von den Huegeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter die Heiden gerechnet werden.
  4423 10   Wer kann zaehlen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils Israels? Meine Seele muesse sterben des Todes der Gerechten, und mein Ende werde wie dieser Ende!
  4423 11   Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest.
  4423 12   Er antwortete und sprach: Muss ich das nicht halten und reden, was mir der HERR in den Mund gibt?
  4423 13 * Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von wo du nur sein Ende sehest und es nicht ganz sehest, und fluche mir ihm daselbst.
  4423 14   Und er fuehrte ihn auf einen freien Platz auf der Hoehe Pisga und baute sieben Altaere und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
  4423 15   Und (Bileam) sprach zu Balak: Tritt her zu deinem Brandopfer; ich will dort warten.
  4423 16   Und der HERR begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.
  4423 17   Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt den Fuersten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der HERR gesagt?
  4423 18   Und er hob an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hoere! nimm zu Ohren was ich sage, du Sohn Zippors!
  4423 19   Gott ist nicht ein Mensch, dass er luege, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
  4423 20   Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; er segnet, und ich kann's nicht wenden.
  4423 21   Man sieht keine Muehe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der HERR, sein Gott, ist bei ihm und das Drommeten des Koenigs unter ihm.
  4423 22   Gott hat sie aus Aegypten gefuehrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns.
  4423 23   Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel. Zu seiner Zeit wird Jakob gesagt und Israel, was Gott tut.
  4423 24   Siehe, das Volk wird aufstehen, wie ein junger Loewe und wird sich erheben wie ein Loewe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse und das Blut der Erschlagenen saufe.
  4423 25   Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch es segnen.
  4423 26   Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt, alles, was der HERR reden wuerde, das wuerde ich tun?
  4423 27   Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen Ort fuehren, ob's vielleicht Gott gefalle, dass du daselbst mir sie verfluchst.
  4423 28   Und er fuehrte ihn auf die Hoehe des Berges Peor, welcher gegen die Wueste sieht.
  4423 29   Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere und schaffe mir sieben Farren und sieben Widder.
  4423 30   Balak tat, wie ihm Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
  4424  1 * Da nun Bileam sah, dass es dem HERRN gefiel, dass er Israel segnete, ging er nicht aus, wie vormals, nach Zauberei, sondern richtete sein Angesicht stracks zu der Wueste,
  4424  2   hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagen nach ihren Staemmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn,
  4424  3   und er hob an seinen Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geoeffnet sind,
  4424  4   es sagt der Hoerer goettlicher Rede, der des Allmaechtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geoeffnet werden, wenn er niederkniet:
  4424  5   Wie fein sind deine Huetten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!
  4424  6   Wie die Taeler, die sich ausbreiten, wie die Gaerten an den Wassern, wie die Aloebaeume, die der HERR pflanzt, wie die Zedern an den Wassern.
  4424  7   Es wird Wasser aus seinem Eimer fliessen, und sein Same wird ein grosses Wasser werden; sein Koenig wird hoeher werden denn Agag, und sein Reich wird sich erheben.
  4424  8   Gott hat ihn aus Aegypten gefuehrt; seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.
  4424  9   Er hat sich niedergelegt wie ein Loewe und wie ein junger Loewe; wer will sich gegen ihn auflehnen? Gesegnet sei, der dich segnet, und verflucht, der dir flucht!
  4424 10 * Da ergrimmte Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Haende zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, dass du meinen Feinden fluchen solltest; und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.
  4424 11   Und nun hebe dich an deinen Ort! Ich gedachte, ich wollte dich ehren; aber der HERR hat dir die Ehre verwehrt.
  4424 12   Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest, und gesprochen:
  4424 13   Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gaebe, so koennte ich doch an des HERRN Wort nicht vorueber, Boeses oder Gutes zu tun nach meinem Herzen; sondern was der HERR reden wuerde, das wuerde ich auch reden?
  4424 14   Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir verkuendigen, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.
  4424 15 * Und er hob an seinen Spruch und sprach: es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geoeffnet sind,
  4424 16   es sagt der Hoerer goettlicher Rede und der die Erkenntnis hat des Hoechsten, der die Offenbarung des Allmaechtigen sieht und dem die Augen geoeffnet werden, wenn er niederkniet.
  4424 17   Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn aber nicht von nahe. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Fuersten der Moabiter und verstoeren alle Kinder des Getuemmels.
  4424 18   Edom wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen sein; Israel aber wird den Sieg haben.
  4424 19   Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was uebrig ist von den Staedten.
  4424 20   Und da er sah die Amalekiter, hob er an seinen Spruch und sprach: Amalek, die Ersten unter den Heiden; aber zuletzt wirst du gar umkommen.
  4424 21   Und da er die Keniter sah, hob er an seinen Spruch und sprach: Fest ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Felsen gelegt.
  4424 22   Aber, o Kain, du wirst verbrannt werden, wenn Assur dich gefangen wegfuehren wird.
  4424 23   Und er hob abermals an seinen Spruch und sprach: Ach, wer wird leben, wenn Gott solches tun wird?
  4424 24   Und Schiffe aus Chittim werden verderben den Assur und Eber; er aber wird auch umkommen.
  4424 25   Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder an seinen Ort, und Balak zog seinen Weg.
  4425  1 * Und Israel wohnte in Sittim. Und das Volk hob an zu huren mit der Moabiter Toechtern,
  4425  2   welche luden das Volk zum Opfer ihrer Goetter. Und das Volk ass und betete ihre Goetter an.
  4425  3   Und Israel haengte sich an den Baal-Peor. Da ergrimmte des HERRN Zorn ueber Israel,
  4425  4   und er sprach zu Mose: nimm alle Obersten des Volks und haenge sie dem HERRN auf an der Sonne, auf dass der grimmige Zorn des HERRN von Israel gewandt werde.
  4425  5   Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwuerge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehaengt haben.
  4425  6 * Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brueder eine Midianitin vor den Augen Mose's und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor der Tuer der Huette des Stifts.
  4425  7   Da das sah Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spiess in seine Hand
  4425  8   und ging dem israelitischen Mann nach hinein in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hoerte die Plage auf von den Kindern Israel.
  4425  9   Und es wurden getoetet in der Plage vierundzwanzigtausend.
  4425 10   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4425 11   Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgte.
  4425 12   Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;
  4425 13   und er soll haben und sein Same nach ihm den Bund eines ewigen Priestertums, darum dass er fuer seinen Gott geeifert und die Kinder Israel versoehnt hat.
  4425 14   Der israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der Midianitin, hiess Simri, der Sohn Salus, der Fuerst eines Vaterhauses der Simeoniter.
  4425 15   Das midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hiess Kosbi, eine Tochter Zurs, der ein Fuerst war seines Geschlechts unter den Midianitern.
  4425 16 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4425 17   Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie;
  4425 18   denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie wider euch geuebt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter des Fuersten der Midianiter, die erschlagen ist am Tag der Plage um des Peor willen.
  4426  1 * Und es geschah, nach der Plage sprach der HERR zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron:
  4426  2   Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darueber, nach ihren Vaterhaeusern, alle, die ins Heer zu ziehen taugen in Israel.
  4426  3   Und Mose redete mit ihnen samt Eleasar, dem Priester, in dem Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenueber Jericho,
  4426  4   die zwanzig Jahre alt waren und darueber, wie der HERR dem Mose geboten hatte und den Kindern Israel, die aus Aegypten gezogen waren.
  4426  5 * Ruben, der Erstgeborene Israels. Die Kinder Rubens aber waren: Henoch, von dem das Geschlecht der Henochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht der Palluiter kommt;
  4426  6   Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Charmi, von dem das Geschlecht der Charmiter kommt.
  4426  7   Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war dreiundvierzigtausend siebenhundertdreissig.
  4426  8   Aber die Kinder Pallus waren: Eliab.
  4426  9   Und die Kinder Eliabs waren: Nemuel und Dathan und Abiram, die Vornehmen in der Gemeinde, die sich wider Mose und Aaron auflehnten in der Rotte Korahs, die sich wider den HERRN auflehnten
  4426 10   und die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit Korah, da die Rotte starb, da das Feuer zweihundertfuenfzig Maenner frass und sie ein Zeichen wurden.
  4426 11   Aber die Kinder Korahs starben nicht.
  4426 12   Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher kommt das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt;
  4426 13   Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt; Saul, daher das Geschlecht der Sauliter kommt.
  4426 14   Das sind die Geschlechter Simeon, zweiundzwanzigtausend und zweihundert.
  4426 15   Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das Geschlecht der Ziphoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt;
  4426 16   Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das Geschlecht der Eriter kommt;
  4426 17   Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das Geschlecht der Arieliter kommt.
  4426 18   Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl vierzigtausend und fuenfhundert
  4426 19   Die Kinder Juda's: Ger und Onan, welche beide starben im Lande Kanaan.
  4426 20   Es waren aber die Kinder Juda's in ihren Geschlechtern: Sela, daher das Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt.
  4426 21   Aber die Kinder des Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt.
  4426 22   Das sind die Geschlechter Juda's, an ihrer Zahl sechsundsiebzigtausend und fuenfhundert.
  4426 23   Die Kinder Isaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher das Geschlecht der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der Phuvaniter kommt;
  4426 24   Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter kommt; Simron, daher das Geschlecht der Simroniter kommt.
  4426 25   Das sind die Geschlechter Isaschars, an der Zahl vierundsechzigtausend und dreihundert.
  4426 26   Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt; Jahleel, daher das Geschlecht der Jahleeliter kommt.
  4426 27   Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzigtausend und fuenfhundert.
  4426 28   Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim.
  4426 29   Die Kinder aber Manasses waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter; Machir aber zeugte Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer.
  4426 30   Dies sind aber die Kinder Gileads: Hieser, daher kommt das Geschlecht der Hieseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter;
  4426 31   Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichem, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter;
  4426 32   Semida, daher kommt das Geschlecht der Semiditer; Hepher, daher kommt das Geschlecht der Hepheriter.
  4426 33   Zelophehad aber war Hephers Sohn und hatte keine Soehne sondern Toechter; die hiessen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza.
  4426 34   Das sind die Geschlechter Manasses, an ihrer Zahl zweiundfuenfzigtausend und siebenhundert.
  4426 35   Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher kommt das Geschlecht der Suthelahiter; Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der Thahaniter.
  4426 36   Die Kinder Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter.
  4426 37   Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl zweiunddreissigtausend und fuenfhundert. Das sind die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern.
  4426 38   Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher kommt das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher kommt das Geschlecht der Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter;
  4426 39   Supham, daher kommt das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher kommt das Geschlecht der Huphamiter.
  4426 40   Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naemaniter.
  4426 41   Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl fuenfundvierzigtausend und sechshundert.
  4426 42   Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt das Geschlecht der Suhamiter
  4426 43   Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, allesamt an der Zahl vierundsechzigtausend und vierhundert.
  4426 44   Die Kinder Asser in ihren Geschlechtern waren: Jimna, daher kommt das Geschlecht der Jimniter; Jiswi, daher kommt das Geschlecht der Jiswiter; Beria, daher kommt das Geschlecht der Beriiter.
  4426 45   Aber die Kinder Berias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der Hebriter; Melchiel, daher kommt das Geschlecht der Melchieliter.
  4426 46   Und die Tochter Assers hiess Sarah.
  4426 47   Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, an ihrer Zahl dreiundfuenfzigtausend und vierhundert.
  4426 48   Die Kinder Naphthalis in ihren Geschlechtern waren: Jahzeel, daher kommt das Geschlecht der Jahzeeliter; Guni, daher kommt das Geschlecht der Guniter;
  4426 49   Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher kommt das Geschlecht der Sillemiter.
  4426 50   Das sind die Geschlechter von Naphthali, an ihrer Zahl fuenfundvierzigtausend und vierhundert.
  4426 51   Das ist die Summe der Kinder Israel sechsmal hunderttausend eintausend siebenhundertdreissig.
  4426 52 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4426 53   Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen.
  4426 54   Vielen sollst du viel zum Erbe geben, und wenigen wenig; jeglichen soll man geben nach ihrer Zahl.
  4426 55   Doch man soll das Land durchs Los teilen; nach dem Namen der Staemme ihrer Vaeter sollen sie Erbe nehmen.
  4426 56   Denn nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und den wenigen.
  4426 57 * Und das ist die Summe der Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson, daher kommt das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher kommt das Geschlecht der Kahathiter; Merari, daher das Geschlecht der Merariter.
  4426 58   Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath zeugte Amram.
  4426 59   Und Amrams Weib hiess Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren ward in Aegypten; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam.
  4426 60   Dem Aaron aber ward geboren: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
  4426 61   Nadab aber und Abihu starben, da sie fremdes Feuer opferten vor dem HERRN.
  4426 62   Und ihre Summe war dreiundzwanzigtausend, alles Mannsbilder, von einem Monat und darueber. Denn sie wurden nicht gezaehlt unter die Kinder Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel.
  4426 63 * Das ist die Summe der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der Priester, zaehlten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegenueber Jericho;
  4426 64   unter welchen war keiner aus der Summe, da Mose und Aaron, der Priester, die Kinder Israel zaehlten in der Wueste Sinai.
  4426 65   Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wueste. Und blieb keiner uebrig als Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
  4427  1 * Und die Toechter Zelophehads, des Sohnes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, unter den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hogla, Milka und Thirza, kamen herzu
  4427  2   und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Fuersten und die ganze Gemeinde vor der Tuer der Huette des Stifts und sprachen:
  4427  3   Unser Vater ist gestorben in der Wueste und war nicht mit unter der Gemeinde, die sich wider den HERRN empoerte in der Rotte Korahs, sondern ist an seiner Suende gestorben, und hatte keine Soehne.
  4427  4   Warum soll denn unsers Vaters Name unter seinem Geschlecht untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns auch ein Gut unter unsers Vaters Bruedern!
  4427  5   Mose brachte ihre Sache vor den HERRN.
  4427  6   Und der HERR sprach zu ihm:
  4427  7   Die Toechter Zelophehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Bruedern geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden.
  4427  8   Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Soehne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden.
  4427  9   Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Bruedern geben.
  4427 10   Hat er keine Brueder, sollt ihr's seines Vaters Bruedern geben.
  4427 11   Hat er nicht Vatersbrueder, sollt ihr's seinen naechsten Blutsfreunden geben, die ihm angehoeren in seinem Geschlecht, dass sie es einnehmen. Das soll den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der HERR dem Mose geboten hat.
  4427 12 * Und der HERR sprach zu Mose: Steig auf dies Gebirge Abarim und besiehe das Land, das ich den Kindern Israel gebe werde.
  4427 13   Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, wie dein Bruder Aaron versammelt ist,
  4427 14   dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wueste Zin bei dem Hader der Gemeinde, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wueste Zin.
  4427 15 * Und Mose redete mit dem HERRN und sprach:
  4427 16   Der HERR, der Gott der Geister alles Fleisches, wolle einen Mann setzen ueber die Gemeinde,
  4427 17   der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein fuehre, dass die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.
  4427 18   Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Haende auf ihn
  4427 19   und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde und gebiete ihm vor ihren Augen,
  4427 20   und lege von deiner Herrlichkeit auf ihn, dass ihm gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Israel.
  4427 21   Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll fuer ihn ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem HERRN. Nach desselben Mund sollen aus und einziehen er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeinde.
  4427 22   Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde
  4427 23   und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der HERR mit Mose geredet hatte.
  4428  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4428  2   Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Opfer meines Brots, welches mein Opfer des suessen Geruchs ist, sollt ihr halten zu seiner Zeit, dass ihr mir's opfert.
  4428  3   Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem HERRN opfern sollt: jaehrige Laemmer, die ohne Fehl sind, taeglich zwei zum taeglichen Brandopfer,
  4428  4   Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend;
  4428  5   dazu ein zehntel Epha Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, das gestossen ist, ein viertel Hin.
  4428  6   Das ist das taegliche Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet, zum suessen Geruch ein Feuer dem HERRN.
  4428  7   Dazu ein Trankopfer je zu einem Lamm ein viertel Hin. Im Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem HERRN.
  4428  8   Das andere Lamm sollst du gegen Abend zurichten; mit dem Speisopfer wie am Morgen und mit einem Trankopfer sollst du es machen zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN.
  4428  9 * Am Sabbattag aber zwei jaehrige Laemmer ohne Fehl und zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, und sein Trankopfer.
  4428 10   Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbats ausser dem taeglichen Brandopfer samt seinem Trankopfer.
  4428 11   Aber des ersten Tages eurer Monate sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4428 12   und je drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Farren; zwei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Widder;
  4428 13   und je ein Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oel gemengt, zu einem Lamm. Das ist das Brandopfer des suessen Geruchs, ein Opfer dem HERRN.
  4428 14   Und ihr Trankopfer soll sein ein halbes Hin Wein zum Farren, ein drittel Hin zum Widder, ein viertel Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Monats im Jahr.
  4428 15   Dazu soll man einen Ziegenbock zum Suendopfer dem HERRN machen ausser dem taeglichen Brandopfer und seinem Trankopfer.
  4428 16 * Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des HERRN.
  4428 17   Und am fuenfzehnten Tage desselben Monats ist Fest. Sieben Tage soll man ungesaeuertes Brot essen.
  4428 18   Der erste Tag soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an ihm tun
  4428 19   und sollt dem HERRN Brandopfer tun: Zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4428 20   samt ihren Speisopfern: Drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder,
  4428 21   und je ein Zehntel auf ein Lamm unter den sieben Laemmern;
  4428 22   dazu einen Bock zum Suendopfer, dass ihr versoehnt werdet.
  4428 23   Und sollt solches tun ausser dem Brandopfer am Morgen, welche das taegliche Brandopfer ist.
  4428 24   Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das Brot opfern zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN ausser dem taeglichen Brandopfer, dazu sein Trankopfer.
  4428 25   Und der siebente Tag soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun.
  4428 26   Und der Tag der Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem HERRN, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun
  4428 27   und sollt dem HERRN Brandopfer tun zum suessen Geruch: zwei junge Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer;
  4428 28   samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu einem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
  4428 29   und je ein Zehntel zu einem Lamm der sieben Laemmer;
  4428 30   und einen Ziegenbock, euch zu versoehnen.
  4428 31   Dies sollt ihr tun ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Fehl soll's sein, dazu ihre Trankopfer.
  4429  1 * Und der erste Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun-es ist euer Drommetentag-
  4429  2   und sollt Brandopfer tun zum suessen Geruch dem HERRN: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429  3   dazu ihr Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
  4429  4   und ein Zehntel auf ein jegliches Lamm der sieben Laemmer;
  4429  5   auch einen Ziegenbock zum Suendopfer, euch zu versoehnen-
  4429  6   ausser dem Brandopfer des Monats und seinem Speisopfer und ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit seinem Trankopfer, wie es recht ist-,zum suessen Geruch. Das ist ein Opfer dem HERRN.
  4429  7   Der zehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch auch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; und sollt eure Leiber kasteien und keine Arbeit da tun,
  4429  8   sondern Brandopfer dem HERRN zum suessen Geruch opfern: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429  9   mit ihren Speisopfern: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
  4429 10   und ein Zehntel je zu einem Lamm der sieben Laemmer;
  4429 11   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem Suendopfer der Versoehnung und dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 12 * Der fuenfzehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch heilig heissen, dass ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr an dem tun und sollt dem HERRN sieben Tage feiern
  4429 13   und sollt dem HERRN Brandopfer tun zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN: dreizehn junge Farren, zwei Widder; vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 14   samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Oel gemengt, je zu einem der dreizehn Farren, zwei Zehntel je zu einem Widder,
  4429 15   und ein Zehntel je zu einem der vierzehn Laemmer;
  4429 16   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, -ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
  4429 17   Am zweiten Tage: zwoelf junge Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 18   mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 19   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 20   Am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 21   mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 22   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 23   Am vierten Tage: Zehn Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 24   samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 25   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 26   Am fuenften Tage: neun Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 27   samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 28   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 29   Am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 30   samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 31   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 32   Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder, vierzehn jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 33   samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 34   dazu einen Ziegenbock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 35   Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun
  4429 36   und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des suessen Geruchs dem HERRN: einen Farren, einen Widder, sieben jaehrige Laemmer ohne Fehl;
  4429 37   samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Laemmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;
  4429 38   dazu einen Bock zum Suendopfer, ausser dem taeglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
  4429 39   Solches sollt ihr dem HERRN tun auf eure Feste, ausserdem, was ihr gelobt und freiwillig gebt zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern.
  4429 40   Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der HERR geboten hatte.
  4430  1 * Und Mose redete mit den Fuersten der Staemme der Kinder Israel und sprach: das ist's, was der HERR geboten hat:
  4430  2   Wenn jemand dem HERRN ein Geluebde tut oder einen Eid schwoert, dass er seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht aufheben, sondern alles tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen.
  4430  3 * Wenn ein Weib dem HERRN ein Geluebde tut und sich verbindet, solange sie in ihres Vaters Hause und ledig ist,
  4430  4   und ihr Geluebde und Verbuendnis, das sie nimmt auf ihre Seele, kommt vor ihren Vater, und er schweigt dazu, so gilt all ihr Geluebde und all ihr Verbuendnis, das sie ihrer Seele aufgelegt hat.
  4430  5   Wo aber ihr Vater ihr wehrt des Tages, wenn er's hoert, so gilt kein Geluebde noch Verbuendnis, das sie auf ihre Seele gelegt hat; und der HERR wird ihr gnaedig sein, weil ihr Vater ihr gewehrt hat.
  4430  6   Wird sie aber eines Mannes und hat ein Geluebde auf sich oder ist ihr aus ihren Lippen ein Verbuendnis entfahren ueber ihre Seele,
  4430  7   und der Mann hoert es, und schweigt desselben Tages, wenn er's hoert, so gilt ihr Geluebde und Verbuendnis, das sie auf ihre Seele genommen hat.
  4430  8   Wo aber ihr Mann ihr wehrt des Tages, wenn er's hoert, so ist ihr Geluebde los, das sie auf sich hat, und das Verbuendnis, das ihr aus den Lippen entfahren ist ueber ihre Seele; und der HERR wird ihr gnaedig sein.
  4430  9   Das Geluebde einer Witwe und Verstossenen, alles Verbuendnis, das sie nimmt auf ihre Seele, das gilt auf ihr.
  4430 10   Wenn eine in ihres Mannes Hause gelobt oder sich mit einem Eide verbindet ueber ihre Seele,
  4430 11   und ihr Mann hoert es, und schweigt dazu und wehrt es nicht, so gilt all dasselbe Geluebde und alles Verbuendnis, das sie auflegt ihrer Seele.
  4430 12   Macht's aber ihr Mann des Tages los, wenn er's hoert, so gilt das nichts, was aus ihren Lippen gegangen ist, was sie gelobt oder wozu sie sich verbunden hat ueber ihre Seele; denn ihr Mann hat's losgemacht, und der HERR wird ihr gnaedig sein.
  4430 13   Alle Geluebde und Eide, die verbinden den Leib zu kasteien, mag ihr Mann bekraeftigen oder aufheben also:
  4430 14   wenn er dazu schweigt von einem Tag zum andern, so bekraeftigt er alle ihre Geluebde und Verbuendnisse, die sie auf sich hat, darum dass er geschwiegen hat des Tages, da er's hoerte;
  4430 15   wird er's aber aufheben, nachdem er's gehoert hat, so soll er ihre Missetat tragen.
  4430 16   Das sind die Satzungen, die der HERR dem Mose geboten hat zwischen Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, solange sie noch ledig ist in ihres Vaters Hause.
  4431  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4431  2   Raeche die Kinder Israel an den Midianitern, dass du darnach dich sammelst zu deinem Volk.
  4431  3   Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Ruestet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, dass sie den HERRN raechen an den Midianitern,
  4431  4   aus jeglichem Stamm tausend, dass ihr aus allen Staemmen Israels in das Heer schickt.
  4431  5   Und sie nahmen aus den Tausenden Israels je tausend eines Stammes, zwoelftausend geruestet zum Heer.
  4431  6   Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, ins Heer und die heiligen Geraete und die Halldrommeten in seiner Hand.
  4431  7 * Und sie fuehrten das Heer wider die Midianiter, wie der HERR dem Mose geboten hatte, und erwuergten alles, was maennlich war.
  4431  8   Dazu die Koenige der Midianiter erwuergten sie samt ihren Erschlagenen, naemlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fuenf Koenige der Midianiter. Bileam, den Sohn Beors, erwuergten sie auch mit dem Schwert.
  4431  9   Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Gueter raubten sie,
  4431 10   und verbrannten mit Feuer alle ihre Staedte ihrer Wohnungen und alle Zeltdoerfer.
  4431 11   Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh,
  4431 12   und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, naemlich die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut ins Lager auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan liegt gegenueber Jericho.
  4431 13 * Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fuersten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor das Lager.
  4431 14   Und Mose ward zornig ueber die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute ueber tausend und ueber hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen,
  4431 15   und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen?
  4431 16   Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, dass sie sich versuendigten am HERRN ueber dem Peor und eine Plage der Gemeinde des HERRN widerfuhr?
  4431 17   So erwuerget nun alles, was maennlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Maenner erkannt und beigelegen haben;
  4431 18   aber alle Kinder, die weiblich sind und nicht Maenner erkannt haben, die lasst fuer euch leben.
  4431 19   Und lagert euch draussen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemand erwuergt oder Erschlagene angeruehrt haben, dass ihr euch entsuendigt am dritten und am siebenten Tage, samt denen, die ihr gefangen genommen habt.
  4431 20   Und alle Kleider und alles Geraet von Fellen und alles Pelzwerk und alles hoelzerne Gefaess sollt ihr entsuendigen.
  4431 21   Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in den Streit gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der HERR dem Mose geboten hat:
  4431 22   Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei
  4431 23   und alles was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen und reinigen; nur dass es mit dem Sprengwasser entsuendigt werde. Aber alles, was das Feuer nicht leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
  4431 24   Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; darnach sollt ihr ins Lager kommen.
  4431 25 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4431 26   Nimm die Summe des Raubes der Gefangenen, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Vaeter der Gemeinde;
  4431 27   und gib die Haelfte denen, die ins Heer gezogen sind und die Schlacht getan haben, und die andere Haelfte der Gemeinde.
  4431 28   Du sollst aber dem HERRN heben von den Kriegsleuten, die ins Heer gezogen sind, je fuenf Hunderten eine Seele, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen.
  4431 29   Von ihrer Haelfte sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar geben zur Hebe dem HERRN.
  4431 30   Aber von der Haelfte der Kinder Israel sollst du je ein Stueck von fuenfzigen nehmen, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen und von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben, die des Dienstes warten an der Wohnung des HERRN.
  4431 31   Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4431 32   Und es war die uebrige Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubt hatte, sechsmal hundert und fuenfundsiebzigtausend Schafe,
  4431 33   zweiundsiebzigtausend Rinder,
  4431 34   einundsechzigtausend Esel
  4431 35   und der Maedchen, die nicht Maenner erkannt hatten, zweiunddreissigtausend Seelen.
  4431 36   Und die Haelfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehoerte, war an der Zahl dreihundertmal und siebenunddreissigtausend und fuenfhundert Schafe;
  4431 37   davon wurden dem HERRN sechshundertfuenfundsiebzig Schafe.
  4431 38   Desgleichen sechsunddreissigtausend Rinder; davon wurden dem HERRN zweiundsiebzig.
  4431 39   Desgleichen dreissigtausend und fuenfhundert Esel; davon wurden dem HERRN einundsechzig.
  4431 40   Desgleichen Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem HERRN zweiunddreissig Seelen.
  4431 41   Und Mose gab solche Hebe des HERRN dem Priester Eleasar, wie ihm der HERR geboten hatte.
  4431 42   Aber die andere Haelfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den Kriegsleuten,
  4431 43   naemlich die Haelfte, der Gemeinde zustaendig, war auch dreihundertmal und siebenunddreissigtausend fuenfhundert Schafe,
  4431 44   sechsunddreissigtausend Rinder,
  4431 45   dreissigtausend und fuenfhundert Esel
  4431 46   und sechzehntausend Menschenseelen.
  4431 47   Und Mose nahm von dieser Haelfte der Kinder Israel je ein Stueck von fuenfzigen, sowohl des Viehs als der Menschen, und gab's den Leviten, die des Dienstes warteten an der Wohnung des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  4431 48 * Und es traten herzu die Hauptleute ueber die Tausende des Kriegsvolks, naemlich die ueber tausend und ueber hundert waren, zu Mose
  4431 49   und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summe genommen der Kriegsleute, die unter unsern Haenden gewesen sind, und fehlt nicht einer.
  4431 50   Darum bringen wir dem HERRN Geschenke, was ein jeglicher gefunden hat von goldenem Geraete, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenringe und Spangen, dass unsere Seelen versoehnt werden vor dem HERRN.
  4431 51   Und Mose samt dem Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold von allerlei Geraete.
  4431 52   Und alles Goldes Hebe, das sie dem HERRN hoben, war sechzehntausend und siebenhundertfuenfzig Lot von den Hauptleuten ueber tausend und hundert.
  4431 53   Denn die Kriegsleute hatten geraubt ein jeglicher fuer sich.
  4431 54   Und Mose mit Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten ueber tausend und hundert, und brachten es in die Huette des Stifts zum Gedaechtnis der Kinder Israel vor dem HERRN.
  4432  1 * Die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Staette fuer ihr Vieh
  4432  2   und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fuersten der Gemeinde:
  4432  3   Das Land Ataroth, Dibon, Jaser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam, Nebo und Beon,
  4432  4   das der HERR geschlagen hat vor der Gemeinde Israel, ist gut zur Weide; und wir, deine Knechte, haben Vieh.
  4432  5   Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dies Land deinen Knechten zu eigen, so wollen wir nicht ueber den Jordan ziehen.
  4432  6   Mose sprach zu ihnen: Eure Brueder sollen in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
  4432  7   Warum macht ihr der Kinder Israel Herzen abwendig, dass sie nicht hinueberziehen in das Land, das ihnen der HERR geben wird?
  4432  8   Also taten auch eure Vaeter, da ich sie aussandte von Kades-Barnea, das Land zu schauen;
  4432  9   und da sie hinaufgekommen waren bis an den Bach Eskol und sahen das Land, machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig, dass sie nicht in das Land wollten, das ihnen der HERR geben wollte.
  4432 10   Und des HERRN Zorn ergrimmte zur selben Zeit, und er schwur und sprach:
  4432 11   Diese Leute, die aus Aegypten gezogen sind, von zwanzig Jahren und darueber sollen wahrlich das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, darum dass sie mir nicht treulich nachgefolgt sind;
  4432 12   ausgenommen Kaleb, den Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua, den Sohn Nuns; denn sie sind dem HERRN treulich nachgefolgt.
  4432 13   Also ergrimmte des HERRN Zorn ueber Israel, und er liess sie hin und her in der Wueste ziehen vierzig Jahre, bis dass ein Ende ward all des Geschlechts, das uebel getan hatte vor dem HERRN.
  4432 14   Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Vaeter Statt, dass der Suender desto mehr seien und ihr auch den Zorn und Grimm des HERRN noch mehr macht wider Israel.
  4432 15   Denn wo ihr euch von ihm wendet, so wird er auch noch laenger sie lassen in der Wueste, und ihr werdet dies Volk alles verderben.
  4432 16 * Da traten sie herzu und sprachen: Wir wollen nur Schafhuerden hier bauen fuer unser Vieh und Staedte fuer unsere Kinder;
  4432 17   wir aber wollen uns ruesten vornan vor den Kindern Israel her, bis dass wir sie bringen an ihren Ort. Unsre Kinder sollen in den verschlossenen Staedten bleiben um der Einwohner willen des Landes.
  4432 18   Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein jeglicher sein Erbe.
  4432 19   Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern unser Erbe soll uns diesseit des Jordan gegen Morgen gefallen sein.
  4432 20   Mose sprach zu Ihnen: Wenn ihr das tun wollt, dass ihr euch ruestet zum Streit vor dem HERRN,
  4432 21   so zieht ueber den Jordan vor dem HERRN, wer unter euch geruestet ist, bis dass er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht
  4432 22   und das Land untertan werde dem HERRN; darnach sollt ihr umwenden und unschuldig sein vor dem HERRN und vor Israel und sollt dies Land also haben zu eigen vor dem HERRN.
  4432 23   Wo ihr aber nicht also tun wollt, siehe, so werdet ihr euch an dem HERRN versuendigen und werdet eurer Suende innewerden, wenn sie euch finden wird.
  4432 24   So bauet nun Staedte fuer eure Kinder und Huerden fuer euer Vieh und tut, was ihr geredet habt.
  4432 25   Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine Knechte sollen tun, wie mein Herr geboten hat.
  4432 26   Unsre Kinder, Weiber, Habe und all unser Vieh sollen in den Staedten Gileads sein;
  4432 27   wir aber, deine Knechte, wollen alle geruestet zum Heer in den Streit ziehen vor dem HERRN, wie mein Herr geredet hat.
  4432 28 * Da gebot Mose ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und den obersten Vaetern der Staemme der Kinder Israel
  4432 29   und sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben mit euch ueber den Jordan ziehen, alle geruestet zum Streit vor dem HERRN, und das Land euch untertan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen;
  4432 30   ziehen sie aber nicht mit euch geruestet, so sollen sie unter euch erben im Lande Kanaan.
  4432 31   Die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie der Herr redete zu seinen Knechten, so wollen wir tun.
  4432 32   Wir wollen geruestet ziehen vor dem HERRN ins Land Kanaan und unser Erbgut besitzen diesseit des Jordans.
  4432 33   Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem halben Stamm Manasses, des Sohnes Josephs, das Koenigreich Sihons, des Koenigs der Amoriter, und das Koenigreich Ogs, des Koenigs von Basan, das Land samt den Staedten in dem ganzen Gebiete umher.
  4432 34   Da bauten die Kinder Gad Dibon, Ataroth, Aroer,
  4432 35   Atroth-Sophan, Jaser, Jogbeha,
  4432 36   Beth-Nimra und Beth-Haran, verschlossene Staedte und Schafhuerden.
  4432 37   Die Kinder Ruben bauten Hesbon, Eleale, Kirjathaim,
  4432 38   Nebo, Baal-Meon, und aenderten die Namen, und Sibma, und gaben den Staedten Namen, die sie bauten.
  4432 39   Und die Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, gingen nach Gilead und gewannen's und vertrieben die Amoriter, die darin waren.
  4432 40   Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead; und er wohnte darin.
  4432 41   Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Doerfer und hiess sie Doerfer Jairs.
  4432 42   Nobah ging hin und gewann Knath mit seinen Ortschaften und hiess sie Nobah nach seinem Namen.
  4433  1 * Das sind die Reisen der Kinder Israel, da sie aus Aegyptenland gezogen sind mit ihrem Heer durch Mose und Aaron.
  4433  2   Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen nach dem Befehl des HERRN, und dies sind die Reisen ihres Zuges.
  4433  3   Sie zogen aus von Raemses am fuenfzehnten Tag des ersten Monats, dem zweiten Tage der Ostern, durch eine hohe Hand, dass es alle Aegypter sahen,
  4433  4   als sie eben die Erstgeburt begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte; denn der HERR hatte auch an ihren Goettern Gericht geuebt.
  4433  5   Als sie nun von Raemses auszogen, lagerten sie sich in Sukkoth.
  4433  6   Und zogen aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, welches liegt an dem Ende der Wueste.
  4433  7   Von Etham zogen sie aus und blieben in Pihachiroth, welches liegt gegen Baal-Zephon, und lagerten sich gegen Migdol.
  4433  8   Von Hachiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die Wueste und reisten drei Tagereisen in der Wueste Etham und lagerten sich in Mara.
  4433  9   Von Mara zogen sie aus und kamen gen Elim; da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmen; und lagerten sich daselbst.
  4433 10   Von Elim zogen sie aus und lagerten sich an das Schilfmeer.
  4433 11   Von dem Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Sin.
  4433 12   Von der Wueste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Dophka.
  4433 13   Von Dophka zogen sie aus und lagerten sich in Alus.
  4433 14   Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim, daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
  4433 15   Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Sinai.
  4433 16   Von Sinai zogen sie aus und lagerten sich bei den Lustgraebern.
  4433 17   Von den Lustgraebern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth.
  4433 18   Von Hazeroth zogen sie aus und lagerten sich in Rithma.
  4433 19   Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimmon-Perez.
  4433 20   Von Rimmon-Perez zogen sie aus und lagerten sich in Libna.
  4433 21   Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa.
  4433 22   Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha.
  4433 23   Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Sepher.
  4433 24   Vom Gebirge Sepher zogen sie aus und lagerten sich in Harada.
  4433 25   Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makheloth.
  4433 26   Von Makheloth zogen sie aus und lagerten sich in Thahath.
  4433 27   Von Thahath zogen sie aus und lagerten sich in Tharah.
  4433 28   Von Tharah zogen sie aus und lagerten sich in Mithka.
  4433 29   Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Hasmona.
  4433 30   Von Hasmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth.
  4433 31   Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bne-Jaakan.
  4433 32   Von Bne-Jaakan zogen sie aus und lagerten sich in Horgidgad.
  4433 33   Von Horgidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jotbatha.
  4433 34   Von Jotbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona.
  4433 35   Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezeon-Geber.
  4433 36   Von Ezeon-Geber zogen sie aus und lagerten sich in der Wueste Zin, das ist Kades.
  4433 37   Von Kades zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom.
  4433 38   Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel aus Aegyptenland am ersten Tage des fuenften Monats,
  4433 39   da er hundertunddreiundzwanzig Jahre alt war.
  4433 40   Und der Koenig der Kanaaniter zu Arad, der da wohnte gegen Mittag des Landes Kanaan, hoerte, dass die Kinder Israel kamen.
  4433 41   Und von dem Berge Hor zogen sie aus und lagerten sich in Zalmona.
  4433 42   Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Phunon.
  4433 43   Von Phunon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth.
  4433 44   Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ije-Abarim, in der Moabiter Gebiet.
  4433 45   Von Ijim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad.
  4433 46   Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathaim.
  4433 47   Von Almon-Diblathaim zogen sie aus und lagerten sich in dem Gebirge Abarim vor dem Nebo.
  4433 48   Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich in das Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenueber Jericho.
  4433 49   Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jesimoth an bis an Abel-Sittim, im Gefilde der Moabiter.
  4433 50 * Und der HERR redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan gegenueber Jericho und sprach:
  4433 51   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan,
  4433 52   so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und alle ihre Saeulen und alle ihre gegossenen Bilder zerstoeren und alle ihre Hoehen vertilgen,
  4433 53   dass ihr also das Land einnehmet und darin wohnet; denn euch habe ich das Land gegeben, dass ihr's einnehmet.
  4433 54   Und sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. Denen, deren viele sind, sollt ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren wenige sind, sollt ihr desto weniger zuteilen. Wie das Los einem jeglichen daselbst faellt, so soll er's haben; nach den Staemmen eurer Vaeter sollt ihr's austeilen.
  4433 55   Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, so ihr ueberbleiben lasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch draengen in dem Lande darin ihr wohnet.
  4433 56   So wird's dann gehen, dass ich euch gleich tun werde, wie ich gedachte ihnen zu tun.
  4434  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4434  2   Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll dies das Land sein, das euch zum Erbteil faellt, das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
  4434  3   Die Ecke gegen Mittag soll anfangen an der Wueste Zin bei Edom, dass eure Grenze gegen Mittag sei vom Ende des Salzmeeres, das gegen Morgen liegt,
  4434  4   und das die Grenze sich lenke mittagwaerts von der Steige Akrabbim und gehe durch Zin, und ihr Ausgang sei mittagwaerts von Kades-Barnea und gelange zum Dorf Adar und gehe durch Azmon
  4434  5   und lenke sich von Azmon an den Bach Aegyptens, und ihr Ende sei an dem Meer.
  4434  6   Aber die Grenze gegen Abend soll diese sein, naemlich das grosse Meer. Das sei eure Grenze gegen Abend.
  4434  7   Die Grenze gegen Mitternacht soll diese sein: ihr sollt messen von dem grossen Meer bis an den Berg Hor,
  4434  8   und von dem Berg Hor messen, bis man kommt gen Hamath, das der Ausgang der Grenze sei gen Zedad
  4434  9   und die Grenze ausgehe gen Siphron und ihr Ende sei am Dorf Enan. Das sei eure Grenze gegen Mitternacht.
  4434 10   Und sollt messen die Grenze gegen Morgen vom Dorf Enan gen Sepham,
  4434 11   und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla morgenwaerts von Ain; darnach gehe sie herab und lenke sich an die Seite des Meers Kinneret gegen Morgen
  4434 12   und komme herab an den Jordan, dass ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze umher.
  4434 13   Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, das der HERR geboten hat den neun Staemmen und dem halben Stamm zu geben.
  4434 14   Denn der Stamm der Kinder Ruben nach ihren Vaterhaeusern und der halbe Stamm Manasse haben ihr Teil genommen.
  4434 15   Also haben zwei Staemme und der halbe Stamm ihr Erbteil dahin, diesseit des Jordans gegenueber Jericho gegen Morgen.
  4434 16 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4434 17   Das sind die Namen der Maenner, die das Land unter euch teilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns.
  4434 18   Dazu sollt ihr nehmen von einem jeglichen Stamm einen Fuersten, das Land auszuteilen.
  4434 19   Und das sind der Maenner Namen: Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stammes Juda;
  4434 20   Samuel, der Sohn Ammihuds, des Stammes Simeon;
  4434 21   Elidad, der Sohn Chislons, des Stammes Benjamin;
  4434 22   Bukki, der Sohn Joglis, Fuerst des Stammes der Kinder Dan;
  4434 23   Hanniel, der Sohn Ephods, Fuerst des Stammes der Kinder Manasse, von den Kindern Joseph;
  4434 24   Kemuel, der Sohn Siphtans, Fuerst des Stammes der Kinder Ephraim;
  4434 25   Elizaphan, der Sohn Parnachs, Fuerst des Stammes der Kinder Sebulon;
  4434 26   Paltiel, der Sohn Assans, der Fuerst des Stammes der Kinder Isaschar;
  4434 27   Ahihud, der Sohn Selomis, Fuerst des Stammes der Kinder Asser;
  4434 28   Pedahel, der Sohn Ammihuds, Fuerst des Stammes der Kinder Naphthali.
  4434 29   Dies sind die, denen der HERR gebot, dass sie den Kindern Israel Erbe austeilten im Lande Kanaan.
  4435  1 * Und der HERR redete mit Mose auf den Gefilde der Moabiter am Jordan gegenueber Jericho und sprach:
  4435  2   Gebiete den Kindern Israel, dass sie den Leviten Staedte geben von ihren Erbguetern zur Wohnung;
  4435  3   dazu Vorstaedte um die Staedte her sollt ihr den Leviten auch geben, dass sie in den Staedten wohnen und in den Vorstaedten ihr Vieh und Gut und allerlei Tiere haben.
  4435  4   Die Weite aber der Vorstaedte, die ihr den Leviten gebt, soll tausend Ellen draussen vor der Stadtmauer umher haben.
  4435  5   So sollt ihr nun messen aussen an der Stadt von der Ecke gegen Morgen zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mittag zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Abend zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mitternacht zweitausend Ellen, dass die Stadt in der Mitte sei. Das sollen ihre Vorstaedte sein.
  4435  6   Und unter den Staedten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr sechs Freistaedte geben, dass dahinein fliehe, wer einen Totschlag getan hat. Ueber dieselben sollt ihr noch zweiundvierzig Staedte geben,
  4435  7   dass alle Staedte, die ihr den Leviten gebt, seien achtundvierzig mit ihren Vorstaedten.
  4435  8   Und sollt derselben desto mehr geben von denen, die viel besitzen unter den Kindern Israel, und desto weniger von denen, die wenig besitzen; ein jeglicher nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilt wird, soll Staedte den Leviten geben.
  4435  9 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  4435 10   Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan ins Land Kanaan kommt,
  4435 11   sollt ihr Staedte auswaehlen, dass sie Freistaedte seien, wohin fliehe, wer einen Totschlag unversehens tut.
  4435 12   Und sollen unter euch solche Freistaedte sein vor dem Blutraecher, dass der nicht sterben muesse, der einen Totschlag getan hat, bis dass er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden sei.
  4435 13   Und der Staedte, die ihr geben werdet zu Freistaedten, sollen sechs sein.
  4435 14   Drei sollt ihr geben diesseit des Jordans und drei im Lande Kanaan.
  4435 15   Das sind die sechs Freistaedte, den Kindern Israel und den Fremdlingen und den Beisassen unter euch, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat unversehens.
  4435 16   Wer jemand mit einem Eisen schlaegt, dass er stirbt, der ist ein Totschlaeger und soll des Todes sterben.
  4435 17   Wirft er ihn mit einem Stein, mit dem jemand mag getoetet werden, dass er davon stirbt, so ist er ein Totschlaeger und soll des Todes sterben.
  4435 18   Schlaegt er ihn aber mit einem Holz, mit dem jemand mag totgeschlagen werden, dass er stirbt, so ist er ein Totschlaeger und soll des Todes sterben.
  4435 19   Der Raecher des Bluts soll den Totschlaeger zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn toeten.
  4435 20   Stoesst er ihn aus Hass oder wirft etwas auf ihn aus List, dass er stirbt,
  4435 21   oder schlaegt ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, dass er stirbt, so soll er des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein Totschlaeger. Der Raecher des Bluts soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet.
  4435 22   Wenn er ihn aber ungefaehr stoesst, ohne Feindschaft, oder wirft irgend etwas auf ihn unversehens
  4435 23   oder wirft irgend einen Stein auf ihn, davon man sterben mag, und er hat's nicht gesehen, also dass er stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch kein Uebles gewollt,
  4435 24   so soll die Gemeinde richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Raecher des Bluts nach diesen Rechten.
  4435 25   Und die Gemeinde soll den Totschlaeger erretten von der Hand des Blutraechers und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freistadt, dahin er geflohen war; und er soll daselbst bleiben, bis dass der Hohepriester sterbe, den man mit dem heiligen Oel gesalbt hat.
  4435 26   Wird aber der Totschlaeger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin er geflohen ist,
  4435 27   und der Blutraecher findet ihn ausserhalb der Grenze seiner Freistadt und schlaegt ihn tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein.
  4435 28   Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis an den Tod des Hohenpriesters, und nach des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines Erbguts kommen.
  4435 29   Das soll euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, ueberall, wo ihr wohnt.
  4435 30   Den Totschlaeger soll man toeten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein Zeuge soll nicht aussagen ueber eine Seele zum Tode.
  4435 31   Und ihr sollt keine Versuehnung nehmen fuer die Seele eines Totschlaegers; denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes sterben.
  4435 32   Und sollt keine Versuehnung nehmen fuer den, der zur Freistadt geflohen ist, dass er wiederkomme, zu wohnen im Lande, bis der Priester sterbe.
  4435 33   Und schaendet das Land nicht, darin ihr wohnet; denn wer blutschuldig ist, der schaendet das Land, und das Land kann vom Blut nicht versoehnt werden, das darin vergossen wird, ausser durch das Blut des, der es vergossen hat.
  4435 34   Verunreinigt das Land nicht, darin ihr wohnet, darin ich auch wohne; denn ich bin der HERR, der unter den Kindern Israel wohnt.
  4436  1 * Und die obersten Vaeter des Geschlechts der Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den Geschlechtern der Kinder Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den Fuersten, den obersten Vaetern der Kinder Israel,
  4436  2   und sprachen: Meinem Herrn hat der HERR geboten, dass man das Land zum Erbteil geben sollte durchs Los den Kindern Israel; auch ward meinem Herrn geboten von dem HERRN, dass man das Erbteil Zelophehads, unsers Bruders, seinen Toechtern geben soll.
  4436  3   Wenn sie jemand aus den Staemmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so wird unserer Vaeter Erbteil weniger werden, und so viel sie haben, wird zu dem Erbteil kommen des Stammes, dahin sie kommen; also wird das Los unseres Erbteils verringert.
  4436  4   Wenn nun das Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes kommen, da sie sind; also wird das Erbteil des Stammes unserer Vaeter verringert, so viel sie haben.
  4436  5 * Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des Herrn und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet.
  4436  6   Das ist's, was der HERR gebietet den Toechtern Zelophehads und spricht: Lass sie freien, wie es ihnen gefaellt; allein dass sie freien unter dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters,
  4436  7   auf dass nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einen Stamm zum andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen an dem Erbe des Stammes seiner Vaeter.
  4436  8   Und alle Toechter, die Erbteil besitzen unter den Staemmen der Kinder Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, auf dass ein jeglicher unter den Kindern Israel seiner Vaeter Erbe behalte
  4436  9   und nicht ein Erbteil von einem Stamm falle auf den andern, sondern ein jeglicher hange an seinem Erbe unter den Staemmen der Kinder Israel.
  4436 10   Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Toechter Zelophehads,
  4436 11   Mahela, Thirza, Hogla, Milka und Noa, und freiten die Kinder ihrer Vettern,
  4436 12   des Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbteil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.
  4436 13   Das sind die Gebote und Rechte, die der HERR gebot durch Mose den Kindern Israel auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan gegenueber Jericho.
  5501  1 * Das sind die Worte die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der Wueste, auf dem Gefilde gegen das Schilfmeer, zwischen Pharan und Tophel, Laban Hazeroth und Disahab.
  5501  2   Elf Tagereisen von Horeb, durch den Weg des Gebirges Seir, bis gen Kades-Barnea.
  5501  3   Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HERR an sie geboten hatte,
  5501  4   nachdem er Sihon, den Koenig der Amoriter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnte, dazu Og, den Koenig von Basan, der zu Astharoth und zu Edrei wohnte.
  5501  5   Jenseit des Jordans, im Lande der Moabiter, fing an Mose auszulegen dies Gesetz und sprach:
  5501  6   Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lang genug an diesem Berge gewesen;
  5501  7   wendet euch und ziehet hin, dass ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Gruenden, gegen Mittag und gegen die Anfurt des Meers, ins Land Kanaan und zum Berge Libanon, bis an das grosse Wasser Euphrat.
  5501  8   Siehe da, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben; gehet hinein und nehmet es ein, das der HERR euren Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte.
  5501  9 * Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann nicht allein ertragen;
  5501 10   denn der HERR, euer Gott, hat euch gemehrt, dass ihr heutigestages seid wie die Menge der Sterne am Himmel.
  5501 11   Der HERR, euer Vaeter Gott, mache euer noch viel tausend mehr und segne euch, wie er euch verheissen hat!
  5501 12   Wie kann ich allein solche Muehe und Last und Hader von euch ertragen?
  5501 13   Schafft her weise, verstaendige und erfahrene Leute unter euren Staemmen, die will ich ueber euch zu Haeuptern setzen.
  5501 14   Da antwortetet ihr mir und spracht: Das ist ein gut Ding, davon du sagst, dass du tun willst.
  5501 15   Da nahm ich die Haeupter eurer Staemme, weise und erfahrene Maenner, und setzte sie ueber euch zu Haeuptern ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn, und zu Amtleuten unter euren Staemmen,
  5501 16   und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verhoert eure Brueder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem Fremdlinge.
  5501 17   Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen hoeren wie den Grossen, und vor niemandes Person euch scheuen; denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, dass ich sie hoere.
  5501 18   Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt.
  5501 19 * Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze Wueste, die gross und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Strasse zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen Kades-Barnea.
  5501 20   Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter gekommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.
  5501 21   Siehe da das Land vor dir, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; zieh hinauf und nimm's ein, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat. Fuerchte dich nicht und lass dir nicht grauen.
  5501 22   Da kamt ihr alle zu mir und spracht: Lasst uns Maenner vor uns hin senden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hineinziehen sollen und die Staedte, da wir hineinkommen sollen.
  5501 23   Das gefiel mir wohl, und ich nahm aus euch zwoelf Maenner, von jeglichem Stamm einen.
  5501 24   Da diese weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Bach Eskol kamen, da besahen sie es
  5501 25   und nahmen Fruechte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat.
  5501 26   Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN, eures Gottes,
  5501 27   und murrtet in euren Huetten und spracht: Der HERR ist uns gram; darum hat er uns aus Aegyptenland gefuehrt, dass er uns in der Amoriter Haende gebe, uns zu vertilgen.
  5501 28   Wo sollen wir hinauf? Unsre Brueder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei groesser und hoeher denn wir; die Staedte seien gross und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir Enakiter daselbst gesehen.
  5501 29   Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und fuerchtet euch nicht vor ihnen.
  5501 30   Der HERR, euer Gott, zieht vor euch hin und wird fuer euch streiten, wie er mit euch getan hat in Aegypten vor euren Augen
  5501 31   und in der Wueste, da du gesehen hast, wie dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn traegt, durch allen Weg, daher ihr gewandelt seid, bis ihr an diesen Ort kamt.
  5501 32   Aber das gilt nichts bei euch, dass ihr an den HERRN, euren Gott, haettet geglaubt,
  5501 33   der vor euch her ging, euch die Staette zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, dass er euch den Weg zeigte, darin ihr gehen solltet, und des Tages in der Wolke.
  5501 34   Als aber der HERR euer Geschrei hoerte, ward er zornig und schwur und sprach:
  5501 35   Es soll keiner dieses boesen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren Vaetern zu geben geschworen habe;
  5501 36   ausser Kaleb, dem Sohn Jephunnes, der soll es sehen, und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten ist, und seinen Kindern, darum dass er treulich dem HERRN gefolgt ist.
  5501 37   Auch ward der HERR ueber mich zornig um euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen.
  5501 38   Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. Denselben staerke; denn er soll Israel das Erbe austeilen.
  5501 39   Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie wuerden ein Raub werden, und eure Soehne, die heutigestages weder Gutes noch Boeses verstehen, die sollen hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen's einnehmen.
  5501 40   Ihr aber wendet euch und ziehet nach der Wueste den Weg zum Schilfmeer.
  5501 41   Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben an dem HERRN gesuendigt; wir wollen hinauf und streiten, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Da ihr euch nun ruestetet, ein jeglicher mit seinen Waffen, und wart an dem, dass ihr hinaufzoeget aufs Gebirge,
  5501 42   sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, dass sie nicht hinaufziehen, auch nicht streiten, denn ich bin nicht unter euch, auf dass ihr nicht geschlagen werdet von euren Feinden.
  5501 43   Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN und wart vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge.
  5501 44   Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohnten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir bis gen Horma.
  5501 45   Da ihr nun wiederkamt und weintet vor dem HERRN, wollte der HERR eure Stimme nicht hoeren und neigte seine Ohren nicht zu euch.
  5501 46   Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit.
  5502  1 * Da wandten wir uns und zogen aus zur Wueste auf der Strasse zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine lange Zeit.
  5502  2   Und der HERR sprach zu mir:
  5502  3   Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch gegen Mitternacht.
  5502  4   Und gebiete dem Volk und sprich: ihr werdet durch das Land eurer Brueder, der Kinder Esau, ziehen, die zu Seir wohnen; und sie werden sich vor euch fuerchten. Aber verwahrt euch mit Fleiss,
  5502  5   dass ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht einen Fussbreit geben; denn das Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu besitzen gegeben.
  5502  6   Speise sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr esset, und Wasser sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, dass ihr trinket.
  5502  7   Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Haende. Er hat dein Reisen durch diese grosse Wueste zu Herzen genommen, und vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, bei dir gewesen, dass dir nichts gemangelt hat.
  5502  8 * Da wir nun vor unsern Bruedern, den Kindern Esau, weitergezogen waren, die auf dem Gebirge Seir wohnten, auf dem Wege des Gefildes von Elath und Ezeon-Geber, wandten wir uns und gingen durch den Weg der Wueste der Moabiter.
  5502  9   Da sprach der HERR zu mir: Du sollst den Moabitern nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben; denn ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
  5502 10   (Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein grosses, starkes und hohes Volk wie die Enakiter.
  5502 11   Man hielt sie auch fuer Riesen gleich wie die Enakiter; und die Moabiter heissen sie Emiter.
  5502 12   Auch wohnten vorzeiten in Seir die Horiter; und die Kinder Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Statt, gleich wie Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihnen der HERR gab.)
  5502 13   So macht euch nun auf und ziehet durch den Bach Sered! und wir zogen hindurch.
  5502 14   Die Zeit aber, die wir von Kades-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sered kamen, war achtunddreissig Jahre, bis alle die Kriegsleute gestorben waren im lager, wie der HERR ihnen geschworen hatte.
  5502 15   Dazu war auch die Hand des HERRN wider sie, dass sie umkaemen aus dem Lager, bis dass ihrer ein Ende wuerde.
  5502 16   Und da aller der Kriegsleute ein Ende war und sie gestorben waren unter dem Volk,
  5502 17   redete der HERR mit mir und sprach:
  5502 18   Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar
  5502 19   und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon. Denen sollst du nicht Schaden tun noch sie bekriegen; denn ich will dir des Landes der Kinder Ammon nichts zu besitzen geben; denn ich habe es den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
  5502 20   (Es ist auch gehalten fuer der Riesen Land, und haben vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter hiessen sie Samsummiter.
  5502 21   Das war ein grosses, starkes hohes Volk wie die Enakiter; und der HERR vertilgte sie vor ihnen und liess sie ihr Land besitzen, dass sie an ihrer Statt da wohnten,
  5502 22   gleichwie er getan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgte und liess sie ihr Land besitzen, dass sie da an ihrer Statt wohnten bis auf diesen Tag.
  5502 23   Und die Kaphthoriter zogen aus Kaphthor und vertilgten die Avviter, die in Doerfern wohnten bis gen Gaza, und wohnten an ihrer Statt daselbst.)
  5502 24 * Macht euch auf und ziehet aus und gehet ueber den Bach Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den Koenig der Amoriter zu Hesbon, in deine Haende gegeben mit seinem Lande. Hebe an einzunehmen, und streite wider ihn.
  5502 25   Heutigestages will ich anheben, dass sich vor dir fuerchten und erschrecken sollen alle Voelker unter dem ganzen Himmel, dass, wenn sie von dir hoeren, ihnen bange und wehe werden soll vor dir.
  5502 26   Da sandte ich Boten aus der Wueste von Kedemoth zu Sihon, dem Koenig zu Hesbon, mit friedlichen Worten und liess ihm sagen:
  5502 27   Ich will durch dein Land ziehen, und wo die Strasse geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen.
  5502 28   Speise sollst du mir um Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir um Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur zu Fuss hindurchgehen,
  5502 29   wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen, bis dass ich komme ueber den Jordan, in das Land, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.
  5502 30   Aber Sihon, der Koenig zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhaertete seinen Mut und verstockte ihm sein Herz, auf dass er ihn in deine Haende gaebe, wie es heutigestages ist.
  5502 31   Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, dahinzugeben vor dir Sihon mit seinem Lande; hebt an, einzunehmen und zu besitzen sein Land.
  5502 32   Und Sihon zog aus, uns entgegen, mit allem seinem Volk zum Streit gen Jahza.
  5502 33   Aber der HERR, unser Gott, gab ihn dahin vor uns, dass wir ihn schlugen mit seinen Kindern und seinem ganzen Volk.
  5502 34   Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Staedte und verbannten alle Staedte, Maenner, Weiber und Kinder und liessen niemand uebrigbleiben.
  5502 35   Allein das Vieh raubten wir fuer uns und die Ausbeute der Staedte, die wir gewannen.
  5502 36   Von Aroer an, das am Ufer des Bachs Arnon liegt, und von der Stadt am Bach gen Gilead war keine Stadt, die sich vor uns schuetzen konnte; der HERR, unser Gott, gab alles dahin vor uns.
  5502 37   Allein zu dem Lande der Kinder Ammon kamst du nicht, weder zu allem, was am Bach Jabbok war, noch zu den Staedten auf dem Gebirge noch zu allem, das uns der HERR, unser Gott, verboten hatte.
  5503  1 * Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg nach Basan. Und Og, der Koenig von Basan, zog aus uns entgegen, mit allem seinem Volk, zu streiten bei Edrei.
  5503  2   Aber der HERR sprach zu mir: Fuerchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn und all sein Volk mit seinem Lande in deine Haende gegeben; und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon sass.
  5503  3   Also gab der HERR, unser Gott, auch den Koenig Og von Basan in unsre Haende mit allem seinem Volk, dass wir ihn schlugen, bis dass ihm nichts uebrigblieb.
  5503  4   Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Staedte (und war keine Stadt, die wir ihm nicht nahmen): sechzig Staedte, die ganze Gegend Argob, das Koenigreich Ogs von Basan.
  5503  5   Alle diese Staedte waren fest mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, ausser sehr vielen anderen Flecken ohne Mauern.
  5503  6   Und wir verbannten sie, gleich wie wir mit Sihon, dem Koenig zu Hesbon, taten. Alle Staedte verbannten wir, mit Maennern, Weibern und Kindern.
  5503  7   Aber alles Vieh und den Raub der Staedte raubten wir fuer uns.
  5503  8   Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zwei Koenige der Amoriter, jenseit des Jordans, von dem Bach Arnon an bis an den Berg Hermon
  5503  9   (welchen die Sidoniter Sirjon heissen, aber die Amoriter heissen ihn Senir),
  5503 10   alle Staedte auf der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis gen Salcha und Edrei, die Staedte des Koenigreichs Ogs von Basan.
  5503 11   (Denn allein der Koenig Og von Basan war noch uebrig von den Riesen. Siehe, sein eisernes Bett ist zu Rabba der Kinder Ammon, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.)
  5503 12 * Solches Land nahmen wir ein zu derselben Zeit. Von Aroer an, das am Bach Arnon liegt, gab ich's den Rubeniter und Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Staedten.
  5503 13   Aber das uebrige Gilead und das ganze Basan, das Koenigreich Ogs, gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob (dieses ganze Basan heisst der Riesen Land).
  5503 14   Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob bis an die Grenze der Gessuriter und Maachathiter und hiess das Basan nach seinem Namen Doerfer Jairs bis auf den heutigen Tag.
  5503 15   Machir aber gab ich Gilead.
  5503 16   Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Teil bis an den Bach Arnon, die Mitte des Bachs, der die Grenze ist, und bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon;
  5503 17   dazu das Gefilde und den Jordan, der die Grenze ist, von Kinnereth an bis an das Meer am Gefilde, das Salzmeer, unten am Berge Pisga gegen Morgen.
  5503 18   Und ich gebot euch zu der Zeit und sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch dies Land gegeben einzunehmen; so ziehet nun geruestet vor euren Brueder, den Kindern Israel, her, was streitbar ist,
  5503 19   allein eure Weiber und Kinder und das Vieh (denn ich weiss, dass ihr viel Vieh habt) lasst in euren Staedten belieben, die ich euch gegeben habe,
  5503 20   bis dass der HERR eure Brueder auch zu Ruhe bringe wie euch, dass sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird jenseit des Jordans; so sollt ihr dann wiederkehren zu eurer Besitzung, die ich euch gegeben habe.
  5503 21 * Und Josua gebot ihnen zu derselben Zeit und sprach: Deine Augen haben gesehen alles, was der HERR, euer Gott, diesen Koenigen getan hat. Also wird der HERR auch allen Koenigreichen tun, da du hin ziehst.
  5503 22   Fuerchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet fuer euch.
  5503 23   Und ich bat den HERRN zu derselben Zeit und sprach:
  5503 24   HERR HERR, du hast angehoben, zu erzeigen deinem Knecht deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht koennte nachtun?
  5503 25   Lass mich hinuebergehen und sehen das gute Land jenseit des Jordans, dies gute Gebirge und den Libanon.
  5503 26   Aber der HERR war erzuernt auf mich um euretwillen und erhoerte mich nicht, sondern sprach: Lass es genug sein! rede mir davon nicht mehr!
  5503 27   Steige auf die Hoehe des Berges Pisga, und hebe deine Augen auf gegen Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen Morgen, und siehe es mit deinen Augen; denn du wirst nicht ueber diesen Jordan gehen.
  5503 28   Und gebiete dem Josua, dass er getrost und unverzagt sei; denn er soll ueber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst.
  5503 29   Also blieben wir im Tal gegenueber Beth-Peor.
  5504  1 * Und nun hoere, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebt und hineinkommet und das Land einnehmet, das euch der HERR, eurer Vaeter Gott, gibt.
  5504  2   Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahren moeget die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
  5504  3   Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat wider den Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgten, hat der HERR, dein Gott, vertilgt unter euch.
  5504  4   Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebt alle heutigestages.
  5504  5   Siehe, ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der HERR, mein Gott, geboten hat, dass ihr also tun sollt in dem Lande, darein ihr kommen werdet, dass ihr's einnehmet.
  5504  6   So behaltet's nun und tut es. Denn das wird eure Weisheit und Verstand sein bei allen Voelkern, wenn sie hoeren werden alle diese Gebote, dass sie muessen sagen: Ei, welch weise und verstaendige Leute sind das und ein herrlich Volk!
  5504  7   Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Goetter also nahe sich tun als der HERR, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?
  5504  8   Und wo ist so ein herrlich Volk, das so gerechte Sitten und Gebote habe wie all dies Gesetz, dass ich euch heutigestages vorlege?
  5504  9   Huete dich nur und bewahre deine Seele wohl, dass du nicht vergessest der Geschichten, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen kommen all dein Leben lang. Und sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun
  5504 10   den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest am Berge Horeb, da der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, dass sie meine Worte hoeren und lernen mich fuerchten alle ihre Lebtage auf Erden und lehren ihre Kinder.
  5504 11   Und ihr tratet herzu und standet unten an dem Berge; der Berg brannte aber bis mitten an den Himmel, und war da Finsternis, Wolken und Dunkel.
  5504 12   Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hoertet ihr; aber keine Gestalt saht ihr ausser der Stimme.
  5504 13   Und er verkuendigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, naemlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
  5504 14   Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, dass ich euch lehren sollte Gebote und Rechte, dass ihr darnach taetet in dem Lande, darein ihr ziehet, dass ihr's einnehmet.
  5504 15   So bewahret nun eure Seelen wohl, denn ihr habt keine Gestalt gesehen des Tages, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb,
  5504 16   auf dass ihr nicht verderbet und machet euch irgend ein Bild, das gleich sei einem Mann oder Weib
  5504 17   oder Vieh auf Erden oder Vogel unter dem Himmel
  5504 18   oder Gewuerm auf dem Lande oder Fisch im Wasser unter der Erde,
  5504 19   dass du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der HERR, dein Gott, verordnet hat allen Voelkern unter dem ganzen Himmel.
  5504 20   Euch aber hat der HERR angenommen und aus dem eisernen Ofen, naemlich aus Aegypten, gefuehrt, dass ihr sein Erbvolk sollt sein, wie es ist an diesem Tag.
  5504 21   Und der HERR war so erzuernt ueber mich um eures Tuns willen, dass er schwur, ich sollte nicht ueber den Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbteil geben wird,
  5504 22   sondern ich muss in diesem Lande sterben und werde nicht ueber den Jordan gehen; ihr aber werdet hinuebergehen und solch gutes Land einnehmen.
  5504 23   So huetet euch nun, dass ihr des Bundes des HERRN, eures Gottes, nicht vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nicht Bilder machet irgend einer Gestalt, wie der HERR, dein Gott, geboten hat.
  5504 24   Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifriger Gott.
  5504 25   Wenn ihr nun aber Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und verderbt euch und machet euch Bilder irgend einer Gestalt, dass ihr uebel tut vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr ihn erzuernet:
  5504 26   so rufe ich heutigestages ueber euch zu Zeugen Himmel und Erde, dass ihr werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet ueber den Jordan, dass ihr's einnehmet; ihr werdet nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden.
  5504 27   Und der HERR wird euch zerstreuen unter die Voelker, und wird euer ein geringer Haufe uebrig sein unter den Heiden, dahin euch der HERR treiben wird.
  5504 28   Daselbst wirst du dienen den Goettern, die Menschenhaende Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hoeren noch essen noch riechen.
  5504 29   Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen.
  5504 30   Wenn du geaengstet sein wirst und dich treffen werden alle diese Dinge in den letzten Tage, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.
  5504 31   Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht lassen noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen Vaetern geschworen hat.
  5504 32   Denn frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je solch grosses Ding geschehen oder desgleichen je gehoert sei,
  5504 33   dass ein Volk Gottes Stimme gehoert habe aus dem Feuer reden, wie du gehoert hast, und dennoch lebest?
  5504 34   oder ob Gott versucht habe hineinzugehen und sich ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit und durch eine maechtige Hand und durch einen ausgestreckten Arm und durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der HERR, euer Gott, fuer euch getan hat in Aegypten vor deinen Augen?
  5504 35   Du hast's gesehen, auf dass du wissest, dass der HERR allein Gott ist und keiner mehr.
  5504 36   Vom Himmel hat er dich seine Stimme hoeren lassen, dass er dich zuechtigte; und auf Erden hat er dir gezeigt sein grosses Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehoert.
  5504 37   Darum dass er deine Vaeter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwaehlt hat, hat er dich ausgefuehrt mit seinem Angesicht durch sein grosse Kraft aus Aegypten,
  5504 38   dass er vertriebe vor dir her grosse Voelker und staerkere, denn du bist, und dich hineinbraechte, dass er dir ihr Land gaebe zum Erbteil, wie es heutigestages steht.
  5504 39   So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, dass der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und keiner mehr;
  5504 40   dass du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete: so wird dir's und deinen Kindern nach dir wohl gehen, dass dein Leben lange waehre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt ewiglich.
  5504 41 * Da sonderte Mose drei Staedte aus jenseit des Jordans, gegen der Sonne Aufgang,
  5504 42   dass dahin floehe, wer seinen Naechsten totschlaegt unversehens und ihm zuvor nicht Feind gewesen ist; der soll in der Staedte eine fliehen, dass er lebendig bleibe:
  5504 43   Bezer in der Wueste im ebnen Lande unter den Rubenitern und Ramoth in Gilead unter den Gaditern und Golan in Basan unter den Manassitern.
  5504 44   Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte.
  5504 45   Das sind die Zeugnisse und Gebote und Rechte, die Mose den Kindern Israel sagte, da sie aus Aegypten gezogen waren,
  5504 46   jenseit des Jordans, im Tal gegenueber Beth-Peor, im Lande Sihons, des Koenigs der Amoriter, der zu Hesbon sass, den Mose und die Kinder Israel schlugen, da sie aus Aegypten gezogen waren,
  5504 47   und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Koenigs von Basan, der zwei Koenige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren, gegen der Sonne Aufgang,
  5504 48   von Aroer an, welches am Ufer liegt des Baches Arnon, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon,
  5504 49   und alles Blachfeld jenseit des Jordans, gegen Aufgang der Sonne, bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga.
  5505  1 * Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Hoere, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und behaltet sie, dass ihr darnach tut!
  5505  2   Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht am Horeb
  5505  3   und hat nicht mit unsern Vaetern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir hier sind heutigestages und alle leben.
  5505  4   Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet.
  5505  5   Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, dass ich euch ansagte des HERRN Wort; denn ihr fuerchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach:
  5505  6 * Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, aus dem Diensthause.
  5505  7   Du sollst keine andern Goetter haben vor mir.
  5505  8   Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.
  5505  9   Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der die Missetat der Vaeter heimsucht ueber die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen;
  5505 10   und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten.
  5505 11   Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
  5505 12   Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.
  5505 13   Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
  5505 14   Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhe wie du.
  5505 15   Denn du sollst gedenken, dass du auch Knecht in Aegyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort ausgefuehrt hat mit einer maechtigen Hand und mit ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.
  5505 16   Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dass dir's wohl gehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
  5505 17   Du sollst nicht toeten.
  5505 18   Du sollst nicht ehebrechen.
  5505 19   Du sollst nicht stehlen.
  5505 20   Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten.
  5505 21   Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Naechsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.
  5505 22   Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel, mit grosser Stimme, und tat nichts dazu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
  5505 23 * Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis hoertet und den Berg mit Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle Obersten unter euren Staemmen und eure Aeltesten,
  5505 24   und spracht: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns lassen sehen sein Herrlichkeit und seine Majestaet; und wir haben sein Stimme aus dem Feuer gehoert. Heutigestages haben wir gesehen, dass Gott mit Menschen redet, und sie lebendig bleiben.
  5505 25   Und nun, warum sollen wir sterben, dass uns dies grosse Feuer verzehre? Wenn wir des HERRN, unsers Gottes, Stimme weiter hoeren, so muessen wir sterben.
  5505 26   Denn was ist alles Fleisch, dass es hoeren moege die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden wie wir, und lebendig bleibe?
  5505 27   Tritt nun hinzu und hoere alles, was der HERR, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HERR, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hoeren und tun.
  5505 28   Da aber der HERR eure Worte hoerte, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehoert die Worte dieses Volks, die sie dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.
  5505 29   Ach dass sie ein solch Herz haetten, mich zu fuerchten, und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen wohl ginge und ihren Kindern ewiglich!
  5505 30   Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure Huetten.
  5505 31   Du aber sollst hier vor mir stehen, dass ich mit dir rede alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, dass sie darnach tun in dem Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.
  5505 32   So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
  5505 33   sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott geboten hat, auf dass ihr leben moeget und es euch wohl gehe und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet.
  5506  1 * Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, dass ihr sie lernen und tun sollt in dem Lande, dahin ihr ziehet, es einzunehmen,
  5506  2   dass du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf dass ihr lange lebt.
  5506  3   Israel, du sollst hoeren und behalten, dass du es tust, dass dir's wohl gehe und du sehr vermehrt werdest, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat ein Land, darin Milch und Honig fliesst.
  5506  4 * Hoere, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR.
  5506  5   Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermoegen.
  5506  6   Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen
  5506  7   und sollst sie deinen Kindern einschaerfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst,
  5506  8   und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein,
  5506  9   und sollst sie ueber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.
  5506 10   Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat dir zu geben, grosse und feine Staedte, die du nicht gebaut hast,
  5506 11   und Haeuser, alles Guts voll, die du nicht gefuellt hast und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Oelberge, die du nicht gepflanzt hast, dass du essest und satt werdest;
  5506 12   so huete dich, dass du nicht des HERRN vergessest, der dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthaus, gefuehrt hat;
  5506 13   sondern du den HERRN, deinen Gott, fuerchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwoeren.
  5506 14   Und sollst nicht andern Goettern nachfolgen der Voelker, die um euch her sind
  5506 15   denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir, dass nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, ueber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde.
  5506 16   Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa,
  5506 17 * sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und Rechte, die er geboten hat,
  5506 18   dass du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf dass dir's wohl gehe und du hineinkommest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen Vaetern,
  5506 19   dass er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat.
  5506 20   Wenn dich aber dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das fuer Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat?
  5506 21   so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in Aegypten, und der HERR fuehrte uns aus Aegypten mit maechtiger Hand,
  5506 22   und der HERR tat grosse und boese Zeichen und Wunder an Aegypten und Pharao und allem seinem Hause vor unsern Augen
  5506 23   und fuehrte uns von dannen, auf dass er uns einfuehrte und gaebe uns das Land, das er unsern Vaetern geschworen hatte;
  5506 24   und der HERR hat uns geboten, zu tun nach allen diesen Rechten, dass wir den HERRN, unsern Gott, fuerchten, auf dass es uns wohl gehe alle unsre Lebtage, wie es geht heutigestages;
  5506 25   und es wird unsre Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir tun und halten alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.
  5507  1 * Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, darein du kommen wirst, es einzunehmen, und ausgerottet viele Voelker vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben Voelker, die groesser und staerker sind denn du,
  5507  2   und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlaegst, so sollt ihr sie verbannen, dass du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest.
  5507  3   Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden: eure Toechter sollt ihr nicht geben ihren Soehnen, und ihre Toechter sollt ihr nicht nehmen euren Soehnen.
  5507  4   Denn sie werden eure Soehne mir abfaellig machen, dass sie andern Goettern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen ueber euch und euch bald vertilgen.
  5507  5   Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: ihre Altaere sollt ihr zerreissen, ihre Saeulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Goetzen mit Feuer verbrennen.
  5507  6   Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, Dich hat der HERR, dein Gott erwaehlt zum Volk des Eigentums aus allen Voelkern, die auf Erden sind.
  5507  7   Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwaehlt, darum dass euer mehr waere als alle Voelker, denn du bist das kleinste unter allen Voelkern;
  5507  8   sondern darum, dass er euch geliebt hat und dass er seinen Eid hielte, den er euren Vaetern geschworen hat, hat er euch ausgefuehrt mit maechtiger Hand und hat dich erloest vom Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des Koenigs in Aegypten.
  5507  9   So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit haelt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glieder,
  5507 10   und vergilt denen, die ihn hassen, ins Angesicht, dass er sie umbringe, und saeumt sie nicht, dass er denen vergelte ins Angesicht, die ihn hassen.
  5507 11   So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust.
  5507 12 * Und wenn ihr diese Rede hoert und haltet sie und darnach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, die er deinen Vaeter geschworen hat,
  5507 13   und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und Oel, die Fruechte deiner Kuehe und die Fruechte deiner Schafe in dem Lande, das er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben.
  5507 14   Gesegnet wirst du sein ueber alle Voelker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein noch unter deinem Vieh.
  5507 15   Der HERR wird von dir tun alle Krankheit und wird keine boese Seuche der Aegypter dir auflegen, die du erfahren hast, und wir sie allen deinen Hassern auflegen.
  5507 16   Du wirst alle Voelker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Goettern nicht dienen; denn das wuerde dir ein Strick sein.
  5507 17   Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volk ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben?
  5507 18   so fuerchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HERR, dein Gott, Pharao und allen Aegyptern getan hat
  5507 19   durch grosse Versuchungen, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch maechtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, ausfuehrte. Also wird der HERR, dein Gott, allen Voelkern tun, vor denen du dich fuerchtest.
  5507 20   Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was uebrig ist und sich verbirgt vor dir.
  5507 21   Lass dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der grosse und schreckliche Gott.
  5507 22   Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf dass sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.
  5507 23   Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit grosser Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge,
  5507 24   und wird dir ihre Koenige in deine Haende geben, und du sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgst.
  5507 25   Die Bilder ihrer Goetter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das daran ist, oder es zu dir nehmen, dass du dich nicht darin verstrickst; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
  5507 26   Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, dass du nicht wie dasselbe verbannt werdest; sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannt.
  5508  1 * Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten dass ihr darnach tut, auf dass ihr lebt und gemehrt werdet und hineinkommt und einnehmet das Land, das der HERR euren Vaetern geschworen hat.
  5508  2   Und gedenke alles des Weges, durch den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wueste, auf dass er dich demuetigte und versuchte, dass kund wuerde, was in deinem Herzen waere, ob du seine Gebote halten wuerdest oder nicht.
  5508  3   Er demuetigte dich und liess dich hungern und speiste dich mit Man, das du und deine Vaeter nie gekannt hattet; auf dass er dir kundtaete, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.
  5508  4   Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Fuesse sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
  5508  5   So erkennst du ja in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich gezogen hat, wie eine Mann seinen Sohn zieht.
  5508  6   So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und fuerchtest ihn.
  5508  7   Denn der HERR, dein Gott, fuehrt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Baeche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fliessen;
  5508  8   ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstoecke, Feigenbaeume und Granataepfel sind; ein Land darin Oelbaeume und Honig wachsen;
  5508  9   ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da dir nichts mangelt; ein Land, des Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest.
  5508 10 * Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben fuer das gute Land, das er dir gegeben hat.
  5508 11   So huete dich nun, dass du des HERRN, deines Gottes, nicht vergessest, damit dass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht haeltst;
  5508 12   dass, wenn du nun gegessen hast und satt bist und schoene Haeuser erbaust und darin wohnst
  5508 13   und du deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt,
  5508 14   dass dann dein Herz sich nicht ueberhebe und du vergessest des HERRN, deines Gottes, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, aus dem Diensthause,
  5508 15   und dich geleitet hat durch die grosse und grausame Wueste, da feurige Schlangen und Skorpione und eitel Duerre und kein Wasser war, und liess dir Wasser aus dem harten Felsen gehen
  5508 16   und speiste dich mit Man in der Wueste, von welchem deine Vaeter nichts gewusst haben, auf dass er dich demuetigte und versuchte, dass er dir hernach wohltaete.
  5508 17   Du moechtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kraefte und meiner Haende Staerke haben mir dies Vermoegen ausgerichtet.
  5508 18   Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Kraefte gibt, solch maechtige Taten zu tun, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vaetern geschworen hat, wie es geht heutigestages.
  5508 19   Wirst du aber des HERRN, deines Gottes, vergessen und andern Goettern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute ueber euch, dass ihr umkommen werdet;
  5508 20   eben wie die Heiden, die der HERR umbringt vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum dass ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.
  5509  1 * Hoere, Israel, du wirst heute ueber den Jordan gehen, dass du hineinkommest, einzunehmen das Land der Voelker, die groesser und staerker sind denn du, grosse Staedte vermauert bis in den Himmel,
  5509  2   ein grosses, hohes Volk, die Enakiter, die du kennst, von denen du auch gehoert hast: Wer kann wider die Kinder Enak bestehen?
  5509  3   So sollst du wissen heute, dass der HERR, dein Gott, vor dir her geht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her, und du wirst sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat.
  5509  4   Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgestossen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingefuehrt, dies Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibt vor dir her um ihres gottlosen Wesens willen.
  5509  5   Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen; sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, dass er das Wort halte, das der HERR geschworen hat deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob.
  5509  6   So wisse nun, dass der HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein halsstarriges Volk bist.
  5509  7 * Gedenke, und vergiss nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erzuerntest in der Wueste. Von dem Tage an, da du aus Aegyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN.
  5509  8   Denn am Horeb erzuerntet ihr den HERRN also, dass er vor Zorn euch vertilgen wollte,
  5509  9   da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig Naechte auf dem Berge blieb und kein Brot ass und kein Wasser trank
  5509 10   und mir der HERR die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.
  5509 11   Und nach den vierzig Tagen und vierzig Naechten gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln des Bundes
  5509 12   und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus Aegypten gefuehrt hast, hat's verderbt. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe: sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht.
  5509 13   Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, dass dies Volk ein halsstarriges Volk ist.
  5509 14   Lass ab von mir, dass ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein staerkeres uns groesseres Volk machen, denn dieses ist.
  5509 15   Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwei Tafeln des Bundes auf meinen Haenden hatte,
  5509 16   da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN, eurem Gott, versuendigt, dass ihr euch ein gegossenes Kalb gemacht hattet und schnell von dem Wege getreten wart, den euch der HERR geboten hatte.
  5509 17   Da fasste ich beide Tafeln und warf sie aus meinen Haenden und zerbrach sie vor euren Augen
  5509 18   und fiel nieder vor dem HERRN, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Naechte, und ass kein Brot und trank kein Wasser um all eurer Suenden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches Uebel tatet vor dem HERRN, ihn zu erzuernen.
  5509 19   Denn ich fuerchtete mich vor dem Zorn und Grimm, mit dem der HERR ueber euch erzuernt war, dass er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhoerte mich auch damals.
  5509 20   Auch war der HERR sehr zornig ueber Aaron, also dass er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch fuer Aaron zur selbigen Zeit.
  5509 21   Aber eure Suende, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und zerschmelzte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub ward und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fliesst.
  5509 22   So erzuerntet ihr den HERRN auch zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgraebern.
  5509 23   Und da er euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe! wart ihr ungehorsam dem Mund des HERRN, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht.
  5509 24   Denn ihr seid ungehorsam dem HERRN gewesen, solange ich euch gekannt habe.
  5509 25   Also fiel ich nieder vor dem HERRN die vierzig Tage und vierzig Naechte, die ich dalag; denn der HERR sprach, er wollte euch vertilgen.
  5509 26   Ich aber bat den HERRN und sprach: HERR HERR, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine grosse Kraft erloest und mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt hast!
  5509 27   Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh nicht an die Haertigkeit und das gottlose Wesen und Suende dieses Volks,
  5509 28   dass nicht das Land sage, daraus du uns gefuehrt hast: Der HERR konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen verheissen hatte, und hat sie darum ausgefuehrt, dass er ihnen gram war, dass er sie toetete in der Wueste!
  5509 29   Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen grossen Kraeften und mit deinem ausgerecktem Arm hast ausgefuehrt.
  5510  1 * Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hoelzerne Lade,
  5510  2   so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen.
  5510  3   Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Haenden.
  5510  4   Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir.
  5510  5   Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, dass sie daselbst waeren, wie mir der HERR geboten hatte.
  5510  6   Und die Kinder Israel zogen aus von Beeroth-Bne-Jaakan gen Moser. Daselbst starb Aaron, und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward fuer ihn Priester.
  5510  7   Von da zogen sie aus gen Gudegoda, von Gugegoda gen Jotbatha, ein Land, da Baeche sind.
  5510  8   Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf diesen Tag.
  5510  9   Darum sollten die Leviten kein Teil noch Erbe haben mit ihren Bruedern; denn der HERR ist ihr Erbe, wie der HERR, dein Gott, ihnen geredet hat.
  5510 10   Ich aber stand auf dem Berge, wie das erstemal, vierzig Tage und vierzig Naechte; und der HERR erhoerte mich auch diesmal und wollte dich nicht verderben.
  5510 11   Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, dass du vor dem Volk her ziehst, dass sie hineinkommen und das Land einnehmen, das ich ihren Vaetern geschworen habe ihnen zu geben.
  5510 12 * Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn dass du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und liebst ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
  5510 13   dass du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir's wohl gehe?
  5510 14   Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes.
  5510 15   dennoch hat er allein zu deinen Vaetern Lust gehabt, dass er sie liebte, und hat ihren Samen erwaehlt nach ihnen, euch, aus allen Voelkern, wie es heutigestages steht.
  5510 16   So beschneidet nun eure Herzen und seid fuerder nicht halsstarrig.
  5510 17   Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller Goetter und HERR ueber alle Herren, ein grosser Gott, maechtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt
  5510 18   und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gebe.
  5510 19   Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland.
  5510 20   Den HERRN, deinen Gott, sollst du fuerchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwoeren.
  5510 21   Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche grosse und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.
  5510 22   Deine Vaeter zogen hinab nach Aegypten mit siebzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, gemehrt wie die Sterne am Himmel.
  5511  1 * So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte halten dein Leben lang.
  5511  2   Und erkennet heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, naemlich die Zuechtigung des HERRN, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine maechtige Hand und ausgereckten Arm
  5511  3   und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den Aegyptern, an Pharao, dem Koenig in Aegypten, und am allem seinem Lande;
  5511  4   und was er an der Macht der Aegypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers ueber sie fuehrte, da sie euch nachjagten und sie der HERR umbrachte bis auf diesen Tag;
  5511  5   und was er euch getan hat in der Wueste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid;
  5511  6   was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit Gesinde und Huetten und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter dem ganzen Israel.
  5511  7   Denn eure Augen haben die grossen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat.
  5511  8 * Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf dass ihr gestaerkt werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, dass ihr's einnehmet;
  5511  9   und dass du lange lebest in dem Lande, das der HERR euren Vaetern geschworen hat ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, darin Milch und Honig fliesst.
  5511 10   Denn das Land, da du hin kommst, ist nicht wie Aegyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen saeen und selbst traenken musstest wie einen Kohlgarten;
  5511 11   sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel traenkt,
  5511 12   auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen, von Anfang des Jahres bis ans Ende.
  5511 13   Werdet ihr nun meine Gebote hoeren, die ich euch gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
  5511 14   so will ich eurem Land Regen geben zu seiner Zeit, Fruehregen und Spaetregen, dass du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Oel,
  5511 15   und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, dass ihr esset und satt werdet.
  5511 16   Huetet euch aber, dass sich euer Herz nicht ueberreden lasse, dass ihr abweichet und dienet andern Goettern und betet sie an,
  5511 17   und dass dann der Zorn des HERRN ergrimme ueber euch und schliesse den Himmel zu, dass kein Regen komme und die Erde ihr Gewaechs nicht gebe und ihr bald umkommt von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.
  5511 18 * So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, dass sie ein Denkmal vor euren Augen seien.
  5511 19   Und lehret sie eure Kinder, dass du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;
  5511 20   und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an die Tore,
  5511 21   dass du und deine Kinder lange leben in dem Lande, das der HERR deinen Vaetern geschworen hat ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden waehren.
  5511 22   Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, dass ihr darnach tut, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,
  5511 23   so wir der HERR alle diese Voelker vor euch her ausstossen, dass ihr groessere und staerkere Voelker vertreibt, denn ihr seid.
  5511 24   Alle Orte, darauf eure Fusssohle tritt, sollen euer sein; von der Wueste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Euphrat bis ans Meer gegen Abend soll eure Grenze sein.
  5511 25   Niemand wird euch widerstehen koennen. Furcht und Schrecken vor euch wird der HERR ueber alles Land kommen lassen, darauf ihr tretet, wie er euch verheissen hat.
  5511 26 * Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:
  5511 27   den Segen so ihr gehorchet den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete;
  5511 28   den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweichet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, dass ihr andern Goettern nachwandelt, die ihr nicht kennt.
  5511 29   Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, da du hineinkommst, dass du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal,
  5511 30   welche sind jenseit des Jordans, der Strasse nach gegen der Sonne Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen, Gilgal gegenueber, bei dem Hain More.
  5511 31   Denn ihr werdet ueber den Jordan gehen, dass ihr hineinkommet, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, dass ihr's einnehmet und darin wohnet.
  5511 32   So haltet nun, dass ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.
  5512  1 * Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, dass ihr darnach tut in dem Lande, das der HERR, deiner Vaeter Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebt.
  5512  2   Verstoert alle Orte, da die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Goettern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Huegeln oder unter gruenen Baeumen,
  5512  3   und reisst um ihre Altaere und zerbrecht ihre Saeulen und verbrennt mit Feuer ihre Haine, und die Bilder ihrer Goetter zerschlagt, und vertilgt ihren Namen aus demselben Ort.
  5512  4   Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, nicht also tun;
  5512  5 * sondern den Ort, den der HERR, euer Gott, erwaehlen wird aus allen euren Staemmen, dass er seinen Namen daselbst laesst wohnen, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen
  5512  6   und eure Brandopfer und eure andern Opfer und eure Zehnten und eurer Haende Hebe und euer Geluebde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen.
  5512  7   Und sollt daselbst vor dem HERRN, eurem Gott, essen und froehlich sein, ihr und euer Haus, ueber alles, was eure Hand vor sich bringt, darin dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat.
  5512  8   Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhier tun, ein jeglicher, was ihn recht duenkt.
  5512  9   Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen noch zu dem Erbteil, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
  5512 10   Ihr werdet aber ueber den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und er wird euch Ruhe geben von allen euren Feinden um euch her, und ihr werdet sicher wohnen.
  5512 11   Wenn nun der HERR, dein Gott, einen Ort erwaehlt, dass sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure andern Opfer, eure Zehnten, eurer Haende Hebe und eure freien Geluebde, die ihr dem HERRN geloben werdet.
  5512 12   und sollt froehlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure Soehne und eure Toechter und eure Knechte und eure Maegde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch.
  5512 13   Huete dich, dass du nicht deine Brandopfer opferst an allen Orten, die du siehst;
  5512 14   sondern an dem Ort, den der HERR erwaehlt in irgend einem deiner Staemme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun alles, was ich dir gebiete.
  5512 15   Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren, nach aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat; beide, der Reine und der Unreine, moegen's essen, wie man Reh oder Hirsch isst.
  5512 16   Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde giessen wie Wasser.
  5512 17   Du darfst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Oels noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe, oder von irgend einem deiner Geluebde, die du gelobt hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von der Hebe deiner Hand;
  5512 18   sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlt, du und deine Soehne, deine Toechter, deine Knechte, deine Maegde und der Levit, der in deinem Tor ist, und sollst froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, ueber alles, was deine Hand vor sich bringt.
  5512 19   Und huete dich, dass du den Leviten nicht verlaesst, solange du in deinem Lande lebst.
  5512 20   Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Grenze erweitern wird, wie er dir verheissen hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen geluestet, so iss Fleisch nach aller Lust deiner Seele.
  5512 21   Ist aber die Staette fern von dir, die der HERR, dein Gott, erwaehlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iss es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele.
  5512 22   Wie man Reh oder Hirsch isst, magst du es essen; beide, der Reine und der Unreine, moegen es zugleich essen.
  5512 23   Allein merke, dass du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele; darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen,
  5512 24   sondern sollst es auf die Erde giessen wie Wasser.
  5512 25   Und sollst es darum nicht essen, dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist vor dem HERRN.
  5512 26   Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HERR erwaehlt hat,
  5512 27   und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf dem Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deiner andern Opfer soll gegossen werden auf den Altar des HERRN, deines Gottes, und das Fleisch sollst du essen.
  5512 28   Sieh zu, und hoere alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf dass dir's wohl gehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und gefaellig ist vor dem HERRN, deinem Gott.
  5512 29   Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, dass du hinkommst, ihr Land einzunehmen, und es eingenommen hast und darin wohnst,
  5512 30   so huete dich, dass du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und nicht fragst nach ihren Goettern und sprichst: Wie diese Voelker haben ihren Goettern gedient, also will ich auch tun.
  5512 31   Du sollst nicht also dem HERRN, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren Goettern getan alles, was dem HERRN ein Greuel ist und was er hasst, denn sie haben auch ihre Soehne und Toechter mit Feuer verbrannt ihren Goettern.
  5512 32   Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, dass ihr darnach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun.
  5513  1 * Wenn ein Prophet oder Traeumer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder,
  5513  2   und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns andern Goettern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen;
  5513  3   so sollst du nicht gehorchen den Worten des Propheten oder Traeumers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, dass er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen liebhabt.
  5513  4   Denn ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, folgen und ihn fuerchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.
  5513  5   Der Prophet aber oder der Traeumer soll sterben, darum dass er euch von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus Aegyptenland gefuehrt und dich von dem Diensthause erloest hat, abzufallen gelehrt und dich aus dem Wege verfuehrt hat, den der HERR, dein Gott, geboten hat, darin zu wandeln, auf dass du das Boese von dir tust.
  5513  6 * Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder das Weib in deinen Armen oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, heimlich ueberreden wuerde und sagen: Lass uns gehen und andern Goettern dienen! -die du nicht kennst noch deine Vaeter,
  5513  7   von den Goettern der Voelker, die um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, von einem Ende der Erde bis an das andere,
  5513  8   so willige nicht darein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen,
  5513  9   sondern sollst ihn erwuergen. Deine Hand soll die erste ueber ihm sein, dass man ihn toete, und darnach die Hand des ganzen Volks.
  5513 10   Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verfuehren von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthaus, gefuehrt hat,
  5513 11   auf dass ganz Israel hoere und fuerchte sich und man nicht mehr solch Uebel vornehme unter euch.
  5513 12 * Wenn du hoerst von irgend einer Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, dass man sagt:
  5513 13   Es sind etliche heillose Leute ausgegangen unter dir und haben die Buerger ihrer Stadt verfuehrt und gesagt: Lasst uns gehen und andern Goettern dienen! -die ihr nicht kennt-
  5513 14   so sollst du sie fleissig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, dass es gewiss also ist, dass der Greuel unter euch geschehen ist,
  5513 15   so sollst du die Buerger derselben Stadt schlagen mit des Schwertes Schaerfe und sie verbannen mit allem, was darin ist, und ihr Vieh mit der Schaerfe des Schwerts.
  5513 16   Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gasse und mit Feuer verbrennen, die Stadt und allen ihren Raub miteinander, dem HERRN, deinem Gott, dass sie auf einem Haufen liege ewiglich und nie wieder gebaut werde.
  5513 17   Und lass nichts von dem Bann an deiner Hand hangen, auf dass der HERR von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er den Vaetern geschworen hat;
  5513 18   darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorcht hast, zu halten alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes.
  5514  1 * Ihr seid die Kinder des HERRN, eures Gottes; ihr sollt euch nicht Male stechen noch kahl scheren ueber den Augen ueber einem Toten.
  5514  2   Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott; und der HERR hat dich erwaehlt, dass du sein Eigentum seist, aus allen Voelkern, die auf Erden sind.
  5514  3   Du sollst keine Greuel essen.
  5514  4   Das sind aber die Tiere, die ihr essen sollt: Ochs, Schaf, Ziege,
  5514  5   Hirsch, Reh, Bueffel, Steinbock, Gemse, Auerochs und Elen;
  5514  6   und alles Tier, das seine Klauen spaltet und wiederkaeut, sollt ihr essen.
  5514  7   Das sollt ihr aber nicht essen von dem, das wiederkaeut, und von dem, das die Klauen spaltet: das Kamel, der Hase und Kaninchen, die wiederkaeuen und doch ihre Klauen nicht spalten, sollen euch unrein sein;
  5514  8   das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so wiederkaeut es doch nicht: es soll euch unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anruehren,
  5514  9   Das ist, was ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist: alles, was Flossfedern und Schuppen hat, sollt ihr essen.
  5514 10   Was aber keine Flossfedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.
  5514 11   Alle reinen Voegel esset.
  5514 12   Das sind aber die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaar,
  5514 13   der Taucher, der Weih, der Geier mit seiner Art
  5514 14   und alle Raben mit ihrer Art,
  5514 15   der Strauss, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art,
  5514 16   das Kaeuzlein, der Uhu, die Fledermaus,
  5514 17   die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,
  5514 18   der Reiher, der Haeher mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe.
  5514 19   Und alles was Fluegel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und sollt es nicht essen.
  5514 20   Die reinen Voegel sollt ihr essen.
  5514 21   Ihr sollt kein Aas essen-dem Fremdling in deinem Tor magst du es geben, dass er's esse oder dass er's verkaufe einem Auslaender; denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das Boecklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.
  5514 22 * Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern alles Ertrages deiner Saat, der aus deinem Acker kommt,
  5514 23   und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwaehlt, dass sein Name daselbst wohne, naemlich vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Oels und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf dass du lernst fuerchten den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang.
  5514 24   Wenn aber des Weges dir zu viel ist, dass du solches hintragen kannst, darum dass der Ort dir zu ferne ist, den der HERR, dein Gott, erwaehlt hat, dass er seinen Namen daselbst wohnen lasse (denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet):
  5514 25   so gib's hin um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlt hat,
  5514 26   und gib das Geld um alles, was deiner Seele geluestet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele wuenscht, und iss daselbst vor dem HERRN, deinem Gott, und sei froehlich, du und dein Haus
  5514 27   und der Levit, der in deinem Tor ist (den sollst du nicht verlassen, denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir).
  5514 28   Alle drei Jahre sollst du aussondern den Zehnten deines Ertrages desselben Jahrs und sollst's lassen in deinem Tor.
  5514 29   So soll kommen der Levit (der kein Teil noch Erbe mit dir hat) und der Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen und sich saettigen, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.
  5515  1 * Alle sieben Jahre sollst du ein Erlassjahr halten.
  5515  2   Also soll's aber zugehen mit dem Erlassjahr: wenn einer seinem Naechsten etwas borgte, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Naechsten oder von seinem Bruder; denn es heisst das Erlassjahr des HERRN.
  5515  3   Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.
  5515  4   Es sollte allerdinge kein Armer unter euch sein; denn der HERR wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen,
  5515  5   allein, dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, dass du darnach tust.
  5515  6   Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheissen hat; so wirst du vielen Voelkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst ueber viele Voelker herrschen, und ueber dich wird niemand herrschen.
  5515  7   Wenn deiner Brueder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhaerten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder,
  5515  8   sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er Mangel hat.
  5515  9   Huete dich, dass nicht in deinem Herzen eine boese Tuecke sei, dass du sprichst: Es naht herzu das siebente Jahr, das Erlassjahr, und siehst einen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er ueber dich zu dem HERRN rufen, und es wird dir eine Suende sein.
  5515 10   Sondern du sollst ihm geben und dein Herz nicht verdriessen lassen, dass du ihm gibst; denn um solches willen wird dich der HERR, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und in allem, was du vornimmst.
  5515 11   Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, dass du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedraengt und arm ist in deinem Lande.
  5515 12 * Wenn sich dein Bruder, ein Hebraeer oder eine Hebraeerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben.
  5515 13   Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen,
  5515 14   sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne von deiner Kelter, dass du gebest von dem, das dir der HERR, dein Gott, gesegnet hat.
  5515 15   Und gedenke, dass du auch Knecht warst in Aegyptenland und der HERR, dein Gott, dich erloest hat; darum gebiete ich dir solches heute.
  5515 16   Wird er aber zu dir sprechen: Ich will nicht ausziehen von dir; denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist),
  5515 17   so nimm einen Pfriemen und bohre ihm durch sein Ohr an der Tuer und lass ihn ewiglich dein Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun.
  5515 18   Und lass dich's nicht schwer duenken, dass du ihn frei losgibst, denn er hat dir als zwiefaeltiger Tageloehner sechs Jahre gedient; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.
  5515 19 * Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, was ein Maennlein ist, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe.
  5515 20   Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen jaehrlich an der Staette, die der HERR erwaehlt, du und dein Haus.
  5515 21   Wenn's aber einen Fehl hat, dass es hinkt oder blind ist, oder sonst irgend einen boesen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott;
  5515 22   sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seist unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch isst.
  5515 23   Allein dass du sein Blut nicht essest, sondern auf die Erde giessest wie Wasser.
  5516  1 * Halte den Monat Abib, dass du Passah haltest dem HERRN, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, aus Aegypten gefuehrt bei der Nacht.
  5516  2   Und sollst dem HERRN, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne.
  5516  3   Du sollst kein Gesaeuertes auf das Fest essen, denn mit Furcht bist du aus Aegyptenland gezogen, auf dass du des Tages deines Auszugs aus Aegyptenland gedenkest dein Leben lang.
  5516  4   Es soll in sieben Tagen kein Sauerteig gesehen werden in allen deinen Grenzen und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage geschlachtet ist, ueber Nacht bleiben bis an den Morgen.
  5516  5   Du darfst nicht Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir der HERR, dein Gott gegeben hat;
  5516  6   sondern an der Staette, die der HERR, dein Gott erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus Aegypten zogst.
  5516  7   Und sollst kochen und essen an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, und darnach dich wenden des Morgens und heimgehen in deine Huetten.
  5516  8   Sechs Tage sollst du ungesaeuertes essen, und am siebenten Tag ist die Versammlung des HERRN, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.
  5516  9   Sieben Wochen sollst du dir zaehlen, und anheben zu zaehlen, wenn man anfaengt mit der Sichel in der Saat.
  5516 10   Und sollst halten das Fest der Wochen dem HERRN, deinem Gott, dass du eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nach dem dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat;
  5516 11   und sollst froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deinem Tor ist, der Fremdling, der Waise, und die Witwe, die unter dir sind, an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, dass sein Name da wohne.
  5516 12   Und gedenke, dass du Knecht in Aegypten gewesen bist, dass du haltest und tust nach diesen Geboten.
  5516 13   Das Fest der Laubhuetten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter,
  5516 14   und sollst froehlich sein auf deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind.
  5516 15   Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der Staette, die der HERR erwaehlen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem Einkommen und in allen Werken deiner Haende; darum sollst du froehlich sein.
  5516 16   Dreimal des Jahres soll alles, was maennlich ist unter dir, vor dem HERR, deinem Gott, erscheinen, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird: aufs Fest der ungesaeuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der Laubhuetten; sie sollen aber nicht leer vor dem HERRN erscheinen,
  5516 17   ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
  5516 18 * Richter und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Toren, die dir der HERR, dein Gott, geben wird unter deinen Staemmen, dass sie das Volk richten mit rechtem Gericht.
  5516 19   Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
  5516 20   Was recht ist, dem sollst du nachjagen, auf dass du leben und einehmen moegest das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
  5516 21   Du sollst keinen Hain von Baeumen pflanzen bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machst.
  5516 22   Du sollst keine Saeule aufrichten, welche der HERR, dein Gott, hasst.
  5517  1 * Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das einen Fehl oder irgend etwas Boeses an sich hat; denn es ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
  5517  2   Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der HERR, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Weib, der da uebel tut vor den Augen des HERRN, deines Gottes, dass er seinen Bund uebertritt
  5517  3   und hingeht und dient andern Goettern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder allerlei Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe,
  5517  4   und es wird dir angesagt, und du hoerst es, so sollst du wohl darnach fragen. Und wenn du findest, das es gewiss wahr ist, dass solcher Greuel in Israel geschehen ist,
  5517  5   so sollst du den Mann oder das Weib ausfuehren, die solches Uebel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen.
  5517  6   Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist; aber auf eines Zeugen soll er nicht sterben.
  5517  7   Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu toeten, und darnach die Hand alles Volks, dass du das Boese von dir tust.
  5517  8 * Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hingehen zu der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird,
  5517  9   und zu den Priestern, den Leviten, und zu dem Richter, der zur Zeit sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen.
  5517 10   Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der Staette, die der HERR erwaehlen wird, und sollst es halten, dass du tust nach allem, was sie dich lehren werden.
  5517 11   Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, dass du davon nicht abweichest, weder zur Rechten noch zur Linken.
  5517 12   Und wo jemand vermessen handeln wuerde, dass er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HERRN, deines Gottes, Amt steht, oder dem Richter, der soll sterben, und sollst das Boese aus Israel tun,
  5517 13   dass es alles Volk hoere und sich fuerchte und nicht mehr vermessen sei.
  5517 14 * Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin und wirst sagen: Ich will einen Koenig ueber mich setzen, wie alle Voelker um mich her haben,
  5517 15   so sollst du den zum Koenig ueber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwaehlen wird. Du sollst aber aus deinen Bruedern einen zum Koenig ueber dich setzen. Du darfst nicht irgend einen Fremdem, der nicht dein Bruder ist, ueber dich setzen.
  5517 16   Allein dass er nicht viele Rosse halte und fuehre das Volk nicht wieder nach Aegypten um der Menge der Rosse willen; weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg kommen sollt.
  5517 17   Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.
  5517 18   Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines Koenigreichs, soll er dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und in ein Buch schreiben lassen.
  5517 19   Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, auf dass er lerne fuerchten den HERRN, seinen Gott, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte, dass er darnach tue.
  5517 20   Er soll sein Herz nicht erheben ueber seine Brueder und soll nicht weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass er seine Tage verlaengere in seinem Koenigreich, er und seine Kinder in Israel.
  5518  1 * Die Priester, die Leviten des ganzen Stammes Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen.
  5518  2   Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Bruedern haben, dass der HERR ihr Erbe ist, wie er ihnen geredet hat.
  5518  3   Das soll aber das Recht der Priester sein an dem Volk, an denen, die da opfern, es sei Ochse oder Schaf, dass man dem Priester gebe den Arm und beide Kinnbacken und den Wanst
  5518  4   und die Erstlinge deines Korns, deines Mostes und deines Oels und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe.
  5518  5   Denn der HERR, dein Gott, hat ihn erwaehlt aus allen deinen Staemmen, dass er stehe am Dienst im Namen des HERRN, er und seine Soehne ewiglich.
  5518  6   Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus ganz Israel, da er Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der HERR erwaehlen wird,
  5518  7   dass er diene im Namen des HERRN, seines Gottes, wie alle seine Brueder, die Leviten, die daselbst vor dem HERR stehen:
  5518  8   die sollen gleichen Teil zu essen haben, ohne was einer hat von dem verkauften Gut seiner Vaeter.
  5518  9 * Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Voelker,
  5518 10   dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder Tagewaehler oder der auf Vogelgeschrei achte oder ein Zauberer
  5518 11   oder Beschwoerer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage.
  5518 12   Denn wer solches tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR, dein Gott, vor dir her.
  5518 13   Du aber sollst rechtschaffen sein mit dem HERRN, deinem Gott.
  5518 14   Denn diese Voelker, deren Land du einnehmen wirst, gehorchen den Tagewaehlern und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den HERRN, deinen Gott.
  5518 15 * Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Bruedern; dem sollt ihr gehorchen.
  5518 16   Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, gebeten hast am Horeb am Tage der Versammlung und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hoeren die Stimme des HERRN, meines Gottes, und das sehr grosse Feuer nicht mehr sehen, dass ich nicht sterbe.
  5518 17   Und der HERR sprach zu mir: Sie haben wohl geredet.
  5518 18   Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Bruedern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.
  5518 19   Und wer meine Worte nicht hoeren wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich's fordern.
  5518 20   Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe zu reden, und wenn einer redet in dem Namen anderer Goetter, derselbe Prophet soll sterben.
  5518 21   Ob du aber in deinem Herzen sagen wuerdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat?
  5518 22   Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN, und es wird nichts daraus und es kommt nicht, das ist das Wort, das der HERR nicht geredet hat, darum scheue dich nicht vor ihm.
  5519  1 * Wenn der HERR, dein Gott, die Voelker ausgerottet hat, welcher Land dir der HERR, dein Gott, geben wird, dass du es einnehmest und in ihren Staedten und Haeusern wohnst,
  5519  2   sollst du dir drei Staedte aussondern in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen.
  5519  3   Und sollst den Weg dahin zurichten und das Gebiet deines Landes, das dir der HERR, dein Gott, austeilen wird, in drei Kreise scheiden, dass dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat.
  5519  4   Und also soll's sein mit der Sache des Totschlaegers, der dahin flieht, dass er lebendig bleibe: wenn jemand seinen Naechsten schlaegt, nicht vorsaetzlich, und hat zuvor keinen Hass auf ihn gehabt,
  5519  5   sondern als wenn jemand mit seinem Naechsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen fuehre vom Stiel und traefe seinen Naechsten, dass er stuerbe: der soll in dieser Staedte eine fliehen, dass er lebendig bleibe,
  5519  6   auf dass nicht der Blutraecher dem Totschlaeger nachjage, weil sein Herz erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihn tot, so er doch nicht des Todes schuldig ist, weil er keinen Hass gegen ihn getragen hat.
  5519  7   Darum gebiete ich dir, dass du drei Staedte aussonderst.
  5519  8   Und so der HERR, dein Gott, deine Grenzen erweitern wird, wie er deinen Vaetern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat deinen Vaetern zu geben
  5519  9   (so du anders alle diese Gebote halten wirst, dass du darnach tust, die ich dir heute gebiete, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang), so sollst du noch drei Staedte tun zu diesen dreien,
  5519 10   auf dass nicht unschuldig Blut in deinem Land vergossen werde, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt, und Blutschulden auf dich kommen.
  5519 11   Wenn aber jemand Hass traegt wider seinen Naechsten und lauert auf ihn und macht sich ueber ihn und schlaegt ihn tot und flieht in dieser Staedte eine,
  5519 12   so sollen die Aeltesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die Haende des Blutraechers geben, dass er sterbe.
  5519 13   Deine Augen sollen ihn nicht verschonen, und du sollst das unschuldige Blut aus Israel tun, dass dir's wohl gehe.
  5519 14 * Du sollst deines Naechsten Grenze nicht zuruecktreiben, die die Vorfahren gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat einzunehmen.
  5519 15   Es soll kein einzelner Zeuge wider jemand auftreten ueber irgend eine Missetat oder Suende, es sei welcherlei Suende es sei, die man tun kann, sondern in dem Mund zweier oder dreier Zeugen soll die Sache bestehen.
  5519 16   Wenn ein frevler Zeuge wider jemand auftritt, ueber ihn zu bezeugen eine Uebertretung,
  5519 17   so sollen die beiden Maenner, die eine Sache miteinander haben, vor dem HERRN, vor den Priestern und Richtern stehen, die zur selben Zeit sein werden;
  5519 18   und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben,
  5519 19   so sollt ihr ihm tun, wie er gedachte seinem Bruder zu tun, dass du das Boese von dir wegtust,
  5519 20   auf dass es die andern hoeren, sich fuerchten und nicht mehr solche boese Stuecke vornehmen zu tun unter dir.
  5519 21   Dein Auge soll sie nicht schonen; Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss.
  5520  1 * Wenn du in einen Krieg ziehst wider deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Volks, das groesser ist als du, so fuerchte dich nicht vor ihnen; denn der HER, dein Gott, der dich aus Aegyptenland gefuehrt hat, ist mit dir.
  5520  2   Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden
  5520  3   und zu ihnen sprechen: Israel, hoere zu! Ihr geht heute in den Streit wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fuerchtet euch nicht und erschreckt nicht und lasst euch nicht grauen vor ihnen;
  5520  4   denn der HERR, euer Gott, geht mit euch, dass er fuer euch streite mit euren Feinden, euch zu helfen.
  5520  5   Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Welcher ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht, der gehe hin und bleibe in seinem Hause, auf dass er nicht sterbe im Krieg und ein anderer weihe es ein.
  5520  6   Welcher einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine Fruechte noch nicht genossen, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer geniesse seine Fruechte.
  5520  7   Welcher ein Weib sich verlobt hat und hat sie noch nicht heimgeholt, der gehe hin und bleibe daheim, dass er nicht im Kriege sterbe und ein anderer hole sie heim.
  5520  8   Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Welcher sich fuerchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und bleibe daheim, auf dass er nicht auch seiner Brueder Herz feige mache, wie sein Herz ist.
  5520  9   Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk, so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen.
  5520 10 * Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten.
  5520 11   Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll das Volk, das darin gefunden wird dir zinsbar und untertan sein.
  5520 12   Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie.
  5520 13   Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was maennlich darin ist, mit des Schwertes Schaerfe schlagen.
  5520 14   Allein die Weiber, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich austeilen und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
  5520 15   Also sollst du allen Staedten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht von den Staedten dieser Voelker hier sind.
  5520 16   Aber in den Staedten dieser Voelker, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,
  5520 17   sondern sollst sie verbannen, naemlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat,
  5520 18   auf dass sie euch nicht lehren tun alle die Greuel, die sie ihren Goettern tun, und ihr euch versuendigt an dem HERR, eurem Gott.
  5520 19   Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen musst, wider die du streitest, sie zu erobern, so sollst die Baeume nicht verderben, dass du mit Aexten dran faehrst; denn du kannst davon essen, darum sollst du sie nicht ausrotten. Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht ein Mensch, dass es vor dir ein Bollwerk sein koennte.
  5520 20   Welches aber Baeume sind, von denen du weisst, dass man nicht davon isst, die sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk daraus bauen wider die Stadt, die mit dir kriegt, bis du ihrer maechtig werdest.
  5521  1 * Wenn man einen Erschlagenen findet in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen, und er liegt im Felde und man weiss nicht, wer ihn erschlagen hat,
  5521  2   so sollen deine Aeltesten und Richter hinausgehen und von dem Erschlagenen messen bis an die Staedte, die umher liegen.
  5521  3   Welche Stadt die naechste ist, deren Aelteste sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, mit der man nicht gearbeitet und die noch nicht am Joch gezogen hat,
  5521  4   und sollen sie hinabfuehren in einen kiesigen Grund, der weder bearbeitet noch besaet ist, und daselbst im Grund ihr den Hals brechen.
  5521  5   Da sollen herzukommen die Priester, die Kinder Levi; denn der HERR, dein Gott, hat sie erwaehlt, dass sie ihm dienen und in seinem Namen segnen, und nach ihrem Mund sollen alle Sachen und alle Schaeden gerichtet werden.
  5521  6   Und alle Aeltesten der Stadt sollen herzutreten zu dem Erschlagenen und ihre Haende waschen ueber die junge Kuh, der im Grunde der Hals gebrochen ist,
  5521  7   und sollen antworten und sagen: Unsre Haende haben dies Blut nicht vergossen, so haben's auch unsre Augen nicht gesehen.
  5521  8   Sei gnaedig deinem Volk Israel, das du, HERR, erloest hast; lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel! So werden sie ueber dem Blut versoehnt sein.
  5521  9   Also sollst du das unschuldige Blut von dir tun, dass du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN.
  5521 10 * Wenn du in einen Streit ziehst wider deine Feinde, und der HERR, dein Gott, gibt sie dir in deine Haende, dass du ihre Gefangenen wegfuehrst,
  5521 11   und siehst unter den Gefangenen ein schoenes Weib und hast Lust zu ihr, dass du sie zum Weibe nehmest,
  5521 12   so fuehre sie in dein Haus und lass sie ihr Haar abscheren und ihre Naegel beschneiden
  5521 13   und die Kleider ablegen, darin sie gefangen ist, und lass sie sitzen in deinem Hause und beweinen einen Monat lang ihren Vater und ihre Mutter; darnach gehe zu ihr und nimm sie zur Ehe und lass sie dein Weib sein.
  5521 14   Wenn du aber nicht mehr Lust zu ihr hast, so sollst du sie gehen lassen, wohin sie will, und nicht um Geld verkaufen noch versetzen, darum dass du sie gedemuetigt hast.
  5521 15 * Wenn jemand zwei Weiber hat, eine, die er liebhat, und eine, die er hasst, und sie ihm Kinder gebaeren, beide, die liebe und die unwerte, dass der Erstgeborene von der unwerten ist,
  5521 16   und die Zeit kommt, dass er seinen Kindern das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der liebsten zum erstgeborenen Sohn machen fuer den erstgeborenen Sohn der unwerten,
  5521 17   sondern er soll den Sohn der unwerten fuer den ersten Sohn erkennen, dass er ihm zwiefaeltig gebe von allem, was vorhanden ist; denn derselbe ist der Erstling seiner Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein.
  5521 18 * Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn zuechtigen, ihnen nicht gehorchen will,
  5521 19   so sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den Aeltesten der Stadt fuehren und zu dem Tor des Orts,
  5521 20   und zu den Aeltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold.
  5521 21   So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, dass er sterbe, und sollst also das Boese von dir tun, dass es ganz Israel hoere und sich fuerchte.
  5521 22   Wenn jemand eine Suende getan hat, die des Todes wuerdig ist, und wird getoetet, und man haengt ihn an ein Holz,
  5521 23   so soll sein Leichnam nicht ueber Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn desselben Tages begraben, denn ein Gehenkter ist verflucht bei Gott, auf dass du dein Land nicht verunreinigst, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe.
  5522  1 * Wenn du deines Bruders Ochsen oder Schaf siehst irregehen, so sollst du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem Bruder fuehren.
  5522  2   Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus nehmen, dass sie bei dir seien, bis sie dein Bruder suche, und sollst sie ihm dann wiedergeben.
  5522  3   Also sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleid und mit allem Verlorenen, das dein Bruder verliert und du findest; du kannst dich nicht entziehen.
  5522  4   Wenn du deines Bruders Esel oder Ochsen siehst fallen auf dem Wege, so sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen.
  5522  5 * Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
  5522  6   Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und dass die Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzt, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen,
  5522  7   sondern sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen nehmen, auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest.
  5522  8   Wenn du ein neues Haus baust, so mache eine Lehne darum auf deinem Dache, auf dass du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele.
  5522  9   Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei besaeen, dass nicht dem Heiligtum verfalle die Fuelle, der Same, den du gesaet hast, samt dem Ertrage des Weinbergs.
  5522 10   Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel.
  5522 11   Du sollst nicht anziehen ein gemengtes Kleid, von Wolle und Leinen zugleich.
  5522 12   Du sollst dir Quasten machen an den Zipfeln deines Mantels mit dem du dich bedeckst.
  5522 13 * Wenn jemand ein Weib nimmt und wird ihr gram, wenn er zu ihr gegangen ist,
  5522 14   und legt ihr etwas Schaendliches auf und bringt ein boeses Geschrei ueber sie aus und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr tat, fand ich sie nicht Jungfrau,
  5522 15   so sollen Vater und Mutter der Dirne sie nehmen und vor die Aeltesten der Stadt in dem Tor hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft.
  5522 16   Und der Dirne Vater soll sagen: Ich habe diesem Mann meine Tochter zum Weibe gegeben; nun ist er ihr gram geworden
  5522 17   und legt ein schaendlich Ding auf sie und spricht: Ich habe deine Tochter nicht Jungfrau gefunden; hier ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sollen das Kleid vor den Aeltesten der Stadt ausbreiten.
  5522 18   So sollen die Aeltesten der Stadt den Mann nehmen und zuechtigen
  5522 19   und um hundert Silberlinge buessen und dieselben der Dirne Vater geben, darum dass er eine Jungfrau in Israel beruechtigt hat; und er soll sie zum Weibe haben, dass er sie sein Leben lang nicht lassen moege.
  5522 20   Ist's aber Wahrheit, dass die Dirne nicht ist Jungfrau gefunden,
  5522 21   so soll man sie heraus vor die Tuer ihres Vaters Hauses fuehren, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tode steinigen, darum dass sie eine Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehurt hat; und sollst das Boese von dir tun.
  5522 22   Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schlaeft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei dem er geschlafen hat; und sollst das Boese von Israel tun.
  5522 23   Wenn eine Dirne jemand verlobt ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schlaeft bei ihr,
  5522 24   so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausfuehren und sollt sie steinigen, dass sie sterben; die Dirne darum, dass sie nicht geschrieen hat, da sie doch in der Stadt war; den Mann darum, dass er seines Naechsten Weib geschaendet hat; und sollst das Boese von dir tun.
  5522 25   Wenn aber jemand eine verlobte Dirne auf dem Felde kriegt und ergreift sie und schlaeft bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei ihr geschlafen hat,
  5522 26   und der Dirne sollst du nichts tun; denn sie hat keine Suende des Todes wert getan, sondern gleich wie jemand sich wider seinen Naechsten erhoebe und schluege ihn tot, so ist dies auch.
  5522 27   Denn er fand sie auf dem Felde, und die verlobte Dirne schrie, und war niemand, der ihr half.
  5522 28   Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und schlaeft bei ihr, und es findet sich also,
  5522 29   so soll, der bei ihr geschlafen hat, ihrem Vater fuenfzig Silberlinge geben und soll sie zum Weibe haben, darum dass er sie geschwaecht hat; er kann sie nicht lassen sein Leben lang.
  5522 30   Niemand soll seines Vaters Weib nehmen und nicht aufdecken seines Vaters Decke.
  5523  1 * Es soll kein Zerstossener noch Verschnittener in die Gemeinde des HERRN kommen.
  5523  2   Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern soll allewege nicht in die Gemeinde des HERRN kommen.
  5523  3   Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied; sondern sie sollen nimmermehr hineinkommen,
  5523  4   darum dass sie euch nicht entgegenkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget, vielmehr wider euch dingten den Bileam, den Sohn Beors von Pethor aus Mesopotamien, dass er dich verfluchen sollte.
  5523  5   Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht hoeren und wandelte dir den Fluch in den Segen, darum, dass dich der HERR, dein Gott, liebhatte.
  5523  6   Du sollst nicht ihren Frieden noch ihr Bestes suchen dein Leben lang ewiglich.
  5523  7   Den Edomiter sollst du nicht fuer eine Greuel halten; er ist dein Bruder. Den Aegypter sollst du auch nicht fuer einen Greuel halten; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.
  5523  8   Die Kinder, die sie im dritten Glied zeugen, sollen in die Gemeinde des HERRN kommen.
  5523  9 * Wenn du ausziehst wider deine Feinde und ein Lager aufschlaegst, so huete dich vor allem Boesen.
  5523 10   Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, dass ihm des Nachts etwas widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen,
  5523 11   bis er vor abends sich mit Wasser bade; und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.
  5523 12   Und du sollst draussen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du zur Not hinausgehst.
  5523 13   Und sollst eine Schaufel haben, und wenn du dich draussen setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen hast, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist.
  5523 14   Denn der HERR, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, dass er dich errette und gebe deine Feinde vor dir dahin. Darum soll dein Lager heilig sein, dass nichts Schaendliches unter dir gesehen werde und er sich von dir wende.
  5523 15 * Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn ueberantworten, der von ihm zu dir sich entwandt hat.
  5523 16   Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erwaehlt in deiner Tore einem, wo es ihm gefaellt; und sollst ihn nicht schinden.
  5523 17   Es soll keine Hure sein unter den Toechtern Israels und kein Hurer unter den Soehnen Israels.
  5523 18   Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen aus irgend einem Geluebde; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, beides ein Greuel.
  5523 19   Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit man wuchern kann.
  5523 20   Von den Fremden magst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du vornimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.
  5523 21   Wenn du dem HERRN ein Geluebde tust, so sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der HERR, dein Gott, wird's von dir fordern, und es wird dir Suende sein.
  5523 22   Wenn du das Geloben unterwegs laesst, so ist dir's keine Suende.
  5523 23   Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten und darnach tun, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Munde geredet hast.
  5523 24   Wenn du in deines Naechsten Weinberg gehst, so magst du Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt hast; aber du sollst nichts in dein Gefaess tun
  5523 25   Wenn du in die Saat deines Naechsten gehst, so magst du mit der Hand Aehren abrupfen; aber mit der Sichel sollst du nicht darin hin und her fahren.
  5524  1 * Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas schaendliches an ihr gefunden hat, so soll er einen Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Haus entlassen.
  5524  2   Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingeht und wird eines andern Weib,
  5524  3   und der andere ihr auch gram wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause laesst, oder so der andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte:
  5524  4   so kann sie ihr erster Mann, der sie entliess, nicht wiederum nehmen, dass sie sein Weib sei, nachdem sie unrein ist, den solches ist ein Greuel vor dem HERRN, auf dass du nicht eine Suende ueber das Land bringst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.
  5524  5 * Wenn jemand kurz zuvor ein Weib genommen hat, der soll nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, dass er froehlich sei mit seinem Weibe, das er genommen hat.
  5524  6   Du sollst nicht zum Pfande nehmen den unteren und den oberen Muehlstein; denn damit haettest du das Leben zum Pfand genommen.
  5524  7   Wenn jemand gefunden wird, der aus seinen Bruedern, aus den Kindern Israel, eine Seele stiehlt, und versetzt oder verkauft sie: solcher Dieb soll sterben, dass du das Boese von dir tust.
  5524  8   Huete dich bei der Plage des Aussatzes, dass du mit Fleiss haltest und tust alles, was dich die Priester, die Leviten, lehren; wie ich ihnen geboten habe, so sollt ihr's halten und darnach tun.
  5524  9   Bedenke, was der HERR, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget.
  5524 10   Wenn du deinem Naechsten irgend eine Schuld borgst, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen,
  5524 11   sondern du sollst aussen stehen, und er, dem du borgst, soll sein Pfand zu dir herausbringen.
  5524 12   Ist er aber ein Duerftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen ueber seinem Pfand,
  5524 13   sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht, dass er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HERRN, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein.
  5524 14 * Du sollst dem Duerftigen und Armen seinen Lohn nicht vorenthalten, er sei von deinen Bruedern oder den Fremdlingen, die in deinem Lande und in deinen Toren sind,
  5524 15   sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, dass die Sonne nicht darueber untergehe (denn er ist duerftig und erhaelt seine Seele damit), auf dass er nicht wider dich den HERRN anrufe und es dir Suende sei.
  5524 16   Die Vaeter sollen nicht fuer die Kinder noch die Kinder fuer die Vaeter sterben, sondern ein jeglicher soll fuer seine Suende sterben.
  5524 17   Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfand nehmen.
  5524 18   Denn du sollst gedenken, dass du Knecht in Aegypten gewesen bist und der HERR, dein Gott, dich von dort erloest hat; darum gebiete ich dir, dass du solches tust.
  5524 19   Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf dass dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Haende.
  5524 20   Wenn du deine Oelbaeume hast geschuettelt, so sollst du nicht nachschuetteln; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
  5524 21   Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
  5524 22   Und sollst gedenken, dass du Knecht in Aegyptenland gewesen bist; darum gebiete ich dir, dass du solches tust.
  5525  1 * Wenn ein Hader ist zwischen Maennern, so soll man sie vor Gericht bringen und sie richten und den Gerechten gerecht sprechen und den Gottlosen verdammen.
  5525  2   Und so der Gottlose Schlaege verdient hat, soll ihn doch der Richter heissen niederfallen, und man soll ihm vor dem Richter eine Zahl Schlaege geben nach dem Mass seiner Missetat.
  5525  3   Wenn man ihm vierzig Schlaege gegeben hat, soll man ihn nicht mehr schlagen, auf dass nicht, so man mehr Schlaege gibt, er zuviel geschlagen werde und dein Bruder veraechtlich vor deinen Augen sei.
  5525  4   Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
  5525  5 * Wenn Brueder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann draussen nehmen; sondern ihr Schwager soll sich zu ihr tun und sie zum Weibe nehmen und sie ehelichen.
  5525  6   Und den ersten Sohn, den sie gebiert, soll er bestaetigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, dass sein Name nicht vertilgt werde aus Israel.
  5525  7   Gefaellt es aber dem Mann nicht, dass er sein Schwaegerin nehme, so soll sie, seine Schwaegerin hinaufgehen unter das Tor vor die Aeltesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen.
  5525  8   So sollen ihn die Aeltesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn er dann darauf besteht und spricht: Es gefaellt mir nicht, sie zu nehmen,
  5525  9   so soll seine Schwaegerin zu ihm treten vor den Aeltesten und ihm einen Schuh ausziehen von seinen Fuessen und ihn anspeien und soll antworten und sprechen: Also soll man tun einem jeden Mann, der seines Bruders Haus nicht erbauen will!
  5525 10   Und sein Namen soll in Israel heissen "des Barfuessers Haus".
  5525 11   Wenn zwei Maenner miteinander hadern und des einen Weib laeuft zu, dass sie ihren Mann errette von der Hand dessen, der ihn schlaegt, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham,
  5525 12   so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll sie nicht verschonen.
  5525 13 * Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, gross und klein, haben;
  5525 14   und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, gross und klein, sein.
  5525 15   Du sollst ein voellig und recht Gewicht und einen voelligen und rechten Scheffel haben, auf dass dein Leben lange waehre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
  5525 16   Denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel wie alle, die uebel tun.
  5525 17   Gedenke was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus Aegypten zoget,
  5525 18   wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen die letzten deines Heeres, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du muede und matt warst, und fuerchteten Gott nicht.
  5525 19   Wenn nun der HERR, dein Gott, dich zur Ruhe bringt von allen deinen Feinden umher im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen, so sollst du das Gedaechtnis der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergiss nicht!
  5526  1 * Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein und wohnst darin,
  5526  2   so sollst du nehmen allerlei erste Fruechte des Landes, die aus der Erde kommen, die der HERR, dein Gott dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an den Ort, den der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, dass sein Name daselbst wohne,
  5526  3   und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, dass ich gekommen bin in das Land, das der HERR unsern Vaetern geschworen hat uns zu geben.
  5526  4   Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand und vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen.
  5526  5   Da sollst du antworten und sagen vor dem HERRN, deinem Gott: Mein Vater war ein Syrer und nahe dem Umkommen und zog hinab nach Aegypten und war daselbst ein Fremdling mit geringem Volk und ward daselbst ein grosses, starkes und zahlreiches Volk.
  5526  6   Aber die Aegypter behandelten uns uebel und zwangen uns und legten einen harten Dienst auf uns.
  5526  7   Da schrieen wir zu dem HERRN, dem Gott unsrer Vaeter; und der HERR erhoerte unser Schreien und sah unser Elend, unsre Angst und Not
  5526  8   und fuehrte uns aus Aegypten mit maechtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit grossem Schrecken, durch Zeichen und Wunder
  5526  9   und brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, darin Milch und Honig fliesst.
  5526 10   Nun bringe ich die ersten Fruechte des Landes, die du, HERR, mir gegeben hast. Und sollst sie lassen vor dem HERRN, deinem Gott, und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott,
  5526 11   und froehlich sein ueber allem Gut, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.
  5526 12 * Wenn du alle Zehnten deines Einkommens zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du dem Leviten, dem Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, dass sie essen in deinem Tor und satt werden.
  5526 13   Und sollst sprechen vor dem HERRN, deinem Gott: Ich habe gebracht, was geheiligt ist, aus meinem Hause und habe es gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht uebertreten noch vergessen;
  5526 14   ich habe nichts davon gegessen in meinem Leide und habe nichts davongetan in Unreinigkeit; ich habe nicht zu den Toten davon gegeben; ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe getan alles, wie du mir geboten hast.
  5526 15   Siehe herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern Vaetern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig fliesst.
  5526 16 * Heutigestages gebietet dir der HERR, dein Gott, dass du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, dass du sie haeltst und darnach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
  5526 17   Dem HERRN hast du heute zugesagt, dass er dein Gott, sei, dass du wollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen.
  5526 18   Und der HERR hat dir heute zugesagt, dass du sein eigen Volk sein sollst, wie er dir verheissen hat, so du alle seine Gebote haeltst
  5526 19   und dass er dich zum hoechsten machen werde und du geruehmt, gepriesen und geehrt werdest ueber alle Voelker, die er gemacht hat, dass du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er geredet hat.
  5527  1 * Und Mose gebot samt den Aeltesten Israels dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete.
  5527  2   Und zu der Zeit, wenn ihr ueber den Jordan geht in das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, sollst du grosse Steine aufrichten und sie mit Kalk tuenchen
  5527  3   und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinueberkommst, auf dass du kommst in das Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Land darin Milch und Honig fliesst, wie der HERR, deiner Vaeter Gott, dir verheissen hat.
  5527  4   Wenn ihr nun ueber den Jordan geht, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk tuenchen.
  5527  5   Und sollst daselbst dem HERRN, deinem Gott, einen steinernen Altar bauen, darueber kein Eisen faehrt.
  5527  6   Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem HERRN, deinem Gott, bauen und Brandopfer darauf opfern dem HERRN, deinem Gott.
  5527  7   Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und froehlich sein vor dem HERRN, deinem Gott.
  5527  8   Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich.
  5527  9   Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten mit ganz Israel und sprachen: Merke und hoere zu, Israel! Heute, dieses Tages, bist du ein Volk des HERRN, deines Gottes, geworden,
  5527 10   dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.
  5527 11 * Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach:
  5527 12   Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, zu segnen das Volk, wenn ihr ueber den Jordan gegangen seid; Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und Benjamin.
  5527 13   Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphthali.
  5527 14   Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit lauter Stimme:
  5527 15   Verflucht sei, wer einen Goetzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel des HERRN, ein Werk von den Haenden der Werkmeister, und stellt es verborgen auf! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen.
  5527 16   Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter unehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 17   Verflucht sei wer seines Naechsten Grenze verengert! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 18   Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 19   Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 20   Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt, dass er aufdecke die Decke seines Vaters! und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 21   Verflucht sei wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 22   Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 23   Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 24   Verflucht sei, wer seinen Naechsten heimlich erschlaegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 25   Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, dass er unschuldiges Blut vergiesst! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5527 26   Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfuellt, dass er darnach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  5528  1 * Und wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du haeltst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, zum hoechsten machen ueber alle Voelker auf Erden,
  5528  2   und werden ueber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, bist gehorsam gewesen.
  5528  3   Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker.
  5528  4   Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehs, die Fruechte deiner Rinder und die Fruechte deiner Schafe.
  5528  5   Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
  5528  6   Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, gesegnet, wenn du ausgehst.
  5528  7   Und der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir fliehen.
  5528  8   Der HERR wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in deinem Keller und in allem, was du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
  5528  9   Der HERR wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum dass du die Gebote des HERRN, deines Gottes, haeltst und wandelst in seinen Wegen,
  5528 10   dass alle Voelker auf Erden werden sehen, dass du nach dem Namen des HERRN genannt bist, und werden sich vor dir fuerchten.
  5528 11   Und der HERR wird machen, dass du Ueberfluss an Guetern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Ackers, in dem Lande, das der HERR deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben.
  5528 12   Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und dass er segne alle Werke deiner Haende. Und du wirst vielen Voelkern leihen; du aber wirst von niemand borgen.
  5528 13   Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum dass du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete zu halten und zu tun,
  5528 14   und nicht weichst von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern Goettern nachwandelst, ihnen zu dienen.
  5528 15 * Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, dass du haeltst und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle Flueche ueber dich kommen und dich treffen.
  5528 16   Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker.
  5528 17   Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
  5528 18   Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Rinder und die Frucht deiner Schafe.
  5528 19   Verflucht wirst du sein, wenn du eingehst, verflucht, wenn du ausgehst.
  5528 20   Der HERR wird unter dich senden Unfall, Unruhe und Unglueck in allem, was du vor die Hand nimmst, was du tust, bis du vertilgt werdest und bald untergehst um deines boesen Wesens willen, darum dass du mich verlassen hast.
  5528 21   Der HERR wird dir die Pestilenz anhaengen, bis dass er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.
  5528 22   Der HERR wird dich schlagen mit Darre, Fieber, Hitze, Brand, Duerre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe.
  5528 23   Dein Himmel, der ueber deinem Haupt ist, wird ehern sein und die Erde unter dir eisern.
  5528 24   Der HERR wird deinem Lande Staub und Asche fuer Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilgt werdest.
  5528 25   Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen; durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen und wirst zerstreut werden unter alle Reiche auf Erden.
  5528 26   Dein Leichnam wird eine Speise sein allen Voegeln des Himmels und allen Tieren auf Erden, und niemand wird sein, der sie scheucht.
  5528 27   Der HERR wird dich schlagen mit Druesen Aegyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Kraetze, dass du nicht kannst heil werden.
  5528 28   Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens;
  5528 29   und wirst tappen am Mittag, wie ein Blinder tappt im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege kein Glueck haben; und wirst Gewalt und Unrecht leiden muessen dein Leben lang, und niemand wird dir helfen.
  5528 30   Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen; aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst du bauen; aber du wirst nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen; aber du wirst seine Fruechte nicht geniessen.
  5528 31   Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden; aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen.
  5528 32   Deine Soehne und Toechter werden einem andern Volk gegeben werden, dass deine Augen zusehen und verschmachten ueber ihnen taeglich; und wird keine Staerke in deinen Haenden sein.
  5528 33   Die Fruechte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst, und wirst Unrecht leiden und zerstossen werden dein Leben lang
  5528 34   und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen muessen.
  5528 35   Der HERR wird dich schlagen mit boesen Druesen an den Knieen und Waden, dass du nicht kannst geheilt werden, von den Fusssohlen an bis auf den Scheitel.
  5528 36   Der HERR wird dich und deinen Koenig, den du ueber dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennst noch deine Vaeter; und wirst daselbst dienen andern Goettern: Holz und Steinen.
  5528 37   Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen Voelkern, dahin dich der HERR getrieben hat.
  5528 38   Du wirst viel Samen ausfuehren auf das Feld, und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen.
  5528 39   Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Wuermer werden's verzehren.
  5528 40   Oelbaeume wirst du haben in allen deinen Grenzen; aber du wirst dich nicht salben mit Oel, denn dein Oelbaum wird ausgerissen werden.
  5528 41   Soehne und Toechter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggefuehrt werden.
  5528 42   Alle deine Baeume und Fruechte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.
  5528 43   Der Fremdling, der bei dir ist, wird ueber dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen.
  5528 44   Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein.
  5528 45 * Und alle diese Flueche werden ueber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilgt werdest, darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast, dass du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir geboten hat.
  5528 46   Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich,
  5528 47   dass du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du allerlei genug hattest,
  5528 48   Und du wirst deinem Feinde, den dir der HERR zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Bloesse und allerlei Mangel; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis dass er dich vertilge.
  5528 49   Der HERR wird ein Volk ueber dich schicken von ferne, von der Welt Ende, wie ein Adler fliegt, des Sprache du nicht verstehst,
  5528 50   ein freches Volk, das nicht ansieht die Person des Alten noch schont der Juenglinge.
  5528 51   Es wird verzehren die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes, bis du vertilgt werdest; und wird dir nichts uebriglassen an Korn, Most, Oel, an Fruechten der Rinder und Schafe, bis dass dich's umbringe;
  5528 52   und wird dich aengsten in allen deinen Toren, bis dass es niederwerfe deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verlaesst, in allem deinem Lande; und wirst geaengstet werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
  5528 53   Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Soehne und Toechter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird,
  5528 54   dass ein Mann, der zuvor sehr zaertlich und in Ueppigkeit gelebt hat unter euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohne, der noch uebrig ist von seinen Soehnen, nicht goennen,
  5528 55   zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Soehne, das er isst, sintemal ihm nichts uebrig ist von allem Gut in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird in allen deinen Toren.
  5528 56   Ein Weib unter euch, das zuvor zaertlich und in Ueppigkeit gelebt hat, dass sie nicht versucht hat, ihre Fusssohle auf die Erde zu setzen, vor Zaertlichkeit und Wohlleben, die wird ihrem Manne in ihren Armen und ihrem Sohne und ihrer Tochter nicht goennen
  5528 57   die Nachgeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Soehne, die sie geboren hat; denn sie werden vor Mangel an allem heimlich essen in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedraengen wird in deinen Toren.
  5528 58   Wo du nicht wirst halten, dass du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du fuerchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den HERRN, deinen Gott,
  5528 59   so wird der HERR erschrecklich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit grossen und langwierigen Plagen, mit boesen und langwierigen Krankheiten,
  5528 60   und wird dir zuwenden alle Seuchen Aegyptens, davor du dich fuerchtest, und sie werden dir anhangen;
  5528 61   dazu alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, wird der HERR ueber dich kommen lassen, bis du vertilgt werdest.
  5528 62   Und wird euer ein geringer Haufe uebrigbleiben, die ihr zuvor gewesen seid wie Sterne am Himmel nach der Menge, darum dass du nicht gehorcht hast der Stimme des HERRN, deines Gottes.
  5528 63   Und wie sich der HERR ueber euch zuvor freute, dass er euch Gutes taete und mehrte euch, also wird er sich ueber euch freuen, dass er euch umbringe und vertilge; und werdet verstoert werden von dem Lande, in das du jetzt einziehst, es einzunehmen.
  5528 64   Denn der HERR wird dich zerstreuen unter alle Voelker von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Goettern dienen, die du nicht kennst noch deine Vaeter: Holz und Steinen.
  5528 65   Dazu wirst du unter denselben Voelkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fusssohlen werden keine Ruhe haben. Denn der HERR wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und eine verdorrte Seele,
  5528 66   dass dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich fuerchten und deines Lebens nicht sicher sein.
  5528 67   Des Morgens wirst du sagen: Ach, dass es Abend waere! des Abends wirst du sagen: Ach, das es Morgen waere! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, was du mit deinen Augen sehen wirst.
  5528 68   Und der HERR wird dich mit Schiffen wieder nach Aegypten fuehren, den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und Maegden verkauft werden, und wird kein Kaeufer dasein.
  5529  1 * Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR dem Mose geboten hat zu machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte am Horeb.
  5529  2   Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen; Ihr habt gesehen alles, was der HERR getan hat in Aegypten vor euren Augen dem Pharao mit allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande,
  5529  3   die grossen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, dass es grosse Zeichen und Wunder waren.
  5529  4   Und der HERR hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben ein Herz, das verstaendig waere, Augen, die da saehen, und Ohren, die da hoerten.
  5529  5   Er hat euch vierzig Jahre in der Wueste lassen wandeln: eure Kleider sind an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen Fuessen;
  5529  6   ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken noch starkes Getraenk, auf dass du wissest, dass ich der HERR, euer Gott, bin.
  5529  7   Und da ihr kamt an diesen Ort, zog aus der Koenig Sihon zu Hesbon und der Koenig Og von Basan uns entgegen, mit uns zu streiten; und wir haben sie geschlagen
  5529  8   und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter.
  5529  9   So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut darnach, auf dass ihr weise handeln moeget in allem eurem Tun.
  5529 10 * Ihr stehet heute alle vor dem HERRN, eurem Gott, die Obersten eurer Staemme, eure Aeltesten, eure Amtleute, ein jeder Mann in Israel,
  5529 11   eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling, der in deinem Lager ist (beide, dein Holzhauer und dein Wasserschoepfer),
  5529 12   dass du tretest in den Bund des HERRN, deines Gottes, und in den Eid, den der HERR, dein Gott, heute mit dir macht,
  5529 13   auf dass er dich heute ihm zum Volk aufrichte und er dein Gott sei, wie er dir verheissen hat und wie er deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
  5529 14   denn ich mache diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein,
  5529 15   sondern sowohl mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns stehet vor dem HERRN, unserm Gott, als auch mit denen, die heute nicht mit uns sind.
  5529 16   Denn ihr wisst, wie wir in Aegyptenland gewohnt haben und mitten durch die Heiden gezogen sind, durch welche ihr zoget,
  5529 17   und saht ihre Greuel und ihre Goetzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren.
  5529 18   Dass nicht vielleicht ein Mann oder ein Weib oder ein Geschlecht oder ein Stamm unter euch sei, des Herz heute sich von dem HERRN, unserm Gott, gewandt habe, dass er hingehe und diene den Goettern dieser Voelker und werde vielleicht eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermut trage,
  5529 19   und ob er schon hoere die Worte dieses Fluches, dennoch sich segne in seinem Herzen und spreche: Es geht mir wohl, dieweil ich wandle, wie es mein Herz duenkt, auf dass die Trunkenen mit den Durstigen dahinfahren!
  5529 20   Da wird der HERR dem nicht gnaedig sein; sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen ueber solchen Mann und werden sich auf ihn legen alle Flueche, die in diesem Buch geschrieben sind; und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel
  5529 21   und wird ihn absondern zum Unglueck aus allen Staemmen Israels, laut aller Flueche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.
  5529 22   So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, womit sie der HERR beladen hat
  5529 23   (dass er all ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, dass es nicht besaet werden kann noch etwas waechst noch Kraut darin aufgeht, gleich wie Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim umgekehrt sind, die der HERR in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat),
  5529 24   so werden alle Voelker sagen: Warum hat der HERR diesem Lande also getan? Was ist das fuer ein so grosser und grimmiger Zorn?
  5529 25   So wird man sagen: Darum dass sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Vaeter, verlassen haben, den er mit ihnen machte, da er sie aus Aegyptenland fuehrte,
  5529 26   und sind hingegangen und haben andern Goettern gedient und sie angebetet (solche Goetter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht verordnet hat),
  5529 27   darum ist des HERRN Zorn ergrimmt ueber dies Land, dass er ueber sie hat kommen lassen alle Flueche, die in diesem Buch geschrieben stehen;
  5529 28   und der HERR hat sie aus ihrem Lande gestossen mit grossem Zorn, Grimm und Ungnade und hat sie in ein ander Land geworfen, wie es steht heutigestages.
  5529 29   Das Geheimnis ist des HERRN, unsers Gottes; was aber offenbart ist, das ist unser und unserer Kinder ewiglich, dass wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.
  5530  1 * Wenn nun ueber dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du in dein Herz gehst, wo du unter den Heiden bist, dahin dich der HERR, dein Gott, verstossen hat,
  5530  2   und bekehrst dich zu dem HERRN, deinem Gott, dass du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, was ich dir heute gebiete,
  5530  3   so wird der HERR, dein Gott, dein Gefaengnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen Voelkern, dahin dich der HERR, dein Gott, verstreut hat.
  5530  4   Wenn du bis an der Himmel Ende verstossen waerest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen
  5530  5   und wird dich in das Land bringen, das deine Vaeter besessen haben, und wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren ueber deine Vaeter.
  5530  6   Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du leben moegest.
  5530  7   Aber diese Flueche wird der HERR, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die, so dich hassen und verfolgen;
  5530  8   du aber wirst dich bekehren und der Stimme des HERRN gehorchen, dass du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.
  5530  9   Und der HERR, dein Gott, wird dir Glueck geben in allen Werken deiner Haende, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Landes, dass dir's zugut komme. Denn der HERR wird sich wenden, dass er sich ueber dich freue, dir zugut, wie er sich ueber deine Vaeter gefreut hat,
  5530 10   darum dass du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest, zu halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
  5530 11 * Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen noch zu ferne
  5530 12   noch im Himmel, dass du moechtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hoeren und tun?
  5530 13   Es ist auch nicht jenseit des Meers, dass du moechtest sagen: Wer will uns ueber das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hoeren und tun?
  5530 14   Denn es ist das Wort gar nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.
  5530 15 * Siehe ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Boese,
  5530 16   der ich dir heute gebiete, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben moegest und gemehrt werdest und dich der HERR, dein Gott, segne in dem Lande, in das du einziehst, es einzunehmen.
  5530 17   Wendest du aber dein Herz und gehorchst nicht, sondern laesst dich verfuehren, dass du andere Goetter anbetest und ihnen dienest,
  5530 18   so verkuendige ich euch heute, dass ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet, dahin du einziehst ueber den Jordan, es einzunehmen.
  5530 19   Ich nehme Himmel und Erde heute ueber euch zu Zeugen: ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwaehlest und du und dein Same leben moegt,
  5530 20   dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, dass du in dem Lande wohnst, das der HERR deinen Vaetern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat ihnen zu geben.
  5531  1 * Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel
  5531  2   und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt; ich kann nicht mehr aus noch ein gehen; dazu hat der HERR zu mir gesagt: Du sollst nicht ueber diesen Jordan gehen.
  5531  3   Der HERR, dein Gott, wird selber vor dir her gehen; er wird selber diese Voelker vor dir her vertilgen, dass du ihr Land einnehmest. Josua, der soll vor dir hinuebergehen, wie der HERR geredet hat.
  5531  4   Und der HERR wird ihnen tun, wie er getan hat Sihon und Og, den Koenigen der Amoriter, und ihrem Lande, welche er vertilgt hat.
  5531  5   Wenn sie nun der HERR vor euch dahingeben wird, so sollt ihr ihnen tun nach allem Gebot, das ich euch geboten habe.
  5531  6   Seid getrost und unverzagt, fuerchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.
  5531  7   Und Mose rief zu Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der HERR ihren Vaetern geschworen hat ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen.
  5531  8   Der HERR aber, der selber vor euch her geht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. Fuerchte dich nicht und erschrick nicht.
  5531  9 * Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Kindern Levi, die die Lade des Bundes trugen, und allen Aeltesten Israels
  5531 10   und gebot ihnen und sprach: Je nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahrs, am Fest der Laubhuetten,
  5531 11   wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwaehlen wird, sollst du dieses Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren,
  5531 12   naemlich vor der Versammlung des Volks (der Maenner, Weiber und Kinder und deines Fremdlings, der in deinem Tor ist), auf dass sie es hoeren und lernen den HERRN, euren Gott, fuerchten und es zu halten, dass sie tun alle Worte dieses Gesetzes,
  5531 13   und dass ihre Kinder, die es nicht wissen, es auch hoeren und lernen den HERRN, euren Gott, fuerchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, darein ihr gehet ueber den Jordan, es einzunehmen.
  5531 14 * Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, dass du stirbst. Rufe Josua und tretet in die Huette des Stifts, dass ich ihm Befehl tue. Mose ging hin mit Josua, und sie traten in die Huette des Stifts.
  5531 15   Der HERR aber erschien in der Huette in einer Wolkensaeule, und die Wolkensaeule stand in der Huette Tuer.
  5531 16   Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vaetern; und dies Volk wird aufkommen und wird abfallen zu fremden Goettern des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe.
  5531 17   So wird mein Zorn ergrimmen ueber sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, dass sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglueck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies Uebel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist?
  5531 18   Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Boesen willen, das sie getan haben, dass sie sich zu andern Goettern gewandt haben.
  5531 19   So schreibt euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und legt es in ihren Mund, dass mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel.
  5531 20   Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vaetern geschworen habe, darin Milch und Honig fliesst. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu andern Goettern und ihnen dienen und mich laestern und meinen Bund fahren lassen.
  5531 21   Und wenn sie dann viel Unglueck und Angst betreten wird, so soll dieses Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Mund ihrer Nachkommen. Denn ich weiss ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, das ich geschworen habe.
  5531 22 * Also schrieb Mose dieses Lied zur selben Zeit und lehrte es die Kinder Israel.
  5531 23   Und befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel in das Land fuehren, das ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein.
  5531 24   Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch,
  5531 25   gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des HERRN trugen, und sprach:
  5531 26   Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es an die Seite der Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es daselbst ein Zeuge sei wider dich.
  5531 27   Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, wo ich noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den HERRN; wie viel mehr nach meinem Tode!
  5531 28   So versammelt nun vor mich alle Aeltesten eurer Staemme und eure Amtleute, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme.
  5531 29   Denn ich weiss, dass ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglueck begegnen hernach, darum dass ihr uebel getan habt vor den Augen des HERRN, dass ihr ihn erzuerntet durch eurer Haende Werk.
  5531 30   Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel:
  5532  1 * Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde hoere die Rede meines Mundes.
  5532  2   Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fliesse wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
  5532  3   Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!
  5532  4   Er ist ein Fels. Seine Werke sind unstraeflich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Boeses an ihm; gerecht und fromm ist er.
  5532  5   Die verkehrte und boese Art faellt von ihm ab; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder.
  5532  6   Dankest du also dem HERRN, deinem Gott, du toll und toericht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein HERR? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?
  5532  7 * Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an den alten Vaetern. Frage deinen Vater, der wird dir's verkuendigen, deine Aeltesten, die werden dir's sagen.
  5532  8   Da der Allerhoechste die Voelker zerteilte und zerstreute der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Voelker nach der Zahl der Kinder Israel.
  5532  9   Denn des HERRN teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe.
  5532 10   Er fand ihn in der Wueste, in der duerren Einoede, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behuetete ihn wie seinen Augapfel.
  5532 11   Wie ein Adler ausfuehrt seine Jungen und ueber ihnen schwebt, breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Fluegeln.
  5532 12   Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.
  5532 13   Er liess ihn hoch herfahren auf Erden und naehrte ihn mit den Fruechten des Feldes und liess ihn Honig saugen aus den Felsen und Oel aus den harten Steinen,
  5532 14   Butter von den Kuehen und Milch von den Schafen samt dem Fetten von den Laemmern und feiste Widder und Boecke mit fetten Nieren und Weizen und traenkte ihn mit gutem Traubenblut.
  5532 15 * Da aber Jesurun fett ward, ward er uebermuetig. Er ist fett und dick und stark geworden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet
  5532 16   und hat ihn zum Eifer gereizt durch fremde Goetter; durch Greuel hat er ihn erzuernt.
  5532 17   Sie haben den Teufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den Goettern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die ihre Vaeter nicht geehrt haben.
  5532 18   Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat.
  5532 19 * Und da es der HERR sah, ward er zornig ueber seine Soehne und Toechter,
  5532 20   und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder.
  5532 21   Sie haben mich gereizt an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abgoetterei haben sie mich erzuernt. Und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem toerichten Volk will ich sie erzuernen.
  5532 22   Denn ein Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hoelle und wird verzehren das Land mit seinem Gewaechs und wird anzuenden die Grundfesten der Berge.
  5532 23   Ich will alles Unglueck ueber sie haeufen, ich will meine Pfeile in sie schiessen.
  5532 24   Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jaehem Tod. Ich will der Tiere Zaehne unter sie schicken und der Schlangen Gift.
  5532 25   Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig der Schrecken, beide, Juenglinge und Jungfrauen, die Saeuglinge mit dem grauen Mann.
  5532 26 * Ich wollte sagen: "Wo sind sie? ich werde ihr Gedaechtnis aufheben unter den Menschen",
  5532 27   wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheute, dass nicht ihre Feinde stolz wuerden und moechten sagen: Unsre Macht ist hoch, und der HERR hat nicht solches alles getan.
  5532 28   Denn es ist ein Volk, darin kein Rat ist, und ist kein Verstand in ihnen.
  5532 29   O, dass sie weise waeren und vernaehmen solches, dass sie verstuenden, was ihnen hernach begegnen wird!
  5532 30   Wie gehet es zu, dass einer wird ihrer tausend jagen, und zwei werden zehntausend fluechtig machen? Ist es nicht also, dass sie ihr Fels verkauft hat und der HERR sie uebergeben hat?
  5532 31   Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsre Feinde selbst Richter.
  5532 32   Denn ihr Weinstock ist vom Weinstock zu Sodom und von dem Acker Gomorras; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren;
  5532 33   ihr Wein ist Drachengift und wuetiger Ottern Galle.
  5532 34   Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Schaetzen?
  5532 35   Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuss gleiten; denn die Zeit ihres Ungluecks ist nahe, und was ueber sie kommen soll, eilt herzu.
  5532 36   Denn der HERR wird sein Volk richten, und ueber seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, dass ihre Macht dahin ist und beides, das Verschlossene und Verlassene, weg ist.
  5532 37   Und man wird sagen: Wo sind ihre Goetter, ihr Fels, auf den sie trauten?
  5532 38   Welche das Fett ihrer Opfer assen und tranken den Wein ihrer Trankopfer, lasst sie aufstehen und euch helfen und schuetzen!
  5532 39 * Seht ihr nun, dass ich's allein bin und ist kein Gott neben Mir! Ich kann toeten und lebendig machen, ich kann schlagen und heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette.
  5532 40   Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich.
  5532 41   Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder raechen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten.
  5532 42   Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit dem Blut der Erschlagenen und Gefangenen, von dem entbloessten Haupt des Feindes.
  5532 43   Jauchzet alle, die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte raechen und wird sich an seinen Feinden raechen und gnaedig sein dem Lande seines Volkes.
  5532 44 * Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns.
  5532 45   Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel,
  5532 46   sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, dass ihr euren Kindern befehlt, dass sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes.
  5532 47   Denn es ist nicht ein vergebliches Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solches Wort wird euer Leben verlaengern in dem Lande, da ihr hin gehet ueber den Jordan, dass ihr es einnehmet.
  5532 48   Und der HERR redete mit Mose desselben Tages und sprach:
  5532 49   Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterland, gegenueber Jericho, und schaue das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde,
  5532 50   und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufgekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleich wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte,
  5532 51   darum dass ihr euch an mir versuendigt habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der Wueste Zin, dass ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel;
  5532 52   denn du sollst das Land vor dir sehen, dass ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.
  5533  1 * Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode segnete.
  5533  2   Und er sprach: Der Herr ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Pharan und ist gekommen mit viel tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie.
  5533  3   Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen Fuessen und werden lernen von deinen Worten.
  5533  4   Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs.
  5533  5   Und Er ward Koenig ueber Jesurun, als sich versammelten die Haeupter des Volks samt den Staemmen Israels.
  5533  6 * Ruben lebe, und sterbe nicht, und er sei ein geringer Haufe.
  5533  7   Dies ist der Segen Juda's. Und er sprach: HERR, erhoere die Stimme Juda's und mache ihn zum Regenten in seinem Volk und lass seine Macht gross werden, und ihm muesse wider seine Feinde geholfen werden.
  5533  8 * Und zu Levi sprach er: Deine Macht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versucht hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser.
  5533  9   Wer von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und von seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und von seinem Sohn: Ich weiss nicht, die halten deine Rede und bewahren deinen Bund;
  5533 10   die werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; die werden Raeuchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.
  5533 11   HERR, segne sein Vermoegen und lass dir gefallen die Werke seiner Haende; zerschlage den Ruecken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen.
  5533 12 * Und zu Benjamin sprach er: der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird er ueber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen.
  5533 13   Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des HERRN: da sind edle Fruechte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt;
  5533 14   da sind edle Fruechte von der Sonne, und edle, reife Fruechte der Monde,
  5533 15   und von den hohen Bergen von alters her und von den Huegeln fuer und fuer
  5533 16   und edle Fruechte von der Erde und dem, was darinnen ist. Die Gnade des, der in dem Busch wohnte, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Bruedern.
  5533 17   Seine Herrlichkeit ist wie eines erstgeborenen Stieres, und seine Hoerner sind wie Einhornshoerner; mit denselben wird er die Voelker stossen zuhauf bis an des Landes Enden. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.
  5533 18 * Und zu Sebulon sprach er: Sebulon freue dich deines Auszugs; aber Isaschar, freue dich deiner Huetten.
  5533 19   Sie werden die Voelker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die versenkten Schaetze im Sande.
  5533 20   Und zu Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum macht! Er liegt wie ein Loewe und raubt den Arm und den Scheitel,
  5533 21   und er ersah sich das Erbe, denn daselbst war ihm eines Fuersten Teil aufgehoben, und er kam mit den Obersten des Volks und vollfuehrte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Rechte an Israel.
  5533 22 * Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Loewe, der herausspringt von Basan.
  5533 23   Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehrt, und wird voll Segens des HERRN sein; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz sein.
  5533 24   Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet unter den Soehnen und tauche seinen Fuss in Oel.
  5533 25   Eisen und Erz sei dein Riegel; dein Alter sei wie die Jugend.
  5533 26 * Es ist kein Gott wie der Gott Jesuruns. Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist.
  5533 27   Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilgt!
  5533 28   Israel wird sicher allein wohnen; der Brunnen Jakobs wird sein in dem Lande, da Korn und Most ist, dazu sein Himmel wird mit Tau triefen.
  5533 29   Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den HERRN selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihren Hoehen einhertreten.
  5534  1 * Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegenueber Jericho. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan
  5534  2   und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer gegen Abend
  5534  3   und das Mittagsland und die Gegend der Ebene Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar.
  5534  4   Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen; aber du sollst nicht hinuebergehen.
  5534  5 * Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN.
  5534  6   Und er begrub ihn im Tal im Lande der Moabiter gegenueber Beth-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag.
  5534  7   Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Kraft war nicht verfallen.
  5534  8   Und die Kinder Israel beweinten Mose im Gefilde der Moabiter dreissig Tage; und es wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens ueber Mose.
  5534  9 * Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfuellt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Haende auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  5534 10   Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt haette von Angesicht zu Angesicht,
  5534 11   zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, dass er sie taete in Aegyptenland an Pharao und an allen seinen Knechten und an allem seinem Lande
  5534 12   und zu aller dieser maechtigen Hand und den schrecklichen Taten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israels.
